Belphégor

Dr.Glenda: "Was haben wir hier gerade erlebt? Was war das? Ich weiß nicht mal woran ich glaube soll. Ich habe eine Pforte ins Jenseits geöffnet und weiß überhaupt nicht wie ich sie wieder zumache.
Kommissar Verlac: "Pfeif drauf."
- aus Belphégor

Zur Handlung:
Bei Renovierungsarbeiten am Louvre wird ein alter Sarkophag mit einer unbekannten Mumie wieder gefunden. Nachdem man nun begonnen hat die Mumie zu untersuchen häufen sich auch schon die seltsamen Vorkommnisse im Museum.
Als nun die Anwohnerin Lisa zufällig auf eine durch die Bauarbeiten entstandenen Zugang zum Louvre stößt und mit dem Elektriker Martin einen nächtlichen Ausflug ins Museum unternimmt wird sie vom Geist des der Mumie besessen und dieser versucht nun mit ihrer Hilfe endlich ins Totenreich hinüberzugelangen um die ewige Ruhe zu finden.
Nach dem Tode des Sicherheitschefs schaltet man den pensionierten Kommissar Verlac hinzu der bereits in den sechziger Jahren mit eben jenem Phantom zu tun hatte.

Zur Umsetzung:

Dies ist so einer der Filme die einem bei Streifzügen durch den örtlichen Supermarkt auffallen und für seinen Preis irgendwie doch recht attraktiv wirken, besonders wenn man nach dem Sehen feststellen muss dass er gar nicht mal so schlecht war.

Vorweg, Belphégor beruht auf einer in Frankreich bekannten TV Serie aus den Sechzigern und auch der Film bedient sich dieser Elemente.

Die Schauspieler bieten sicherlich auch hierzulande zumindest zwei bekannte Gesichter, zum ersten wäre dort einmal Sophie Marceau die die ahnungslose Lisa spielt die dem Geist als sterbliche Hülle dient um die letzten Aufgaben zu erledigen die ihm noch den Zugang zum Totenreich verwehren. Zum anderen wäre dort Frédérick Diefenthal, bei uns vor allem durch die Taxi-Filme bekannt, er spielt den Elektriker Martin der sich in Lisa verleibt und somit auch unwillkürlich in die Ereignisse mit hineingezogen wird.
Die weiteren Protagonisten sind Michel Serrault, dieser spielt den alten Kommissar Verlac der nach all den Jahren noch einmal seine Chance gekommen sieht das Phantom von damals nun endlich zu fangen und Julie Christie als Dr. Glenda Spender. Sie vertritt natürlich die wissenschaftliche Seite muss aber auch bald feststellen das es anscheinend Kräfte gibt die sich nicht so einfach einordnen lassen.
Die Schauspielerischen Leistungen sind allesamt gut und die Beteiligten verstehen sowohl ihr Handwerk und hatten wohl auch Spaß an ihrer Arbeit.
Auch Regisseur Jean-Paul Salomé, der bis dato erst wenige Filme im Fernsehen verwirklicht hatte, versteht es aus der doch recht simplen und teilweise auch nicht gerade neuen Story doch ein Maximum an Spannung heraus zu holen.

Besonders gelungen sind ihm dabei die Aufnahmen des Louvre und die dabei verwendete Farbgebung, hierbei hat man teilweise sehr schöne Aufnahmen. Handwerklich kann man an dem Film wirklich nichts aussetzten, auf der dramaturgischen Seite sieht es da schon etwas anders aus.
Wie Anfangs schon erwähnt baut der Film auf eine Mini-TV-Serie aus den 60-er Jahren auf, in einer Szene zollt er dieser Serie in einer recht netten Einstellung auch Respekt, dabei hatte man nur das Problem das man eben jene Handlung in einen doch handlicheren 93minütigen Film packen musste, vor allem wenn man dabei vier Protagonisten hat gestaltet sich das ganze sicherlich etwas schwierig. Dem Film geling das ganze noch recht gut allerdings merkt man schon das mansche Sachen doch recht kurz kommen und einige Charaktere sicherlich mehr Potential hatten als sie in der Zeit die ihnen zur Verfügung stand entfalten konnten.
Auch die Story an sich bietet sicherlich wenig neues aber ist dennoch so unterhaltsam erzählt das man darüber gerne hinweg sieht, sehr schön auch das man hier dem Phantom am Ende wirklich hilft um den Spuk zu beenden.
Die Spezial-Effects können sich ebenfalls sehen lassen, der Geist ist sicherlich kein Meisterwerk der CGI-Kunst aber immerhin wirkt er nicht lächerlich und auch die Interaktion mit seiner Umgebung passt nahtlos.
Auch die DVD beinhaltet das übliche Maß an technischen Sachen und Bonusmaterial das man erwartet. Der Ton liegt in Deutsch und Französisch sowie den entsprechenden Untertiteln vor, dazu gibt es noch ein 26 minütiges Making Of, den deutschen Kinotrailer sowie Cast und Crew Informationen.

Fazit:
Belphégor ist sicherlich kein herausragender Fantasyfilm und reicht auch nicht an seine Vorbilder (Die Mumie, Vidocq) heran, aber immerhin ist er so gut in Szene gesetzt und inszeniert dass er wirklich Spaß macht.
Für Freunde des gruseligen Fantasyfilms sicherlich eine kleine Perle die einen näheren Blick wert ist.

 


 

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