DORPCast 155: Corona

Hallo zusammern!

Es war nicht, was geplant war, aber ein Thema überschattet gerade ja ohnehin alles. Darum sprechen Michael und Thomas in dieser Folge über den Corona-Virus, aber spezieller darüber, wie wir unser Hobby leben können in einer Zeit der Selbstisolation, Quarantäne und drohenden Ausgangssperren. Erwartet dabei keine bahnbrechenden Antworten, die hat derzeit ja keiner, aber vielleicht ist die eine oder andere Inspiration ja für euch dabei.



Natürlich gibt es aber trotz allem Themen vor dem Thema: Michael erzählt vom WELTENwerker Konvent, es gibt ein wenig Feedback zur letzten Folge, ein wenig aktuelle Crowdfundings und leider auch die unvermeidliche Aufschiebung der Dracon 14 auf einen noch unbestimmten Tag in der Zukunft.

Wir haben außerdem unten neben den üblichen weiterführenden Hinweisen, Links und Timecodes unten in den Shownotes ein paar gesonderte Links zu verlässlichen, seriösen, offiziellen Quellen zur Corona-Pandemie ergänzt, falls ihr noch nach etwas in der Art sucht.

Viele Grüße und bleibt gesund,
eure DORP

Episode 155: Corona

0:00:00 Ein wichtiges Wort vorweg
0:01:43 Intro
0:03:04 Feedback-Schleife
0:04:23 Crowdfunding: Spire
0:05:14 Crowdfunding: Möglicherweise ein Ulisses-Crowdfunding (jepp: Werkzeuge des Meisters)
0:05:22 Der Scorp war auf dem WELTENwerker Konvent
0:07:56 Thomas war weder auf der Heinzcon noch auf dem KRK
0:08:21 Die Dracon 14 ist auf unbestimmte Zeit verschoben
0:10:25 Die Padercon findet … wohl auch nicht statt
0:10:53 Generelle Worte zu den Convention-Ausfällen
0:11:39 Medienschau: Injustice 2 – Gods among Men
0:16:47 Medienschau: William Gibson – Agency
0:20:47 Medienschau: The Witcher
0:25:37 Medienschau: Die Farbe aus dem All
0:30:53 Überleitung, ey
0:31:06 Eine vermutlich mittlerweile redundante Erklärung wie sich COVID-19 überträgt
0:34:02 Ja gut. Und jetzt?
0:34:47 Online spielen
0:41:12 Geschenkte Zeit: Das Problem als Chance begreifen
0:42:05 Das Buch endlich mal lesen
0:42:36 Endlich mal das Wunschprojekt realisieren
0:44:45 Let's Plays
0:49:09 Outgame neue Fertigkeiten erwerben
0:49:53 Es lohnt sich derzeit ein Blick durch das Internet
0:50:27 Ein Fazit
0:51:23 Sermon 3.5
0:52:06 Adieu



Gute Informationsquellen zum Thema Coronavirus/COVID-19/SARS-CoV-2

Die Webseite der Bundesregierung

(darüber hinaus ist es sicherlich sinnvoll, auch die Webseiten eurer spezifischen Landesregierung und eurer spezifischen Gemeinde/Kommune im Blick zu behalten)
Die zentrale Sammelstelle zur Viruserkrankung beim Robert-Koch-Institut (RKI)
Die Pressekonferenzen des RKI sind ebenfalls online zugänglich. Hier beispielsweise die beim Erscheinen dieses Podcasts gerade aktuellste vom 20.03.
Coronavirus Update – Podcast von Professor Christian Drosten, dem Leiter der Virologie an der Berliner Charité
Im akuten Fall von Angst, Sorge oder gar Panik bieten viele Länder, Städte und Gemeinden entsprechende, lokale Hotline-Dienste an. Ansonsten ist in solchen Fällen auch der Hausarzt immer ein Ansprechpartner.

Nehmt euch generell in Acht vor der oftmals sehr selektiven und vielfach unnötig alarmistischen und sensationalistischen Aufbereitung der Informationen aus den oben genannten Quellen in den Nachrichten. Das ist alles stressig und belastend genug, auch ohne jeden Tag fünf Varianten von „Kommt jetzt die Ausgangssperre?!?!“ lesen zu müssen. Informiert sein ist wichtig; das ist aber kein Grund, in den Vortex aus Clickbait und Paranoia gezogen zu werden, der überall im Internet auf euch wartet.
- Thomas



Aus der Medienschau
Die Farbe aus dem All (Trailer | Vorbestellen)
Gibson, William: Agency
(und der Vorgänger – Gibson, William: The Peripheral)
Injustice 2 – Gods Among Men
The Witcher

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Crowdfundings
Spire (via System Matters)
DSA: Die Werkzeuge des Meisters (via Ulisses Spiele)

Zum Thema
Eine Videobotschaft von Ulisses-Chef Markus Plötz zur aktuellen Lage (Stand 20.03.)

Erwähnte Let's Plays
Der Ulisses Twitch-Kanal
Der Ulisses YouTube-Kanal
Critical Role
Titansgrave – Ashes of Valkana
Das von Michael erwähnte Harmonquest ist, soweit ich das sehen konnte, derzeit leider noch nirgendwo in Deutschland legal zugänglich.

Kommentare (5)

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Es ist sicherlich nicht repräsentativ, aber ich habe mal eine kleine Auswertung gezogen, was die Nutzung des Online Würfel Tools RollButler (https://rollbutler.net) in diesem sich nun deutlich dem Ende neigenden Monat betrifft. Und auch wenn noch anderthalb Tag offen sind, so ist die Nutzung (nicht nur über Discord) um den Faktor 8,3 zum Mittel der Vormonate angestiegen. Effektiv wird an Samstagen fast so viel online gewürfelt, wie sonst in einem ganzen Monat.

Will sagen: in der in der ein oder anderen Art und Weise netzaffinen Rollenspielcommunity ist der Umstieg auf Online Runden wohl sehr gut gelungen. Tatsächlich habe ich auch Stimmen vernommen, die von dieser Art des Spielens nun auch angefixt sind und gewisse Vorteile sehen.

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Hui, harte Daten als Grundlage, sehr schön! Dank dir!
Weiterer Vorteil von Onlinerunden. Die Hemmschwelle mal was auszuprobieren ist niedriger. Dazu habe ich auch eine Anekdote im nächsten DORPcast.

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Hallo,

vielen Dank für diese Folge! Nachdem wir alle davon betroffen sind, fand ich es gut und wichtig, dass ihr darüber gesprochen habt. Ja, es stimmt, dass die Auswirkungen, die Corona auf unser Hobby hat ein absolutes Luxusproblem ist. Für viele von uns ist Rollenspielen ein Mittel, dass uns hilft aus unserem Alltag in einer Art und Weise auszubrechen und uns von ihm zu entspannen, wie es wohl kaum ein anderes Medium schafft. Wenn nun der Alltag UND der Ausgleich in gewisser Art und Weise auf den Kopf gestellt werden, dann ist es sehr legitim über beides zu sprechen. Dennoch sind wir in der glücklichen Lage über das Netz unser Hobby weiter zu leben, was sich für Sportbegeisterte im Moment vermutlich schwieriger darstellt.
Ich möchte dazu kurz auch meine Erfahrung damit teilen. Ich habe vor einer Woche das erste mal eine Runde Cthulhu (und zwar das Abenteuer "Eisgefängnis" aus dem Band "Nautischer Nachtmahr" über Discord geleitet. Ich habe mich dafür entschieden, weil es auf einem sowjetischen U-Boot spielt und ich es für sehr geeignet halte. Ich habe weder Erfahrung mit Discord noch dem Spielleitern über irgendeine Form von digitalen Kanälen, was der Tatsache geschuldet ist, dass ich die direkte Interaktion mit meinem Gegenüber immer noch über alles mehr schätze. Es gab in meiner 30jährigen Rollenspiel"karriere" niemals einen Grund es anders zu machen. Zunächst war ich skeptisch muss aber sagen, dass es sogar sehr gut gelaufen ist. Vor allem aus einem Grund, was eigentlich meine Hauptaussage dieses Kommentars sein soll. Ich habe ein kleines Programm dazu verwendet, dass ich uneingeschränkt empfehlen kann: Syrinscape. Ein Programm, dass Musik und Soundeffekte für bereits publizierte Abenteuer (vor allem D&D und Pathfinder, aber auch Call of Cthulhu oder generische Settings) anbietet. Seit einiger Zeit gibt es dazu einen Client, den sich die anderen Spieler installieren und der Spielleiter kann Soundeffekte und Musik bei den Spielern abspielen. Das ganze ist nicht ganz billig, der Spielleiter muss ein Abo haben, aber für die Spieler ist es kostenlos. Ich bin ein großer Fan von Musik im Rollenspiel und es ist für mich über die Jahre das Tool schlechthin geworden um Stimmung zu erzeugen. Hier ein paar Infos mehr dazu: Syrinscapeonlineplayer.

Das bringt mich gleich zu meinem nächsten Punkt und eurem nächsten Thema. Ich muss zugeben ich verstehe die Begeisterung nicht, sich andere Leute beim Rollenspiel anzusehen. Wenn es sich um eine Gruppe handelt, die ihre Skypekonferenzen von ihren jeweiligen Schreibtischen im Splitscreen hochladen gar nicht. Aber ebenfalls die Glamourvariante einer Runde aus Voiceactors in einem gut ausgeleuchteten Studio, gehüllt in (leider meist sehr schlechte und clichébehaftete) Kostüme. Das macht für mich überhaupt keinen Sinn. Rollenspiel steht in der langen Tradition des oralen Erzählers. Ein Medium, das im Kopf funktioniert, wo es um Immersion geht, um Vorstellungskraft und Fantasie.
All das funktioniert für mich hingegen wunderbar in einen Podcast oder einer guten Audioaufnahme von Spielsessions. Dieses Medium ist viel passender und geradezu prädestiniert dafür. Vor allem weil es sich eben um Voiceactors (sic!) handelt. Ich liebe die Sessions von http://www.yog-sothoth.com, die das seit 2005!!! machen. Aber auch die reine Audiovariante von "L.A. by Night" sorgt bei mir als Podcast für wesentlich mehr Immersion und Begeisterung als stundenlanges Anstarren eines Bildschirms. Und nebenbei kann man noch Hausarbeit machen oder in die Arbeit gehen (das wird wohl wieder passieren) oder kochen oder was auch immer man möchte. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich ein Kassettenkind bin und mit Hörspielen groß geworden bin (die ??? im Wiener Konzerthaus waren schon ein Erlebnis ;)).

Zu guter Letzt möchte ich noch sagen, dass ich alles, was unser so schönes Hobby anderen näher bringt eine Berechtigung hat, weil ich denke, dass es keine schönere Beschäftigung und keinen schöneren Ausgleich gibt, als sich mit Freunden an einen Tisch zu setzen und gemeinsam eine Geschichte zu erzählen.

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Ich habe Benjamin Loomes schon ein paar Mal getroffen, sehr netter Typ und wir hatten Syrinscape auch schon bei Ulisses am Stand. Ist wirklich ein tolles Tool für Musik und Geräusche am Spieltisch, was ich aber halt gar nicht brauche. ^^
Ich glaube, die visuelle Repräsentation durch die Let's Play Videos ist auch gar nicht sooo wichtig, da diese Runden als Nebenbeimedium bis fast zur Berieselung wahrgenommen werden. Oder als entfernte, aber merkliche soziale Teilhabe an einer Gruppe, bei der man im Zweifel live sogar im Chat dabei sein kann. Daher ist der Vergleich zum Audio-Podcast also nicht mal so weit weg.

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Ja, das wird eine harte Zeit für die Szene. Ich mache mir weniger Sorgen um das Hobby an sich, aber für Verlage usw. wird es schwierig werden. Vor allem in den USA, wo sehr viel über die Cons läuft, die jetzt alle abgeblasen werden.

Das Spielen übers Netz war für mich früher nie eine Alternative. Als ich dann nach Warschau zog, änderte sich das. Ich bevorzuge den echten Tisch weiterhin deutlich, aber übers Netz konnte ich in meinen alten Runden bleiben. Und weil eine davon ziemlich wechselhaft war, ging ich alle möglichen Kombinationen durch: Nur ein Spieler per Netz zugeschaltet bis alle übers Netz. Von bloß Skype und physische Würfel bis Roll20. Usw.
Wichtigste Erkenntnis für mich: Die Kommunikationswege zum SL müssen symmetrisch sein. Wenn fast alle an einem Tisch sitzen und nur einer zugeschaltet ist, sollte derjenige das Spiel leiten. Denn wenn alle anderen viel schneller und klarer mit dem SL kommunizieren können, dann bleibt der Fernspieler auf der Strecke. Ähnliches gilt bei sehr internationalen Runden. Der Ping macht da schon einen Unterschied.

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