DORPCast 179: Von wiederkehrenden Widersachern und erzürnenden Erzschurken

Hallo zusammen!

Sie spielen eine große Rolle in der Popkultur und am Spieltisch, aber sie waren noch nie Thema hier – Erzbösewichte. Michael und Thomas nehmen sich heute diese wiederkehrenden Schurken, diese konstanten Widersacher einmal vor und schauen, was da eigentlich am Spieltisch so möglich ist und was eigentlich die Klischees sind, mit denen man da arbeiten kann.



Davor gibt es einige Themen vor dem Thema, inklusive Medienschau, Crowdfundings und ein wenig Philosophie, und natürlich wie immer mit weiterführenden Links, Infos und Timecodes unten in den Shownotes.

Viele Grüße und frohe Ostern,
eure DORP

DORPCast 179: Von wiederkehrenden Widersachern und erzürnenden Erzschurken
0:00:29 Intro
0:00:58 Feedback-Schleife
0:05:53 Crowdfundings!
0:06:00 Crowdfunding: Torg Eternity – Aysle und das Cyberpontifikat
0:06:19 Crowdfunding: Masken des Nyarlathotep
0:07:43 Crowdfunding: Lex Arcana
0:08:13 Thomas zu Gast im Nerdigen und Niveauvollen Trashtalk
0:09:13 Medienschau: Der Prinz aus Zamunda 2
0:12:56 Medienschau: Lovecraft Country (das Buch)
0:17:21 Medienschau: Tiny Dungeons
0:21:20 Medienschau: Lovecraft Country (die Serie)
0:26:34 Zum Thema
0:27:20 Mit Erzschurken wird geredet
0:28:45 Rollenspiel-Antagonisten sind in der Regel Widersacher der ganzen Gruppe
0:29:44 Muss man den Schurken gemeinsam definieren? Michael sagt ja
0:31:04 Thomas sagt nein
0:34:40 Was macht einen guten Schurken zu einem guten Schurken?
0:35:29 Wiederkehrende Schurken brauchen nachvollziehbare Ambitionen
0:36:03 Wenig „dramatische“ Vergehen wie Korruption
0:37:39 Muss der Antagonist den Protagonisten im Machtlevel überlegen sein?
0:39:41 Verräter
0:41:23 Babylon-5-Exkurs: Ist Londo Mollari ein Schurke?
0:41:34 Braucht man für Schurken eine Welt mit Einteilung in Gut und Böse?
0:44:08 Schurken, die man noch bekehren kann
0:44:45 Müssen Antagonisten ein Ende haben?
0:45:33 Schurken bekehren redux
0:47:05 Wie krass muss ein Schurke sein?
0:52:00 Sind Schurken Sache des Standpunkts?
0:52:52 Wenn die Grenze zwischen Held und Schurke diffus wird
0:55:51 Der Modelltyp der Asterix-Piraten
0:57:26 Sind wiederkehrende NSC schwierig?
0:58:09 Ein Fazit?
0:59:10 Sermon 3.5
0:59:50 Adieu

Aus der Medienschau
Der Prinz aus Zamunda 2 (Trailer | Amazon Prime)
Lovecraft Country
Ruff, Matt: Lovecraft Country
Tiny Dungeons

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Crowdfundings
Torg Eternity – Aysle und das Cyberpontifikat (via Ulisses Spiele)
Masken des Nyarlathotep (via Pegasus)
Lex Arcana (via Uhrwerk)

//Mäzenatenschau-Musik: Dan Lebowitz – Tiptoe out the Back
//Der DORPCast gibt die Privatmeinung von Michael und Thomas wieder.

Kommentare (5)

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An sich eine schöne Folge, auch wenn mir zum eigentlichen Thema gerade nichts Relevantes einfällt.

Doch irgendwie liegt mir eine Sache schwerer im Magen, als ich gedacht hätte.
Ein Mann schlägt eine Frau, er wird dadurch unsympathisch, weil er damit ja jemand Schwächeren schlägt. Die Wirkung entsteht nicht weniger wegen des Schlagens an sich, sondern weil es eine arme, schwache Frau ist. Urgs.
Als Teil der ausgelutschten, sexistischen Klischees passt das natürlich, deshalb bitte nicht als Kritik sehen.
Nur vor Augen geführt zu bekommen, wie tief das auch bei uns noch verankert ist (wäre es das nicht, wäre es für die Wirkung auf die Spieler egal, welches Geschlecht Angreifer und Opfer haben!), das ist unangenehm. Selbstverständlich sinnvoll zu erwähnen, aber maaaaaannnn...
...wird es nicht langsam Zeit, diese Sichtweise zu updaten?
Niemand wird geschlagen.

Die pösen, pösen Schurken im Rollenspiel natürlich ausgenommen!

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Überraschenderweise hörte ich diesmal sogar einen Teil der Medienschau. Ging ja auch um ein Rollenspiel.
Bisher hatte ich Tiny Dungeon nicht weiter beachtet, aber das klang ja alles echt spannend. Ich kannte Tiny d6 sonst von Fungal Kingdom, einem großartigen Super-Mario-RSP.

Ich mag es ja, bei Schurken Gefangenendilemmata einzusetzen. Entweder in Form von Gegnern, die einen nur angreifen, weil sie befürchten, man könnte ihnen zuvorkommen, oder in Form von Mutually Assured Destruction.
Der Schurke führt ein magisches Ritual durch, was sein Leben an das der SCs koppelt: Wenn er stirbt, gehen sie auch drauf. Die SCs können das nicht verhindern, aber sie schaffen es, das symmetrisch zu machen: Wenn sie sterben, stirbt auch der Schurke. Direkter Konflikt ist plötzlich unmöglich. Es sei denn, sie finden den Schurken so böse, dass sie bereit sind, sich selbst zu opfern, um ihn zu stoppen.

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Thomas, jetzt bin ich aber ein klein wenig entäuscht...eine komplette Folge über Schurken und du erwähnst nicht unseren kommenden DORP-Download. Tsk, tsk, tsk. Und noch ein Punkt Abzug für den Team-Dorpcast wegen der verpassten Chance, anstatt dem Delphinlachen diesmal ein angemessenes "Muhahahahahaha" am Ende einzubauen.

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Hi zusammen,

schöne Folge, ihr hättet sie aber auch "die Kunst des höhren Spielleitens" nennen können. Oder warum mir immer wieder in den Kopf geschossen ist das jeder Spielleiter die Spieler bekommt die er verdient^^ ( nein ich mag meine Spielerinnen und Spieler alle auch wenn sie mir mitunter doch immer wieder die Hektikflecken ins Gesicht treiben,was aber auch meine Schuld ist da ich in ausnahme Situationen oft noch nicht souverän einfach Weiterleiten kann.) Das Problem mit den Schurken ist ja quasi das gleiche Problem wie mit dem "warum ziehen die Charaktere eigentlich überhaupt auf Abenteuer aus" ich schaffe es als SL nicht die Charaktere aufgrund der Tatsachen wer sie sind in die Geschichte einzubinden. Ich versuche gerade lustigerweiße in beiden meiner Kampangen den Schurken so zu gestalten das die Charaktere wirklich ein Intresse daran haben ihn aus der Welt zu schaffen - wie auch immer - aber ich hab nicht den Eindruck das mir das gut gelingt. Es ist ja aber auch ein schmaler Grad den Spielern zu viel Informationen zu geben oder zu wenige, ich hab es gern wenn sie sich Spieltechnisch viel erschließen können - aber das liegt ja auch viel an mir wie ich die Situation dann darstelle.Nur intressehalber Thomas was hättest du den gemacht wenn deine Spieler und Spielerinnen nicht darauf gekommen wären wer der Einbeinige König ist? Oder wie binde ich eine Gruppe aus Alleinstehenden Männern in die Abenteuer ein? Natürlich ist ein sehr gängiges Mittel Gold, aber auch langweilig irgendwie. Ebenso die Weltenbeschreibung, ihr habt das kurz Angerissen natürlich kann ich mich langweiligen Mitteln darstellen wie die Welt so ist aka der Mann schlägt seine Frau weil das Setting halt kein Matriachat ist. Ebesnso müssen sich meine Spielerinnen und Spieler nicht so viele Gedanken machen das sie eine X Karte auslegen müssen wenn ich Sachen beschreibe (Sexualisierte Gewalt werde ich als SL nicht darstellend beschreiben und da ist es mir auch Wurst was im Abentuer steht, da wird bei mir ein "Aufweichzeichner" drüber gelegt). Außer bei einer Phobie von der ich jetzt nichts wüste. Auf der anderen Seite frag ich mich dann halt wie stellt man den eine Welt die nicht gerade HighFantasy D&Dig ist da? Lustigerweiße hatte ich letztens die Erfharung das man auch zu viel im vorherrein Absprechen kann, wird mir so auch nicht mehr passieren. Und je mehr und je weiter ich schreibe hätte ich Lust auf einen SL Workshop wenn es mal wieder ginge...ich hab immer so viele Fragen die sich mir manchmal auch nicht aus allen Büchern erschließen die ich zu diesem Thema gelesen habe.

Liebe Grüße
Morgi

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Hallo Sabrina/Morgi,

kleiner Tipp so nebenbei: Ich habe gute Erfahrungen mit einem Bösewicht gemacht, der sich für den Auftraggeber hält.
Geht wie folgt: Die SCs haben ein Abenteuer und durchkreuzen die Pläne eines Oberschurken, von dem sie nicht einmal wusste.
Er ist deutlich mächtiger als sie, glaubt aber an organisierte Kriminalität. Also geht er zu ihnen und verkündet, sie würden ihm zum Ausgleich drei Gefallen schulden.
Einerseits sind die SCs nun gezwungen, für ihn zu arbeiten. Andererseits hält er seinen Plan für derart offenkundig gut und überzeugend, dass er sich gar keine Sorge macht, sie könnten ihn hintergehen. Er glaubt, sobald sie ein, zwei Sachen für ihn erledigt haben, kann er sie einweihen und sie werden ihm folgen. (Er will einen Übermenschen magisch erschaffen, um einen wohlwollenden Diktator für die ganze Welt heranzuziehen. Geht aber bestimmt auch mit anderen Plänen.)
Die SCs taktieren jetzt also, wie sie einerseits nicht zu früh seinen Zorn auf sich ziehen, weil er eben noch zu mächtig ist, aber andererseits seine Pläne durchkreuzen. Funktionierte bisher jedes Mal.

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