DORPCast 163: Die Meta-Sitzung

Hallo zusammen!

Rollenspiel ist ein Hobby, in dem Kommunikation immer eine große Rolle spielt. Worüber man manchmal aber zu selten offen redet, ist die Gruppe als solches, die Ziele, Wünsche, Sorgen und Ärgernisse der Beteiligten. Michael und Thomas fragen sich: Warum also nicht mal einfach eine ganze Sitzung dafür reservieren? Nennen wir es: die Metasitzung.



Zuvor gibt es wie gewohnt Feedback, Crowdfundings und die Medienschau, aber auch einen Rückblick auf die erste digitale FeenCon, auf der die DORP vergangenes Wochenende auch präsent war. Ergänzt, wie ihr es kennt, um Timecodes, weiterführende Links und Hinweise unten in den Shownotes.

Viele Grüße,
eure DORP


Episode 163: Die Meta-Sitzung
0:00:29 Intro
0:00:56 Feedback
0:01:24 Crowdfundings: Zwei Mal Torg
0:02:11 FeenConline 2020
0:08:04 Ulisses Online-Con
0:08:59 Medienschau: Flavia de Luce 4 – I Am Half-Sick of Shadows
0:12:54 Medienschau: Eurovision
0:18:00 Medienschau: Hamilton
0:25:51 Zum Thema!
0:26:29 Von einer Sitzung 0
0:27:18 Worum es uns heute aber wirklich geht
0:28:01 Thomas' Erfahrungen
0:29:07 Michaels Erfahrungen
0:31:53 Thomas hat auch noch eine Erfahrung
0:32:46 Wider dem Allmachtsmythos des Spielleiters
0:33:23 Miteinander reden
0:34:33 Von Nimm- und Bringschuld
0:36:05 Der richtige Zeitpunkt
0:37:57 Alle sollen dabei sein
0:38:15 Ein gutes Mittel für Leute, die frisch ins Hobby gekommen sind
0:41:22 Taugt es was für altgediente Runden?
0:44:01 Kurz drüber reden schlägt aufgestauten Forenfrust
0:46:38 Macht man eine Tagesordnung?
0:48:31 Was für Themen sind hier die Themen?
0:49:05 Ist es bei selten spielenden Gruppen „die Zeit wert?“
0:50:36 Nochmal: Geeignete Themen
0:53:01 Werden wir sowas selber machen?
0:53:57 Deckel drauf?
0:54:04 Sermon 3.5
0:54:40 Adieu

Aus der Medienschau
Bradley, Alan: I Am Half-Sick of Shadows (Flavia de Luce 4)
Eurovision (Trailer | auf Netflix)
Hamilton (Trailer | auf Disney+)

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Crowdfundings
Torg – Das Lebende Land und das Nil-Imperium (via Ulisses Spiele)
Torg – Tharkold (Engl.) (via Ulisses Spiele)

Erwähnte Conventions
FeenCon / FeenConline 2020
Ulisses Online Con 2020

Kommentare (15)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
This comment was minimized by the moderator on the site

Zeichen der Endtime: Michael sagt was Positives.

Warum sehe ich gerade Ellie von "The last of Us" in der Postapokalypse in einem uralten Raum eine Rollenspielrunde finden, die in aller Seelenruhe eine crunchige D&D-RUnde spielen unter Michael?

Euch schöne Tage!

This comment was minimized by the moderator on the site

Rückblickend betrachtet hätte es schon ein paar Situationen gegeben, wo so eine Metasitzung zwischendurch geholfen hätte. Fairerweise muss man sagen:
a) das war beim Play-by-Mail und deutlich vor den Zeiten als sich Discord als Universal-Chat-und-Sprachtool etabliert hatte.
b) wir waren (immer noch relativ) jung und nicht wahnsinnig reflektiert, was das Rollenspiel, unterschiedliche Spielstile, Bedürfnisse, etc. angeht
Entsprechend bin ich mir zumindest nicht sicher, ob die Metasitzung bzw. Outtime-Diskussion wirklich geholfen hätte.

Was ich auf jeden Fall bejahen kann:
Auch wenn man mit alten Freunden nach längerer Zeit wieder spielt, ist eine Sitzung 0 vielleicht gar keine so blöde Idee. Man unterschätzt leicht, wie sehr sich die Erfahrungswelten auseinander entwickeln, wenn ein oder zwei Leute regelmäßig "coolen Indiescheiß" spielen und die anderen im Wesentlichen weiter DSA oder D&D.

Schlussbemerkung:
Corona macht nicht wirklich viel besser, aber dass es mich mit sanfter Gewalt zum Onlinespiel gebracht hat, war definitiv ein positiver Faktor. Ich hoffe ja, dass die allgemeine Bereitschaft zu spontanen Runden auch über die Epidemie hinaus noch ein wenig erhalten bleibt.

This comment was minimized by the moderator on the site

Jedes Mal, wenn Thomas beschreibt, wie die Spielleitung den Spielern nicht alles vorschreiben soll und sie beteiligen soll, frage ich mich, wo er so tolle Spieler hernimmt. Meiner Erfahrung nach überträgt sich die Machtposition des Meisters innerhalb der Spielwelt auf die Machtposition am Spieltisch nicht aufgrund der Machtgier des Meisters, sondern aufgrund Zeitmangel/Faulheit/Desinteresse der Spieler, die sich gar nicht einbringen wollen. Egal, wie oft ich sie dazu auffordere.
Das mag daran liegen, dass ich während des Spiels die Impulse meiner Spieler*innen oft und gerne aufnehme (das ist zumindest etwas, was meine Spieler*innen immer wieder loben, und vielleicht auch der Grund, warum ich so gerne Fate leite), aber außerhalb davon bin ich es meistens, der alle anstubsen muss.

Ich denke auch nicht, dass das immer schlimm ist. Wenn man wenig Zeit hat, dann ist es vielleicht besser, dass etwas festgelegt wird, als dass man sich ewig über Unwichtigkeiten streitet. Bei klarem Missfallen kann man sich ja immer noch beschweren.
Gerade als ich noch im Verein spielte, wollte ich auch als Spieler den SL lieber in einer klaren Führungsposition haben. Denn hätte ich das Recht auf mehr Einfluss gehabt, hätten das andere auch gehabt. Und da liefen ein paar Gestalten rum…
In solchen Fällen halte ich mich an einen anderen Thomas, nämlich Hobbes – und bin ich offener Befürworter des Leviathanmodells des Spielleitens.
Eine gute Spielleitung geht dann trotzdem noch auf die vernünftigen(!) Wünsche ihrer Spieler ein.

This comment was minimized by the moderator on the site

Hier sei noch ergänzt, dass der Leviathan aus den Körpern der Masse gebildet wird. Indem wir dem Konstrukt Freiheiten übertragen, gewinnen aber Sicherheit. Oder besser zusammenfasst als ein Semester Staatstheorie für Politikwissenschaften an der RWTH, dieses 3,5 Minuten Video in 8Bit (und Englisch) https://www.youtube.com/watch?v=ttu8va9_x1g

This comment was minimized by the moderator on the site

Staatstheorie für Philosophen an der RWTH war übrigens ziemlich gut, aber ging auch über zwei Semester

This comment was minimized by the moderator on the site

Ach du liebes bisschen....da brauch ich Zeit für ;-)

This comment was minimized by the moderator on the site

Hier mal ein Link für Thomas: https://www.youtube.com/watch?v=3v0c6smpHSk

Btw Hamiolton sollte 2021 ins Kino kommen und ist wegen Covid verschoben worden.

Inhalt melde ich mich ein anderes mal.

This comment was minimized by the moderator on the site

Hi zusammen,

als erstes, wer ist dieser Fremde Mann und was hat er mit Michael gemacht? ;-)

Dieses Thema treibt mich ja auch schon wieder um (irgendwie habt ihr da ein Talent dafür). Ich finde die Idee super und bin ein bisschen stuzig warum ich nicht selbst darauf gekommen bin. Ich hatte zwar vor der letzten Sitzung noch mal kurze Rücksprache gehalten um noch mal auf die tödlichkeit des Dungeon hin zu weißen und abzuklären ob es wirklich okay ist wenn Charaktere sterben, aber auf die Idee zu fragen wie ihnen die Entwicklung gefällt bin ich natürlich nicht gekommen. Mich wundert allerdings das tatsächlich das etwas Positives bei der Metasitzung raus kam. Meine bisherigen Erfahrungen belaufen sich darauf das jeder sagt "nö alles gut alles in Ordnung, ich sag dann schon was". Raus kommt dann manchmal aber im Nachhinen das XY doch Probleme mit ZX hat, und da liegt wie ich finde der Hund begraben und es sind eigentlich 2 Hauptthemen die man für die Metasitzung aufgreifen müsste: "Wie gefällt mir die Charakter Entwicklung in der Geschichte meines Charakters" und wie "Wie gefällt mir als Spieler mit den anderen in der Gruppe zu Spielen" ( worauf meiner meiner Meinung nach der Spielleiter aber wenig Einfluss hat). Das führt einige Probleme mit sich. Erstens müssen die Spieler sich ihrer Bedürfnisse Bewusst sein. Und das ist schon wirklich schwierig, ich würd meinen ich bin da selbst immer noch im findungs Prozess. Und beim zweiten Punkt finde ich müsste man ja schon mal fast einen Komunikations Kurs mit gemacht haben um die Runde zu Moderieren. Findet ihr nicht das konstruktive Kritik zu üben mit so das schwerste in der zwischen Menschlichen Kommunikation ist? (Kleiner Spoiler, ich schon). Auch mit dem Spielleiter Feedback finde ich schwierig ich hab jetzt wirklich schon öfter Mitbekommen das Freunde von mir in Runden saßen auf Cons die sie einfach Katastrophal fanden aber am ende wenn der SL fragte "na hat es euch gefallen" alle brav Nickten und schnell verschwanden. Bisher hab ich immer versucht an der Mimik und an dem was Spieler tun am Tisch herraus zu lesen wie sie es gerade finden. (Deshalb käme Online Spielen ohne Kamera für mich für unsere Aktuelle Runde noch weniger in Frage, da könnte ich noch weniger feststellen was gerade los ist). Intressant und was ihr leider nicht aufgegriffen habt ist die Entwicklung wie und warum es zu so etwas kam? Ich bin mir fast sicher das wenn man so an die Runden von vor 10-15 Jahren denkt das nie ein Thema war, man hat sich halt hin gehockt und gespielt. Vermutlich sind auch deswegen unendlich viele Runden im Nimbus der nie fertig gespielten Runden verschwunden. Lag es daran das wir ( ich geh jetzt mal von der Ziel Gruppe des DorpCasts mit den 30-50+ Höreren aus) uns als Teenager halt mit dem "newhotshit" einfach so beschäftigten und es mehr als Spiel gesehen haben als heute? Meine Fazit, eine Entwicklung die mir gefällt? Auf jedenfall! Macht es das Spielleiten einfacher? Nein! ;-)

This comment was minimized by the moderator on the site

Hallo zusammen,

sehr witzig! Wir hatten grade in der Woche in der Vampire-Runde genau so eine Sitzung gehabt.

Wir hatten damals mit Vampire angefangen mit der Idee eines wechselnden Spielleiters. So einen Wechsel gab es bislang einmal und der nächste steht nun bevor. Themen waren Feedback für den bisherigen SL und dann eine vorab per Mail verschickte Liste an Punkten die die neue Erzählerin wissen wollte um ihre Geschichte grob zu planen.

Die Feedback-Runde war gut und die Punkte die uns als Spieler gestört hatten konnte der SL erklären, warum er das so gemacht hat. - Im Nachhinein hätten wir die Punkte früher besprechen sollen, damit wir als Spieler die Intension verstehen konnten (es ging darum, dass unsere Nachforschungen ständig ins Leere liefen weil der SL den zweiten Handlungsstrang gleich weit voran schreiten lassen wollte). Wir hätten dann andere Handlungen unternehmen können und hätten weniger Leerlauf gehabt (aka "Was haben wir heute eigentlich gemacht?")

Die neue Erzählerin hatte dann ihre Punkte durchgesprochen und wir haben recht lange damit verbracht das zu diskutieren.
- Zeitsprünge bieten sich ja grade bei Vampire an. Fanden die meisten gut, eine Spielerin aber nicht. Wie finden wir da einen Kompromiss?
- Was sind die Themen der nächsten Geschichte? Welche Themen die bisher im Vordergrund waren sollen beibehalten werden, welche sind "auserzählt"?.
- Welche Teile des Regelwerks die wir bisher ausgelassen hatten (Resonanz, Touchstones, Klüngel etc) sollen wir mehr nutzen? Welche brauchen wir auch weiterhin nicht?
- Wollen wir den Focus auf Camarilla (zweiter SL)? Anarchen? einer Mischung daraus (erster SL)?
- Welche Änderungen wollen die Spieler für ihre Charaktere bzw. welche Charaktere wollen der bisherige SL spielen und der Mitspieler dessen SC den endgültigen Tod gefunden hat?


Allgemein mache ich das in meiner 7G-Runde auch nach jedem Abenteuer, dass ich mir Feedback einhole oder wenn nur noch 10 Minuten zu spielen sind aber der nächste Abschnitt länger dauern würde. Das hilft unheimlich den Spielern das am Tisch zu bieten, was sie sich wünschen (im Rahmen dessen was aus SL Sicht passend ist wenn man nicht alles komplett über den Haufen werfen will - was auch ne Option ist, die man dann aber wirklich sehr gut ausdiskutieren sollte).

Auf Cons wenn man meist mit fremden Leuten spielt finde ich das Feedback meist besonders wertvoll, da es von Leuten kommt die man nicht kennt und die einen dann mit Ideen bereichern können auf die man in seiner heimischen Runde evtl nicht gekommen wäre weil "man weiß ja was die wollen".

Vielen Dank für die tolle Folge

Thomas der Zweite

There are no comments posted here yet

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Share Your Location