Legion of the Dead

Luke: Hy! My name is Luke! Would you mind if i join your conversation?
Fat Lady: Mais oui, asseyes-vous.
Luke: Merci beaucoup. Je suis enchanté. ... What the hell is this shit? I don' speak French...
Fat Lady: It wasn't to bad for first try.
Luke: Must be some Flashback from an earlier life or something...
aus Legion of the Dead

Okay, schreib ich nochmal eine Filmrezi. Eigentlich schreibe ich nicht gerne Filmrezis, ich weiß auch nicht wieso. Aber ich mag Filme. Oh ja! Und meine DVD Regale ächzen vor dieser Vorliebe des öfteren. Sei's drum! Hier haben wir einen Film den ich der breiten Masse unserer Rezi-Interessierten nicht vorenthalten will. Und nebenbei hat man einen Film mal eben schneller geschaut als ein Buch gelesen...

Also, legen wir mal los. Die Perle der Filmkunst die ich heute präsentieren möchte nennt sich "Legion of the Dead", ist ein Film im Stil von "From Dusk till Dawn" und wurde von einer deutschen Crew mit amerikanischen Darstellern gedreht. Herausgekommen ist ein, zwar klassischer, aber sehr unterhaltsamer B-Movie mit wirrer Handlung und coolen Charakteren.

Fassen wir mal das bisschen Handlung zusammen. William und Luke, die beiden sympatischen Loser werden auf der Straße von einem älteren Mann aufgelesen, der sich allerdings als Wahnsinniger Mörder entpuppt. Nachdem sie einige unterhaltsame Szenen mit diesem Mann hinter sich haben (die Toilettenszene ist in meinen Augen einfach nur brilliant!) werden sie von einem Kumpel von ihnen gerettet und eine Explosion später begibt man sich in das nächste Pissnest das sich Stadt schimpft. In der dortigen Bar findet man schnell heraus das... irgendetwas nicht mit den Besuchern stimmt. Diese wurden nämlich vorher von den Männern-in-Grau (ein einfach Kongeniales Pärchen) getötet und für die Legion rekrutiert. Der Anführer besagter Legion ist ein blonder Mann, der schon immer gelebt hat und nun jemanden aus der Kneipe will. Dieser jemand ist die Kellnerin, die in Wirklichkeit ebenfalls ein uraltes Wesen wie der blonde Mann ist, aber eben nicht böse. Mhm... ja.
Es kommt wie es kommen muss, die Zombies der Legion stürmen die Bar, bringen eine Menge Leute um und die Überlebenden sitzen nun mit einem Ultimatum des blonden Mannes in der Bar fest. Das Closed-Room Scenario ist perfekt. Den Rest des Films dezimieren sich dann die Überlebenden klassischerweise untereinander und durch Dummheit, bis es dann zum Showdown mit dem blonden Mann kommt. Wäre eigentlich cool gewesen wenn der Film dann geendet wäre, ist er aber nicht und das Ende wirkt dann unnötig.

Ja, soviel zum Inhalt, kommen wir mal zur Manöverkritik. Der Film richtet sich klar an Fans des Genres. Also Splatter-, B-Movie. und Zombiefilmfreunde. Die Spezialeffekte sind auf entsprechendem B-Movie Niveau, die Handlung hat Löcher durch die man Lkws fahren kann. Also soweit nichts neues. ABER dieser Film hat eine wirklich gute Besetzung. Wirklich. Die Schauspieler sind alle vom Regisseur Olaf Ittenbach handverlesen und eigentlich schlicht unbekannt. Zu unrecht!
Alleine die beiden Hauptdarsteller Michael Carr (William) und Russel Friedenberg (Luke) agieren zusammen so unendlich sympatisch und cool. Aber zumindest Michael Carr wird man wohl nicht mehr in einem Film bewundern können. Laut IMDB hat er an Sylvester 2002 Selbstmord begangen. Und das Duo in den grauen Anzügen muss ich irgendwann einmal in einem Rollenspielabenteuer verwenden. Die haben zuviel Potenzial um sie nirgendwo einzusetzen. Harvey J. Alperin (Nicolas) und Hank Stone (Jeff), wobei letzterer vergangenes Jahr in "Colt Mountain" mitspielen durfte und uns dieses Jahr wohl auch in "The Punisher" erfreuen wird. Sein Spruch "I prefer the knives" ist so herrlich, den müsste man einmal selbst mitbekommen haben.

Kommen wir mal zu den technischen Gesichtspunkten. Das Bild ist gut und eigentlich besser als erwartet schließlich haben wir hier einen B-Movie zwischen, der bei VCL / MAWA / X-Vision erschienen ist. Der Ton ist in Dolby Digital 5.1 englisch wie auch deutsch verfügbar, allerdings gibt es die englische Sprachfassung nur mit deutschen Zwangsuntertiteln. Die deutsche Syncho kann leider nicht mit dem Original mithalten: zuviel an Wortwitz, besonders bei Luke, geht verloren. FSK ist natürlich 18 und die Lauflänge beträgt ordentliche 88 Minuten. Bildformat ist 4:3 und der Regionalcode ist 2.

Der Film hat nicht nur einen überraschend guten Soundtrack, zu dem unter anderem Eskimos & Egypt den Song "How many Djs" beigesteuert haben, sondern auch einiges an brauchbaren Extras. So gibt es einen Audio-Kommentar von Olaf Ittenbach (wobei das englisch des Mannes nicht so ganz lupenrein ist, was mitunter lustig klingt, er aber auch im Making-Of selbst zugibt). Das Making-Of ist sowieso klasse. Noch nie habe ich gesehen wie ein Interview durch Enten unterbrochen wurde. Und dann gibt es noch den üblichen Interview-Kram, der besonders bei der deutschen Crew lustig ist ("Sometimes I feel Splatter!"). Animierte Menüs mit der Musik aus dem Film bringen uns dann noch zu den Deleted Scenes, die allesamt lustig sind und auch Sinn machen. Fotogalerie und Cast & Crew bieten dann den üblichen Kram. Ich habe bei Vollpreis-DVDs und -Filmen schon weniger und schlechteres Zusatzmaterial gesehen.

Ja, wie man vielleicht beim Lesen der Rezi schon gemerkt hat, konnte mich das Film in allen Belangen überzeugen. Splatter, Zombies, eine schöne Frau, dumm-coole Sprüche, sympatische Charaktere und das habe ich leider vergessen zu erwähnen, den wohl dümmsten Dolch aller Zeiten. Ja, Freunde des GruselActionHumors, hier müsst ihr zugreifen!


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