DORPCast 159: Grande Venti Bombur (Kaffeeklatsch No. 10)

Hallo zusammen!

Schon lange wurde immer mal wieder danach gefragt und endlich hat es sich mal wieder ergeben: ein Kaffeeklatsch!
Der heutige thematische Kessel Buntes umfasst unter anderem die Preise von Rollenspielen, Print on Demand, die hinterfragte Freude am medialen Spekulieren – und mehr!



Richtige Themen vor dem Thema gibt es nicht, weil's ja eh kein einzelnes Thema gibt, aber natürlich kommt auch dieser DORPCast mit Medienschau, Crowdfundings und Feedback daher, sowie natürlich weiterführenden Links, Infos und Timescodes unten in den Shownotes.

Viele Grüße,
eure DORP
Episode 159 – Grande Benti Bombur (Kaffeeklatsch No. 10)

0:00:30 Intro
0:01:35 Feedback.Schleife
0:03:35 Crowdfunding: Durance – Gefangen!
0:04:10 Crowdfunding: Tales from the Loop
0:04:47 Der Vampire: die Maskerade Fünfte Edition PreSeller
0:05:33 Vorbesteller-Aktion: English Eerie
0:05:41 Crowdfunding: Drowned Earth – Ulaya Chronicles
0:06:18 Vorbesteller-Aktion: English Eerie – jetzt echt
0:07:23 Die 1W6 Freunde, dritte Edition: bald gedruckt im Handel
0:08:23 Noch'n Feedback
0:09:24 Medienschau: The Mandalorian
0:15:16 Medienschau: Midsommar
0:20:52 Medienschau: Star Wars Catalyst
0:24:02 Medienschau: John Wick 3
0:27:29 Zu den Themen
0:27:47 Können „offizielle“ Macher Fanwerk veröffentlichen?
0:34:35 Wie teuer soll/darf/muss ein Rollenspielbuch eigentlich sein?
0:40:30 Einige Gedanken zum Thema Print on Demand
0:49:46 Über die Freude an Metaplot und Spekulation
0:58:48 Conventions Digital
0:59:14 … und den Rest wann anders ;)
0:59:23 Sermon 3.5
1:00:00 Adieu

Aus der Medienschau
John Wick 3
Luceno, John: Star Wars Catalyst
Midsommar
The Mandalorian (Trailer | auf Disney +)

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Crowdfundings
Durance – Gefangen! (via Pro Indie/Vagrant Workshop; abgeschlossen)
Tales from the Loop
(via Ulisses; abgeschlossen)
Vampire Fünfte Edition PreSeller (via Ulisses)
English Eerie (via System Matters)
Drowned Earth – Ulaya Chronicles (via James Baldwin)

Mehr Loop!
Thomas zu Gast beim Nerdigen und Phantastischen Trashtalk
Thomas' Video zum Loop-Deutschlandband
Thomas' Blog-Artikel auf der Ulisses-Webseite

Die 1W6 Freunde – Dritte Edition
Digital gibt es das Buch wie immer kostenlos – den Download findet ihr hier! (Seit gestern sogar schon die in der Folge erwähnte, leicht aktualisierte Fassung.)
Die gedruckte Version ist noch nicht bei den Händlern gelistet, aber wenn ihr euch die ISBN schon mal einkreisen wollt: 978-3-7519-3504-3

Thomas' erwähnte Romane
Schleier aus Schnee
Verdorbene Asche

Weiterführende Links
Wen Satyrs Magus-Projekte interessieren, der findet die meisten Infos auf seiner Patreon-Seite. Dort gibt es (für zahlende Unterstützer) auch schon erste Auszüge aus dem hier explizit genannten Mage Made Easy.
Die Easy Allies haben insgesamgt nun drei Folgen „Spoiler Mode“ zu Final Fantasy VII Remake veröffentlicht. Dies hier aber ist die, auf die sich Thomas in der Folge explizit bezieht – und praktischer Weise sogar die einzige der drei, die es auch für Nicht-Patrone zu hören gibt.
Die Feencon wird derweil dieses Jahr digital stattfinden, die Feencon-Webseite weiß das aber offenbar wohl noch nicht. Sie sei der Vollständigkeit halber dennoch genannt.

Kommentare (7)

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Wo John Wick angesprochen wurde...
Wer John Wick und Rollenspiel mag hat wahrscheinlich Spaß an der Folge des Film Re Roll Podcasts in der sie John Wick mit GURPS nachspielen. Dabei spielt niemand John Wick, sondern die Spieler sind Nebenfiguren des Films, die Versuchen, die Naturgewalten John Wick zu überleben.
http://feeds.soundcloud.com/stream/553026108-pauloquiros-film-reroll-ep-51-john-wick.mp3
http://feeds.soundcloud.com/stream/559833522-pauloquiros-film-reroll-ep-52-john-wick-part-2.mp3

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Heh, ich wollte immer mal Dread spielen, in dem die Spieler Ganger sind und sich vor Judge Dredd fliehen müssen, aber das würde ja auch gut passen.

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Ach herrjeh...

Die Kanon-Sau

Da habe ich 2011/2012 schon mal was zusammen geschrieben, heute würde meine Urteil ob der "Fan-Gemeinde" wahrscheinlich noch ... "schlechter".... ausfallen, da diese die Deutungshoheit immer mehr an sich gerissen haben.

Hier die ersten beiden Artikel, den dritten habe ich leider nie mehr geschrieben.
Vielleicht sollte ich dies mal tun. würde zum Thema passen.
(Ich war dann nicht bei BP aktiv...)

Veröffentlicht ihr auch Gast-Artikel?

https://www.bibliotheka-phantastika.de/2011/04/18/ja-aber-ist-das-kanon-teil-1/

https://www.bibliotheka-phantastika.de/2012/02/11/ja-aber-ist-das-kanon-teil-2/

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Das Schöne an Kaffeeklatschfolgen ist ja, dass man immer ein Thema findet, zu dem man was beisteuern kann. Also tue ich das jetzt mal zu zwei der Punkte.

Wie teuer darf ein Rollenspielprodukt sein? – Teurer als es aktuell ist.
Ich gebe Michael Recht. Günstigere Medien gibt es einfach kaum. Wer glaubt, ein Grundregelwerk sei zu teuer, sollte mal seine Runde für einen einzigen Abend ins Kino einladen.
Ich finde es durchaus jedes Mal bedenklich, wie günstig solche Produkte sind. Ich hätte gerne die Option, das gewöhnliche Regelwerk zum Preis des limitierten zu kaufen. (Tatsächlich ist das nicht so simpel, auch wegen der Buchpreisbindung. Ich bekam jetzt durch einen Datenbankfehler eine Box von Äventyr zu viel geliefert. Ich wollte Ulisses diese bezahlen, aber es wurde abgelehnt, das müsste als Geldgeschenk verbucht werden und das ginge rechtlich nicht.)
Ich vermute auch, dass hinter dem „Geiz“ der Käufer weniger Kaufkraft entscheidet, als Kaufpsychologie. Man kauft halt die Katze im Sack und in einem großen Batzen. Da ist es schwer, die vielen, vielen Spielsitzungen abzuschätzen, die da dranhängen werden (oder eben auch nicht). Rollenspiel ist halt leider ein Medium ohne laufende Einnahmen. Andere Medien lösen das durch endlichen Inhalt (Bücher oder DVDs zum Beispiel) oder laufende Kosten (WoW oder D&D Beyond). Auch Pay-to-Win funktioniert im RSP ja nicht so wirklich.
Ich habe tatsächlich mal das soziale Experiment gemacht. Ich hatte mal eine Fate-Runde, in der ich vor jeder Sitzung von jedem einen kleinen Obolus eingesammelt habe, mit der Erklärung, ich wolle mal testen, wie viel auf diese Weise für den Verlag herauskommen könnte. Innerhalb von vier Monaten kamen 50 € zusammen. Das ist kein Vermögen, aber für arme Studenten gar nicht mal so wenig – und natürlich viel weniger, als wir in derselben Zeit in Knabberkram und Getränke investiert haben.
Man könnte mit dieser Zahl jetzt wild spekulieren. 50 € in vier Monaten von armen Leuten ergibt vielleicht 200 € im Jahr für die Durchschnittsrunde. Bei tausenden von DSA-Runde im Land, könnte Ulisses über so einen Standard sechsstellige Reingewinne erzeugen. Aber das ist schon sehr Wunschdenken. Worauf ich eigentlich hinaus will, ist, dass das ohne Frage mehr Gewinn war, als Uhrwerk mit den beiden Regelwerken der Runde erwirtschaftet hatte. Ergo: viele kleine Posten funktionieren besser und Rollenspieler sind nicht so arm, wie sie manchmal jammern. (Vermutlich wenig überraschend.)

Bzgl. Meta-Plot-Freude sehe ich da kein Abklingen durch neue Technologie, sondern eher ein Zersplittern in immer kleinere Gruppen, die dafür nur umso intensiver werden. Hier scheint es mir förderlich, wenn es auch viel zu diskutieren gibt, weil das Werk viele Anspielungen enthält oder auch einfach wenig Sinn ergibt. Wir Potterfans spekulieren heute noch über die Inhalte der Bücher und entwickeln Fantheorie, obwohl die meisten von uns alles nach Buch 7 nur unter Vorbehalt als Kanon ansehen, weil es immer weniger Sinn ergibt.
Aber auch da kommen immer noch neue Ideen. Die neueste, die ich las, befasste sich mit den Zeitumkehrern. Denn eigentlich ergibt es keinen Sinn, dass man offenbar Zeitmaschinen aus banalen Gründen an Schüler verteilt, die aber in späteren Büchern für so selten erklärt werden, dass in einer Szene alle Exemplare weltweit dieser kriegswichtigen Geräte zerstört werden, um sie herauszuschreiben.
Oder ist das vielleicht sogar sehr plausibel? Was, wenn Zeitumkehrer einfach entweder sehr neu sind oder zwar schon länger existieren, aber man sie erst seit kurzem in größeren Mengen produzieren kann? Dann hätte niemand medizinische Daten dazu, ob es vielleicht Langzeitschäden durch Zeitreisen gibt. Und nun gab es dieses aufmüpfige Schlammblut, das sich nun wirklich ideal als Versuchskaninchen eignete…

Ich teile übrigens eure Abneigung zum Sportschauen. Ich verstehe einfach nicht, warum man anderen Leuten beim Sport zugucken sollte. Ich mache eigentlich lieber selbst Sport.
Das verschlimmert vermutlich gerade meine Frustration als Familienvater, dass unsere Gesellschaft Bundesliga offenbar wichtiger findet als Kitas.

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Hallo,

ich hab hier ein kleines Problem:

Jetzt ist das ein Kaffeeklatsch, aber Episode 134 (Kurze Themen, lange Gedanken) nicht?

Der DORP-Metaplot wird immer unkonsequenter und sollte dringend in fähigere Hände gelegt werden!!1!!einself!!

Spaß beiseite: Tolle Folge, vielen Dank!

Gruß

Franz

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Hallo ihr zwei,

wieder ein sehr unterhaltsamer Cast.

Von John Wick 3 war ich auch begeistert. Einige Dinge fand ich bemerkenswert:

Am Ende begibt sich Wick in die beeindruckende Spitze des Hotels um sich den Endgegnern zu stellen. Was eigentlich eine dumme Idee ist. Sie wollen ja ihn töten, also kann er wie schon vorher im Foyer wo er will auf sie warten.

Und natürlich das Ende, bei dem man sich fragt, hat der Hotelier ihm nun die Flucht ermöglicht in dem alles abgesprochen und vorbereitet war oder ist das Glück gewesen.

Gruß

Christoph

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Hallo ihr beiden.

Zum Thema offizielle Autor*innen, die Fanwerk machen: Hier stellt sich natürlich die Frage, wie sich der Autor oder die Autorin selbst sieht. Primär als Fan oder primär als Autor?

Hierzu vielleicht etwas aus eigener Erfahrung, sogar mit Ulisses-Bezug.
Ich arbeite seit der ersten HeXXen-Phase an HeXXen 1733 mit, primär als Autor. HeXXenmeister Mirko Bader hat von Beginn an Fans, bzw. Hobbyautor*innen in das Worldbuilding mit einbezogen. Er hat aktiv Fanprojekte innerhalb der Autorenschaft angeregt, beispielsweise das HeXXen-Hörspielprojekt. Mit Ralf Kurtsiefer, Ralf Sandfuchs, Madeleine Seemann und mir sind mindestens vier offizielle HeXXen-Akteur*innen beteiligt gewesen.

Und zu einem meiner eigenen Fanwerke im Scriptorium kam es, als ich nach der abgeschlossenen Phase I noch ein Abenteuer auf Halde hatte, das ein Verbindungsstück zu dem von mir lektorierten Kampagnenband "Königreich der Dornen" und meinem Abenteuer "Im Bann der Saalenixe" aus dem Archiv des Wächterbunds I darstellt.
Das Abenteuer heißt "Der Schlüssel".
(https://www.ulisses-ebooks.de/product/260957/HeXXen-1733--Der-Schlussel&;language=de)

Es entstand als Testspielabenteuer während der Phase I und ist zudem ein "Reiseabenteuer"; für das Archiv waren aber städtische Schauplätze gefragt. Es passte somit nicht ins Konzept. Die Frage lautete dann: Was mache ich nun damit? Es erfüllt nur einen ganz eingeschränkten Zweck; eine spätere, zeitversetzte offizielle Publikation ist damit ausgeschlossen.
Hinzukam: Das HeXXen-Scriptorium war zu Beginn noch völlig leer; das ist es eigentlich bis heute. Jedes Produkt, das dort erscheint, lässt den HeXXen-Bereich nicht ganz so traurig aussehen. Auch Philipp Baas, der in Phase III als Autor tätig ist, hat dort ein (sehr gutes!) Fanwerk veröffentlicht, eine Regionalbeschreibung zu Dortmund. (https://www.ulisses-ebooks.de/product/269411/Regionalbeschreibung-Dortmund?src=hottest_filtered&;filters=45685_0) Wieso sollte man so etwas auf der Festplatte vergammeln lassen?

Was ich damit sagen will: Es ist vermutlich ein Unterschied, ob ein "lead author" bzw. Redakteur eines Produkts plötzlich fanware raushaut oder mitarbeitende Fans. Ich denke es besteht - um im Bild zu bleiben - ein Unterschied, ob ein HeXXen-Autor oder Mirko himself Werke ins Scriptorium packen würde. Dass aber die Autorenschaft mit eigenen Fanwerken vorhandene Leerstellen füllt, bzw. verworfenes Material für pay-what-you-want anbietet (und der Verlag bei Verkäufen ja auch mitverdient) sehe ich nicht als problematisch an.

Um meine Eingangsfrage zu beantworten: Ich sehe mich als Fan, der das Privileg hat, seine Spielwelt auch offiziell mitgestalten zu dürfen. Dennoch entstehen in diesem Prozess unzählige Werke, die aus dem großen Ideensteinbruch geschlagen wurden, aber zumeist aus Platzgründen nicht berücksichtigt wurden. Bereits jetzt habe ich vollständig ausgearbeitete Städte für Sachsen, Ostpreußen und den Harz, die es nicht in "Die Deutschen Lande" geschafft haben oder Inselstädte aus Phase IV. Qualität entsprechend und aus der selben Feder. Zu schade für die Tonne.

Ich persönlich bin sehr glücklich damit, dass wir HeXXen-Autoren mit Mirko einen Redakteur haben, der uns anspornt auch weiterhin kreative Fans zu sein.
Dass sich das lohnt, zeigt mein letztes Beispiel: Die anstehende Phase IV ("MM") entstand dadurch, dass sich mit Bjorn Beckert und meiner Wenigkeit zwei "offizielle" Autoren im Orkenspalterforum an eine Scriptoriums-Spielhilfe gesetzt hatten und Mirko diese rechtzeitig "verhindern" konnte, um besagte Fanspielhilfe offiziell zu machen.

Insofern: Meiner Meinung nach sollten innerhalb unserer kleinen Rollenspielcommunity, in der Content Creators immer auch Fans sind, die Grenzen zwischen offiziellen und inoffiziellen Werken schwimmend sein, damit die Kreativität ausreichend Gelegenheit bekommt zu sprießen.


Ganz liebe Grüße
Raphael von den Thomas-Michalski-und-Michael-Mingers-Ultras


PS: Ich sag das nur alle paar Jahre; immer dann, wenn es mal was zu kommentieren gibt, es soll aber nicht untergehen: Euer Podcast ist großartig, ich höre jede Folge, macht weiter so!

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