Cowboy Bebop - The Series

Spike: "What happend to the 1 million Woolong reward we got fort hat last guy?"
Jet: "The repair bill for that cruiser you wrecked and the one from that shop you trased and the medical bill from that cop you injured. KILLED ALL THE DOUGH!"
- aus Cowboy Bebop - The Series

Anime Serien sind nun schon länger keine Seltenheit mehr und gerade in jüngster Zeit erreichte auch Deutschland eine größere Welle dieser, in Japan so beliebten, Animationsserien.
Zu den Klassikern und sicherlich eine der besten zählt sicherlich auch die vorliegende Serie mit dem Namen Cowboy Bebop aus dem Jahre 1998 (also auch schon etwas älter).

Wir schreiben das Jahr 2071: Die Planeten unseres Sonnensystems wurden durch die Erfindung der so genannten "Gateways" miteinander verbunden. Interplanetarische Reisen stehen an der Tagesordnung und die Urbanisierung des gesamten Sonnensystems scheint in erreichbare Nähe gerückt zu sein. Nur das Antlitz der Erde hat aufgrund des menschlichen Fortschritts ihre einstige Schönheit eingebüßt: Ein Unfall mit katastrophalen Folgen machte die Erdoberfläche unbewohnbar...
Dies ist die Welt von Spike Spiegel und Jet Black, zwei Kopfgeldjägern die mit ihrem Raumschiff der Bebop immer auf der Jagd nach dem größtmöglichen Gewinn sind um über die Runden zu kommen. Im verlauf der Serie gesellen sich dann noch die Spielerin Fay Valentine, die Hackerin Ed und Ein, ein genetisch verbesserter Hund zu ihnen.

Cowboy Bebops Universum ist weitgehend normal, zwar ist die Menschheit in den Weltraum aufgebrochen aber über das uns bekannte Sonnesystem ist sie eben noch nicht hinaus, auch gibt es keine Außerirdischen und die einzelnen Kolonien auf den Planeten haben auch ein erfreuliche normales Design. Zwar ist alles ein wenig anders aber gleichzeitig doch wiederum so vertraut das man keine größeren Problem hätte diese Zukunft als die unsere anzunehmen.

Aber erst einmal ein Kurzdurchlauf durch die einzelnen Episoden.
#1 Asteroid Blues: Ein einfacher Auftrag, die Jagd nach eine Drogendealer, führt die beiden, noch alleine arbeitenden Kopfgeldjäger Spike und Jet ein und gibt einen guten Einstieg in die Serie.
#2 Stray Dog Strut: Bei ihrem zweiten Auftrag gelangen Spike und Jet an den genetisch verbesserten Data Dog Ein, ohne jedoch jemals dessen Geheimnis zu erfahren. Lustig und kurzweilig gibt bereits diese zweite Episode einen guten Einblick in den Humor der Serie.
#3 Honky Tonk Woman: Die noch vor wenigen Jahren eingefroren Spielerin Fay Valentine wird von einem machthungrigen Casinobesitzer zur Mitarbeit bei seinen Geschäften gezwungen, jedoch bei der Übergabe eins wichtigen Chips kommt ihr versehentlich Spike dazwischen.
#4 Gateaway Shuffle: Die zurückkehrende Fay schließt sich den beiden Kopfgeldjägern an, diese haben jedoch mittlerweile alle Hände voll mit einer terroristischen Umweltschutzorganisation und deren verrückten Anführerin zu tun.
#5 Ballad of Fallen Angels: In dieser Episode erfährt man erstmals etwas über Spikes Vergangenheit im Verbrechersyndikat und seinen alten Freund und jetzigen Feind Vicious, sowie sein große Liebe Julia.
#6 Sympathy fort he Devil: Die Kopfgeldjäger stoßen auf einen, seit dem Hypergateunfall, nicht mehr alternden Jungen.
#7 Heavy Metal Queen: Eine Space Truckers Episode bei der die Kopfgeldjäger Jagd auf einen interstellaren Schmuggler machen.
#8 Waltz for Venus: Auf Venus gerät Spike zwischen die Fronten rivalisierenden Gangster und muß sich nebenbei auch noch als Lehre für eine allzu anhänglichen Fan üben.
#9 Jamming Edward: Auf der Erde tauchen seltsame Felszeichnungen auf die scheinbar Mithilfe der erdumkreisenden Lasersatelliten entstanden und hinter denen anscheinend der Hacker Radical Ed steckt.
#10 Ganymede Elegie: Ein Einblick in Jets Vergangenheit, seine alte Liebe und ein Auftrag der ihn zu einer nicht leichten Entscheidung zwingt.
#11 Toys in the Attic. Ein absolut herrliche Alienparodie, mit anleihen an so manchen anderen Sci-Fi Film.
#12 Jupiter Jazz-Part 1 & #13 Jupiter Jazz-Part 2: Der totgeglaubte Vicious kehrt zurück und Spike versucht seine Pläne zu durchkreuzen und ihn auf Jupiter zu stellen. Doch auch Vicious erlebt ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten und Freund den er nicht mehr am Leben gewähnt hat.
#14 Bohemian Rhapsody: Bei den Hypergates kommt es zu Zwischenfällen bei denen immense Summen Woolongs gestohlen wurden, anscheinend steckt hinter all dem der mysteriöse Chessmaster Hex.
#15 My Funny Valentine: Ein Rückblick auf Fays verlorene Vergangenheit bei der dennoch das meiste im Dunkel bleibt.
#16 Black Dog Serenade: Eine Jet Episode in der er nochmals mit seinem alten Kumpel aus Polizeitagen einen gefährliche Auftrag auf einem gekaperten Gefangenen Transporter erledigen muß.
#17 Mushroom Samba: Eine absolut irre und lustige Ed Episode um halluzinogene Pilze.
#18 Speak like a Child: Ein Nachricht aus der Vergangenheit in Form einer Videokassette erreicht Fay.
#19 Wild Horses: Während Spike sich mit seinem alten Mechanikerkumpel trifft müssen sich Fay und Jet mit Weltraumpiraten auseinandersetzen.
#20 Pierrot Le Fou: Eine der gruseligsten und dramatischsten Episoden um ein mißglücktes Experiment und Rache, teilweise sehr burtonesk.
#21 Boogie Woogie Feng Shui: Jet macht sich mit der Tochter eines alten Freundes auf dessen letztes Geheimnis zu lüften.
#22 Cowboy Funk: Ein irrer Bombenleger namens Teddy Bomber, Spike und Andie der selbsternannte Wyatt Earp des Universums.
#23 Brain Scratch: Eine digitale Sekte und ihr seit Jahren im Koma liegender Chef werden für Fay und Spike fast zum Verhängnis.
#24 Hard Luck Woman: Ed trifft seinen Vater wieder und verläßt mit Ein die Bebop, während dessen forscht Fay endlich ihrer Vergangenheit nach.
#25 The Real Folk Blues-Part 1 & #26 The Real Folk Blues-Part 2: Im zweiteiligen Showdown der Serie kommt es endlich zum Finalen Kampf zwischen Vicious, der mittlerweile das Syndikat übernommen hat, und Spike, dem es gelungen ist seine totgeglaubte Liebe Julia wiederzufinden.

Eigentlich werden diese kurzen Beschreibungen der Serie bei weitem nicht gerecht aber einerseits würde eine genauere Betrachtung den Rahmen sprengen und andererseits will ich auch nicht zu viel verraten um nicht zu sehr den Spaß zu verderben, den gerade Cowboy Bebop ist eine Serie wie keine zweite die von ihren Charakteren und deren Entwicklungen lebt. Spike, den absolut alles kalt läßt. Faye, die sich schnell aufregt und überreagiert. Jet, der hart tuende hoffnungslose Romantiker. Ed, die total übergeschnappte und geniale Hackerin; und nicht zuletzt Ein, der Versuchsobjekthund, dessen überragende Intelligenz ständig übersehen wird.

Regietechinsch zeichnet sich übrigens Shinichirô Watanabe (Animatrix: Kid’s Storie & A Detective Story) verantwortlich.
Hier mischen sich tollen Verfolgungsjagden, teils superlustigen, teils traurigen Dialogen mit dem wohl besten Soundtrack den man jemals in einer Serie hören durfte.
Die Titel der meisten Episoden geben dabei einen besonders guten Eindruck wie sehr die Musik hier im Vordergrund steht, das ganze erinnert dabei oftmals an Tarantino in seine besten Zeiten. Hier mischen sich fast alles Style, von Rock bis Pop über Folk und Blues ist fast alles dabei. Bei den unterschiedlichen Episoden immer wieder anders und doch immer passend.
Auch der Zeichenstiel ist für seine nun mittlerweile acht Jahre noch richtig gut und teilweise besser als manche Serie die einem heute geboten wird.
Hier stimmt noch einmal alles, angefangen von den vielschichtigen Charakteren, von denen sich so manche reale Serie eine Scheibe abschneiden könnte, über die gute Gesamtstorie und die herrlichen Einzelepisoden (von denen keine einzelne schlecht ist) bis hin zu der guten Englischen Synchronisation.

Auch auf der technischen Seite gibt es keine Beschwerden. Nach Möglichkeit sollte man aber versuchen die Coyboy Bebop-Box zu ergattern, zwar enthält die nur den japanischen und den englischen Ton aber dafür sind auf drei Disk alle 26 Episoden enthalten und man bekommt mehr Bonusmaterial als auf der Veröffentlichung der deutschen Disk die nur jeweils Fünf Folgen beinhalten.
So findet sich auf der ersten Scheibe neben einem Musik Clip, ein Intro zu den einzelnen Charakteren, kurze Einblicke in die Produktion sowie mehrere Trailer.
Disk Zwei beinhaltet Interviews mit den Machern der Serie: Keiko Nobumoto, Yoko Konno und Masohiko Minami, sowie den Voice Actors. Abgerundet wird das ganze wieder von einem Tank! DJ Remix und verschiedenen Trailern.
Der dritte und letzte Silberling enthält dann och eine Image Gallerie sowie eine Musikclip zu The Real Folk Blues.

So bleibt mir also eigentlich nicht mehr viel zu sagen, wer sich für dieses Genre erwärmen kann sollte, sofern er es noch nicht getan hat einmal einen Blick riskieren, man wird sicherlich nicht enttäuscht werden. Zumindest auf dem Gebiet der Sci-Fi-Animeserien eine der besten und packendsten.

See you Space Cowboy…


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