Dunkle Kristall, Der

"For this is the way of the Skeksis, as they ravage the land so to they learn to drawn new life from the sun. Today once more they will repleish themselves, - cheat death again – through the power of their source, their treasure, their fate...The Dark Crystal."
- aus The Dark Crystal

Die 80-er Jahre waren ein Jahrzehnt in denen der phantastische Film wieder einmal eine solche Blüte erlebte wie sie auch in letzter Zeit wieder aufkommt. So entstanden mehrer Versuche in diesem weiten Feld wieder einmal ein paar Schritte zu wagen. Unter anderem unternahm auch Jim Henson, der mit seinen Muppets einen großen Erfolg im Fernsehen verbuchen konnte, einen Ausflug in dieses Gerne.
Allerdings verzichtete er bei diesem Projekt auf Schauspieler im Üblichen Sinne und verwendete nur die von ihm entworfenen Puppen.

Zur Handlung:
Der Gelfling Jen wuchs nach dem Tode seiner Familie durch die brutalen Skeksis bei den friedliebenden Mystics auf. Diese beziehen ihre Macht aus dem dunklen Kristall, welchen sie in ihrer Festung aufbewahren, doch ihre Zeit läuft ab, ebenso wie der der Mystics.
Alsbald muss sich Jen auf die Suche nach dem Kristallsplitter machen um mit ihm die Macht der Skeksis ein für allemal zu brechen, dabei stößt er auf Kira, ebenfalls ein Gelfling die neben ihm die einzige Überlebende seines Volkes ist. Gemeinsam stellen sie sich den Skeksis in den Weg um den dunklen Kristall wieder zu vereinen und dem Land seine Frieden zurück zu bringen.

Zur Umsetzung:
Die Story an sich bietet auf den ersten Blick einmal wenig neues was man nicht schon aus unzähligen Romanen kennt. Ein Held zieht aus um das Böse zu bekämpfen, welches sich am Schluss allerdings als eine Seite eines Ganzen herausstellt. Denn, sowohl die Skeksis als auch die Mystics waren einst eine einzige Rasse, als sie aber den dunklen Kristall zerbrachen wurden auch sie in zwei Teile aufgespalten.
Was den Film interessant macht ist, wie eingangs schon beschrieben, seine Machart.
Denn es sind nicht die Schauspieler die hier einmal im Mittelpunkt stehen sondern die Figuren selbst. Mit seinen Muppets hatte Jim Henson bereits einige Erfahrungen auf diesem Bereich gesammelt und diese wollte er nun nutzen um eine völlig fremde Welt zu schaffen. Und dies ist ihm auch gelungen. Auch im heutigen Digitalen Zeitalter wo die meiste Spezialeffekt Arbeit vom Kollegen Computer erledigt wird weis der Film noch durch seine handwerkliche Arbeit zu überzeugen.
Zwar merkt man den Puppen ihre Künstlichkeit an doch sehen sie teilweise besser aus als manch digitales Viech welches heutzutage dem Rechner entsteigt (Yoda aus Episode Zwei war solch ein Fall).

So wurden jedoch nicht nur die gesamten Hauptdarsteller extra für diesen Film angefertigt auch die Welt in der der Film Spielt wurde extra für diesen Film entworfen, Henson stützte sich dabei vor allem auf die Entwürfe und Zeichnungen des englischen Künstlers Brian Froud. Dabei wurde auch hier wiederum großes handwerkliches Geschick bewiesen als es darum ging eine komplette Welt zu erschaffen. So entstanden für die damalige Zeit recht beeindruckende Bühnenbilde, Miniaturbilde und Mattepaintings.
Für die Bewegung der Figuren wurden Pantomimen, Schauspieler, Tänzer und Akrobaten angagiert die den Figuren Leben einhauchen sollten. Gesteuert wurden die Figuren von einem Funk-, mechanischem und hydraulischem System.
Alleine diese Leistungen und Aufwand waren für einen Fantasyfilm bis dahin kaum denkbar gewesen und auch ansonsten eher selten von Beachtung gewesen.

Sicherlich wirkt er in der heutigen Zeit etwas antiquiert aber er stellt immer noch einen Meilenstein im Bereich des Fantasy- und Trickfilms dar.

Die Schauspielerische Leistung ist unter dem Gesichtspunkt das es sich ausnahmslos um Puppen handelt natürlich schwieriger zu beurteile als bei einem anderen Film, allerdings schafften es Jim Henson und Frank Oz ein Maximum an Ausdruck aus ihren Figuren heraus zu holen und sie in ihrer, trotz aller technischen Möglichkeiten, dennoch beschränkten Mimischen Darstellung fast wie richtige Schauspieler agieren zu lassen. Und mancher Darsteller hatte weitaus weniger Mimik in seinem Repertoire als seine künstlichen Kollegen.

Auf der technischen Seite bietet die DVD ein recht gutes Bild auch wen es leider nicht das Optimum erreicht, der Ton ist in Ordnung und liegt sowohl in Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch vor.
Als weitere Extras gibt es Dokumentationen und Interviews, Entfallene Szenen, Filmografien der Regisseure und Designer sowie Trailer, zumindest von dieser Seite aus bietet die DVD eine Menge.

Fazit:
Sicherlich ein kleines Juwel unter den Fantasyfilmen der 80-er und wer die etwas ungewöhnliche Optik und Machart mag wir hieran sicherlich seine Freude haben, auf jeden fall etwas anderes.
Besonders Fans der High-Fantasy sei dieser Film ans Herz gelegt, auch trotz Puppenspielerei kein Kinderfilm.


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