Finale, olé olé! Cassiopeius hat genug Macht angesammelt, um quasi göttlichen Status anzustreben und die Welt in ewige Nacht zu tauchen. Und damit es auch richtig knallt, werde ich das Szenario direkt in der schwierigen Fassung mit mehr Helden spielen, um hoffentlich mal wieder eine Herausforderung zu bekommen. 2 Stufe 4 Paladine, 2 Stufe 4 Waldläufer, 1 Stufe 4 Magier, 1 Stufe 4 Priester, 2 Stufe 2 Krieger und 1 Stufe 3 Schurke stellen sich meinen Untoten entgegen und wie immer gilt es bis zum Ende der 5. Runde alle Helden auszuschalten. 

Runde 1

Die Waldläufer erschießen Barti, der Priester crittet Stinki mit einem weit entfernten Lichstrahl aus dem Unleben, aber mein Nekromant saugt ihre Energie gierig auf und erschießt mühsam den Waldläufer, während man sich aufeinander zubewegt. Die Mumie teleportiert sich wieder als Schwamm in die feindlichen Reihen, während Cassiopeius immer wieder seine Aktivierungen nutzt, um den Unhold und den Skelettriesen zusammenzuflicken. Da stehen noch eine Menge Helden, aber viele meiner Kreaturen sind nun im Nahkampf und bereit, die Lage auszugleichen!

Runde 2

Die Mumie versagt, der Nekromant überzeugt auch nicht gerade, aber dafür verschwindert der Waldläufer im, nunja, Wald ohne anzugreifen und der Priester spricht nur einen Schild auf sich. Danach können der Unhold und der Nekromant den Zwergenkrieger erlegen und die Paladine schleudern Licht. Der Skelettriese kann den Elfenkrieger ausschalten und den Paladin dahinter verletzen und der Nekromant kann trotz eines guten Treffers den Schurken nur auf diesen einen, letzten, verdammten Trefferpunkt reduzieren, sodass dieser mit einer wilden Attackenserie die Mumie Timo-Tep in handliche Würfel schneidet. 

Runde 3

Der Nekromant nutzt seine neue Macht und schaltet den Schurken mit einem Negativgeschoss aus, aber die Vampirin versagt leider dabei, den Waldläufer im Wald angemessen zu schädigen. Der Priester wird ordentlich vom Skelettriesen verprügelt, bleibt aber stehen. Der Paladin oben verblitzdings den Nekromanten, sodass ich zum ersten Mal tatsächlich Schaden auf den nächsten Untoten ableiten muss, da meine nekromantische Macht unter 0 reduziert wird. Der Unhold nimmt’s sportlich und wird in der nächsten Aktivierung auch direkt vom Nekromanten geheilt und muss zum Paladin vorlaufen, um ihm eine lächerliche Schadenssumme zuzufügen. 

Runde 4

Der Nekromant und die Vampirin können den Waldläufer erneut nicht ausschalten und da es dem Nekromanten an magischer Energie mangelt, geht er in den Nahkampf gegen den Paladin, während der Rest der Runde so ziemlich alle einfach danebenschlagen. 

Runde 5

Der Skelettriese knüppelt den Priester auf den letzten Lebenspunkt runter und der Nekromant investiert ein Negativgeschoss, was tatsächlich mal kritisch trifft … der Paladin vor ihm revanchiert sich mit vier kritischen Treffern auf den Unhold, von denen der sich vielleicht nie mehr erheben wird, während der Waldläufer weiterhin albern die Vampirin beschießt. Nun erhält die Vampirin kritische Treffer, heilt sich etwas hoch und beißt den Waldläufer genau aus dem Wald, während der Nekromant es zwar schafft den Paladin mit einem Negativgeschoss zu treffen, aber ihm nur einen lächerlichen Schadenspunkt zufügen kann. 

Ich verliere das Szenario mit drei übrigen Helden am Ende der fünften Runde, eine gerechte Strafe für meine Arroganz, so viele Szenarien zu überspringen und sogar die erhöhte Schwierigkeit zu wählen!

Nachspiel

Stinki bleibt mir erhalten, Bartie bleibt, aber wird permanent beschädigt, ebenso der Geföhnte, mein Unhold. Timo-Tep die Mumie war nicht mehr zu bergen und ist für immer fort. 

Aber ich erschaffe im nächsten Schritt eine neue Mumie für meine Schergenbande. 

Mit der gewonnen Erfahrung erwerbe ich die dritte und finale Stufe von Nekrogenese und erhalte nun zu Beginn jeder neuen Runde 6 statt 3 nekromantische Macht. 

Nach diesem siebten Szenario steht kein neuer Ausbau meines Verlieses an, aber um noch einmal Salz in die Wunde zu reiben, wird mein Lager überfallen. Die höchste Schwierigkeit eines Szenarios, das ich bisher bestanden habe, betrug 11, mein Verteidigungswert ist 7, also werden 4 Punkte an Untoten ausgeschaltet. Und es trifft mal wieder Bartie, Stinki und den Unhold, auf die ich im nächsten Szenario verzichten muss. 

Fazit

Das ging ja mal richtig schief. Möglicherweise hätte ich das Szenario in regulärer Schwierigkeit tatsächlich bestehen können, aber da bin ich mir ehrlicherweise nicht so sicher. Der zusätzliche Waldläufer als Offensivmacht und der Paladin als schier unüberwindliche Bastion haben tatsächlich einen Unterschied herausgeschlagen. Ein Paladin der Stufe 4 hat eine Haltbarkeit von 26, einen Verteidigungswert von 7 und dazu Selbstheilungskräfte. Ohne Negativgeschosse müssten zwei Vampire rund vier der fünf Runden des Spiels auf einen einschlagen, damit dieser fällt … meine Vampirin hat ja selbst für den Waldläufer das halbe Spiel gebraucht, trotz Unterstützung des Nekromanten mit Zaubern. Aber was ich nicht im Blick hatte, waren die höheren Stufen der Helden, da fast alle auf Stufe 4 antraten. Der zusätzliche Würfel in allen Angriffen und die um einen Punkt höhere Verteidigung summierten sich über das Spiel bei allen Helden merklich auf. Inzwischen haben meine Untoten hohe Werte und die Helden ebenfalls und zudem mehr Haltbarkeit, weswegen es tatsächlich Schlagabtäusche gab, wo sich die Figuren trotz Würfelpools um 8 herum, keinen Schadenspunkt zufügen konnten. Daher fühlte sich das Finale tatsächlich leider eher wie Amateurfussball-Herumgetrete, als das Aufeinandertreffen mächtiger Kontrahenten an. 

Bevor ich Cassiopeius erneut ins Lande Deth entsende, werde ich mich daher erst einmal wieder anderen Solo-Spielen widmen. 

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