DORPCast 182: Balancing – aber anders als ihr denkt

Hallo zusammen!

Eigentlich wollten Michael und Thomas „ganz normal“ heute über Balancing reden, doch kamen beide zu dem Punkt, dass die übliche Balance – also schnöde Ausgewogenheit zwischen diversen Zahlenwerten – gar nicht das ist, was sie daran am interessantesten finden. Darum fassen sie das Thema heute auch weiter und reden über die Balance von Spielanteilen, über Spotlights und allgemein die Schwierigkeit, eine ausgewogene Spielerfahrung zu bieten.



Davor gibt es knappe Themen vor dem Thema, ein letztes Mal die bisher gewohnte Crowdfunding-Rubrik sowie selbstredend die Medienschau, sowie natürlich wie immer weiterführende Links, Informationen und Timecodes unten in den Shownotes.

Viele Grüße,
eure DORP

Episode 182: Balancing – aber anders als ihr denkt
00:00:29 Intro
00:01:00 Feedback
00:04:33 Crowdfunding: Die Sonnenküste
00:04:49 Das Ende des Crowdfunding-Segments
00:06:18 Thomas im Stream: Ulisses Verlags-Insight
00:07:39 Medienschau: Invincible
00:13:45 Medienschau: Unbreakable
00:17:59 Medienschau: Outriders
00:25:02 Medienschau: William Gibson – Idoru
00:30:56 Zum Thema
00:32:01 Steigen wir einfach mal ein: Magier vs. den Rest der Welt
00:34:05 Regelumfang und Spotlight-Verteilung im Kampf
00:37:07 Und dabei geht es gar nicht um reine, regeltechnische Überlegenheit
00:37:24 Wenn ganze Spielbereiche zur Unwucht führen
00:38:24 Unterschiedliche Ressourcen zur Charakterverbesserung
00:39:34 Die mentale Leistung der Charakterpflege
00:40:37 Bug oder Feature
00:42:35 Balancing als Ausgewogen der Chance der Spieler, ihre Spielziele zu erfüllen
00:44:12 … aber ist wirklich das Spielsystem dafür verantwortlich?
00:46:49 Ausgewogenheit zwischen Spielwelt und Spielfiguren
00:48:57 Müssen sich NSC an die Regeln halten?
00:50:05 Okay, der Scorp muss erst mal ein großes Challenge-Rating-Ranting loswerden …
00:52:27 Nächster Versuch: Müssen sich NSC an Regeln halten?
00:54:25 Mooks und Schergen
00:55:27 Nochmal: Von der Kunst, eine gut ausgewogene Kampfbegegnung zu planen
00:57:14 Die Schwierigkeit von Proben außerhalb von Kämpfen
00:59:52 Völker, Spezien, Rassen und Klassen
01:02:10 Heute nur erwähnt: Playtesting
01:04:36 Geld und Money Sinks soll heute ebenfalls nicht mehr Thema sein
01:04:55 Balancin: Ja oder Nein?
01:06:37 Wir reden nicht mehr über zufallsbasierte Charaktererschaffung. Außer, dass wir kurz darüber reden
01:08:17 Sermon 3.5
01:09:03 Adieu

Aus der Medienschau
Gibson, William: Idoru
Invincible (Trailer | Amazon Prime)
Outrides
Unbreakable

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Crowdfundings
DSA: Die Sonnenkünste (via Ulisses Spiele)

Außerdem erwähnt …
… haben wir die erste Folge der Ulisses Verlags-Insight, die von Thomas und Björn Meyer bestritten wird und deren erste Folge inzwischen hier bei YouTube online ist.

Und was Idoru angeht …
Ich habe das Gefühl, dass ich da eine Menge in der Medienschau angerissen habe, was vielleicht gar kein Allgemeinwissen ist.
Also: „Holgorafische Musiker“ gibt es in Japan, wie das Beispiel von Hatsune Miku zeigt. Dass man da auf Hochzeitsgedanken kommen kann, ist auch heute keine SciFi mehr, wie das Beispiel von Akihiko Kondo zeigt. Und was die Aussprache von Idoru betrifft (und warum es vermutlich eigentlich „aidoru“ hätte sein sollen), kann ich beispielsweise hierhin deuten.
Last but not least: Wenn meine eigene Aussprache des Begriffs way off sein sollte, sorry dafür. Ich spreche ja auch kein Wort Japanisch und habe nur versucht, nachzusprechen, was das Internet mir zu dem Thema mitgegeben hat.
- Thomas

//Mäzenatenschau-Musik: Dan Lebowitz – Tiptoe out the Back
//Der DORPCast gibt die Privatmeinung von Michael und Thomas wieder.

Kommentare (4)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
This comment was minimized by the moderator on the site

Hi!
Vielen Dank, war mal wieder eine schöne und interessante Folge. Ergänzung zur Ehrenrettung von DCC: Für die Trichterabenteuer (Funnel) benötigt man die abgefahrenen Würfel tatsächlich nicht, was sie schon zu brauchbaren One-Shots macht. Ob einem die hohe Zufälligkeit und auch Tödlichkeit des Systems gefällt oder nicht, muss man natürlich für sich selbst entscheiden.

This comment was minimized by the moderator on the site

Gute Folge.
Balancing ist der wichtigsten Elemente eines Rollenspiel, was aber nicht wirklich jeder Entwickler ernst nimmt.

Shadowrun ist das perfekte Beispiel dafür, wie man ein Spiel mit großartigen Ideen und hervorragendem Hintergrund madig macht, weil das Balancing und der Regelleseaufwand immens ist.
Ich bin bei SR zwei Mal gestorben, weil mein Söldner keine Boost hatte und jeder vor mir dran war. Bis ich (40 Minuten) an der Reihe gewesen wäre, hatte mich schon eine Rakete gekillt ohne dass ich irgendetwas machen konnte.

Gott sei Dank gibt es aber Spiele, welche die Balancing der Spielzeit (wie lang ist jeder in einem Kampf o.ä. dran) und im Spiel (bspw. wie stark sind Kämpfer im Vergleich zu Magiern) gut hinbekommen.

This comment was minimized by the moderator on the site

So - wenn ihr heute schon so "viel" Hauskeeping macht, dann auch Mal von mir was allgemeineres zum Dorp-Cast

1) Danke! Nach wie vor seid ihr der Podcast auf den ich alle zwei Wochen warte, nur um euch sympatischen Chaoten zuzuhören und eure Meinungen zu Gott und der Welt zu erfahren

2) Crowdfunding
Schön, dass ihr diesen Zopf abschneidet. War für mich immer der unnötigste Teil des DorpCast. Newsdruck abzuschütteln ist so befreiend!

3) Invincible und Michaels Lieblings-Comics
So rein gefühlt: Der wievielte Lieblings-Comic von Michael ist das denn jetzt? Nach meiner (trügerischen) Erinnerung, hat er dass doch auch schon über Transmetropolitan und The Boyz gesagt. Ich gucke/höre jetzt aber nicht noch mal alle DorpCasts nach, um meine Behauptung zu unterstützen :D.
Ich selbst bin jetzt nicht der große Comic-Fan, aber die Dekonstruktion des Mediums finde ich schon interessant. Daheim bei mir liegen aber auch nur Watchmen und The Dark Knight Returns (und ein bisschen Order or the Stick....)

4) Medienschau allgemein
Inzwischen habe ich meinen Frieden mit dem Segment gemacht und überrasche mich selbst dabei, wie ich häufiger gezielt noch mal Medienschauen nachhöre oder meiner Ehepartnerin vorspiele.
Da ihr Disney+ und Starz erwähnt: Da ist Firefly und auch Buffy/Angel inzwischen verfügbar. Ihr habt auch letztens mal Veronica Mars erwähnt. Zu allen vier Serien würde mich mal eure (vertiefte) Meinung interessieren, denn gerade Veronica Mars war in Deutschland nicht so präsent, habe ich aber im Orginal sehr gerne geguckt. Und bei Firefly nun endlich die Bildungslücke geschlossen.
Wird es nicht mal wieder Zeit für eine Folge zu einer Serie, so wie "damals" bei Babylon 5 ???

5) zum Thema
Hmm, da seid ich aber echt überall an der Oberfläche drüber geschrammt. In den Shownotes ließt es sich noch schlimmer/unterhaltsamer, da hatte ich schon einiges "befürchtet". Loben muss ich euch dafür, dass ihr das Thema Balance so weit greift und als Chanchengleichheit / Partizipationsvermügen definiert.
Okay, +2 Schaden ist für mich (als FummelPhysiker) jetzt kein Bruch der Spielphysik, NSCs oder Spieler die in der Spielwelt unplausible oder nicht etablierte Dinge tun, schon (Wurfmesser, die sich beim ziehen aus er Scheide automatisch mit Giftbeschichten bei DSA z.B.....schon erlebt....)

Regelkomplexität, bzw. unterschiedliche Komplexität von Regelelementen ist unschön und ein Problem des Regelsystems, für mich aber kein Balancingproblem, solange nicht Außeinandersetzung mit den Regelelementen die wesentliche Ressurce für das Partizipationsvermögen der Charaktere ist. Das Decker in altem ShadowRun schlech in die Gruppendynamik eingebungen waren, ist ein Problem des Spiels, ob die Regeln für Magier und Technomance komplexer sind, eher ein Problem der Faulheit der Spieler. Oder ob man überhaupt komplexe System mag. Zeitgeist, sage ich nur.

Herausforderungen für fähige Charaktere schaffen: Da ist ein komplexes Thema, vor allem wenn man simulationistisch spielt. Irgendwann sind halt Charaktere die Dicksten Fische und dann sollte man sie so behandeln (oder sie erst gar nicht so fähig werden lassen ) Dann noch unerwartete Herausforderungen zu kreieren ist nicht trivial und kann hart an unfair gehen. Statt den 4 initierten Magiern/Kampfadepten vielleicht einfach Mal den Scharfschützen auspacken ??? Vielleicht habe ich heute einen schlimmen Tag, aber irgendwie muss ich an Giftgas denken...

Wiedersprechen muss ich euch beim Thema - 50:50 Herausforderung. Nein! Ich finde nicht, dass dies der Maßstab für eine Probenerschwernis sein sollte. Wenn der bergsteigende Nekromant (irgendwie sind viele DSA Schwarzmagier tatsächlich Bergsteiger!) über die Friedhofsmauer klettern will, bekommt er nur die normale Erschwernis oder muss gar nicht würfeln. Die Herrausforderung bekommt er höchstens beim Freiklettern.
Aber wie schon gesagt: Simulationsansatz, mag die 3W20 Probe (auch wenn ich kein Rollenspiel drum designen würde...) etc. Die Möglichkeit in der alten WoD Würfelanzahl, Mindestwurf und Erfolgsgrad anpassen zu können, fand ich mal charmant, konnte mich aber vom Gegenteil überzeugen lassen. Bin aber auch Mathematik-Statistik/Stochastik-Spieltheorie-affin

In dem zu könnten ihr aber mal über Proben und Herausforderungen sprechen und über die drei Faktoren Drama, Karma, Skill um Ergebnisse zu ermitteln.

6) Anekdote
Klarer Freund von Kaufsystemen. Aber, wenn man lange genug spielt, können auch zufallsbasierte Charaktererschaffung und Steigerung lustige Ergebnisse erziehlen.
In unserer G7-Kampagne waren die durchschnittlichen Charaktere eher begab und hatten schon früh einzelne Spitzen (Die Magierin einen unschlagbaren Magiekunde und Paralü/Versteinern-Wert; der Elf traf jedes Auge etc..) Bis auf unseren halbelfischen maraskanischen Meu...Freiheitskämpfer. Der hatte verwürfelt.
Über etliche Stufen, wurde dies aber durch systematischen Steigern der unterdurchschnittlichen Werte (und dadurch hohe Erfolgsaussichten) ausgeglichen, so dass er am Ende in allen Bereichen jeweils der Zweitbeste war. (Nahkämpfer, Fernkämpfer, Sozial, effektive Magie, Wildnis etc), während sich die anderen Charaktere auf ihren hohen Werten nur noch wenig verbesserten.
Auch das ist Balancing

This comment was minimized by the moderator on the site

Allen denen die Crowdfundings im DORPCast zukünftig abgehen kann ich die (meist wöchentlichen) Crowdfunding-Übersichten auf https://teylen.blog/ empfehlen.

There are no comments posted here yet

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Share Your Location