Star Trek 04 - Zurück in die Gegenwart - Special Edition

FBI agent interrogating Chekov: "Name?"
Chekov: "My name?"
FBI agent interrogating Chekov: "[sarcastically] No, my name."
Chekov: "I do not know your name."
FBI agent interrogating Chekov: "You play games with me mister, and you're through."
Chekov: "I am? May I go now?"
- aus Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart

Die Handlung:
Die Crew der Enterprise befindet sich noch immer im Exil auf dem Planeten Vulkan. Nachdem sie ihr gekapertes, klingonisches Schiff repariert und Vorräte an Bord genommen haben, machen sie sich auf zur Erde um sich vor Gericht aufgrund ihrer Befehlsverweigerung zu verantworten. Ebenfalls zur Erde gereist ist eine Sonde die Signale aussendet, welche auf der Erde zu verheerenden Verwüstungen führen. Die Enterprise-Besatzung findet heraus, dass sich diese Signale an Buckelwale richten, welche im 23. Jahrhundert ausgestorben sind. Damit der Sonde geantwortet und die Erde gerettet werden kann, unternimmt die Enterprise-Crew eine Zeitreise ins Jahr 1986 um dort zwei Buckelwale an Bord zu nehmen und mit ins 23. Jahrhundert zu transportieren.

Die Umsetzung:
Leonard Nimoy stellt erneut sein Können als Regisseur unter Beweis und präsentiert dem geneigten Zuschauer mit Star Trek IV einen frischen und lustigen Star Trek-Film. Auf der Handlungsebene gefällt mir, dass das bei Star Trek sehr beliebte Thema der Zeitreise wieder einmal aufgegriffen wurde und dadurch ein Rahmen geschaffen wird, welcher unsere Lieblingscrew im ungewohnten Umfeld unserer eigenen Gegenwart präsentiert. Dies schafft Spielraum für lustige Gags und stimmungsvolle Situationen. Die Schauspieler sind sehr gut aufgelegt, was für mich wieder einmal beweist, dass die Classic-Crew ihren Höhepunkt wirklich erst in den Filmen erreichte. Die Musik ist ebenfalls sehr schön, was vor allem daran liegt, dass für das veränderte Setting auch ein anderer Komponist gewählt wurde. Besonders hervorheben möchte ich, dass es dem Film wunderbar gelingt, das Thema Umweltschutz so überzeugend in einen Science-Fiction-Film zu packen. Toll.

Die DVD:
Traditionell befinden sich auf der ersten Disc ein Audiokommentar (diesmal mit Regisseur Leonard Nimoy sowie William Shatner). Auch der Textkommentar von Micheal Okuda ist vorhanden. Selbstredend wurden für beiden Kommentare deutsche Untertitel produziert.

Auf der zweiten Disk befindet sich wieder das "richtige" Bonusmaterial:
Das Star Trek Universum: Unter diesem Menüpunkt finden wir vier verschiedene Dokumentationen.
Zeitreisen: Die Kunst des Möglichen: Eine knapp 12 minütige Dokumentation, in der Wissenschaftler über die reale Machbarkeit eines Zeitsprungs referieren.
Die Sprache der Wale: Meeresbiologin Ree Brennin erläutert in einigen Punkten das Zusammenleben und die Kommunikation der großen Meeressäuger.
Vulkanischer Leitfaden: Hier werden wir über die Verhaltszüge der possierlichen Vulkanier am Beispiel Spock aufgeklärt.
Der letzte Punkt Kirk´s Frauen, behandelt genau das.

Das nächste Untermenü Produktion beinhaltet auch wieder vier mehr oder minder lange Dokumentationen. Als erstes versteckt sich unter dem Titel
Die Vergangenheit der Zukunft: Ein Blick zurück das eigentliche "Making Of", in dem sowohl Schauspieler als auch die Produktionscrew über die Entstehungsgeschichte zu diesem Film plaudern.
Vor Ort beschäftigt sich mit den Dreharbeiten in San Francisco. Dies ist auch ein ganz besonderer Punkt für diesen Film, da die komplette Crew erstmals in der Star Trek Geschichte Außenaufnahmen durchgeführt hat.
Nahtlos reiht sich dann auch Auf- und Abbau ein. Im Split-Screen-Verfahren werden mehrere Szenen von diesen Außenaufnahmen in unterschiedlichen Kameraeinstellungen gezeigt. Abschließend erzählt Mark Mangini unter Below the line: Sound Design einige Anekdoten über die Entstehung der Sound Effekte. Wer hätte gedacht, dass das Geräusch der Sonde auf der Stimme von Leonard Nimoy basiert.

Das dritte Untermenü Visuelle Effekte enthält zwei weitere Dokumentationen.
Da wäre zum einen Vom Weltall zum Ozean, in der unter anderem über die Dreharbeiten der Walszenen berichtet wird, zum anderen The Bird of Prey, in der es sich um das gleichnamige Klingonenschiff dreht.

Original Interviews: 3 Interviews (Nimoy, Shatner, Kelly) die während der Dreharbeiten zu Star Trek IV entstanden.

Unter dem Punkt Tribute bekommen wir einige Informationen über Gene Roddenberry. Dessen Sohn erzählt über seine Erinnerungen an seinen bekannten Vater. Auch an den mittlerweile verstorbenen Darsteller von Spock´s Vater, Mark Lenard, wird in diesem Untermenü erinnert.

Im vorletzten Menüpunkt Archive befinden sich dann die Storyboards sowie eine Produktionsgalerie. Der Original Kinotrailer rundet den Inhalt der Bonus-DVD ab.

Bleibt schlussendlich zu erwähnen dass das komplette Bonusmaterial im anamorphen 16:9 Format vorliegt. Mehr kann man nun wirklich nicht erwarten...

Das Bild:
Das Bild der DVD ist OK. Es erreicht zwar nicht ganz die Brillanz der Teile II und III, spielt aber noch in einer oberen Liga mit. Das Bild liegt in einem Seitenverhältnis von 2,35:1 auf der DVD und ist für eine 16:9-Darstellung optimiert.

Der Ton:
Wie auch bei den beiden Vorgängern hat Paramount eine Dolby Digital 2.0 Surround Fassung mit auf diese DVD gepresst, welche die doch sehr begrenzten Mittel dieses Tonsystems voll ausnutzt. Schaltet man zwischen dem deutschen Dolby Surround und dem englischen 5.1 Upmix hin und her, so wird der geneigte Zuhörer feststellen, dass sich die Unterschiede der englischen Fassung nur in einer etwas erhöhten Dynamik wiederspiegeln.

Fazit:
Ein toller Star Trek-Film und ein toller Film für Leute die mit Star Trek nix am Hut haben, aber evtl. mal reinschnuppern wollen.

Warpfaktor: 8


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