DORPCast 191: Lassen Sie mich durch, ich bin Heiler

Hallo zusammen!

Über Schaden haben Michael und Thomas zwar schon mal gesprochen, übers Sterben auch – nicht aber über all die Aspekte, die hoffentlich dazwischen passieren: Wundversorgung, Heilung und Genesung. Mit der heutigen Folge ändern die beiden das und nähern sich auf eher abstrakter Ebene dem breitgefassten Thema an.



Nach längerer Zeit gibt es heute noch mal eine ganze Reihe kleiner Themen vor dem Thema, die gewohnte Medienschau, und natürlich wie immer weiterführende Links, Infos und Timecodes unten in den Shownotes.

Viele Grüße,
eure DORP


Episode 191: Lassen Sie mich durch, ich bin Heiler
00:00:30 Intro
00:01:11 Feedback-Schleife
00:03:54 Ja, eine Folge ist halt ausgefallen, aber …
00:04:17 … Lions Rampant, ein neuer DORP-Download
00:06:03 Michael zu Gast im Brettspiel-Podcast und bei Magabotato
00:06:28 Kleine Helden bei System Matters
00:07:55 Medienschau: My Little Pony – Eine neue Generation
00:12:54 Medienschau: Deadly Premonition Origins
00:19:04 Medienschau: Dune
00:31:14 Zum Thema
00:32:05 Wie Heilung funktioniert, definiert zum Teil, was für ein Spiel man sich vorstellt
00:32:56 Von langsamer und schneller Heilung
00:36:05 Heilung hat eine taktische und eine strategische Ebene
00:37:07 Schaden und Wunden als Mangel-Verwaltung
00:39:06 Die Schattenseite der Abwärtsspirale
00:40:12 Heilerklassen im Einsatz
00:41:41 Sind Heilerklassen durch MMOs prominenter geworden?
00:43:02 Das Unheilbare
00:46:14 Komplizierte Verletzungen können natürlich auch die Rollen der Heiler stärken
00:46:44 Die Behandlung von Krankheiten
00:50:45 Die Behandlung von Geisteskrankheiten
00:54:28 Second Wind / Durchschnaufen
00:55:13 Wie mögen wir unsere Regelkompexität beim Heilen?
00:55:53 Wunden
00:57:38 Kommen wir zum Ende
00:58:08 Sermon 3.6
00:58:48 Adieu!
00:59:46 Der Nach-Teil

Aus der Medienschau
Deadly Premonition: Origins
Dune (Trailer | Vorbestellen)
My Little Pony: Eine neue Generation (Trailer | Netflix)

//Hinweis: Alle Amazon-Links auf dieser Seite sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Michael zu Gast in Fremden Podcasts
Michael beim Brettspiel-Podcast
Michaels neuestes Gastspiel im Magabotato-Podcast ist Stand heute noch nicht online.

Michaels 40K-Fandownload
… ist Index Astartes: Lions Rampant, der hier kostenlos heruntergeladen werden kann

Kleine Helden bei System Matters
Hier geht es entlang zur Vorbesteller-Aktion

Außerdem erwähnen wir …
… Thomas Blog (einmal mit Nachdenklichem und einmal mit Fotos aus seinem Urlaub)
… Susan Sontag: Illness as a Metaphor
das DSA-Heilkunde-Wunden-Diagramm (Fanwerk; und für DSA 4, nicht wie in der Folge gesagt DSA 3)

//Mäzenatenschau-Musik: Dan Lebowitz – Tiptoe out the Back
//Der DORPCast gibt die Privatmeinung von Michael und Thomas wieder.

Kommentare (9)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
This comment was minimized by the moderator on the site

Endlich wieder Podcast-Sonntag!

Zum Thema Heilung/Erholung:

Wir haben bei CoC einmal ein Abenteuer überlebt - physisch und psychisch stark lädiert - und haben am nächsten Spielabend uns in einer Klinik/einem Sanatorium auf Cape Cod erholen müssen.

Dabei sind wir vermeintlich - wahrscheinlich aus Langeweile und Paranoia - einer Dämonenverschwörung und verbotenen Experimenten an Patienten auf die Schliche gekommen. Mit Rollator und im Bademantel, noch vorsichtiger als sonst, haben wir dann Ermittlungen aufgenommen.

Erstaunt haben wir am Ende festgestellt, dass es hier keine übernatürliche Gefahren gibt. Die vermeintlichen geheimnisvollen Ereignisse kamen deshalb zustande, da der Arzt und die farbige Krankenschwester eine - damals nicht standesgemäße - Liebesbeziehungen hatten und dies geheim zuhalten versuchten.

Am Ende des Abenteuers waren wir wieder vollständig erholt und hatten gelernt, dass der wahre Horror nicht von uralten Göttern ausgeht.

This comment was minimized by the moderator on the site

Bubba Ho-Tep hat ja gezeigt, dass so ein Setting mit alten, kranken Leuten und übernatürlicher Bedrohung funktionieren kann. ;-)
Aber schön, dass ihr den Spieleffekt noch mal ausgespielt und so die Kampagne noch mal zusätzlich bereichert habt.

This comment was minimized by the moderator on the site

Hach, es waren lange 28 Tage..
Hui, bei der Folge dachte ich schon, die habt ihr extra für mich gemacht, dafür habe ich schon Mal eine positive Erwartungshaltung.

My little Pony: Töchter haben schon fasziniert berichtet - die Epoche von Prinzessin Celestria und den Mane Six mag sie aber lieber. "Die ist doch für die Ewigkeit!?!"

Dune - danke für die Rezension.
Ich kann den Effekt zwischen Firm und wieder Kino ganz gut trennen, da gerade unser kleines Kino in der ex-Kreisstadt in Sachen Hygiene-Konzept da besser aufgestellt ist, als manche der Kinos in der Großen Stadt. Daher war ich mit den Töchtern schon vorher Mal im Kino.
Aus dem Film ging ich wenig gehypte und nachdenklich raus, so dass ich den Film erst Mal mental bewerten musste. Da letzte Mal hatte ich diesen Effekt bei "Den Gefährten" - also eher ein sehr positives Zeichen. Die Stelle für den Cut habe ich so nicht gesehen, hatte da aber zu sehr den ScyFy-Channel Drei-Teiler im Kopf mit dem Cut des ersten Teils.
Auch bei Rebekka Ferguson / Lady Jessica hatte ich einen anderen Eindruck, aber ich gucke die Schauspielerin auch gerne an und mochte ihre Aussagen wie "sexy und empowered" sie sich durch den eher androgynen Destillanzug fühle. Und Herzog Leto nahm ihr ja auch das versprechen ab "Paul mit allen Mitteln zu schützen - nicht nur als Mutter, sondern auch als Bene Gesserit" - da fand ich schon ziemlich überdeutlich.
Aber ich weis nicht, ob der Film für sich alleine einen ordenlichen Handlungsbogen (Paul nimmt seine Rolle an und tötet symbolisch das Kind in sich?) besizt, er benötigt definitiv noch einen Dune Teil 2

Zum Thema Heilung: packe ich in den nächsten Post....Mittagspause...

This comment was minimized by the moderator on the site

Kurzer Nerd-Rage: Herr der Ringe - Wetterspitze:
Fünf Nasgul - mehr waren da nicht. Ich lese es aber auch dank euch nun noch Mal genau nach, ob mir da nicht Peter Jackson falsche Bilder ins Hirn gepflanzt hat.
Und die Aussage, das dies keine Kampfsituation war, würde ich erst Mal sooo auch nicht unterschreiben.

Heilerspiel: Im Gespräch auf Magabotato habe ich ja mit Michael schon mal klar gestellt, dass mich 20 Jahre darstellendes LARP-Heilerspiel (inklusive gespieltem akademischen Dozententum und Dickfisch-Gehabe) sehr vom RPG-Heilerspiel abgebracht haben. Ich mag trotzdem das Spiel dieser Unterstützer und Ermöglicherrolle.
Ich bin dieses mal sehr entsetzt, wie mechanisch Michael das Heilerspiel betrachtet. Wahrscheinlich fällt es mir nur die intensive Beschäftigung hier nur mehr auf als sonst. Es ist einerseits erschreckend wie er eine dramatische Handlung in Regelbegriffe "banalisieren" kann - umgekehrt biete es einen Einblick in die Methode, wie man narative Entwicklungen in eine Regelmechanik gießen kann.

Festhalten können wir: "realistische" Heilung macht (mir) in keinem Rollenspiel Spaß. Daher bin ich nun nicht so sehr der Freund von Seelenheilkunde. Auf der anderen Seite: Wenn man mit einem Würfelwurf einem Armbruch oder gar eine Sepsis (woran man auch heute noch ohne Intensivmedizin stirbt) kurieren kann, kann man das auch mit Traumata oder anderen Dingen tun. Auch sollte Heilung keine Spielverhinderung sein, sondern Spielermöglichung oder dramatisches Potential.
Blöd ist, wenn durch Mangel an Heilkunde das Spielrecht eingeschränkt wird. Daher bin ich kein Freund von "Seuchenplot", wenn diese ein bestimmtes Spiel erzwingen. Also entweder kleine Krankheiten für den comic relief oder dramatische Spannung oder den Abenteueraufhänger. Von daher ist mir daher das Einschränkungen/Konsequenzen-System von Fate ganz sympatisch geworden.

...mehr evt. später, Meeting.....

Was nehme ich aus diesem Podcast mit?
Ideen wie man mehr Risiko statt Ressourcenmanagment ins Spiel bringen kann.
Anregungen mal mehr Überlebensspiel mit reduzierten Ressourcen auszuprobieren

PS: Nach-Teil: Pusten, Reiben und Kinderreim hilft gegen beinah alles außer Autoimmun-Erkrankungen und offene Brüche. 100% Subjetive Lebenserfahrung des Heiler-Papas. Eine Barden-Bekannte, heilte tatsächlich mit "Heile, Heile, Segen....."

This comment was minimized by the moderator on the site

Ich habe die Dune Bücher nicht gelesen und die alter Verfilmung das letzte Mal vor Ewigkeiten gesehen und auch wenn ich zum Teil nicht die geringste Ahnung habe, worüber ihr gesprochen habt, hat mich die Art und Weise sehr unterhalten

Zur Heilung bzw. Krankheiten:
Krankheiten eignen sich auch wunderbar, um Spieler-Charaktere bei wechselnden Meistern zu parken. Sollte nur nicht zu oft vorkommen.

Ach und der Nach-Teil ist einfach göttlich. Definitiv das Podcast-Highlight des Jahres.

This comment was minimized by the moderator on the site

Tatsächlich hatten wir beide das "Baumfieber" auf dem Zettel, sind aber nicht dazu gekommen. Baumfieber nannten wir die mysteriöse Krankheit, die Leute immer mal wieder befällt und dazu sorgt, dass sie zwar quasi unsterblich sind, aber von allen ignoriert werden, obwohl sie geistlos mitlaufen. Aber da wurde Krankheit ja eher als comic relief Erklärung innerhalb der Welt für abwesende Spieler genutzt.

This comment was minimized by the moderator on the site

Endlich wieder DorpCast!

Heilung ist meiner Erfahrung nach auch ein wichtiger Indikator für die Spieler dazu, welche Probleme überhaupt lösbar sind.
Das macht sich vor allem in der Science-Fiction bemerkbar, die ihr irgendwie so gar nicht anspracht. Wenn die Spielwelt phantastisch ist (auch wenn sie Raumschiffe enthält), ist die Erwartungshaltung einfach eine ganz andere, als wenn sie naturalistisch harte Science-Fiction ist.
In einer butterweichen Sci-Fi-Welt, in der es bspw. eine Lebenskraft gibt, die man entziehen oder übertragen kann; wenn da eine Figur todkrank ist, dann muss man auf den Planeten X, um das magische Heilmittel Y für sie zu holen.
Ist die Welt etwas härter, muss man das Heilmittel Y dem korrupten Konzern Z stehlen, der er nicht für bezahlbare Preise rausrücken will. Das Heilmittel ist also nicht magisch, sondern hochtechnologisch und erfordert daher Forschung. (Natürlich könnte es auch von einem guten Konzern weit verteilt werden, aber dann gäbe es ja keine Handlung.)
In harter Science-Fiction wird eine todkranke Figur einfach sterben. Und man kann nicht das Geringste dagegen tun. Dann muss sich die Figur überlegen, was sie mit der Zeit macht, die ihr verblieben ist. Das ergibt ein sehr viel existenzialistischeres Spiel. (Weswegen ich diese Option auch bevorzuge.)

This comment was minimized by the moderator on the site

Mhm, ich weiß nicht, ob es notwendig ist, da eine Trennung zwischen Fantasy und SciFi zu ziehen. Zum einen ist genug SciFi, selbst harte, ja mit quasimagischen Fähigkeiten gesegnet, um Dinge zu erklären. Und ob das Todeskommando unheilbar kranker Soldaten nun ihr letztes Hurra gegen Orks mit Schwertern oder Insektenhybriden mit Lasergewehren haben, ist ja eher eine Frage des Grits / Realitätsnähe des Settings als SciFi oder Fantasy. Ich lese gerade das neue Savage Wolds Superheldenkompendium und trotz der enorm hohen Kompetenz der Charaktere, wird Todkrank tatsächlich als neuer Nachteil für diesen Bereich eingeführt.

This comment was minimized by the moderator on the site

ich glaub, ich hab das nie gesagt, aber ...

Danke!!!! (Verweis: Terry Pratchett)

Ich hoffe es geht euch gut, bleibt bei euch, was auch immer das heißt.

Bis zur nächsten Folge.

There are no comments posted here yet

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Share Your Location