Herr der Ringe - Landkarten von Mittelerde

Von den Wüsten und Dschungeln Weit-Harads bis zu den Eisöden von Forodwaith, von den Grauen Anfurten im Westen bis zu den Steppen und Seen von Rhûn im Osten – Mittelerde ist eine Welt voll wundersamer Länder, stolzer Königreiche, tödlicher Berggipfel und dunkler Wälder.
vom Backcover der Landkarten von Mittelerde

Auf in die zweite Runde des 13,2 kg-Rezipakets des Hauses Pegasus zur Spielemesse 2003; wieder soll es der Herr der Ringe sein.
Direkt auffällig aufgrund seines Überformates stach in dem Karton das vorliegende Produkt heraus: etwas breiter und deutlich höher als ein DinA4-Band und damit deutlich anders proportioniert als die an die englischen Maße angelegten HdR-Bände lag es da: das Kartenset von Mittelerde.

Eingehüllt in eine eher zusammenhaltende denn schützende „Box“ aus dünner Pappe, auf deren Cover ein studierender Gandalf zu finden ist, während der Hintergrund bereits mit den schönen Karten gepflastert ist.
Diese, so verrät einem dann ein Blick auf die Innenseite der Box, wurden von Daniel Reeve angefertigt, dem offiziellen Kalligraphen und Kartographen aus Peter Jacksons Filmcrew. Dieser hat sämtliche Dokumente und Inschriften (inklusive der Schrift auf dem Einen Ring) designt und zeichnet sich daher auch für die wohl bekannte Karte von Mittelerde verantwortlich, die ja auch im allgemeinen Werbe-Umfeld des Filmes präsent war.

Dieses Kartenset nun sammelt sechs seiner Karten. Gezeigt werden das Auenland, West- und Ost-Gondor, Rohan, Eregion und Mordor, jeweils auf einer Größe von 56x43 cm, wobei der Maßstab der Karten im Einzelnen leicht schwankt.
Die Karten selbst wurden auf ein raueres Papier gedruckt, das auf dem Backcover versprochene „Pergamentpapier“ ist es aber leider nicht wirklich. Dennoch fühlen sich die Karten „gut“ an und glänzen auch nicht, lassen sich also auch gut als Handout einsetzen.
Zwar setzen sich die Karten dann der immensen Gefahr von fettgetränkten Spielerfingern und Bechern voll Cola aus, doch andererseits dürfte es schon sehr schön kommen, wenn man wie Faramir in „The Two Towers“ auf der Karte herum deuten kann, Routen aufzeigen und Lokalitäten klar machen.

Damit aber die Karten nicht alleine stehen, liegt auch diesem Pack wieder ein Band bei. Ebenfalls „Landkarten von Mittelerde“ betitelt, ist er jedoch – anders als bei dem Spielleiterschirm – mit einem stabileren, farbigen Außencover versehen worden; für eine Klebebindung hat es aber dennoch nicht gereicht.
Auf der Vorderseite wurde das Cover der Box erneut abgedruckt, die Rückseite dagegen zeigt die komplette Karte von Mittelerde, die ja leider ihrerseits nicht enthalten ist.
Die 23 ersten Seiten des Bandes sind dabei eine kleine Regionalbeschreibung. In der Tat bisher noch fehlend werden hier kurz alle relevanten Locations, von Bree bis Isengart, von Eregion bis Mias Morgul, vom Düsterwald bis zum fernen Dorwinion, kurz beschrieben.
Zu viele Details kann man bei diesem Verhältnis von Locations zur Seitenzahl natürlich nicht erwarten, ein netter Überblick ist es aber allemal.
Dazu kommen dann noch die imposanten Eindrücke aus dem Film, die einmal mehr zur Illustration verwendet werden und irgendwie auch besser wirken, als in dem Heft, das dem Sichtschirm beilag – und einige Szenen, etwa wie die schwarzen Reiter Minas Morgul in „Die Gefährten“ verlassen, sind auch schlicht und ergreifend beeindruckend, egal ob in Farbe oder nicht.

Die restlichen Seiten des Bandes stellen einen Index dar, der alle Lokalitäten verzeichnet und danach die Karten erneut abdruckt, mit einem zusätzlichen Raster versehen. Wer sich also schnell mal vor der Sitzung fragt, wo genau er noch mal die Rhosgobel findet, der kann es dann anhand der Übersicht schnell und souverän aufspüren.

Somit sind wir hier schnell bei einem Fazit: die „Landkarten von Mittelerde“ sind rundum gelungen. Sie sehen gut aus, sind gut produziert und dank des Index auch für Spielleiter sehr nützlich. Dieser profitiert dazu dann noch von dem beigelegten Heft, welches wohl vor allem für jene, die eher mit den Filmen als mit den Büchern vertraut sind, von großem Nutzen sein dürfte.
Der Preis von 24,95 € ist zwar einerseits recht gesalzen, aber andererseits ist die Verarbeitung der Karten auch einfach rundum gelungen und man löhnt einmal mehr fünf Euro weniger im Vergleich mit dem englischen Produkt, so das man ganz klar sagen kann: wer Karten will, findet hier eine hervorragende Umsetzung!


Name: Landkarten von Mittelerde 
OT: Maps of Middleearth {jcomments on}
Verlag: Pegasus Press 
Sprache: Deutsch
Autoren: diverse
Empf. VK.: 24,95 Euro 
Seiten: 32+6 Karten von 56x43cm

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