Cleopatra

Lotus: „I taste your drink, daughter of Isis and if there be harm in it, let the harm fall upon me.“
Female Servant: „Lotus. You wiped the rim of the cup after you tasted it. Why?“
Lotus: „Why? So my mouth would not soil it.“
Cleopatra: „Lotus. Taste it again.“
Lotus: „Pothinus said he would have me killed. Forgive me, Majesty. Forgive me, Forgive me.“
Cleopatra: „I forgive you. Now drink it.“
- aus Cleopatra

Die Handlung: In diesem monumentalen Stück Zelluloid geht es um die titelgebende ägyptische Königin Cleopatra (Elizabeth Taylor), um Julius Cäsar (Rex Harrison), seine Liebe zu Cleopatra, und um die Liebe Marcus Antonius (Richard Burton) zu Cleopatra. Neben Herzschmerz und Zickenterror gibt es politische Ränkespiele, Krieg und Missverständnisse, welche zum Tod der Hauptbeteiligten führen.

Die Umsetzung:
Der geneigte Leser möge mir verzeihen, dass ich den Inhalt des Filmes so rudimentär wiedergebe. Leider empfinde ich den Film so. Obwohl ich sehr gerne Monumentalfilme sehe, habe ich mich noch nie so grandios gelangweilt. Woran liegt das? Die Schauspieler spielen ihre Rollen grandios. Der Film ist phänomenal ausgestattet. Der betriebene Aufwand ist über allen Maßen erhaben. Und dennoch fällt mir bei Cleopatra nur ein Zitat aus dem Film „Eins, zwei, drei“ ein: „Er ist wie ein toter Hering im Mondenschein. Er glänzt, aber er stinkt.“ Während andere Monumentalfilme wie „Ben Hur“, „Doktor Schiwago“ oder „Vom Winde verweht“ es schaffen, mich emotional zu bewegen und gut zu unterhalten, wirkt „Cleopatra“ so, als würden seelenlose Ereignisse auf dem Fernseher ablaufen. Das Drehbuch enthält eigentlich alles, was ein guter Film braucht.
Aber warum funktioniert er nicht? Ist er zu lang? Definitiv ja! Ist er wenigstens kurzweilig? Bei Gott, Nein! Die Kamera steht mit aufwendiger Todd-AO 70mm-Optik (an diesem kinematographischen Verfahren hielt Elizabeth Taylor damals übrigens die Rechte) in opulenten Kulissen, welche im alten Ägypten oder im antiken Rom nicht besser ausgesehen haben können. Und vor den Kameras stehen Darsteller, die gut spielen, aber Dialoge von sich geben, welche klingen wie „Blah, Sülz, Fuck, Schwul, Schwall“. Die Regie lässt Führung vermissen. Die Figuren lassen einen kalt. Die Szenen haben ein dermaßen nicht funktionierendes Timing, dass es einfach nur traurig ist. Selbst bei actionlastigen Szenen, wie der Seeschlacht, ist der Film lahm. Da mag es kein Wunder sein, warum der Film als einer der größten Flops der Filmgeschichte gilt, obwohl er sein Geld bereits drei Jahre nach Erscheinen durch die Ausstrahlung im Fernsehen einspielte. Ich hasse diesen Film.

Die DVD:
Die DVD passt sehr gut zum Film. Außen hui, innen pfui. Die technische Qualität des Films ist einfach nur als super zu bezeichnen. Das Bild erstrahlt in tollen Farben, knackiger Schärfe und einem Seitenverhältnis von 2,35:1. Den Ton gibt es in Deutsch und Englisch in gut klingendem Dolby Digital 5.1. Als Bonusmaterial gibt es einen Audiokommentar von Chris und Tom Mankiewicz, Martin Landau und Jack Brodsky. Und ich muss das Menü mal lobend erwähnen. Es ist schön. Die DVD gibt es mehreren Auflagen. Technisch sind die alle super. Einige Auflagen erhalten eine Bonus-DVD mit der sehr guten Dokumentation „Cleopatra-Der Film der Hollywood veränderte“.

Fazit:
Tolle Veröffentlichung eines doofen Films.


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