DORPCast 190: Notizbuch, App und Stickerkarte – Gedanken über Kampagnenmanagement

Hallo zusammen!

Es ist ein Teil des Hobbys, der so selbstverständlich erscheint, dass er zu oft nicht die Aufmerksamkeit erhält, die er verdient: die Kampagnenverwaltung. Ob nun als Spielleiter oder Spieler, ob digital oder analog, Michael und Thomas sprechen heute mal über ihre Erfahrungen, Techniken und Theorien rund um diesen ziemlich Themenkomplex, der in einer einzelnen solchen Folge gar nicht vollständig zu behandeln ist.



Davor gibt es Themen vor dem Thema, Feedback und Medienschau, ebenso wie ihr wie immer weiterführende Links, Infos und Timecodes unten in den Shownotes finden können.

Viele Grüße,
eure DORP


Episode 190 – Notizbuch, App und Stickerkarte – Gedanken über Kampagnenmanagement
00:00:00 Cold Open
00:01:05 Intro
00:01:36 Feedback-Schleife
00:03:28 Wir freuen uns natürlich immer über (gute) Bewertungen :)
00:04:00 Vorgewarnt: Thomas macht Urlaub, nächster DORPCast nicht in zwei, sondern vier Wochen
00:04:38 Medienschau: Peninsula
00:08:04 Medienschau: 12 Minutes
00:13:04 Medienschau: Boss Level
00:14:40 Medienschau: William Gibson – All Tomorrow's Parties
00:19:22 Sonstige Themen vor dem Thema (haben wir nicht)
00:20:03 Zum Thema!
00:20:26 Apps, Programme, Onlinetools
00:21:30 Kollaboration
00:23:07 Wikis und geteilte Dokumente
00:25:39 Okay, was nutzen *wir* denn wirklich?
00:27:30 Halten wir schon mal einen Nutzen fest!
00:29:00 Die Verwaltung von ausgegebenen Informationen
00:29:53 Thomas ist weiter analog
00:32:38 Eigene Notizen *müssen* nicht für andere Leute verständlich sein
00:34:27 Wenn sich ohne Notiz eh keiner dran erinnern würde, ist es dann relevant?
00:36:00 Relevanz in Abgrenzung zu der Idee mit dem Wiki-System
00:37:13 Kampagnendokumentation als Spieler
00:38:59 Ein Questlog
00:41:13 Herausfordernde Dokumentation
00:41:54 Landkarten als visuelle Dokumentation des Erlebten
00:44:52 Ist die Textebene überschätzt?
00:45:27 Spielerverwaltung
00:49:02 Hilft designierte Autorensoftware?
00:51:47 Ein Mission Statement definieren
00:54:45 Thematisch soweit rund
00:54:57 Sermon 3.6
00:55:42 Adieu

Aus der Medienschau
12 Minutes
Boss Level
Gibson, William: All Tomorrow's Parties
Peninsula

//Hinweis: Alle Amazon-Links auf dieser Seite sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Michael zu Gast beim Brettspiel-Podcast
Hier geht's zu Michaels externem Gastspiel

Der in der Medienschau zitierte erste Satz aus All Tomorrow's Parties zum Nachlesen
„Through this evening's tide of faces unregistered, unrecognized, amid hurrying black shoes, furled umbrellas, the crowd descending like a single organism into the station's airless heart, comes Shinya Yamazaki, his notebook clasped beneath his arm like the egg case of some modest but moderately successful marine species.“
- Gibson, William: All Tomorrow's Parties. London: Penguin 2000, S. 1.

Die in der Folge erwähnte Schreibsoftware …
ist Scrivener.
Die erwähnte, teurere Programm, mit dem auch Thomas keine Erfahrung hat, ist Papyrus.
World Anvil wird auch noch name-ge-dropped ;)

Das von Thomas erwähnte Notationssystem für Plotverläufe …
Mindmap Beispiel…sieht in der Praxis so aus.
Ist schon einige Jahre alt, war ein Abenteuer rein für eine Dracon und spoilert daher einfach mal gar nichts.

Kampagnentagebücher
  • Kees Tagebuch: Das erwähnte Earthdawn-Kampagnentagebuch findet ihr hier bei uns.
  • Die Notizen des Frank Schwarz: Das erwähnte Hunter-Kampagenentagebuch findet ihr hier.
  • Roadside Attractions: Das erwähnte Unknown-Armies-Tagebuch findet ihr hier.
  • Die Magus-Fragmente: Erwähnenswärt wären auch dieser Download, der gleich zwei Kampagnentagebücher (eines davon zu der Magus-Runde, von der Thomas immer redet) beinhaltet – das gibt es hier.
  • So Help Us God – Sleepwalkers in the American Dream: Und hinter diesem sperrig-prätentiösen Titel verbirgt sich das einzige Kampagnentagebuch aus Spielleitersicht, was wir bei uns online haben – hier entlang.

Beachtet bitte, die Dinger sind alt – also so „15 bis 20 Jahre“ alt. Wie wir immer wieder sagen, wir machen das schon eine Weile und es wäre ja schlimm, wenn man es nicht merken würde … aber denkt dran. Die Dinger sind alt.

Zur Klarstellung …
Die von Thomas kryptisch beschriebenen D&D-Zauberkundigen mit „mindergeist-haften“ Nebeneffekten sind natürlich Zauberer der Geschmacksrichtung Wilde Magie. (Sorcerer mit Ursprung Wild Magic für die Englischregelnden unter euch.)

Und noch ein Hinweis
Der GfR, der Verein der u.a. viele Jahre hinter der Feencon und anderen Events steht, befindet sich in einer finanziellen Notlage und bat uns, darauf hinzuweisen. Uns erreichte der Hinweis leider so spät am gestrigen Samstag, dass wir es nicht mehr in die Folge gepackt bekommen haben, aber wenn ihr euch da informieren möchtet – hier geht es zur Spendenkampagne.

//Mäzenatenschau-Musik: Dan Lebowitz – Tiptoe out the Back
//Der DORPCast gibt die Privatmeinung von Michael und Thomas wieder.

Kommentare (22)

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Also eine Singularität braucht man nicht planen, sie ist je nach Sicht das Nebenprodukt oder der Prozess des Aufkommens einer selbstoptimierenden Künstlichen Intelligenz. Müsste eure Dorp-KI eigentlich wissen - gleichzeitig erklärt das, warum wir uns trotz der Existenz dieser KI nicht in einer Singularität befinden.

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Oh ihr Lieben <3
Eine Folge wie für mich gemacht, auch wenn ich nicht leite, sondern nur Spieler bin.
Ich bin bei uns in allen Gruppen diejenige, die die Abenteuer, NPC und ihre Namen, Handouts etc. verwaltet.
Teils sind auch die meisten Charbögen bei uns, bietet sich aber auch an, weil wir immer bei uns spielen.
Jeder Charakter hat ein Heft wo aufgeschrieben wird was passiert ist (mal mehr, mal weniger ausführlich^^), Handouts werden eingeklebt, Gruppenitems verwaltet.
In einer Runde (Monster Möppen, höhö) haben wir ganz Supernatural like nen Bunker und wir spielen in New Orleans - neuste Errungenschaft für diese Runde ist ne laminierte Stadtkarte auf der wir alles wichtige einzeichnen.
Ich hab unglaublich viel Spaß dabei, das alles in meiner Hand zu haben. Wenn ich aber mal keine Lust hab, muss jemand anderes auch mal mitschreiben und ich hol das Ganze in der nächsten Sitzung auf.
Weil ichs in nem anderen Kommentar grad gesehen hab: Um wichtige Dinge zu markieren benutz ich tatsächlich ganz stumpf verschiedene Farben.
Als wir noch aktiv die Splitterdämmerung als mehr oder minder Kampagne angefangen haben, hab ich sogar eine Namensliste angefangen.
Ich geb mir also schon Mühe mit dem Quark xD
Mittlerweile haben wir aber auch die Vorzüge von Discord für uns entdeckt zum verwalten, gerade was Charakterbilder, zugehörige NPC z.B. bei Vampire die eingekauften Verbündeten oder einfach Stadtrelevante Sachen angeht.
Das ist tatschlich aus dem Onlinespiel entstanden, aber doch ganz hilfreich und jeder von uns hat Zugriff darauf.
Was den Plot angeht, bleib ich aber bei handschriftlichen Notizen. Den Notizbüchern hab ich abgeschworen, waren mir alle zu unhandlich (auch wenn meine Sammlung noch so einige umfasst xD), ich bin zu ganz normalen Schulheften übergegangen.
Klappt für uns ganz gut und unser SL fürs Monster möppen muss sich nicht viel aufschreiben (er weiß auch nie so genau was eigentlich passiert, wenn wir anfangen zu spielen ;P große Vorbereitung ist nicht, vorallem weil wir spielen wenn mindestens 3 von mittlerweile ich glaube 9 Leuten da sind)

Ihr seht, wir haben so ein paar Runden und die spielen wir mal mehr und mal weniger regelmäßig, da hilft uns das doch alles sehr. Und ja, die anderen Spieler sind froh, wenn sie nicht mitschreiben müssen xD
Über Wikis und co. hab ich noch nie nachgedacht, denn ich gehe davon aus, das sich das eh keiner durchlesen würde ausser mir. Auch den Plot nochmal erzählerisch zu schreiben oder ihn auch nur abzutippen und zu versenden spar ich mir. Das würde sich nämlich auch keiner nochmal vorm spielen anschauen, ich kenn doch meine Pappnasen

In diesem Sinne, ich hab euch gern, hoffentlich auf bald mal wieder, schönen Urlaub und bleibt mir gesund <3

Die Debbie

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Und zu der lustigen Kopfbedeckung von Michael beim Pizza bringen: Lustige Kopfbedeckungen geben immer sonder AP!

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Nachdem Thomas ja so ein Fan von Papiernotizbüchern is:
Hat er denn auch ein System wie man in diesen wieder etwas findet ohne sie jedesmal komplett durchlesen zu müssen? Denn das fehlen von Strg-f in diesen ist irgendwie mein größtes Manko dass ich damit habe.

(Oder jemand anderer. Thx für jeglichen Input.)

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Moin!

Ein bisschen zwischen Tür und Angel, entschuldige daher den Telegramm-Stil meiner Antwort:
- Inhaltsverzeichnis
- Handgeführter Index (einer der Gründe warum ich Leuchtturm1917 inzwischen vor Moleskine vorziehe: die haben ab Werk Seitenzahlen)
- Klare Überschriften
- Farbliche Codierung beim Text (unterschiedlichfarbige Tinte, Textmarker etc.)
- Nicht einfach chronologisch alles notieren, sondern vorab Themengebiete (wie Kapitel, nur mit Luft zum wachsen) abstecken
- Optional diese Themengebiete im Buchschnitt farbig markieren
- Reduktion bei Notizen auf wesentliche Informationen
- Oftmals sind Stichworte schneller zu überfliegen als Fließtext
- Konsistente und für dich intuitiv sinnvolle Struktur der einzelnen Beiträge.

Nicht alles davon nutze ich, nicht alles nutze ich immer, aber das wären so erste Gedanken aus der Hüfte.

Ich meine, hey, wir hatten auch mehrere tausend Jahre Kulturgeschichte vor Strg+F

Viele Grüße,
Thomas

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Ein Tool, über das ich in der letzten Zeit immer wieder gestolpert bin, ist "Obsidian". Es ist ein Tool, mit dem man "Markdown" Dateien verwalten kann und was eine sehr schöne Option hat Vernetzungen in den Dokumenten anzuzeigen.
Das Tool selbst ist für den privat gebrauch kostenlos und benutzt nur Klartextdateien auf dem lokalen Rechner, kann von daher mit GDrive oder OneDrive o.ä. synchronisiert werden. (Die Handy App unterstützt den Sync mit GDrive)
Die Firma bietet auch einen eingebauten (verschlüsselten) Sync an der dann eine monatliche Gebühr kostet. Wenn man noch etwas mehr bezahlt, kann man das Ganze auch bei denen als eine öffentliche Webseite hosten (kostet dann noch ein bisschen mehr).
Ich habe es bisher noch nicht für Rollenspiele verwendet und nur für die Projektplanung und Dokumentation von anderen Dingen wie Softwareentwicklung. Hier gibt es etliche hilfreiche Plugins, die miteingefügt werden können.

Ein Riesenvorteil, vor allem für länger laufende RPG Kampagnen, ist das die Dateien und die Struktur selbst ohne das Programm noch lesbar sind. Ich hatte schon ein paarmal das Problem, das ich an ein einige Dateien heute nicht mehr oder nur noch schwer rankomme, wenn ich noch mal was nachlesen will.

Hier ist jemand der einmal Dynalist und Obsidian gegenüberstellt für seine D&D Vorbereitungen.

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Danke für den Hinweis und die nähere Erläuterung! Obsidian hatte ich auch in meiner Liste gesehen, aber es sagte mir bisher gar nichts.

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Hallo,
vielen lieben Dank für den Shoutout, Thomas. Du hast das genau richtig gesehen. Ich bin neu dabei.
Genau genommen höre ich euren Podcast seid etwa 2 Monaten. Ich bin eigentlich überhaupt nicht der Typ für Hörspiele oder Podcast, weil ich schneller lese, als Bücher vorgelesen oder Themen diskutiert werden. Aber da ich in den letzten Monaten zu Renovierungen gezwungen wurde, bin ich bei euch gelandet. Allerdings hasse ich es Dinge NICHT in chronologischer Reihenfolge durchzugehen (seien es Bücher, Filme oder eben Podcast-Folgen). Ich habe mich also durch 98% (ein paar Con-Folgen habe ich zu beginn rausgelassen) der Folgen in chronologischer Reihe gearbeitet und kann euch einfach nur ein großes Lob aussprechen. Dieses unfassbare Durchhaltevermögen und die Disziplin, die ihr habt, ist wirklich beeindruckend. Sich ein Projekt überlegen, kann jeder, es anfangen auch, mal etwas daran tun, ebenfalls, aber es über JAHRE hinweg mit der hohen Regelmäßigkeit, die ihr habt, fortsetzen... Da ziehe ich meinen Hut, setzte ihn wieder auf und ziehe ihn gleich noch einmal. Weiter So!

Außerdem finde ich es einfach toll, welche Struktur ihr eurem Podcast gegeben habt, plus wie ihr das Ganze angeht. Ich stehe total auf Rollenspiel-Theorie und habe auch in andere Podcasts zu diesem Thema rein gehorcht. Allerdings kam ich dort häufig an den Punkt, meine eigene Spielweise und die meiner Gruppe zu hinterfragen, weil diese Podcasts mir (auch wenn stets betont wurde, dass es nur die eigene Meinung wäre) vermittelten, ich würde „falsch“ spielen, auf eine Weise spielen, wie es gar keinen Spaß machen könne. Bei euch habe ich das überhaupt nicht. Ich habe aber keine Ahnung, warum dem so ist. Immerhin habt ihr klare Prioritäten und Vorlieben und benennt die auch. Ich kann es nicht erklären, warum es sich bei euch anders anfühlt... Und das obwohl ich in meiner mittlerweile 16 Jahren Rollenspiel-Historie primär DSA 4.1 mit Ausdauer-Regeln gespielt habe ^^.
Aber noch mehr. Dank dir, Michael, verstehe ich meinen Mitspieler, dem es vor allem um Optimierung geht, so viel besser. Wir kamen zwar schon immer klar miteinander, dennoch habe ich durch dich ein viel besseres Verständnis für diese Herangehensweise an das Hobby bekommen.

Aber zur Folge.
Tatsächlich benutze ich auch Scrivener und das in der Microsoft-Variante, die ebenfalls extrem gut ist. Ich kann das Programm all denen wärmstens ans Herz legen, die sich gerne übersichtlich organisieren. Ich nutze es sowohl für Abenteuer- und Kampagnenplanung wie auch Charakter-Verwaltung.
Das Programm bietet eine sehr einfache und extrem übersichtliche „Organisationsstruktur“, die förmlich wie dafür gemacht ist, Datenmengen zu verwalten. Man kann sogar interne Links setzen, so dass etwa NPCs in den Abenteuernotizen mit der Notiz über diesen einen bestimmten NPC (Werte, Aussehen, Bedeutung, etc.) verlinkt werden können und einen schnellen Zugriff ermöglichen.
Besonders gerne nutze ich Scrivener aber für meine Warhammer 40K Deathwatch Space Marines. Jede Waffe und Ausrüstung bekommt ihr eigenes Textdokument und kommt in den Ordner „Ausrüstung“. In diesem wiederum gibt es einen „Reserve“-Ordner. So kann ich genutzte Ausrüstung, die ich bei der nächsten Mission vielleicht nicht habe, in die „Reserve“ verschieben und muss mir dir Infos zu den Werten der Ausrüstung nicht jedes Mal aus dem Regelwerk neu heraussuchen, sondern die entsprechende Ausrüstung ausschließlich im System in den Ordnern verschieben.
Natürlich könnte ich die entsprechenden Werte auch auf Zettelchen niederschreiben und mich auf diese Weise organisieren, aber digital finde ich es übersichtlicher. Außerdem sind Zettelchen schnell verloren. Das bedeutet natürlich, dass ich den Laptop beim Spielen am Tisch neben mir habe... Allerdings hat sich noch keiner der anderen darüber beschwert und er ist auch recht klein, so dass ich nicht den Abend über hinter einem Bildschirm verschwinde.

Für alle Technik-Freunde, die Wert auf Organisation, Struktur und Übersichtlichkeit legen, kann ich das Programm wärmstens empfehlen.

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Hooray, I'm usefull!
Danke für das Lob. Der Dorpcast war ja erstmal eine Idee, wie Thomas und ich noch Dinge zusammen rollenspielerisch umsetzen konnten, nachdem ich wegen meines Jobs bei Ulisses nach Hessen gezogen bin. Dann haben wir auch Thomas eingestellt. Jetzt ist er mein Chef. Aber der Cast läuft privat durch. ;-)
Das mit dem "falsch" spielen ist auch schlimm und wir versuchen zumindest mit entsprechendem intrinsischem Blick auch darauf zu achten, verschieden Aspekte zu beleuchten. Also nicht nur zu sagen, wieso A oder B gut oder schlecht sind, sondern für wen und wieso. Thomas und meine Fluff versus Crunch Standpunkte sind ja durchaus im Gespräch auch schon mal gerne überhöhter, damit wir eben auch die unterschiedlichen Standpunkte klar machen können. Das ist aus meiner Sicht auch für uns und die Zuhörer gewinnbringender als kooperatives Bashen und Hochjubeln (was auch seinen Platz hat hier und da).

Diese Ausrüstungskarten und Reserve hatte das John-Sinclair-Abenteuerspiel tatsächlich analog genau so.

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Ach ja, ganz vergessen: Geteilte Arbeit oder Dokumente etc. habe ich bisher nicht erlebt. Habe es aber auch nicht vermisst.

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Wie gesagt, es ist auch sicher nichts für jede Runde. Es gibt ja genug Runden in denen das Gefälle des Weltenbaus und der Arbeit zwischen Spielleitung und Spieler von beiden Seiten so gewollt ist. Es kann nur eine Bereicherung sein, wenn alle Beteiligten Spaß dran haben und es auch so wollen.

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Sehr interessante Folge, vielen Dank dafür!
Thomas' Gekritzel ist wirklich super. So einen Ablauf mache ich auch, ich brauche aber immer die Möglichkeit, ein Abenteuer auf Papier wachsen zu lassen. Egal ob es ein gekauftes oder ein ein eigenes ist. Wenn mir beim Gassi gehen, Radfahren oder einfach vor sich hin sinnieren eine Idee kommt, wird sie aufgeschrieben. Einfach damit sie aus meinem Kopf ist. Es ist meist ein wachsendes Pages-Dokument, dass via iPad und Web gefüllt wird. Auch sehr klassisch mit Punkten/Unterpunkten pro Ort/Kapitel/Wasauchimmer um es leichter wiederzufinden. Ist am Ende gar nicht viel und natürlich sind die meisten Notizen nutzlos weil es es wieder anders läuft und sie durch spontane Dinge ersetzt werden.
Dazu gibts immer eine Namensliste und nach der Runde tippe ich normalerweise einen 2-Zeilen Rückblick zusammen.

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Wo veröffentlichst du denn diesen Rückblick? Nutzt ihr ein gemeinsames Forum / Discord / Whatsapp-Gruppe für die Kommunikation solcher Inhalte?

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Hallo zusammen,

puh, das ist ganz unterschiedlich. Mein Spielleiter für die Phileasson-Runde schreibt da nichts auf. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt in den Whatsapp-Chat die Ereignisse festzuhalten weil wir nur alle Jubeljahre mal spielen und sich dann keiner dran erinnern kann was das letzte mal war.

Bei der 7 Gezeichneten Runde führe ich ein Wiki, in dem zwar prinzipiell jeder Mitspieler sich beteiligen kann, aber meistens ist es nur einer, der dann nochmal Korrektur liest. Ist für mich okay, da ich das eher als SL für mich anlege um den Überblick zu behalten.

Bei der Vampire-Runde mit jährlich wechselnden Spielleitenden hatte ich als erster SL auch ein Wiki angelegt, da es mir für die anderen SL als hilfreich vorkam, eine gemeinsame Wissensbasis zu haben. Leider beteiligt sich da kaum einer dran und auch ich habe meine Arbeit daran größtenteils eingestellt. Die vierte SL jetzt hat zumindest mal Handouts hochgeladen. - Dafür führen die meisten Spieler eine Art Ingame-Tagebuch. Das hilft auch.

Insgesamt kann ich Thomas nur zustimmen: Da passiert von Spielerseite selten viel. Auch die begeistertsten Spieler die immer wieder fragen wann wir weiterspielen beteiligen sich kaum an Wikis oder ähnlichen Aufzeichnungen. Wobei ich mir für OneShots auch keine Mühe mache viel mitzuschreiben. Das lohnt sich mMn nur wenn man länger in einem Setting spielt.

Viele Grüße
Thomas der Zweite

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Bei deiner Whatsapp-Nennung fällt mir ein, dass ich für unsere D&D4-Runde damals ein Twitter-Konto angelegt hatte, um aus Sicht meines Goliath-Wardens für jedes Encounter einen kurzen Tweet abzusetzen ... das war auch eher obskur.

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Hi zusammen,

wird mal wieder Zeit^^

Intressante Folge, bei mir sieht es beim Mitschrieb in der Kampange genau so aus wie bei Thomas ich schreibe auch alles auf Blättern auf mit Strichen und Pfeilen und möglichen Wege und Optionen. Etablierte NSC mit Namen und Marotten ( auch wenn ich dann manchmal in meinen Eigenen Aufzeichnungen nichts mehr finde) und trozdem passiert es mir manchmal das ich Namen verwechsele oder was durcheinander werfe als Spielleiterin - was mich selbst glaub ich am meisten Maßlos ärgert. Bei der Folge ist mir z.b. auch Siedendheiß eingefallen das ich bei meiner D&D Kampange ( und ja ich glaube schon das noch viel Kampangen gespielt werden, ich kenn es schon so das es meistens so 7 bis 15 Abenteuer gespielt werden.) eine Spielerin zwei Löwenbabys mitgenommen hat *kopfpatsch* die ich natürlich vergessen habe, und sie auch...
Ich arbeite auch relativ wenig mit Onlinetools am Tisch und mir reicht schon die Bedienung von R20 als SL das mir das nebenher Mitschreiben oder ein paar Stichworte hinterher einfach leichter von der Hand gehen. Mir trängt sich mal wieder die frage auf ob man ein halber Autor sein muss um ein guter SL zu sein? Den das bin ich definitv nicht, ich versuch eigentlich immer eine Gewisse abwechslung zu haben aber außer die NSCs halbwegs Glaubwürdig darzustellen (was ich mir einbilde ganz gut gelingt) find ich es immer noch ultra schwer - ich hab bisher nicht so die Spieler die sich mega einbrigen was sie aber eigentlich auch nicht müssen da ich ganz ehrlich gesagt mehr als 3Zeilen hintergrund Geschichte auch nicht lese und mir meistens auch nix einfällt wie ich es in der Geschichte verweben kann ( ich leite Ausschließlich Kaufabenteuer). Da ich ab und zu die Gewohnheit habe zu viele Infos auf einmal raus zu Hauen schreib ich ab und zu schon noch mal so Zusammenfassungen für die Spieler ich find das nicht schlimm und löst auch weniger betretens Schweigen aus weil sich sowieso keiner mehr dran Erinnern kann. Ich glaub das ist auch nicht so schlimm wenn man nicht so arg Immersiv spielt. Klar manchmal ist es schon traurig wenn man dann beim Anfang der Runde feststellt das einige Spielerinnen nicht mal geschafft haben diese kleine Zusammenfassung zu lesen, aber naja so isses halt. Blöd find ich dann halt wenn die Spieler Sachen vergessen, wie z.b. das sie XY etwas versprochen haben und sie nachher die Konsequenzen treffen angefressen sind - also dafür kann die SL dann auch nix. Als Jahrelange Spielerin mache ich mir tatsächlich erst Notizen seit ich selbst Leite weil ich jetzt erst verstehe was es heißt einen vernüftigen Plott zu haben. Ich war vorher tatsächlich immer ehr Schreibfaul und hab mir nur Ehrenwerte Gegner und Loot aufgeschrieben aber ich hatte auch jemanden in der Runde der Agribisch mitgeschrieben hatte. Ja diese Mitspielerin hatte dann auch ihre ganz eigene und intensive Story mit dem Spielleiter in der sie Quasi ihre eigene Geschichte bekam die sehr Ausgeufter ist, aber das war auch ok da sie sich am meisten dafür Angestrengt hat. Die werte von Spielercharakteren merke ich mir auf gar keinen Fall und ich schau da auch selten rein, außer es gibt mal was zu Endecken. Zudem kommt sowieso jedesmal der Hinweiß wenn etwas mal nicht Endeckt wird - "du denkst aber dran das ich Passive Wahrnehmung 25 habe" - "jaaahaaa" ^^. Im übrigen wird in den wenigstens Fate Runden das selbst gestallten des Plots übermäßig Eingesetzt nach meiner Erfahrung. Schönen Urlaub Thomas und gute Besserung! ( Wer hat da KI gesagt im Discord? Ich raste aus - es gibt noch keine KI !11!!1 ;-) )

Liebe Grüße
Sabrina

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Tierbegleiter im Rollenspiel zu vergessen ist aber so dermaßen alltäglich, dass es dazu ja einige Comics gibt :-D
Aber danke auch nur mal für deine Erfahrungen hier und vor allem, wie wichtig auch der Perspektivwechsel von der Spielerin zu Spielleitung war und ist. Wenn man nur spielt, kann man ja gar nicht erfassen, was man dafür alles in entweder vorbereitet haben muss oder entsprechend so Improvisieren kann, damit es sich einigermaßen rund anfühlt. Vortäuschen von Kompetenz um Autorität auszustrahlen ist ja absolut wichtig im Leben und gerade in Führungspositionen. ^^

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Interessantes Gespräch, ich dachte anfangs, dass das Thema eher ausschließlich in die Richtung Onlinetools etc. gehen würde.

Wir führen für unsere Figuren, die überlebt haben und in den Ruhestand gegangen sind, eine Art weiterführende Minibio, die mit Voranschreiten der Editionen aktualisiert wird (z.B. wenn der frühere Abenteurer, der schließlich den War Wizards von Cormyr beigetreten ist, in der Spellplague dahingerafft worden ist.

Da wir über die Jahre immer Mitglieder einer freien Abenteurer-Kompanie geführt haben, führen wir auch Buch, was wir über die Abenteurergenerationen so angestellt haben. Wo haben wir uns einen guten Ruf erworben, wo haben wir uns Feinde gemacht. Letzteres besonders spannend bei Organisationen, die dann auch noch hundert Jahre später Assassinen (Stichwort: Ninjas :-)) schicken können.

Aber auch für "unsere" Forgotten Realms führen wir eine Art Weltgeschichte. Denn unsere Taten oder Mißerfolge haben dazu geführt, dass sich "unser" Faerun vom offiziellen Faerun unterscheidet. Beim Übergang zu jeder neuen Edition, besonders von zur 4. Edition wegen des großen Zeitsprungs haben wir zusammen überlegt, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Auch müssen wir immer regelmäßig festhalten, was passiert, falls ein böser Zauberer, der in unserer Welt schon besiegt worden ist, etwas anstellt. Dann tritt das Ereignis nicht oder anders ein bzw. ein anderer böser Zauberer muss gefunden werden.

Der Spielleiter muss halt ggf. bei Kaufabenteuern den Hintergrund anpassen, was bei D&D gut funktioniert.

Das alles führen wir mittlerweile in Form des dtv Atlas für Weltgeschichte stichpunktartig, chronologisch und thematisch gegliedert. Und obwohl wir für unsere Hauptrunde einen festen Spielleiter haben, machen wir das alles kooperativ zusammen. Zu unserem Gruppenjubiläum 2015 haben wir die bisherige Geschichte unseres Faeruns und unserer Abenteuerkompanie layouten lassen und für uns als Minifestschrift drucken lassen. Dann können auch unsere Enkel mal nachlassen, was für Nerds ihre dann wohl mittlerweile stock-konversativ gewordenen Großväter so früher getrieben haben.

Einen Punkt habe ich noch: Werden heute überhaupt noch groß Kampagnen gespielt?

Die meisten Gruppen, die es in meinem Umfeld schon lange gibt, spielen eher nur ein großes Abenteuer und machen sich dann neue Figuren oder spielen verschiedene Systeme bzw. One-/Two-/Three-Shots. So ist es zumindest in meiner Rollenspiel-Bubble. Das ist vielleicht auch einfach eine andere Spielergeneration.

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Ich bin immer noch total fasziniert von dem kooperativen Weltenbau und was alles daraus erwächst. Finde ich super!

Kampagnen werden bis heute gespielt, ja, auf jeden Fall. Bei Pathfinder sind mit den Kampagnenpfaden ja hart quasi vorgegebene Kampagnen mit jeweils neuen Figuren auf Stufe 1 als Spielweise vorgesehen. Bei System mit härterer Progression ist halt irgendwann auch mal ein Ende erreicht, wenn die Charaktere quasi-gottgleich geworden sind. Klein-Kleine-Entwicklungen wie in Das Schwarze Auge ermöglichen aber da wesentlich längere Kampagnen, bis Charaktere "ausgelevelt" sind. Wobei mein subjektives Gefühl das lange Kampagnenspiel mit den gleichen Figuren auch eher nach Aventurien setzen würde. Dort gibt es zwar auch Kampagnen wie Theaterritter und Rabenkrieg, aber die richten sich an eine durchgängige Runde und nicht zwangsläufig frische Charaktere.

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Hallo Michael,
der Vorteil einer kooperativen Weiterentwicklung der Spielwelt ist auch, dass sich die Geschichte dann "realistischer" bzw. "organischer" anfühlt.
Bei einer einzelnen Personen oder einem kleinen Autorenteam wirkt die Geschichte immer konstruiert: Das Ereignis A gibt es nur, weil damit Ereignis B ausgelöst werden soll.
Wenn mehrere Leute ihre Ideen einbringen, gibt es hier viel mehr Wendungen und eben auch Zufallsentwicklungen und lose Enden.
Wir haben einen eher ruhigen Spieler, der aber auch an der Weiterentwicklung "unseres" Faeruns teilnimmt. Da ist für mich immer wundervoll erfrischend, wenn er das Wort ergreift und sagt, er würde jetzt erwarten das dies und das passiert. Oftmals passt dies nicht in die (schon früher) gefassten, aber noch nicht ausgesprochenen Vorüberlegungen unserer Profimetaplotter. Aber die sind dann immer unheimlich dankbar, weil damit ganz andere Aspekte beleuchtet und alternative Entwicklungen, die viel besser passen.
Ich wünsche noch einen schönen erholsamen Sonntag!

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