Bills, Randall N.: Battletech - Technology of Destruction

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Command the Troops
Charge into Battle
- vom Backcover von Technology of Destruction

BattleTech, BattleTech, BattleTech. Ich lebe in meiner eigenen kleinen Welt und bin eigentlich immer froh wenn ich diese verlassen kann um ins BattleTech Universum einzutauchen. Öhem... ja, oder so ähnlich.
Jedenfalls liegt mir diesmal nicht nur ein Buch aus jenem Universum, sondern sogar über das Universum vor. Technology of Destruction ist ein Band für die Fans, für die echten Fans, die nicht nur wissen wollen welche neuen Waffen welche Werte haben, sondern welche Fraktionen um die Vorherrschaft kämpfen, was bisher geschehen ist, etc. Ein Hintergrundquellenband. Solch einen Band gab es mit dem BattleTech Lexikon (die Welt des 31. Jahrhunderts) von Reinhold H. Mai, dem BattleTech-Hausübersetzer und Christoph Nick. Dieses sehr, sehr gute Lexikon zum Thema ist allerdings eine Originalausgabe und wird den freundlichen Fans im englischsprachigen Raum wenig nützen (es sei den sie sprechen deutsch...).

Aber um dem neuen Fans und der neuen Serie gerecht zu werden, hat nun auch WizKids so etwas produziert. Zumindest so etwas in der Art. Hatte "Die Welt des 31. Jahrhunderts" mehr als 500 Seiten und wirklich den Charakter eines Nachschlagewerks, so kommt "Technology of Destruction" mehr als buntes Rekrutierungsblättchen daher. Aber ein ziemlich edles Rekrutierungsblättchen! Schutzumschlag, schwarzes Hardcover mit rotem, glänzendem Aufdruck. Die Seiten innen sind durchgängig vollfarbig, viele davon sogar entfalltbar und mit sehr vielen Computerillustrationen versehenen. Und wenn ich schreibe "viele Computerillustrationen", dann meine ich das auch. Durchschnittlich zwei bis drei pro Seite sind es, dazu dann noch doppelseitige Riesenbilder an den Kapitelanfängen. Und die sind handwerklich top. Mein Mitrezensent und Fotokünstler der DORP [tm], hatte sogar anerkennende Worte über die Flammen und Explosionen übrig.

Neben einleitenden Worten von Jordan Weisman, dem Chef von WiKids und einer Kurzgeschichte von Randall N. Bills geht es mit den eigentlichen Stars des Spiels und des Universums los: den BattleMechs und ihren Piloten, den Mechwarriors. Hier bekommt man einen sehr knappen und irgendwie auch unvollständigen Blick über die Ausrüstung eines Mechs, ABER es eine Risszeichnung eines Mechs (eines Tundra Wolf um genau zu sein) und eine genau Grafik, wo in einem Mechcockpit was liegt. Jipii! Und die Risszeichnung ist auch noch eine der zahlreichen Seiten zum ausklappen, das heißt etwas größer als DINA3. Ich will die guten alten Mech-Blaupausen in Posterformat wieder! Dann kommen noch je zwei Mechs aus jeder Gewichtsklasse, komplett mit Bild, Bewaffnung und dem bekanntesten Piloten einer solchen Maschine.
Im nachfolgenden Kapitel wird dann noch auf das Universum an sich eingegangen, die Raumfahrt, einem Teil der Geschichte und sehr wichtig, einer ausklappbaren Karte des von Menschen besiedelten Raums. Auch wenn ich mich bis heute frage wie man so etwas effektiv und vernünftig zweidimensional darstellen will... Dann werden noch die verschiedenen überlebenden Fraktionen präsentiert, zwar nur sehr kurz, dafür aber immerhin mit den jeweiligen Symbolen und einer Beschreibung der Gründer.

In den folgenden Kapiteln über Vehikel und Infanterie bekommt man dann so richtig massig Illustrationen vor die Augen gesetzt. Vor allem eine Übersicht über alle Einheiten aus der Grundedition des MechWarrior-Spiels, schön aufgereiht nebeneinander. Und das auf einer Doppelseite zum Ausklappen (ich mag dieses Feature, aber der Leser wird dies sicher schon bemerkt haben ;-)). Leider sind die Mechs weder nach Tonnage, noch nach Gewicht, noch alphabetisch sortiert.

Im letzten Kapitel geht es dann nur noch um das MechWarrior-TableTop-Spiel von Wizkids. Ein bisschen Werbung sozusagen und einige nicht gerade gelungene Photos zum Schluß. Schade, da hätte man mehr machen können.

So, das Buch ist durch, kommen wir mal zum Fazit. Das Buch liefert nicht sehr viele Informationen, eigentlich viel weniger als ich es erwartet hätte. Zudem bin ich mit der Optik von MechWarrior: DarkAge generell nicht zufrieden. Mit der neuen Zeitlinie wurde das Erscheinungsbild von BattleTech von technisch zu einem sehr comichaftem Äusseren verändert. Und dieses Erscheinungsbild passt nicht in meine Sicht von BattleTech. Wenn ich so etwas sehen will, dann spiele ich Transformers.
Naja, trotzdem ein klasse Buch für alle Fans. Und zwar nur für die. Leute die nur am Spiel interessiert sind, wird dieses Buch nicht glücklich machen. Aber ich bin ja ein Fan und glücklich damit.

[Anmerkung: Rezensiert wurde eine Ausgabe mit anderem Cover, das allerdings nicht mehr aufzutreiben war.]


Name: Technology of Destruction 
Verlag: WizKids 
Sprache: englisch
Autoren: Randall N. Bills, Jordan K. Weisman, Sam Lewis, u.a.
Empf. VK.: 21,95 US-Dollar 
Seiten: 68 farbig, Hardcover

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