Star Wars - Ultimate Alien Anthology

Every star system has it's heroes
vom Backcover von Ultimate Alien Anthology

„Nun, die Alien Anthology ist an sich schon ein nützliches Buch. Kein Muss und sicherlich auch nicht überdurchschnittlich, aber schon nützlich.
Oder es wäre zumindest nützlich, wenn man nicht den absolut utopischen Preis von 26,95 Dollar dafür fragen würde. So kann allerdings keine Kaufempfehlung gegeben werden…“
Damit endete meine Rezension zur Vorgängerausgabe der Ultimate Alien Anthology – und schon auf den ersten Blick sieht man, dass sich hier etwas verändert hat.
Aus einem schmalbrüstigen 130-Seiten-Heftchen der alten Edition ist mittlerweile ein stattliches Hardcover geworden, welches es mit seinen 222 Seiten auch mal eindeutig verdient hat, hart eingebunden zu sein. Die Seitenzahl erscheint noch um so eindrucksvoller, wenn man bedenkt, dass die im Vorgänger noch enthaltenen Kreaturen mittlerweile in das Buch Ultimate Adversaries ausgelagert wurden und demnach das Themenspektrum des vorliegenden Buches sogar noch eingeschränkter ist, als es bei dem Vorgänger der Fall war.
Ob das Sinn macht oder ob man hier nicht etwas Überspezialisation betreibt, das gilt es in der folgenden Rezension einmal zu ergründen.

Das Cover bietet das mittlerweile gewohnte Design mit der ebenso gewohnt konfus erscheinenden Coverillustration. Die ist dieses Mal von Tommy Lee Edwards und passt durchaus schön zum Buch, wenn man eben auch zwei Mal drauf gucken muss, um alle Bildelemente richtig zuzuordnen. Aber gerade im Vergleich zum lieblosen Cover des Vorgängers ist auch dies hier klar ein Pluspunkt.
Die Innenillustrationen sind dazu dann nicht nur schön geraten, sondern auch komplett neu angefertigt worden – mit gutem Grund! Denn die neuen Illustrationen sind eben nicht nur schön, sondern dienen auch einem Zweck: ähnlich dem alten Plakat/Cover des Films „Die üblichen Verdächtigen“ werden hier jeweils vier Aliens nebeneinander gestellt, was somit nicht nur einen Eindruck ihres Aussehens, sondern auch ihrer Körpergröße vermittelt.
Auch gut gefällt mir, dass ihr Verhalten sich etwas zeigt und die jeweiligen vier Gestalten durchaus miteinander interagieren und etwa Ryn, Sakiyan und Sanyassan vor einem Sarkan zurückweichen. Einfach schön ... und sinnvoll noch dazu.

Quantitativ gibt es an dem Buch aber ebenfalls nichts zu meckern, eröffnet es doch direkt nach der Einleitung mit der Übersicht über unglaubliche 180 Alienrassen. So finden sich die Klassiker wie Jawas, Neimodianer oder Nautolan ebenso in dem Band wie neuere Erscheinungen, etwa die Ryn, oder vollkommen Unbekannte wie die Codru-Ji.
Jeder dieser Rassen wird mit umfangreicher Beschreibung, zusätzlichen Details zu ihrer Heimatwelt, ihrer Lebensweise, ihrem Aussehen und weiteren Details, etwa Alter, Sprache und typische Namen, beschrieben. Dazu kommen dann noch, neben den Stats für einen durchschnittlichen NSC der Rasse noch Details dazu, wie man einen Spielercharakter aus ihr generieren kann und, bei einigen Rassen, was für besonderes Equipment sie dann wohl führen wird. Gerade die Spielbarkeit aller (!) enthaltenen Rassen zeigt nicht nur, warum man wohl noch auf die zusätzlichen Kreaturen verzichtet hat, sondern auch, warum dieses Buch wohl in jeder Gruppe große Veränderungen bewirken kann. Denn war die Auswahl der Fremdrassen im Grundregelwerk doch eher eingeschränkt, so wird nun wohl wirklich einmal jeder finden können, was er sucht.
Einfach nur beeindruckend gut.

Die nächsten 20 Seiten werden von den Kapiteln zur den neuen Prestigeklassen und den neuen Feats eingenommen, zu denen ich eigentlich auch gar nicht viel sagen kann. Wer meint, Beastwarden, Bodyguards und Telepathen schon immer gebraucht zu haben, findet sie hier. Wer Feats zum Kampf zu Pferd (respektive „Reittier“), ein Äquivalent für 'Beidhändigkeit' bei Rassen mit mehr als zwei Armen oder etwa „Razowclaws“ schon immer haben wollte, findet sie hier.
Wer nicht, der überblättert die Seiten eben. Wie immer.

„Playing the Yuuzhan Vong“ ist dann als Appendix enthalten und durchaus sinnvoll, denn die konstant gegen die Neue Republik Krieg führende Rasse ist eben doch merklich anders als etwa Hutten und Menschen es wären.
Hier erhalten sie nun eigene Klassen, Biotechnologie, Ausrüstung, Prestigeklassen und Anemerkungen zu Skills und Feats.
Ein sinnvoller Abschluss für ein sinnvolles Buch.

Damit ist eigentlich auch ein Fazit schon gesprochen: die 'Ultimate Alien Anthology' ist ein gutes, nützliches Buch welches eigentlich an keinem Spieltisch, zumindest aber im Regal keines Spielleiters fehlen darf, sind die Fremdrassen doch eigentlich immer auch eines der auszeichnenden Elemente des Star Wars-Universums gewesen.
Daher ein klares Fazit: wer Star Wars mit d20-Regeln spielt, muss das Buch haben, alle anderen sollten zumindest mal einen langen Blick riskieren.


Name: Ultimate Alien Anthology{jcomments on}
Verlag: WotC 
Sprache: Englisch
Autoren: Eric Cagle, Cory J. Herndon, Michael Mikaelian, Steve Miller, Owen K.C. Stephens und JD Wiker
Empf. VK.: 34,95 US-Dollar 
Seiten: 222

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