DORPCast 160: Wunderschöne Wegweiser – Karten im Rollenspiel

Hallo zusammen!

Karten im Rollenspiel können viele Gestalten annehmen – Landkarten, Stadtkarten, Dungeonkarten und noch mehr. Ein spannendes Thema, dem sich Michael und Thomas aber nicht alleine widmen wollten. Darum haben sie Hannah Möllmann eingeladen, professionelle Kartenzeichnerin, deren Werke ihr schon unter anderem bei DSA, Splittermond, Eis & Dampf, Die 13 Gezeichneten, aber auch bei Mystics of Mana bewundern konntet.



Wie auch bei den anderen Gästen im DORPCast kennen die drei sich schon seit Jahren und insofern ist es kein 'Experteninterview', sondern mehr einfach ein lockerer Plausch mit einer, die Ahnung hat. Und natürlich gibt es wie immer noch Feedback, Crowdfundings, eine dreiköpfige Medienschau, sowie selbstredend weiterführende Links, Infos und Timecodes unten in den Shownotes.

Viele Grüße,
eure DORP



Episode 160: Wunderschöne Wegweiser – Karten im Rollenspiel
0:00:29 Intro
0:00:41 Wir haben einen Gast!
0:03:10 Feedback-Schleife
0:04:42 Crowdfunding: Tales from the Loop (Late-Pledge)
0:05:04 Crowdfunding: Pathfinder 2 – Zeit der Asche
0:05:21 Vorbestellaktion: Vampire: die Maskerade (V5)
0:05:55 Hannah hat auch Etwas zu verbergen
0:06:57 Medienschau mit Gast!
0:07:11 Medienschau: Tales from the Borderlands
0:10:42 Medienschau: SheRa and the Princesses of Power
0:18:19 Medienschau: Der Leuchtturm
0:22:29 Medienschau (kinda): Mythis Quest Quarantine
0:23:04 Zum Thema
0:23:22 Ein Überblick
0:24:24 Intentional falsche Ingame-Karten
0:26:10 „Korrektheit“ bei Karten fiktiver Regionen
0:27:06 Detaillierte Vorgaben oder große Freiheit in der Ausgestaltung?
0:29:33 Inspirieren diese Karten dann auch wieder die Autoren?
0:30:17 Etwas kaputtmachen
0:31:11 Von oben herab oder isometrisch?
0:31:43 Karten am Spieltisch nutzen
0:33:10 Verspielt oder pragmatisch?
0:35:07 Karten und diese Indierollenspiele
0:37:58 Schüchtert Talent ein?
0:39:42 Karten, die aussehen wie Enten
0:40:25 Wege, an Karten zu kommen
0:41:19 Okay Hannah, wie machst du denn jetzt eine Karte?
0:46:32 Diese Sache mit dem Realismus
0:51:57 Wie blickt eine Kartenzeichnerin auf die Karten anderer Leute
0:53:53 So … was haben wir noch für Themen offen?
0:54:26 Karten im Online-Spiel
0:57:00 Beschreiben ist (k)eine Last
0:59:27 Karten im Spiel erkunden
1:02:35 Parlainth
1:03:18 Forbidden Lands
1:04:22 3D-Druck und Dungeon Tiles
1:06:24 Wie kann man Dungeons optisch interessant gestalten?
1:08:46 Sind wir durch?
1:08:52 Dere Globus, Avespfade und Splitterglobus
1:09:59 Paper Towns
1:11:26 Die Kartenzeichner-Szene
1:12:02 Wir nähern uns dem Ende!
1:12:11 Sermon 3.5
1:13:23 Adieu

Hannahs Veröffentlichung bei System Matters
Etwas zu verbergen

Aus der Medienschau
Der Leuchtturm
SheRa und die Rebellenprinzessinen (Netflix | Trailer)
Tales from the Borderlands
(und gecheated: Mythic Quest: Quarantine (Apple TV | Trailer)

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Erwähnte Crowdfundings
Tales from the Loop (Late Pledge Phase, via Ulisses)
Pathfinder 2 – Zeit der Asche (via Ulisses)
Vampire: die Maskerade V5 (Vorbesteller-Aktion, via Ulisses)

Erwähnte Kartenprojekte
Dere Globus
Avespfade
Splitterglobus

Hannahs Karte von Megaterra, der Welt von Mystics of Mana
Die Karte von Megaterra

Die erwähnte Karte der Stadt des Lichts
Link auf Twitter

Michaels Kartographie aus Borbarads Fluch
Direktlink auf die PDF

Karten bei DriveThruRPG
Karten in der Spielhilfen-Rubrik
Karten in der „für Verlage“-Rubrik

Kartografie-Programme (eine unvollständige, alphabetische Übersicht)
Campaign Cartographer
Dundjinni
Dungeon Builder
DungeonFog
Dungeon Painter Studio
Illwinter's Floorplan Generator
Inkarnate
MapForge
Other World Mapper
Wonderdraft


Kommentare (8)

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Habe mich über die Erwähnung der neuen She-Ra Serie gefreut, ich mochte die. War aber trotzdem leicht enttäuscht, weil die Lead-Autorin der Serie, Noelle "Gingerhaze" Stevenson mit Nimona vorher einen so unglaublich schön erzählten ScienceFantasy Comic abgeliefert hat, dass meine Erwartungen da wohl etwas durch die Decke gingen. Nimona liegt mir einfach sehr am Herzen. Die Geschichte handelt vom leicht deprimierten Archvillain Ballister Blackheart, der mit der titelgebenden Nimona ungefragt einen neuen, tricksterischen Sidekick bekommt - in Folge ändert sich dann ziemlich viel, nicht zuletzt sein Leben und Nimona sich sowieso beständig.

Sollte das noch nicht bekannt sein, hier eine unbedingte Empfehlung.

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Optisch beeindruckende Dungeonkarten gibt es bei DCC, allerdings haben die den Nachteil, dass sie nicht an die Spieler weitergegeben werden können. Allerdings gibt es das Problem auch bei vielen alten und neuen DnD-Abenteuern. Es wäre so cool, wenn es zu jeder Spielleiterkarte eine Spielerkarte gäbe, die man zerschnippeln kann, um dann nach und nach den Spielern den Dungeon zu legen.

Das mit dem Kartenzeichnen seitens der Spieler habe ich einmal probiert, und danach sofort sein gelassen. Das funktioniert höchstens bei Dungeons mit reinen rechten Winkeln und ganz klaren Abmesungen. Selbst dann müsste ich als Spielleiter aber so viel Zeit auf die detaillierte Beschreibung der Abmessungen aufwenden, dass der Spielfluss darunter leiden würde.

Im der Episode habe ich ein wenig Hexkarten vermisst, die ja bei DnD eine wichtige Rolle spielten und zum Teil immer noch spielen (z.B. beim Grabmahl der Vernichtung). Der klassische Weg ist dabei, den Spielern eine blanke Karte zu geben. Ich habe hingegen gute Erfahrungen gemacht, wenn es eine grobe, nicht mit Hexfeldern ausgestattete In-Game-Karte mit Besonderheiten in dem Landstrich oder auf dem Kontinent gibt (und die Karte Ungenauigkeiten oder sogar Fehler enthält) und es zusätzlich die tatsächliche Hexfeld-Karte gibt, die dann nach und nach ausgefüllt wird. So schwächt sich die Ziellosigkeit der Spieler ab, die in Hexcrawls vorkommen kann (nicht muss).

Dungeon World arbeitet übrigens auch sehr viel mit Karten und hat als dezidiertes Spielprinzip sogar die Anweisung: "Zeichne Karten, lasse Lücken." Das bestärkt den "Spiele, um herauszufinden"-Gedanken von Dungeon World im Speziellen und pbtA-Spielem im Allgemeinen.
Kleiner Seitenhieb an DSA (was ich zugegebenermaßen nur aus zweiter Hand kenne): Kann es sein, dass da die Karten der Welt zu detailliert sind, und der Gruppe zu wenig Freiräume für eigene Schauplätze lassen?

Zum Thema "Wie zeichne ich einen Dungeon" gibt es bei Dyson Logos Blog eine schöne Erklärung:
https://dysonlogos.blog/maps/tutorials-help/
Die hat mir auf jeden Fall weitergeholfen.

Zuletzt möchte ich noch die Karten erwähnen, die in der deutschen Fassung von Cthulhu zum Tragen kommen. Meist handelt es sich um Karten von Häusern. Diese sind häufig so gestaltet, dass in den Räumen tatsächlich das eingezeichnet ist, was sich in den Räumen befindet. Ich finde das praktisch, denn dann wirken die Karten weniger abstrakt, sondern unterstützen mich als Spielleiter beim Beschreiben. Dieses Prinzip lässt sich auch gut auf Dungeon-Karten übertragen, und wertet diese auf. Wenn die Spieler kann den Raum sehen, kommt sie gegebenenfalls viel eher auf die Idee, mal diesen Schrank oder diese Statue zu untersuchen, weil das Bewusstsein, dass sich diese Dinge im Raum befinden größer ist, als bei einer reinen Beschreibung. Allerdings macht das Karten aufwendiger zu zeichnen, und ein Amateur wie ich, der eine normale Dungeonkarte noch gut hinbekommt, tut sich schwer, Möbiliar, Statuen, Schreine usw. zu zeichnen.

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Langsam glaube ich, ich horcht mich ab und legt eure Themen danach fest, was mich aktuell so umtreibt.
Ich befasste mich gerade ziemlich viel mit Landkarten, weil ich meine fünfjährige Tochter (mit großem Erfolg soweit) ins Rollenspiel eingeführt habe. Dafür erwarb ich Äventyr und „So nicht Schurke!“ und verglich die beiden.
Meine Kurzzusammenfassung: "So nicht Schurke!" ist wie die Sesamstraße, Äventyr ist wie die Sendung mit der Maus. SnS! richtet sich deutlich an kleinere Kinder und auch vor allem an sie. Äventyr ist für etwas ältere Runden gedacht, wo die Erwachsenen auch gerne dabei sind, wo aber auch kleine Kinder mit dabei sein können.
Und das sieht man sehr schön an den Landkarten. Die Karte von Fabula (SnS!) enthält nur einzelne Orte, zwischen denen einfarbige Fläche ist. Die Karte von Masona (Äventyr) ist eine klassische topografische Karte. Sie wirft sofort Fragen auf, wie: „Was liegt in diesem Gebirge zwischen A und B?“ Aber in SnS! gibt es eben nur die Orte A und B zu beschauen und dazwischen ist nichts angedeutet. Natürlich kann man da etwas hinpacken, aber das Hinführen zu dieser Welttiefe ist hier kaum vorhanden.
Insofern bieten die beiden Weltkarten eine Repräsentation nicht bloß der jeweiligen Spielwelt, sondern der Natur des Spiels an und für sich.

Dahinter versteckt sich für mich aber noch eine andere Frage: Warum sind eigentlich so viele Karten in Rollenspielen topografisch? Für sehr viele Spielformen wäre doch eine politische Karte viel relevanter. Ist das noch ein Erbe der Zeit des Wildniserkundens und Viecherverkloppens, das (historisch, nicht wertend gemeint) direkt aus den Kosims entstand? Oder steckt hier mehr dahinter?
Wie siehst du das, Hannah? (Thomas und Michael dürfen natürlich auch antworten, aber im Zweifelsfall setze ich da auf die Expertin. Mein Aluhut ist gerade in der Reparatur.)

Weil ich schon so lange rollenspiele, erschaffe ich auch gerne Spielorte, die nicht trivial zu kartographieren sind. Zum Beispiel eine Raumstation einer seltsamen Spezies, bei denen alle Räume nur einen Ausgang haben, aber die Gänge auf die Wünsche der Passanten reagieren und sie umleiten. Allerdings kann man von einem Raum nur jeweils eine gewisse Zahl anderer Räume erreichen, sodass man ein topologisches Netzwerk erhält und keinen euklidischen Raum.
Auch klein’sche Flaschen kann ich sehr empfehlen – wenn die SCs nicht aufpassen, spiegeln sie sich aus Versehen.

Übrigens danke Hannah für das gesprochene Gendersternchen, „Mitspieler*innen“. Ich versuche, mir das anzugewöhnen. (Wenn es wichtig ist, nicht in der Alltagssprache, wo Kürze eh über Präzision siegt.) Vor allem, wenn es um Student*innen geht. Die aktuelle Lösung der Unis ist nämlich „Studierende“ und das ist halt nicht dasselbe. Läufer*innen sind nicht dasselbe wie Laufende.

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Schließe mich da an: schöne Folge!

Was Kartentools angeht: ich habe Gutes über Wonderdraft und den neuerlichen Ableger Dungeondraft gehört.
Selbst verwendet habe ich allerdings beide noch nicht - bei mir gab's bisher immer nur leidlich schöne Kritzelein per Hand oder mit Procreate auf dem iPad. Diese äußerst ansehnliche Karte aus einer System Matters-Runde hat mich allerdings mal wieder daran erinnert, dass ich echt gern schönere Karten malen können würde


Ansonsten:
1. Wenn man Holzhammermoral in 80er-Zeichentrickserien erleben möchte, kann ich auch Marshal Bravestarr empfehlen (ich mochte das damals trotzdem ;))
2. Dragonlance kam ja schon relativ spät in der D&D-Historie und ich bin mir nicht sicher, ob es zu der Zeit wirklich noch in der Breite einen dedizierten Mapper gab. Vielleicht möchtet Ihr ja irgendwann mal eine "historische Kuriositäten des Rollenspiels"-Folge mit passendem Experten machen, um das zu eruieren.

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Sehr schöne Folge! Ich liebe Karten auch sehr und habe mittlerweile eine reichlich Sammlung aus meiner Spielleiterkarriere. Das meiste davon sind Skizzen diverser Schauplätze für meine VTR-Kampagne, aber es gibt auch ein paar Schätze, bei denen habe ich mir viel Mühe gegeben. Eine DSA Kleinstadt war auch dabei. Gezeichnet, weil ich spontan beschlossen hatte, dass hier nun das Finale stattfinden soll.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich das Online-Event Mapvember, dass der Rollenspielkartograph Miska Fredman ins Leben gerufen hat. Sowas wie der Inktober, wenn auch nicht so populär. Habe mich selbst 2016 dran versucht, hatte aber nicht sonderlich viel Durchhaltevermögen.
Als Freeware Programm zum Kartenzeichnen gibt es übrigens noch AutoRealm als Alternative.
Interessant fände ich auch noch, was ihr von Spielsystemen haltet, die Karten fast schon obligatorisch machen, weil die (Kampf-)Regeln es begünstigen. Dabei muss es ja nicht mal so detailliert sein, dass es um die Meter genau geht. Im Gegenteil, das moderne System mit Kampfbewegung in Zonen (Star Trek Adventures, Star Wars von FFG, ALIEN RPG), braucht meineserachtens dringend Skizzen, um nutzbar zu sein. Dafür ist so eine Skizze aber auch schnell gemacht.

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Hallo,

wieder eine interessante Folge.

https://donnerhaus.de/

Die zeichnen auch selber sehr tolle Karten und hatten den großartigen KIckstarter https://www.gameontabletop.com/cf236/jannasaras-kartentasche.html

gemacht.

Gruß

Christoph

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Ja, das Donnerhaus hatte ich in euren Erwähnungen auch vermisst.
zZ in meinen Augen die aktivsten und besten Newcomer, auch abseits ihrer Karten ist der Blog ein absoluter Augenschmaus

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Asche auf mein Haupt! Donnerhaus hatte ich explizit in meinen Notizen stehen, aber dann sind wir da so wild drin hin und her gesprungen, dass die Erwähnung auf der Strecke geblieben ist.
Ja, die sind voll toll die Karten!

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