D&D 3 - Geheimnis des Steinkreises, Das

Das Böse lauert in den Tiefen des Waldes
- vom Backcover von Das Geheimnis des Steinkreises

Auf zur viert{jcomments on}en Runde der offiziellen Dungeon & Dragon Abenteuer von Amigo. Oder besser gesagt, der Übersetzung von Amigo zur Originalausgabe von Wizards of the Coast.
Die ersten Teile der offiziellen Reihe waren ja relativ enttäuschend. Sie hatten eigentlich keine NSCs oder Handlung, ja hatten den Charme eines ausgewürfelten Dungeons. Dieses hier ist endlich anders! Ja, es hat Handlung! Und die ist noch nicht einmal so schlecht…
Die Helden gelangen, auf dem Weg in ein Dorf, in einen Überfall. Mehrere Bauern werden von einem mysteriösem Geisterreiter niedergemetzelt. Nachdem dies überstanden scheint, werden die Spieler merken, das im Dorf etwas nicht richtig läuft. Die Felder sind nicht bestellt, die Bewohner ausgemergelt und nirgendwo sieht man Vieh. Der obligatorische Dorfvorstand informiert die Spieler dann, das Wildelfen die Dorfbewohner und das Vieh auf Sicht töten würden. Sie könnten nicht fliehen, da der Geisterreiter die einzige Straße bewacht und jeden tötet der passieren will. Gründe für die Aktionen sind dem Dorfvorsteher natürlich völlig unbekannt. Jetzt liegt es an den Helden herauszufinden worum es hier geht…

+++SL- Abschnitt+++
Achtung! Dieser Abschnitt geht auf einige der Geheimnisse im Abenteuer ein und sollte nur von Spielleitern gelesen werden. Spieler verderben sich nur die Überraschung und sollten diesen Abschnitt überspringen!
Nun, der Dorfälteste hat nicht ganz die Wahrheit gesagt. Es stimmt zwar, das die Elfen und der Geisterreiter das Dorf attackieren, aber das hat seine Gründe. Das Dorf besteht nämlich komplett aus "Falschhumanoiden". Einige Zauberer und ein Dämon haben es sich in dem Dorf gemütlich gemacht. Sie haben entdeckt, dass der Steinkreis, welcher das Dorf umringt, einen Zauber birgt, der Tieren Menschgestalt verleit. Nach und nach haben sie die alten Bewohner des Dorfes getötet und durch Falschhumanoide ersetzt. Die Elfen wollen den Frevel an der Natur rächen und der Geisterreiter ist ein Paladin, der seine Queste noch vollenden muss (nämlich eben jenes Dorf von den Geschöpfen zu befreien). Die Spieler müssen allerdings nicht unbedingt etwas von dieser Verschwörung merken…
+++

Dabei gibt es einige, teilweise aufgesetzt wirkende, Kämpfe zu bestehen. Sogar der Besuch in einem uraltem Hügelgrab steht an, um dem örtlichen Gruftherrn mal "nach den Ereignissen zu fragen".
Jo, soviel zum Inhalt. Das Abenteuer ist gut aufgebaut und geschrieben. Das Setting ist außergewöhnlich. Ein Dorf innerhalb eines uralten Steinkreises von Megalithen, mitten im Wald. Außerdem ist man nicht nur in Dungeons unterwegs, wie in den ersten beiden Abenteuern der Kampagne. Knackpunkte sind wieder einmal die sinnlose Anhäufung von Kämpfen, der Preis und leider diesmal auch die Zeichnungen. Das fängt bei der missglückten Darstellung des Geisterreiters an und zieht sich durch die wenigen, hässlichen s/w Zeichnungen im Heft.

Als Fazit hat mir das Abenteuer aber gut gefallen. Zu einem wäre da der "Sleepy Hollow"-mäßige Reiter und dann noch die im SL-Abschnitt beschriebenen Plots. Es ist das bisherige Glanzstück der Reihe und endlich mal ein ROLLENSPIEL-Abenteuer und nicht nur ein Dungeon-Crawl ohne Sinn und Verstand.

 


Name: Das Geheimnis des Steinkreises
OT: The standing stone
Verlag: AMIGO
Sprache: deutsch
Autor: John D. Rateliff
Empf. VK: 12,99 Euro
Seiten: 36 s/w geheftet
ISBN: 3933171466

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