DORPCast 176: Fernmündliche Aventüren – vom Online-Rollenspiel

Hallo zusammen!

Zugegeben, es war – schon durch Michaels Erlebnisberichte – in den letzten Folgen immer mal wieder Thema, aber es ist so markant wichtig für unser Hobby in der Pandemie, dass er und Thomas dem auch noch mal eine ganze Folge widmen wollten. Denn, auch das ist neu, inzwischen hat auch Thomas einige Erfahrungen mit Pen&Paper übers Internet gesammelt und die beiden kommen, vermutlich wenig überraschend, zu teilweise sehr unterschiedlichen Ergebnissen.



Dazu gibt es einige wenige Themen vor dem Thema (inklusive Ausblick auf den nächsten DORP-Download), wie gewohnt Crowdfundings und die Medienschau und natürlich wie immer weiterführende Links, Infos und Timecodes unten in den Shownotes.

Viele Grüße,
eure DORP

DORPCast 176: Fernmündliche Aventüren – vom Online-Rollenspiel
0:00:30 Intro
0:01:42 Feedback-Schleife
0:02:20 Crowdfundings: Fasar – Brüchiger Frieden (abgeschlossen)
0:02:41 Crowdfunding: Torg – Orrorsh (abgeschlossen)
0:02:59 Crowdfunding: Aventuria – Mythen und Legenden
0:03:52 Crowdfunding: Monsterjagd (abgeschlossen)
0:04:09 Crowdfunding: Ironsworn
0:05:41 Crowdfundings: Fragments: Pulverdampf
0:06:29 Crowdfunding: Little Wizards
0:06:59 Kommender DORP-Download: „Motel“
0:09:03 Keine weiteren Themen vor dem Thema?
0:09:12 Medienschau: Anthem
0:16:59 Medienschau: 42 Grad
0:23:09 Medienschau: High Score
0:26:45 Medienschau: James Bond – In tödlicher Mission
0:31:12 Zum Thema
0:33:00 Thomas hatte andere Startvoraussetzungen
0:33:36 Aber Thomas hat inzwischen auch Erfahrungen gesammelt
0:34:23 Gesenkte Hürden
0:35:14 Für Thomas hat es einen fundamentalen Nachteil
0:37:05 Michael sieht fokussiertes Spiel mit weniger Outgame-Ablenkung
0:37:53 Thomas geht es aber auch im Nachteil innerhalb des Spielens
0:40:47 Räumliche Distanz wird bedeutungslos
0:41:23 Kamera-Spiel und Nebentätigkeiten
0:43:00 Online leiten
0:47:17 Fantasy Grounds
0:49:01 Okay, Schritt zurück: Von Discord und VTTs
0:51:02 Musik im Spiel
0:51:52 Einige der Programme gibt es sogar fürs Handy und im Browser
0:53:29 Bilder und Handouts
0:54:26 Wir stehen ja auch noch am Anfang
0:55:26 Für Thomas bleibt es ein aus der Not gebohrenes Ersatzprodukt
0:57:14 Michael geht das beim Tabletop so
0:58:16 Der Versuch eines Fazits
0:59:34 Her mit euren Erfahrungen!
1:00:12 Sermon 3.5
1:00:56 Adieu

Aus der Medienschau
Anthem
Fleming, Ian: James Bond – In tödlicher Mission
Harlander, Wolf: 42 Grad
High Score (Trailer | Auf Netflix)

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Erwähnte Crowdfundings
Aventuria – Mythen & Legenden (via Ulisses Spiele
Die Schwarze Katze: Fasar – Brüchiger Frieden (abgeschlossen; via Ulisses Spiele)
Torg – Orrorsh (abgeschlossen; via Ulisses Spiele)
Little Wizards (via Green Gorilla)
Fragments: Pulverdampf (via JP stories)
Ironsworn (via System Matters)
Monsterjagd! (abgeschlossen; via Uhrwerk)

Erwähnte Plattformen (eine weit unvollständige Übersicht)
Discord (kein VTT, aber Thomas' Mittel der Wahl)
Fantasy Grounds
Foundry
Roll20

… und mehr Infos zur offiziellen DSA-Unterstützung auf Foundry (und zukünftig auch noch anderen Plattformen) findet ihr hier.

Und wir erwähnten …
… mal wieder Michaels Methode zur freien Setting-Generierung bei Savage Worlds. Die kann man auch weiterhin bei Ulisses direkt herunterladen.

Mäzenatenschau-Musik: Dan Lebowitz – Tiptoe out the Back

Kommentare (19)

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Was ist das eigentlich für ein neuer Sound? Dachte das stünde irgendwo hier auf der Seite habe es aber nicht gefunden.
Danke für die spannende Medienschau. Auch auf die Gefahr wie ein Nörgler zu wirken, finde ich eher negative Bewertungen oft unterhaltsamer.

Nach dem Anhören der Folge wurde mir seltsamerweise klar, dass ich die Frage welches Spielen ist besser für eher irrelevant halte. Unabhängig von eventuellen Vorteilen habe ich noch nie davon gehört, dass jemand seine Präsenzrunde ins Virtuelle verlagert hätte, weil das ja auch Vorteile hat. Was ich dagegen sehr spannend finde ist die Frage wie man aus der Not des online Spielens eine Tugend macht. Was funktioniert für wen und wie schaffe ich das?
Für mich ist es zum Beispiel sehr wichtig, dass ich mich nicht lange mit irgendwelcher Technik beschäftigen muss. Ein Voice-Stream zu dem ich Video bzw. Eine Bildschirm-Übertragung ergänzen kann und zudem in einer Chat-Funktion Bilder ablegen kann reicht mir völlig.
Folglich bin ich mit Skype schon glücklich und das überfordert auch wenig Technik affine Spieler nicht.
Ebenso wichtig wie das Werkzeug selbst sind aber gewisse Verhaltensregeln. Mach dein Mikro aus wenn du nichts sagen willst ist nur eine davon. Auch die Art und Weise wie man eine online Runde leitet unterscheidet sich. Viele Diskussionen zu dem Thema konzentrieren sich meines Erachtens zu sehr auf technologische Aspekte.

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Diese Folge war für mich insofern besonders interessant, weil sie mir sehr deutlich vor Augen geführt hat, wie sehr sich meine Ausgangslage von der unterscheidet, die 'alte Hasen' im Pen&Paper haben.
Ich kann nicht sagen, ob ich lieber online oder am Tisch spiele. Nicht, weil ich zwischen den Spielarten hin- und hergerissen bin, sondern weil ich kaum Erfahrung mit Rollenspiel am Tisch habe. Leider.

Online sieht das etwas besser aus. Das hat es mir ermöglicht, zumindest ein paar Erfahrungen zu sammeln. Gespielt wurde dabei immer über Discord, teilweise mit Roll20 als Ergänzung. Im Moment läuft nur noch unregelmäßig unsere kleine aber feine Shadowrun Runde, die ich nicht missen möchte.

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Schöne Folge (die ich auch endlich mal wieder zeitnah angehört habe).

Viel habe ich nicht zu ergänzen, auch wenn es mich immer wieder leicht irritiert, dass Michael neben dem Spiel Miniaturen bemalen kann (meine Multitasking-Fähigkeit ist aber auch quasi 0) - der einzige Punkt wäre, dass man ggf. noch eíne Hightech- und eine Lowtech-Stufe des Onlinespiels unterscheide kann. Zumindest nach meiner Wahrnehmung hat eine Runde mit digitalen Würfeln, "richtiger" Systemunterstützung schon nochmal eine andere Qualität als ein bisschen Discord-Audio und ein einfaches VTT-Tool oder das angesprochene Whiteboard. Zumindest für mich gewinnt da deutlich letzteres, weil über echte Würfel und Papiercharakterblätter schon noch mehr vom "Tischfeeling" erhalten bleibt.

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Ihr redet immer wieder von einem Tich. Ist damit ein Tisch gemeint, oder etwas anderes?

Unsere Rollenspielrunden finden derzeit online statt. Aber ohne Kamera wäre mir nicht möglich, da ich die Reaktionen auf den Gesichtern als Feedback brauche.

Hoffentlich darf man bald wieder lokal spielen.

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Moin Torben!

Offenbar ist es nächste Folge mal wieder Zeit für den zyklisch erfolgenden „Wir sind übrigens Rheinländer“-Disclaimer. Das ist kein seltenes Phänomen bei Leuten, die einen ripuarischen Regiolekt an den Tag legen: Die rheinländischen Dialekte tendieren ja (fürs ungeübte Ohr jedenfalls) dazu, alle ch-Laute zu sch-Lauten zu machen – und aus den unfassbar vehementen Versuchen, die Jugend Hochdeutsch zu bekommen, ist eine sehr verbreitete Hyperkorrektur erwachsen, in der dann plötzlich beginnen, ch-Laute zum sch zu kippen.
Michael und ich kommen zwar aus dialekt- bzw. regiolekttechnisch noch mal sehr unterschiedlichen Gebieten, aber das haben wir beide abbekommen. (Und oh hat sich mein Dozent für Sprecherziehung damals bemüht, mir das auszutreiben – ohne Erfolg. Und im Gegenteil, seit ich wieder in der Eifel lebe und halt darum auch wieder viel mehr mit der Sprache der Heimat konfrontiert bin, ist es auch zunehmend schwieriger, (annähernd) Hochdeutsch zu bleiben.

Un isch wührd ja den janzen Cast op platt mache wulle, ävver dann wührd der Scorp nü mi vastohn wat ich doh am kalle wär. Un mir wulle ja uch für Lück doh sinn, die net vun he kumme.

Viele Grüße,
Thomas

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Die junge Leud kenne halt einfach Helmut Kohl ned mehr^^ und wenn man den Text von Thomas versteht ist man dann Qualifziert für den Dialektcast? "Ai do wer ich jo debai"

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Hallo zusammen,
ein spannend und interessant Folge diesmal, wie fast immer bei euch, danke sehr.

Gerade die Unterschiede zwischen Begeisterung auf der einen Seite und latenter Skepsis waren gut zu erkennen. Ich selber spiele und leite sehr gerne online und das schon seit 2014 und habe sogar eine Kampagne nach 4 Jahren abgeschlossen. Somit kenne ich da beide Seite schon eine Weile und es ist nicht aus der „Not“ geboren wie gerade bei vielen. Auf der Heinzcon 2021 (https://www.heinzcon.de/) werde ich am Samstag den 06.03.2021 einen Workshop dazu halten. Diese soll in ersten Linie dazu dienen die vielleicht für viele Spieler noch vorhanden Hürden kleiner zu machen oder sogar ganz zu beseitigen, da man diese tolle Hobby auch sehr gut online ausüben kann.
LG
Clagor

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Hallo zusammen,

ja ja das liebe Online Spielen, ich habe meine Meinung auch dank Michael und der großartigen Idee zu malen geändert. darauf geh ich gleich noch mal ein^^
Vorweg "leider" bin ich tatsächlich viel öfter Spielleiter als Spieler in den Online Runden die wir haben. Aber eigentlich ist es auch nicht schlimm da es mich in meiner Erfahrung als Spielleiter wirklich noch mal ein Schub nach vorne bringt. Aber von vorne.
Ich bin an die erste Online Runde sehr hemdsärmlig dran gegangen. War meine D&D5e Runde die wir schon 2 Jahre mehr oder weniger regelmäßig Spielen. Unsere Runden gehen schon mal 8-12h, ahja dann macht man das ja auch Online so. Also hab ich mich gleich mal in alles rein geschafft. Und war am ende mit den Nerven runter weil R20 dann doch nicht so easy ist, weil man als Spielleiter die ganze Zeit 100% geben muss da es ja die sonst üblichen neben Gespräche nicht gibt. (also nicht das völlige Abschweifen, aber die 2min in den man als SL sich mal schnell was aus dem Ärmel schütteln kann oder schnell was Nachlesen.) Ich die genervten Gesichter gesehen hab weil der Kampf dann Online doch etwas länger gedauert hat als üblich (auch wenn sie das nicht mit Absicht gemacht haben.) Die Charaktere sich ja auch nicht miteinander untereinander so viel Unterhalten. Ich war einfach komplett damit überfordert.
Als es absehbar war das wir so schnell nicht mehr zum Tisch Spielen kommen und bis ich auch mal drauf gekommen bin was es war das mich so fertig gemacht hat haben wir es noch mal Probiert und siehe da es hat wesentlich besser Funktioniert. Ein paar Punkte die mir die mir die Sicht aufs Online Spiel verbessert haben.
Wir spielen nicht mehr so lange Online, ich bin nicht der geborene SL der soviel Sabbelwasser getrunken hat um da 7h Stunden den Entertainer zu machen. Und wie schon erwähnt kommt man auch weiter da wirklich konzentrierter gespielt wird. Meist Spielen wir Abends unter der Woche bis max 11 also 3-4h. Am Wochenende kann es auch mal etwas läger sein aber als SL ist meine Grenze nach 5h erreicht.
Wir Spielen ohne Kamera, etwas das mich Anfangs vor allem wenn ich mit Leuten spielte die ich nicht kannte super abgeschreckt hat. Mittlerweile bin ich der Auffassung mich lenkt es als SL einfach nur ab, man sieht die Mimik sowieso nicht deutlich oder Zeitverzögert. Man kann mit der Zeit ein Gefühl dafür Entwickeln die Leute nur zu Hören. Wo wir beim nächsten Thema sind, was aber auch nur an meiner Empfindlichkeit liegen mag, ich bitte alle Spieler störende hintergrund geräusche auf ein Minimum zu Reduzieren wenn es zu arg wird. Gebt den Online Runden ein paar Sitzungen Zeit sich zu finden, dann pendelt sich meist auch das mit der Redezeit oder wann wer was sagt ein, da haben wir tatsächlich erstaunlich wenig Probleme.
Macht nicht den gleichen fehler wie ich und Arbeitet euch in die Software die Benutzt wird ein, bestenfalls als SL und Spieler. Ich dachte auch anfangs "ach kann ja net so schwer sein" allerdings ist zumindest R20 doch nicht so selbsterklärend wie es scheint.( auch nach etlichen Sitzungen passieren mir immer noch so Fails den Spielern viel zu früh etwas zu zeigen was sie noch gar nicht sehen sollten.) Zumindest wenn man wie ich davon keine Ahung hat. Wenn man "neu" im Online spiel ist ist es wesentlich einfacher erst mal mit Leuten zu Spielen die man kennt oder zumindest teile der Spieler sich kennen. Ein weiterer Tipp, es schadet nicht sich mal 10min früher einzuloggen und einen kurzen Technik Test zu machen und seine Sound und Mikro Optionen einzustellen.
Zum malen, also nachdem ich es selbst ausprobiert habe ich find es einfach super und eigentlich zumindest Online auch nicht Unhöflich dem SL gegenüber solange man dabei bleibt.(Eigentlich auch nix anderes als am Tisch zu Stricken...) Da ist es Online und Unbeobachteter viel schwerer die Disziplin zu halten mal nicht doch kurz nebenbei was anderes zu machen. Und ja ich merke sehr wohl auch ohne Kamera wer grad nebenher woanders rum gesurft ist ;-) die meisten Menschen sind nämlich sehr viel weniger Multitasking fähig als sie es selbst von sich behaupten. Mein Fazit als Chrunsh Spieler, man sollte Online auf jedenfall mehr als eine Chanche geben, und einmal oder Online noch viel mehr gerade wenn man nur Online miteinander spielt: Reden und konstruktive Kritik hilft :-)

P.S. bin ich froh außnahmsweiße mal kein Geld für Anthem raus geschmissen zu haben, obwohl ich natürlich kurz davor war.

Liebe Grüße

Morgi

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Deinen Beschreibungen nach gewinne ich den Eindruck, dass du nicht viel Erfahrung mit Videokonferenzen hast. Das ist natürlich einerseits angenehm, andererseits hättest du die beschriebenen Erkenntnisse vermutlich schon vorher gewonnen. So ab drei Spielern würde ich eine der elementaren Grundtegeln für absente Konferenzen empfehlen. Wer nicht spricht macht sein Mikro aus. Da wir ohne Kamera spielen und ich die Körpersprache meiner Mitspieler auf einem Minibild sowieso nicht deuten könnte, habe ich mir auch angewöhnt die Spieler gezielt abzufragen was sie tun oder meinen.
Ich male übrigens fast immer während online Runden. Natürlich nur wenn ich nicht der Spielleiter bin.

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Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust. Wie Thomas wäre mir das Spiel am Tisch auch lieber. Aber wie Michael sehe ich durchaus einige Vorteile am Fernmündlichen.

Passend zu eurem baldigen Download habe ich aktuell zwei Runden: Eine Fate-Runde und eine Buffy-Runde mit dem Unisystem. Die Buffy-Runde läuft über Zoom und Discord. Discord ist für Chat und Würfelbot gut, aber für Konferenzanrufe mit Video ist Zoom einfach noch mal ein ganzes Stück besser. Dabei können wir uns dann ansehen. Diese Runde wird schon wegen ihrer Distanzen zwischen den Spielern immer im Netz bleiben.
Die Fate-Runde hatte ich ursprünglich angelegt, um mal wieder am Tisch zu spielen. Die zog nur widerwillig ins Netz um und verbleibt da hoffentlich auch nicht. Sie läuft über Discord (diesmal fürs Reden) und RPGNoteCards (http://fate.masac.cz/?lang=DE), letzteres ein virtueller Spieltisch, der explizit für Fate gedacht ist und den ich dafür sehr empfehlen kann.

Beim Umzug ins Netz fiel mir allerdings ein Vorteil ein, den ihr gar nicht genannt hattet: Durch die interaktiven Elemente lernen die Spieler die Regeln besser. Meine Tischrunde hatte immer Schwierigkeiten, die eigentlich eingängigen Fate-Regeln anzuwenden. Aber sobald sie die Elemente sehen und anklicken konnten, hatten sie die an einem Abend drauf. Plötzlich erschaffen die Spieler taktische Vorteile im Kampf oder verwenden Aspekte von NSC. Kann ich schwer empfehlen. Insofern würde ich auch einer Tischrunde raten, einmal digital zu spielen.

Dass die terminliche Verlässlichkeit steigt, hatte ich bei früheren Runden bemerkt. Weil man nicht mehr aufstehen muss, kommt man sicherer. Meine Fate-Runde hatte da nie Schwierigkeiten – bis auf ein Mitglied, das aus beruflichen Gründen manchmal nicht kann, die in jedem Fall ein Hindernis wären, ob digital oder am Tisch. (Der Mann ist Müller einer echten Wassermühle und fehlt teilweise, weil er für die Hamsterkäufe die Nacht durch Mehl mahlen muss, oder letztens, weil er möglichst viel mahlen musste, bevor sein Mühlrad im Fluss einfriert.)

Ob sich diese beiden Spielweisen in Zukunft auseinander entwickeln werden, ist eine interessante Frage. Ich hoffe nicht, aber vorstellbar wäre es schon. Wenn der Rechner die Regeln eh abwickelt, dann können diese natürlich viel aufwendiger sein. Während ich zu den Mitspielern spreche, führt der Kompressionsalgorithmus von Zoom ja auch mehrere tausend Differentialrechnungen die Sekunde aus. Dann kann er den Schaden des Feuerballs auch nicht als exponentiell abfallende Funktion rechnen.
Bisher zumindest gibt es das meines Wissens nach nur unabsichtlich, dass die Regeln de facto einen Rechner brauchen, um praktikabel angewendet zu werden. Man denke an die SC-Erschaffung in D&D 4. Das war ziemlich sicher nicht so gedacht, aber eben doch die Realität der Situation.
Vielleicht ist solch eine mathematische Komplexität bei gerade jenen, die umfassende Regeln schätzen, aber auch zuwider. Es macht das Optimieren zumindest schwieriger. (Es gibt noch andere Gründe, warum zu dicke Regelwerke den Optimierern oft missfallen, aber das führt hier sehr vom Thema weg.)

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Hallo Sabrina,

Je nachdem, welchen genau du meinst, könnte ich den teilweise sogar geschrieben haben.

Leider half das meinen Spielern auch nicht, sich das zu merken.

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@Lichtbringer ich wurd gerade von Angus gefragt wie ich dich fragen kann ob du irgendwas von Fate kennst, tut mir Leid^^ Ich bekomme da nicht immer alles und jeden zusammen.
Ich hab immer beide Spicker und die "Achievments" Liste neben mir Liegen wenn ich Fate Spiele also mir hilft es. Aber ich mag ja auch Regeln^^

Lg

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@Sabrina: Die Frage war durchaus berechtigt. Ich versuche, zu Fate auf dem Laufenden zu bleiben, aber die Fate-Gemeinde ist so ein anarchistischer Haufen, dass mir da auch einiges entgeht.
Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob man wissen muss, dass ich bei Fate aktiv bin. Wie in der Szene üblich habe ich die Warhol-Bekanntschaft: Ich bin für 15 Leute berühmt.

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Heute nicht so arg viel zum Thema, weil ich/wir nicht online spielen, es aber inzwischen überlegen.
In der Vergangenheit war online spielen bei uns immer in assymetrischer Situation, das ein spieler per Skype zugeschaltet war - nicht so ideal.
Danke für die heranführung und Ideen für die Online-Tools
Gefühlt seid ihr dieses Jahr bisher noch etwas Thematisch schwach, aber ich freue mich auf jeden Podcast

Medien:
Anthem und Bioware
Naja, steile These, das dies das "letzte Spiel dieses Studios" sein wird, ich vermute du meinst Substudios.
An mir als selten-aber-intensiv Spieler von Bioware-Titeln haben sie da vorbeientwickelt, aber ich lasse auch nicht so viel Geld bei denen, da ich immernoch DA1, DA3 und MassEffect (aktuell) spiele, da immer noch was ausprobiert werden muss. Eigentlich ist auch mal wieder KOTOR2 dran (noch eine offene Rechnung mit dem FullContentMod) und JadeEmpire müsste ich auch mal fertig spielen. Ja, ich spiele praktisch nur BioWare...

42° und highScore
Danke, es werden in Deutschland zu viele schlechte Titel von schlechten Autoren verlegt. Feuilleton war für mich noch nie ein Thema, auch wenn ich das immer gerne lese. Geschmack ist halt individüll
Und danke für den Hinweiß auf ArteDokus, muss ich mir mal wieder angucken, Dann breche ich nicht dauernd die Netflix-Dokus ab (vorbei "Wendepunkte des zweiten Weltkriegs" ganz interessant war und auch Prof. Neizel zu Wort kommen ließ.

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Hallo zusammen,

wie schon beim Eskapodcast geschrieben bin ich recht nahe bei Thomas Ansicht: Es ist die aktuelle Lösung während Corona da ist. Ab Frühjahr sitzt unsere Gruppe wieder - mit entsprechendem Abstand und in Haushalte getrennt - draußen im Freien zum Spielen. Dann wird auch endlich vor der Runde wieder zusammen(getrennt) gegessen um den Abend einzuleiten.

Es fehlt mir einfach die Körpersprache. Die ist zum Teil mit Kamera da, aber eben nur zum Teil. Thomas hat das bereits ausgeführt, daher wäre es eine Wiederholung, dass hier nochmal aufzuzählen.

Als SL finde ich es anstrengender - grade wenn man eh den ganzen Tag schon am PC gearbeitet hat. Die Vorteile gegenüber dem Tischspiel sind da und je nach Aufwand (& Geld) den man als SL reinstecken will kann man das Ganze richtig aufhübschen. Da das aber nicht unbedingt meinem Spielstil entspricht und ich auch nicht die Arbeit und Geld vorab reinstecken will fällt sowas für mich flach.

Wir nutzen idR nur bigbluebutton/zoom, Handouts via Link auf ein Wiki oder "Bildschirm teilen" plus ein virtuelles Whiteboard. Detaillierte Kämpfe kommen bei uns allerdings auch nicht oft vor. (DSA Rohals Versprechen aktuell Konventsteil; Vampire V5 und ein Homebrewsystem)

Für spontane Runden zum Rollenspiel im allgemeinen und System im speziellen kennenzulernen sehe ich allerdings großes Potential. Dazu müssen die Programme aber noch Anwenderfreundlicher und unkomplizierter werden, damit auch Leute ohne große Ahnung von Computern das nutzen können.

Kurz Zusammengefasst: Nett die Option zu haben, aber ich mag es eher klassisch.

Viele Grüße
Thomas der Zweite

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Ich habe ein halbes dutzend mal online gespielt und dreimal ein Oneshot geleitet (jeweils mit Kamera), was extra für online konzipiert ist.
Ich finde das Spielen und besonders das Leiten offline besser ist (die ganzen Nachteile wurden bereits genannt), aber die Möglichkeit mal kurz, auch unter der Woche, mit Leuten zu spielen die über Deutschland verteilt sind ist eben auch ein nicht zu verachtender Vorteil. Ich denke es wird in Zukunft beides geben.

Was ein echter Vorteil von online Spielen ist, das man als Spielleiter einen unauffälligen Kanal zu einzelnen Spielern hat. Man kann viel unauffälliger Tips geben die den Plot vorantreiben (ohne die ganze Gruppe mit der Nase darauf zu stoßen) und eben die Charaktere die Welt unterschiedlich wahrnehmen lassen.

Discord hat mich bisher auch begeistert, für Leute mit etwas Programmiererfahrung habe ich da zwei Tips:
- Mit Discord Webhooks kann man sich Hyperlinks basteln, die wenn man auf sie Klickt vorgefertigte Nachrichten an festgelegte Kanäle verschicken. Sehr hilfreich wenn mehrere Spieler etwas unterschiedlich Wahrnehmen sollen, aber man nicht zwischendurch 10min mit Tippen beschäftigt sein will
- Bots sind kein Hexenwerk und man kann sich recht einfach seinen eigenen Würfelbot schreiben, der genau das macht was man braucht. Besonders geeignet wenn man mit einen eigenen Würfelsystemen spielt.

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