Star Trek 07 - Treffen der Generationen - Special Edition

Scotty: "Finding retirement a little lonely, are we?"
Kirk: "You know, I'm glad you're an engineer. With tact like that, you'd make a lousy psychiatrist."
- aus Star Trek VII - Treffen der Generationen

Als Ehrengäste begleiten Kirk (William Shatner), Scotty (James Doohan) und Chekov (Walter Koenig) die Jungfernfahrt der neuen USS Enterprise NCC-1701-B. Der Testflug nimmt jedoch ein unerwartetes Ende: Die Enterprise B trifft zwei Raumschiffe, die in einem mysteriösen Energiefeld, dem Nexus, gefangen sind. Ein paar Besatzungsmitglieder der havarierten Schiffe können jedoch gerettet werden, unter ihnen der mysteriöse Dr. Soran (Malcolm McDowall). Bei dem waghalsigen Versuch, die Schiffe zu retten, wird Kirk ins Weltall geschleudert. Sieben Jahrzehnte später: Captain Picard (Patrick Stewart) und die Crew der Enterprise D retten den Wissenschaftler Dr. Soran. Soran plant die Zerstörung eines von Millionen von Menschen bevölkerten Planeten, um so die Flugbahn des Nexus zu verändern. Denn Soran wünscht sich nichts mehr als wieder in den Nexus zu kommen, einem Lebensraum in dem Zeit keine Bedeutung hat und alle so leben können wie sie es wollen. Beim Versuch Soran aufzuhalten gerät Picard selber in den Nexus. Dort trifft er auf Kirk. Gemeinsam verlassen sie den Nexus um Soran aufzuhalten.

Die Umsetzung:
Okay. Fangen wir lieb an. Das die beiden legendären Captains der Enterprise zusammen agieren ist ja eine nette Idee. Das war´s. Leider ist das Ergebnis so schlecht. Picard lässt sich von dem Dödel Soran so richtig der Länge nach vorführen. Data bekommt ein paar Emotionen spendiert, was ab und zu auch mal für Lacher sorgt, aber meistens nur doof wirkt. Die restliche Crew hat nicht viel zu tun. Außer Geordi, der darf von den Klingonen-Schabracken Lursa und B´Etor entführt werden, damit sie seinen Visor manipulieren, so dass sie auf ihrem Klingonen-Pott alles sehen, was Geordi sieht, um so die Schutzschilde der Enterprise durchbrechen zu können. Die Story mit dem Nexus ist ja auch nicht so schlecht, eigentlich, aber wieso macht Picard, der Denker, keinen besseren Gebrauch davon. Anstatt ein paar Wochen vorher auf Sorans "Energieband-Kurs-Änderungs-Raketen-Station" zu reisen, um das Ding in aller Ruhe kaputt zu machen, schnappt er sich lieber den alten Kirk und richtet es so ein, dass die beiden sich mit Soran kloppen müssen. Nee, nee, die Charaktere agieren unpassend. Gefällt mir alles nicht. Ferner guckt sich der Film sehr langweilig. Die Spannungskurve fährt Achterbahn bis sie im Nexus eine dicke Arschbombe hinlegt. Und das war es dann auch eigentlich. Star Trek VII verschenkt viel. Möglichkeiten wären genug da gewesen um das Treffen der Generationen würdig für alle zu gestalten, aber es hat nicht sollen sein.

Die DVD:
Neben einem Audiokommentar mit Brannon Braga und Ron Moore gibt es auch einen Textkommentar von den Star Trek Experten Michael und Denise Okuda.

Richtig interessant (obgleich beide Kommentare wirklich gelungen sind) wird es dann aber auf der zweiten Disc. Anstelle langweiliger Werbe-Making Ofs gibt es hier "echtes" Bonusmaterial.

Unter "Das Star Trek Universum" stecken diverse kleinere Featuretten. Hier erfährt man Details zu Matt Jeffries, dem Designer der ersten Enterprise, nach dem übrigens auch die Jeffries Röhre benannt wurde. Die weiteren Beiträge erzählen dem Zuschauer mehr über Picards Familie, die Erschaffung der Waffen und der Linie der Enterprise - eine historische Betrachtung des Namens "Enterprise" und der Schiffe, die bereits so benannt wurden.

Die "Produktion" liefert wertvolle Informationen zur Erschaffung des Films. Hier werden die Geschichten beider Besatzungen, des Weltraums und die Beschaffenheit vom Tal des Feuers (Drehort wo Soran seine "Energieband-Kurs-Änderungs-Rakete" installiert) näher erläutert.

Recht technisch wird es in den Abteilungen "Visuelle Effekte" sowie "Rekonstruktion der Szenen". Hier gibt es wirklich sehr aufschlussreiche Featuretten zur Zerstörung der Enterprise und wie dafür Modelle teilweise mehrfach gefilmt wurden. Diese Beiträge werden meist direkt von den Experten bei ILM moderiert.

Zum Schluss gibt es noch "alternative Szenen" und das "Archiv", in dem Storyboards und eine Produktionsgalerie zu finden sind.

Das Bild:
Das Bild ist frisch, knackig, die Farben sind toll, bla bla, das Übliche. Bildformat: 2,40:1, 16:9-optimiert.

Der Ton:
"Treffen der Generationen" hat einen ganz dicken Makel: Die Lippensynchronität. Hier kann man echt die Szenen zählen, in welchen die Synchronsprecher nicht die Lippenbewegungen der Schauspieler treffen. Setzen sechs. Der eigentliche Klangcharakter ist gut, die Räumlichkeit auch, wenngleich es auch Stellen gibt, an denen sich wenig tut und selbst die Atmo ein wenig gelangweilt vor sich hinplätschert. Die DVD bietet bei der deutschen Fassung die Wahl zwischen Dolby Digital 5.1 und DTS und es lohnt sich, ausnahmweise einmal, zu DTS zu greifen, denn hier bekommt man eindeutig mehr Transparenz und kräftigen Druck durch den Subwoofer geboten. Leider ist der Center eine Spur zu leise geraten - hier kann man nachregeln, was aber eher die unschöne Variante darstellt. Wer den Film auditiv genießen will, auch wenn es durch die Handlung schwer fällt, greift am besten zur englischen Dolby Digital 5.1-Spur.

Fazit:
Das Treffen der Generationen wirkt eher wie ein Treffen der Lustlosen. Die Schauspieler agieren hölzern. Die Handlung ist gelinde gesagt Grütze und gehört in den Nexus gebeamt. Lieber nach anderen Titeln der Reihe umsehen.

Warpfaktor: 1


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