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Chaos in der Alten Welt – Die Gehörnte Ratte Erweiterung

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Chaos in der Alten Welt begeisterte uns öfters wegen der großartigen Balance und den ganz anderen Spielweisen der Götter. Würde die Erweiterung Die Gehörnte Ratte mit einem fünften Spieler das nun aus der Balance bringen? Wir haben es uns einmal genauer angeschaut.

Wie der Titel bereits andeutet, kommen als zusätzliche Fraktion die Skaven ins Spiel. Diese spielen sich ein gutes Stück anders als die vier Chaosgötter, weil sie selber keine Verderbnis platzieren, aber in Gebieten durch die Beschwörungskosten ihrer Modelle als Verheerer gelten. Damit stibitzen sich die die Rattenmenschen dank immens vieler Klanratten (dem Äquivalent zu den Kultisten der anderen Fraktionen) und vielen Bewegungsmöglichkeiten die Punkte der anderen, indem sie sich kurz vor Punktevergabe massiv in einem Gebiet zusammenrotten. Diese Schmarotzermentalität passt sehr gut zum Thema der Skaven, wodurch das Spiel aber auch komplexer wird. Die anderen Chaosmächte können sich leicht gegen die Skaven zusammentun, um die lästigen Viecher aus den Gebieten zu kloppen, damit sie nicht die selbst erarbeiteten Punkte einheimsen.

Neben der neuen Fraktion gibt es auch zehn neue Alte-Welt-Karten, die globale Ereignisse beschreiben und für alle Spieler relevant sind. Eine ersetzt dabei eine bestehende Karte aus Chaos in der Alten Welt, während die verbliebenden neun vor allem den bestehenden Schwierigkeitsgrad erhöhen.

Das aber entscheidende Element der Erweiterung sind die komplett neuen Chaos- und Aufwertungskarten für alle Fraktionen. Diese als Morslieb-Set benannten Karten ersetzen die aus dem Grundspiel komplett, eine Teilauswahl ist nicht möglich. Und diese greifen sehr viel massiver in die Spielbalance und die Strategie der Chaosgötter ein, als die Skaven. Das liegt leider vor allem daran, dass das ausgezeichnete Balancing von Chaos aus der Alten Welt leider einige Dellen bekommt. So bringen die neuen Karten Nurgle etwa mehr Klicks auf seinem Rad, allerdings hat dieser Gott das größte Rad und das ist für ihn die schwierigste Siegesbedingung. Auf der anderen Seite erhält Khorne mit dem Upgrade seiner Dämonen die Möglichkeit durch getötete Gegner nicht nur Marker für sein Rad zu genieren, sondern auch Siegespunkte. Mit dieser Verbesserung flog der Khorne-Spieler in unserer bis dahin ausgeglichenen Testrunde allen anderen Spielern davon und gewann das Spiel mit großem Vorsprung. Dazu kommt noch, dass Khorne mit den Skaven noch mehr Gelegenheiten hat, Figuren zu töten und somit mehr Macht anzusammeln.

Dass durch die ganzen neuen Karten auch sehr viele Fragen aufkommen, hätte durch eine umfassendere Regelausstattung und ein paar klarere Formulierungen vermieden werden können. Leider passen die Regeln von Die Gehörnte Ratte auf ein beidseitig bedrucktes Blatt, was unter anderem zu einer Verdopplung der FAQ zu diesem Brettspiel geführt hat.

Ich hatte mich sehr auf Die Gehörnte Ratte gefreut und war über den Umfang der kleinen Box für nicht einmal 20 Euro auch beim Auspacken ziemlich begeistert. Leider führt das neue Kartenset jedoch nicht unbedingt zu neuen Taktiken, sondern vor allem zu einem gekippten Balancing gegenüber dem sehr guten Chaos in der Alten Welt. Die Skaven sorgen als neue Fraktion und durch die Möglichkeit eines fünften Spielers für interessante Varianten, aber ob man das Morslieb-Set einsetzen möchte, sollte man sich wirklich genau überlegen.

Mit freundliche Unterstützung des Heidelberger-Spieleverlags.


Name: Chaos in der Alten Welt – Die Gehörnte Ratte Erweiterung
Verlag: Heidelberger Spieleverlag
Sprache: deutsch
Autoren: Eric M. Lang, James Hata
Komplexität: hoch
Ausstattung: gut
Empf. VK.: ca. 20 Euro{jcomments on}


Galerie:
{gallery}DORP/Rezis/Spiele/Gesellschaftsspiele/Chaos_in_der_Alten_Welt/Gehoernte_Ratte {/gallery}

Kommentare (2)

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Ich hielt die Verbesserung bei Khorne zuerst für ein Verständnisproblem und das er "nur" zwei Siegespunkte pro Land für getötete Gegner erhalten würde, aber die FAQ stellt klar, dass es wirklich jeder erschlagene Gegner ist. Die Skavenspielerin lag ja etwa gleichauf mit den Punkten aller anderer Spieler, bis der Khornespieler mit dem Upgrade einfach mal das Spiel im Alleingang gewann.
Ja, die Erweiterung macht einen recht unausgereiften Eindruck, gerade durch das komplette Austauschen der bisherigen Chaoskarten. Wir müssen es mal ausprobieren, wie es läuft, wenn die alten Chaoskarten im Spiel bleiben und nur die Skaven ihr Deck aus dem Morsleib-Set beziehen. Aber alleine die Khorne-Aufwertung der Dämonen ist eigentlich ein Gamebreaker. Ein paar Threads auf Boardgamegeek sehen das ähnlich.

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Und ich dachte schon, wie haben was falsch gemacht...

Uns ging es beim Spielen genau so. Zum einen ist die Spielweise der Skaven komplett anders, als die der anderen 4 Chaosgötter. Mit ist auch nicht ersichtlich geworden, wie der Skaven Spieler tatsächlich gewinnen können soll.
Und da ich selber Khorne hatte, bin ich durch das Spiel gejagt wie nichts - die neuen Karten waren mit Sicherheit eine Erleichterung.

Vielleicht muss man den Skaven Part öft integrieren, bevor das Spiel einen anderen Verlauf nehmen kann. Aber ich hatte das Gefühl, die Ergänzung ist nicht wirklich ausgereift.

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