Batman / Hellboy / Starman

Der dritte Sammelband enthält genauer gesagt zwei Geschichten, in der ersten muss Hellboy der Entführung eines Wissenschaftlers zusammen mit Batman und Starman nachgehen. Während er in der zweiten versucht Ghost für sein Team zu rekrutieren.

Zur ersten Geschichte.
Während einer Tagung über alternative Energie in Gotham City wird der Wissenschaftler Ted Knight von Neo-Nazis entführt die mit seiner Hilfe einen älteren Gott (wie bei Lovecraft) heraufbeschwören wollen um mit ihm die Erde zu erobern. Zusammen mit Batman kommt er auf die Spur der Neo-Nazis und zusammen mit Jack `Starman´ Knight, dem Sohn des entführten Wissenschaftlers macht er sich auf zur Südamerikanischen Insel wo sich die geheime Basis befindet.
Zwar hat die Geschichte einige nette Actioneinlagen und ab der zweiten Hälfte hat sie mir auch richtig gut gefallen, aber gerade der Anfang will nicht so wirklich überzeugen. Ich bin zwar ein Fan von Batman und Hellboy aber ich finde als Crossover funktioniert dies nicht so gut wie man es sich vielleicht gewünscht hätte. Batman bleibt hier doch recht blass und weniger überzeugend, vor allem da er ab der zweiten Hälfte wegen Schwierigkeiten in Gotham zurückbleibt und Hellboy stattdessen Unterstützung von Starman erhält.
Diese Kombination funktioniert in meinen Augen um einiges besser, nun habe zwar nicht das Hintergrundwissen über Starman aber ab diesem Moment kommt die Geschichte besser in Fahrt.
Eigentlich könnte sie einem Pulp Heft der Vierzieger entstammen, denn Mignola verwendet von dem geheimbündlerischen Naziorden "Ritter des Oktober" bis hin zu älteren Göttern und Superhelden einfach alles und man merkt ihm auch an das ihm dies sichtlich Spaß gemacht hat.
Alles in allem sicherlich eine nette Geschichte die aber leider nicht an die Vorgänger heranreicht.

Die zweite Geschichte ist ein Crossover zwischen Hellboy und Ghost. Eigentlich sollte Hellboy nur versuchen Ghost zu einer Zusammenarbeit mit dem B.U.A.P. zu überreden. Allerdings gestaltet sich dies etwas schwieriger als zunächst angenommen, da einige uralte Mächte sich ihrer bedienen um an Hellboy heranzugelangen.
Zunächst einmal stammen die Zeichnungen selbst nicht von Mike Mignola, dieser gab nur grob das Konzept vor und steuerte den Text bei, sondern von Scott Benfield und Jasen Rodriguez. Dies macht sich in der Federführung bemerkbar, die Figuren sind detaillierten und die Verwendung von Schwarz und Weiß hier nicht ganz so schattenhaft wie bei Mignola. Dies tut der Geschichte allerdings keinen Abbruch.
Veränderungen erkennt man vor allem in der Mimik der Charaktere, durch die leicht unterschiedliche Zeichenart sind natürlich auch die Gesichter der Pro- und Antagonisten besser zu erkennen, eine etwas deutlichere Mimik und Ausdruck.
Die Geschichte an sich ist auch bei weitem besser als die erste und hat, wie ich persönlich finde, wieder mehr Bezug zu Hellboys Charakter. Das Zusammenspiel zwischen Hellboy und Ghost wirkt sehr viel besser und ausgereifter und dies spiegelt sich auch in der Geschichte wieder die wieder einmal Lovecraftsche Züge aufweist.

Alles in allem ein dennoch recht guter Band der Hellboy-Reihe, bei dem vor allem Fans der mitwirkenden Superhelden und von Crossovern zugreifen können, wer allerdings eher auf die Hellboy typischen Abenteuer steht wird hieran nicht ganz soviel Freude haben wie an den anderen.

Mit einem Preis von 15,50 Euro wird das Comic seinem Inhalt leider nicht ganz so gerecht wie ich es mir gewünscht hätte.


Mike Mignola{jcomments on}
Hardcover, Cross Cult
ISBN: 3-936480-03-6

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