Discworld - The Colour of Magic & The Light Fantastic

The Colour of Magic und The Light Fantastic sind die beiden ersten Scheibenweltromane von Terry Pratchett und damit auch schon etwas älter, nämlich aus den Jahren 1983 und 1986.
Alles noch zu einer Zeit als sich der enorme Erfolg der Romane noch nicht so recht eingestellt hatte und sie eher noch ein Geheimtipp in der humorvollen Fantasy waren.

Nichtsdestotrotz hatten auch diese früheren Werke bereits den unvergleichlichen Humor den die Reihe auszeichnet, auch wenn hier einige spätere Charaktere noch nicht längst so weit ausgereift waren wie man sie in späteren Büchern wieder findet du auch einige andere Sachen sicherlich noch weit von dem entfernt waren was die heutigen Romane ausmacht.

Warum ich die beiden Romane zusammen rezensiere ist eigentlich ganz einfach, trotz ihrer großen zeitlichen Differenz in der sie entstanden sind gehören sie zusammen und schließen auch somit an einander an. Darum ist es eigentlich nur möglich beide zusammen zu rezensieren.

Kurz zur Handlung:
Der Tourist Zweiblum aus dem Achatenen Reich kommt auf die Scheibenwelt um dort einmal all die Sachen zu sehen von denen man in seinem Land immer nur mal wieder gehört hat. Abenteurer, malerischen Kneipen und Drachen. Dass die Realität eigentlich ganz anders aussieht stört ihn dabei wenig, seinen in die Rolle des Begleiters gezwungenen Zauberer Rincewind dafür umso mehr. Denn anstatt ein friedliches Leben in der Universität zu führen beginnt für ihn eine wahnwitzige Odyssee zusammen mit Zweiblum, seiner Truhe und noch einigen anderen wie etwa dem Barbaren Cohen quer über die gesamte, damals bekannte, Scheibenwelt und sogar darüber hinaus.

Pratchett schuf mit seinen beiden Erstlingen einen wirklich vergnüglichen Rundumschlag durch das damals bekannte Fantasygenre und nahm so ziemlich alles, sehr gekonnt aufs Korn.
So gab es etwa den unfähigen Zauberer Rincewind, der immer wieder in gefährliche Situationen gerät und nur darauf hofft zu überleben, eine der Figuren die in späteren Romanen immer mal wieder auftauchte, sei es nur am Rande oder auch als Protagonist.

Auch die Haupt- und Zwillingsstadt Ankh-Morpork mit dem Patrizier taucht hier zum ersten Mal auf und ist hier wirklich noch das Paradebeispiel für die damalige Fantasystadt mit ihren dunklen und engen Gassen, den Läden, der Magierakademie und dem Palast des Patriziers. Auch hier hatte sich im Laufe der Zeit einiges gewandelt und verändert.
Am stärksten ist aber sicherlich ein Charakter davon betroffen nämlich Tod. Hier noch der grimmige Sensenmann der auch Dämonen beschäftigt wenn er mit seiner Arbeit nicht mehr nachkommt und noch ein besonders Hobby pflegt, nämlich Rincewind zu jagen weil er ihm anscheinend bei einigen günstigen Gelegenheiten immer wieder entwischt ist.

Dennoch sind bereits fast alle Grundsteine für die späteren Bücher gelegt und tauchen auch immer mal wieder, meist in veränderter Form, auf.

Bei Rincewinds Reise über die Scheibenwelt bekommt man in diesen beiden Bücher aber immer noch einen sehr guten Rundumblick geboten, da sich auch vor allem die neueren Werke eher mit einigen speziellen Begebenheiten, Sachen, Regionen oder Personen der Scheibenwelt befassen kann man diese beiden Bücher vor allem Neueinsteigern immer noch guten Gewissens empfehlen.

Aber auch Leser die schon einige der Romane kennen werden sicherlich nicht enttäuscht sein, und wer einmal die Zwillingstadt Ankh-Morpork aufgrund des ersten Versicherungsbetruges in Flammen aufgehen sehen möchte, oder den Wyrmberg mit seiner hohen magischen Hintergrundstrahlung und den daraus resultierenden Drachen erleben möchte, sollte einmal eine näheren Blick riskieren und nicht zuletzt wenn Rincewind und Zweiblum mit dem mächtigen Reisenden über den Rand der Scheibenwelt vorstoßen.

Vor allem die Protagonisten, die hier schon recht feste Züge hatten die sich in späteren Romane auch nur unwesentlich veränderten machen die Romane zu einem wahren Vergnügen, so etwa der bereits vorgestellt und bekannte Zauberer Rincewind, gerade so durch die Prüfungen gerutscht und eigentlich die letzte Wahl wenn es darum geht die Welt zu retten. Sowie sein spätere Begleiter Zweiblum mit seiner Truhe, einem magischen Möbelstück welches sich auf mehreren kleinen Beinen fortbewegt und dabei durch fast nichts aufzuhalten ist.

Eines der besten Stücke humorvoller Fantasy aus der Anfangszeit und von einem mittlerweile anerkannten Meister seines Fachs, trotz des Alters immer noch eine gute Empfehlung für Freunde des britischen Humors.


Terry Pratchett
The Colour of Magic & The Light Fantastic
Engl. Beide 284 Seiten - Corgi Adult
ISBN: 0552124753/ ISBN: 0552128481
Oder als Doppelband im Hardcover
352 Seiten - Colin Smythe
ISBN: 0861404211 {jcomments on}

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