Frankenstein kehrt wieder

Ludwig Frankenstein: „You see, Erik, the monster, as you know, was a homicidal maniac. He killed Dr. Kettering, but Dr. Kettering lives again. His brain is now inside the skull of the monster. I have replaced an evil brain with a good one. I have made amends for the great tragedy that my father and brother unintentionally brought to this community. I´ve restored the good name of Frankenstein. Let me show you.“
- aus Frankenstein kehrt wieder

Zur Handlung:
Es ist ja mittlerweile eine altbekannte Tatsache, dass in Horrorfilmen der Tod eines Charakters nichts Endgültiges hat. So auch in diesem Fall. Denn obwohl Ygor (Bela Lugosi) im letzten Film niedergeschossen wurde, wuselt er immer noch durchs Labor und sucht die Kreatur (Lon Chaney jr.). Er wird fündig, als der Dorfbewohner-Mob das Schloss in die Luft sprengen will. Die Kreatur wurde in der Schwefelgrube unter dem Labor konserviert und durch die Sprengstoffexplosionen freigesprengt. Sie ist jedoch unheimlich geschwächt. Aber Ygor ist ja nicht doof und macht sich mitsamt der Kreatur auf den Weg nach Vasaria, wo Ludwig Frankenstein (Cedric Hardwicke), zweiter Sohn von Baron Frankenstein, eine Irrenanstalt leitet. Dort verheimlicht Ludwig jedoch seine Familienverhältnisse, da auch die Einwohner Vasarias von dem berühmt-berüchtigten „Leichenbaron“ gehört haben, und seine Taten missbilligen.
Ygor möchte das Ludwig der Kreatur zu neuer Stärke verhilft, und droht Ludwig bloßzustellen, falls er Ygor nicht hilft. Es kommt wie es kommen muss, das Mad Scientist-Gen besiegt den gesunden Menschenverstand und Ludwig lädt schon mal die funken- und blitzesprühenden Labormaschinen auf. Bei der Untersuchung des Monsters findet Ludwig in Zusammenarbeit mit Dr. Bohmer (Lionel Atwill) heraus, dass das Gehirn des Monsters total kaputt ist, und schlägt einen Austausch vor. Vollkommen uneigennützig schlägt Ygor vor, man könne ja seins nehmen, doch Frankenstein riecht den Braten und denkt sich: „Denkste, oller Bucklfips!“. Bei einer vorherigen Auseinandersetzung mit dem Geschöpf kam Laborassistent Dr. Kettering (Barton Yarborough) ums Leben. Sein Gehirn soll das Monster wieder auf Vordermann bringen. Die Operation gelingt und die Überraschung ist groß, als die Kreatur mit der Stimme Ygors zu sprechen beginnt.
Ygor, anscheinend Inhaber eines Examens in Schurkologie, hat sich mit Dr. Bohmer verbündet und versprach ihm Reichtum und Ruhm, wenn er die Gehirne vertauscht damit Ygor im Körper des Monsters unsterblich werden kann. Dr. Bohmer ist nämlich neidisch auf Frankensteins Erfolg, welcher Bohmer wegen eines Kunstfehlers versagt blieb. Während Ygor Pläne schmiedet die Weltherrschaft an sich zu reißen, erblindet er plötzlich. Ygor und die Kreatur haben nämlich unterschiedliche Blutgruppen, und aus diesem Grund beginnt der Körper das Gehirn abzustoßen. Rasend vor Wut beginnt Ygor die Laboreinrichtung zu zerdeppern. Dabei lässt Dr. Bohmer sein Leben, Ludwig dürfte das Feuer im Labor auch nicht überlebt haben und das Monster wird unter den Trümmern begraben.

Die Umsetzung:
Frankenstein ist nicht totzukriegen. Boris Karloff schlüpfte zwar nicht mehr in die übergroßen Schuhe, aber Lon „Wolf Man“ Chaney Jr. passen sie auch nicht schlecht. Man merkt schon, dass das Monster in diesem Film von einem anderen gespielt wird, aber stören tut dies eigentlich nicht. Denn „Frankenstein kehrt wieder“ ist in meinen Augen eine richtige Stimmungsgranate. Der Plot des Films ist so hanebüchen, dass man schon öfters beim schauen schmunzeln muss. Was ich persönlich richtig Banane finde, ist dass sich Ygor so stark vom Leichenbeschaffer zum Superschurken gemausert hat. Da fragt man sich schon, was in den gefahren ist. Abgesehen von diesen Momentan bietet der Film die übliche Kost. Es gibt wütende Mobs, funkensprühende Gerätschaften und all die anderen Zutaten, die zu einem solchen Spektakel gehören. Die Schauspieler agieren routiniert. Aber Spaß machen eigentlich nur Chaney und Lugosi. Die Übrigen wirken blass und beliebig austauschbar.

Die DVD:
Hier gibt es wieder einmal nur das Übliche zu berichten. Schwarz/Weisses Vollbild, Gute Qualität. Ton auf Deutsch, Englisch und Französisch in Mono. Dazu Untertitel. Als Extra gibt es den Kinotrailer. Auf der gleichen DVD ist noch Frankensteins Sohn drauf und zu kaufen gibt es „Frankenstein kehrt wieder“ nur in der Frankenstein Legacy DVD-Collection oder der Büsten-Box.

Fazit:
Er macht schon Spaß zu gucken, aber je weiter die Reihe fortschreitet um so mehr fällt auch der Qualitätsabfall auf.


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