DORPCast 162: Regeln hier, Setting da – Konvertierungen im Rollenspiel

Hallo zusammen!

Wir alle kommen vermutlich früher oder später an den Punkt – entweder lockt ein Setting, aber die Regeln sind nicht, was man sucht, oder ein bestimmtes Regelwerk will unbedingt gespielt werden, aber nicht mit seinem Setting. Früher oder später ist es also Zeit für eine Konvertierung. Michael und Thomas nehmen sich das Thema heute auf einen Hörerwunsch hin vor, teilen eigene Erfahrungen, Ratschläge, aber auch Bedenken.



Darüber hinaus gibt es eine beschwingte Medienschau, die in einem Punkt sogar Michael und Thomas überrascht, Feedback, Crowdfundings und ein paar DORP-News in eigenes Sache. Dazu ergänzend gibt es natürlich auch Timecodes, weiterführende Links und Infos unten in den Shownotes.

Viele Grüße,
eure DORP

DORPCast 162: Regeln hier, Setting da – Konvertierungen im Rollenspiel
0:00:29 Intro
0:01:00 Die Feedback-Schleife
0:04:03 Crowdfundings: TORG Welle 2 und 3 auf Deutsch
0:04:52 Crowdfundings: Pathfinder 2 Zeit der Asche Late Pledge
0:04:59 Crowdfunding: TORG Tharkold auf Englisch
0:05:22 Die 1W6 Freunde im Druck: Update
0:07:23 Wie ist der Status bei Mystics of Mana?
0:08:11 Ein kurzer Hinweis zur Mäzenatenschau
0:09:26 Medienschau: Das LEGO-Ninjago-Spiel zum LEGO-Ninjago-Film
0:13:06 Medienschau: Servant
0:18:31 Medienschau: Vast of Night – Die Weite der Nacht
0:25:29 Zum Thema
0:26:08 Michaels Erfahrungen mit Savage Worlds
0:26:41 Das Gefühl eines Settings konvertieren
0:27:28 Es geht gar nicht so sehr um die Qualität des Regelwerks an sich
0:28:37 Bei manchen Spielen sind Regeln und Setting enger verzahnt als bei anderen
0:29:45 Entscheidet euch zunächst, was ihr in eurer Konversion behalten möchtet
0:30:50 Was verändere ich?
0:31:27 Editionswechsel als minimalsten Konvertierungsschritt
0:32:30 Warum sollte ich nun aber konvertieren wollen?
0:34:17 Leute die alles mit den gleichen Regeln spielen
0:35:51 Offiziell verlegte, gleiche Settings mit unterschiedlichen Regeln
0:37:54 Was für eien Runde klappt, klappt nicht zwingend für alle
0:38:42 Über das Veröffentlichen von Homebrews
0:41:45 Verspürt Thomas derzeit den Drang etwas zu konvertieren?
0:43:15 Und Michael?
0:43:47 Konvertierungen als lebendiger Prozess
0:46:58 Spaß im stillen Kämmerlein
0:47:17 Wie würden wir vorgehen?
0:49:47 Konvertierungs-NoGos?
0:51:02 Deckel drauf?
0:51:33 Sermon 3.5
0:52:10 Adieu

Aus der Medienschau
The LEGO NINJAGO Movie Videogame
Servant (Trailer | Bei Apple TV+)
Vast of Night / Die Weite der Nacht (Trailer | Bei Amazon Prime)

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Crowdfundings

Torg – Das Lebende Land und das Nil-Imperium (via Ulisses Spiele)
Torg – Tharkold (Engl.) (via Ulisses Spiele)

Kommentare (6)

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Als Auslöser (Danke an Michael) infolge meiner D&D-Aventurien-Conversion sage ich mal vielen Dank

Viel hinzu zu fügen habe ich nicht, ihr habt eigentlich überall Recht
Aber ich schließe mich Thomas dem Zweiten an, dass eine Vergleichsfolge verschiedener Konvertierungen eines Settings (Shadowrun bietet sich wirklich an) und was sie für Auswirkungen auf das Spiel haben cool wäre. Für Shadowrun kenne ich zumindest Savage Run und ShadowCore (Fate), es mag noch weitere geben.

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Ein kleiner ergänzender Gedanke: Sogenannte Universalsysteme (SaWo, FATE,...) machen tendenziell weniger Arbeit bei der Konversion auf ein neues Setting. Allerdings unterstützen sie auch nur wenig die Stimmung eines bestimmten erzählerischen Genres. "Rippers" macht z.B. den ziemlich halbherzigen Versuch, die viktorianische Gesellschaft + magische Cyberware abzubilden, indem man noch zwei zusätzliche Werte (Status und Stabilität) hat. Davon abgesehen spielt man aber halt Monsterjäger wie in einer beliebigen Urban-Fantasy oder EDO-Welt, nur dass man eben einen Zylinder trägt und mit Pfund Sterling bezahlt wird. Dagegen z.B. die Regeln von "A Song of Ice and Fire" auf das viktorianische London umzuschreiben, wäre viel mehr Arbeit, im Ergebnis aber potenziell ein wesentlich dichteres Spielerlebnis.

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Nachdem du, Thomas, ausgerechnet eine SR-Konvertierung ins Spiel gebracht hast, habe ich mal eine alte SR-Konvertierung unsererseits aufgewärmt: https://malspoeler.wordpress.com/2020/07/06/damals-shadowrun-geht-auch-besser/ Ich vermute aber, dass das "nicht ganz" in die Richtung ging, die du so im Sinn hattest Tatsächlich sind wir aber auch auf das Problem gestoßen, dass das Spielgefühl sich mit den neuen Regeln ändert, aber meiner Erinnerung nach haben wir das ganz gut hinbekommen, zumindest in ein paar Bereichen. Ziel war übrigens einfach diese murksigen SR-(Kampf-)Regel loszuwerden. War glaub nur so halb ein Anwendungsfall in eurer Folge, aber vielleicht erinnere ich mich auch nur falsch daran.

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Huhu,

ich bin mir nicht sicher, ob Du Thomas Michalski meinst, oder meinen Kommentar weiter unten.

Mit d20, bzw. genauer gesagt StarWars d20 war ich auch schon am überlegen als Konvertierung. Da laufen die Jedi-Kräfte als Skills und kosten HP (aka. Ausdauer) was halbwegs in Richtung dessen geht was das Original macht (wenn auch mit "geistiger" Ausdauer). Cyberware könnte man über magische Gegenstände abbilden und man braucht noch ein paar Extra-Skills. Dafür fallen dann andere weg. Feats etwas anpassen etc. Könnte gehen. Ist aber auch die Frage wieviel Konvertierungsaufwand man haben will.

Viele Grüße
Thomas der Zweite

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Also diese Folge holte mich schon ziemlich ab, auch weil ich auf faterpg.de für die Adaptionen zuständig bin: Harry Potter, Im Westen nichts Neues, Faust, Tierfabeln, Nibelungenlied, Kinderserien, und Firefly (ach, guck mal, das macht wohl wirklich jeder).

Ich setze dabei gerne deutsche Medien um, weil es dazu oft noch nichts gibt. Deshalb schlüge ich Thomas für sein Star-Trek-Fate eher Fate-Patrouille Orion vor. Da gibt es weniger Konkurrenz.
(Außerdem sollte es ein Ohnsorg-Rollenspiel geben, aber das nur nebenbei.)

Was ich mir gewünscht hätte, wäre eine schärfere Trennung zwischen Konvertierung (von einem Rollenspiel zu einem anderen) und Adaption (von einem anderen Medium ins Rollenspiel). Es erfordert schon recht unterschiedliche Ansätze, ob ich bereits Regeln als Vorlage habe.
Auch wenn es da natürlich Grenzfälle gibt. Bspw. gibt es Rollenspiele, bei denen die Weltbeschreibung mit den Regeln gar nicht zusammengeht (ludonarrative Dissonanz). Da kann man dann die Weltbeschreibung adaptieren.
Oder so etwas wie die Scheibenwelt. Es gibt ein Scheibenwelt-Rollenspiel, aber ich halte GURPS hier für so ungeeignet, dass ich es komplett ignorierte für meine Arkanakarten-Umsetzung.

Dass Rollenspiel auch mit kaputten Regeln klappt, finde ich wenig überraschend. Der Großteil der Geschehnisse im Spiel ist ja gar nicht in Regeln gegossen. In keinem Regelwerk steht: „In dieser Welt lächeln Menschen, wenn sie fröhlich sind.“
Da außerdem die meisten Regeln gar nicht gelesen werden, spielt eigentlich vor allem der Regelkern eine große Rolle. (In Cthulhu: Stabilität wichtig, Verfolgungsjagden Banane.)
System does matter, but it does not matter all that much.
Die Verpackung macht hier bei den meisten Systemen viel mehr aus. Wegen seiner Darreichung spielen Leuten Vampire selten als das Superhelden-RSP, das es von den reinen Mechanismen her ist. Deshalb sollte man bei der Konvertierung auch hierauf achten. Das klingt hart, aber eine Stunde mit Adobe einen stimmungsvollen Charakterbogen für seine Adaption zu erstellen, bringt meistens mehr als eine Woche lang die Regeln feinabzustimmen.
Könnte Mystics of Mana sein Designziel so gut erreichen, wenn es nicht die passende Begriffe, Abbildungen und die Landkarte hätte? Ich denke, nicht.

Wozu ich mir noch eine Folge wünschen würde, wäre das Konvertieren von Abenteuern. Das ist für Systeme sehr hilfreich, für die es wenig bis keine Kaufabenteuer gibt. (Erneute Eigenwerbung: Ich gehe daher in „Kaufabenteuer verfeinern“ in einem eigenen Kapitel darauf ein.)
Ich leite eben häufig in Welten, für die es da nichts gibt, aber das muss einen ja nicht aufhalten. Ein gutes Firefly-Abenteuer ist einfach ein Cyberpunk-Abenteuer mit veränderter Kulisse und einem gesellschaftspolitischen Thema dazu (z. B. LGBTQ-Rechte).
Und die Hälfte aller 1W6-Freunde-Abenteuer sind verkappte Harry-Potter-Abenteuer. Sie wissen nur noch nichts von ihrem Glück.

PS: Ich kämpfte lange mit ihm, aber mein innerer Nerd hat gewonnen. Jetzt muss ich darauf hinweisen, dass man Velociraptoren nur reiten könnte, wenn man ein Gnom ist. Diese Dinos waren etwa truthahngroß. (Die Verwirrung in Jurassic Park kommt daher, dass man diskutierte, ob man Deinonychus umbenennt, als das Buch gerade geschrieben wurde.)

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Hallo zusammen,

irgendwie ne kurze Folge heute.

Ich fand die Folge heute als ein "Kratzen an der Oberfläche". Macht ihr vielleicht noch eine zweite Folge wo ihr tiefer in die Materie einsteigt? Vielleicht anhand einem Beispiels mal die Punkte die man dabei durchgeht.

Ich versuche mal da meine Vorstellung in Stichworten zusammenzufassen:
ShadowRun mit Savage World Regeln
- Welchen Vor-/Nachteil ergibt sich durch das geänderte Regelwerk generell?
- Wie passe ich die Spezies an?
- Wie soll Cyber-/Bioware funktionieren? Als Mächte? Talente?
- Wie stellt man die Matrix da?
- Der Wert Essenz (entfällt)?
- Wie passe ich die Zauber an? Lasse ich welche weg?
- Gleiche Fragestellung nur für Waffen/Ausrüstung
- etc

In der Folge über D&D4 hattet ihr (bzw. Michael) sehr gut den Unterschied, bzw. Vor-Nachteile im Vergleich zur dritten Edition rausgearbeitet. So in der Art hätte ich mir den Ansatz für diese Folge gewünscht.

Viele Grüße
Thomas der Zweite

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