White Dwarf #117 - September 2005

Wie man bereits leicht am Cover der Ausgabe erkennen kann, ist Der Herr der Ringe wieder Thema in Games Workshops Hausmagazin. Mit den Minen von Moria ist eine neue Einsteigerbox erschienen, die nicht nur die Gefährten und einige Goblins enthält, sondern auch einen Höhlentroll aus Plastik sowie etwas Gelände. Die Regeln wurden in der Neuauflage ebenfalls dezent verändert und angeglichen.

Um es den Neueinsteigern in Der Herr der Ringe auch direkt etwas einfacher zu machen, gibt es Tipps zum Einsatz von Heldenpunkten, ein Szenario, in dem Radagast der Braune zusammen mit Adlern gegen Warge kämpft sowie einen Schlachtbericht, in welchem die Gefährten unter dem Beschuss der Moria Goblins die Zwergenbinge verlassen müssen.

Erstaunlicherweise liegt aber der Schwerpunkt der Ausgabe nicht auf Der Herr der Ringe, sondern auf Artikeln zum Bau von Gelände und Umbau von Figuren. Für Der Herr der Ringe gedacht, aber allgemein verwendbar ist der sehr umfangreiche Brückenbaubeitrag, den man direkt mit den Tipps für Games Workshops neustes Spielzeug, den gießbaren Wassereffekt, verwenden kann. Wie man sein Gelände dann auch für maximalen Spielspaß einsetzt, erklärt Peter Haines in einem kurzen Artikel, der sich zwar primär an Spieler von Warhammer 40.000 richtet, aber für alle interessant sein sollte. In einem Geländebauartikel der deutschen Redaktion zeigt Daniel Struzyna, wie man mit einigen Stöcken, etwas Bauschaum und Islandmoos beeindruckende Bäume für den Spieltisch gestalten kann, die dank abnehmbarer Kronen auch nicht beim aktiven Zocken behindern. Warhammerspieler bekommen diesmal extra viel Tipps. Es gibt Hinweise zum Bau der Ogerkavallerie, eines Seuchenpapstes der Skaven und für Hügelgräber, die in einem besonderen Szenario in diesem White Dwarf noch benötigt werden.

Heinrich Kemmler, der Patriarch der Verdammnis kehrt zurück und hat natürlich wieder seinen wiederbelebten Chaoschampion Krell dabei. Die beiden reisen durch Athel Loren und wollen die Grabhügel der Waldelfen plündern, die das ganze natürlich weniger lustig finden und ihre Waldgeister gegen den mächtigen Nekromanten senden. Kemmler hat sogar eine eigene Magielehre bekommen, die sich aber stark an die der bisherigen Untoten anlehnt. Ein interessantes Szenario, da Kemmler den Wald im Winter überfällt, wo die Geister am schwächsten sind. In den nächsten beiden White Dwarfs wird die Geschichte um Kemmler weitergesponnen, so dass man also gespannt sein darf. Zudem erhalten Ogerspieler nun schlagkräftigen Zuwachs ihrer Armeen, da die Warhammer Chroniken die Regeln für Rhinoxkavallerie vorstellen, die wohl schwerste Kavallerie der Welt. Diese Einheit ist extrem mächtig, aber auch entsprechend teuer.

Warhammer 40.000 erhält kaum neues Material in dieser Ausgabe des weißen Zwergs. Es wird eine Baumkampagne am Beispiel der Jagd nach dem abtrünnigen Space Marine Huron Schwarzherz und seiner Korsaren erläutert. Es gibt wie gewohnt spezielle Szenarien, die Auswirkungen auf den Rest der Kampagne haben.

Ansonsten wird wieder über das Grand Tournament Deutschland samt vieler Photos berichtet und vom Virgillia-Kreuzzug, einem Treffen von Raumflotte Gothic-Fans in der Drakenburg.

Fazit: Ein White Dwarf, der sich vor allem an Bastelfreunde und Warhammerspieler richtet. Die deutsche Community kann sich über Photos von ihnen und ihren Modellen freuen.  


Autor: V.i.S.d.P. Maik Knopf
Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH{jcomments on}
Seiten: 121
Preis: 5,95 €

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