DORPCast 141: Von Bonner Feen und Berliner Ratten

Hallo zusammen!

Das Thema Conventions lässt uns noch nicht los – während Thomas in der alten Bundeshauptstadt Bonn die 30. Feencon besucht hat, tingelte Michael in die neue Bundeshauptstadt Berlin, um der Premiere der ersten RatCon dort beizuwohnen. Und im Anschluss an die beiden Berichte haben beide dann noch ein paar allgemeine Gedanken zu Con-Franchises und ungleicher Con-Verteilung in Deutschland im Gepäck.



Davor gibt es wie gewohnt einige Themen vor dem Thema inklusive Crowdfundings und Feeback, es gibt eine ungewöhnlich in die Tiefe gehende Medienschau – und natürlich weiterführende Links, Hinweise und Timecodes unten in den Shownotes!

Viele Grüße,
eure DORP

Episode 141: Von Bonner Feen und Berliner Ratten

0:00:29  Intro
0:01:07  Feedback
0:05:09  Hamstercon 2019
0:06:25  Der Dracon-Termin 2020 steht!
0:07:28  Crowdfundings
0:09:23  DORP-TV in Bonn
0:10:41  Thomas zu Gast bei Per Anhalter durch die Phantastik
0:11:55  Medienschau

0:34:57  Die Feencon 30
0.42:02  Die RatCon Berlin
0:49:42  „Franchising“
0:53:49  Woher kommt das Con-Gefälle in Deutschland?
0:57:02  Anstehende Cons
1:00:39  Sermon 3.0
1:01:19  Zwei Hinweise in eigener Sache
1:02:38 Adieu!

Aus der Medienschau
Dirk Gently's Holistic Detective Agency, Staffel 1 (Trailer | Netflix)
Star Trek Discovery, Staffel 1 und 2 (Trailer | Netflix)
Stranger Things, Staffel 3 (Trailer | Netflix)

DORP-Veröffentlichungen
Ihr Name ist Mensch im Druck
Die Preview zu Mystics of Mana

Crowdfundings
So tief die schwere See (via System Matters)
Mythic Constantinople (via 100 Questen Gesellschaft)

Thomas, nicht hier
Thomas zu Gast bei Per Anhalter durch die Phantastik
Thomas' Blog-Artikel wider dem Binge-Watching

DORP-TV auf der Feencon
System Matters
storylike
Die offizielle storylike-Webseite

Kommentare (9)

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Verspätet zum Thema Con-Verteilung in Deutschland…
Als unterfränkischer Con-Veranstalter kann ich dem Richard nur zustimmen: Es gibt viele Cons, auch im Süden. Meine Erfahrung zeigt aber, dass viele Cons nicht wahrgenommen werden, wenn sie außerhalb des eigenen Umfelds stattfinden und eine gewisse Größe oder Attraktivität (Besucherzahl, Verlagspräsenz, bekannte Autoren als Gäste) nicht bieten können.
Hauptpunkt für das mögliche Nord-Süd-Gefälle ist auch für mich dabei die größere Bevölkerungsdichte und gleichzeitig die Ballung von Verlagen, Händlern und Kreativen im Norden oder Westen.
Neustes Beispiel ist der Niederrhein-Con, der gerade zum ersten mal stattgefunden hat. Ein Con mit einer solchen Reihe von Verlags- und Verkaufsständen, der auf Anhieb über 400 Besucher zählen kann, ist im Süden die Ausnahme. Mit einem Verlagsstand im Gepäck überlegt man es sich eben zweimal, ob man 300 – 400 Kilometer zu einer Con fahren soll, wenn die zu erwartende Besucherzahl nicht mehr Umsatz verspricht als Zeit- und Kostenaufwand verlangen.
Jedenfalls gibt es meiner Meinung nach reichlich Cons im Süden. Es ist oft nur eine Frage der Wahrnehmung, ob die kleineren Cons oder die Cons in der Provinz überhaupt bemerkt werden. www.fantasy-festival.de

Michael
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Huhu
Zum Thema Süddeutschland hätte keine Rollenspiel Cons:
Reu-Con in Reutlingen 19.-20. Oktober

Ansonsten kann ich nur diesen Überblick empfehlen: https://aroma-magazin.blogspot.com/p/conventions-und-messen.html

War ne coole Folge! Danke für euren Content!

Florian
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Achja... Star Trek Discovery...
hat echt viele Fehler. Ich konnte die Serie als früherer Fan da nicht durchhalten, denn während die ersten Star Trek Serien zumindest auf dem Papier her keine physikalischen Gesetze brachen - oder zumindest elegante Wege um diese Gesetze herum suchten, werden diese seit Voyager immer mehr gebrochen. Das Pilznetzwerk ist einfach nur unfassbar schlechte Science Fiction, der Antrieb auch usw. Ich habe mal eine interessante Definition der modernen Serien gefunden: Früher mussten Figuren nice sein und etwas edgy sein um sie interessant zu machen. Seit Mitte der 2000er werden vermehrt immer mehr Charaktere edgy/rough und nur die Hauptfigur ist noch nice, um Identifikation aufzubauen. Mit dieser Serie ist das ähnlich: Ich habe - wie viele - keinerlei Figur daran gemocht.

"Die erste Staffel hat genug Plot für 4 Staffeln" und "Benehmen sie sich wie Sternenflottenoffiziere! Herr Gott nochmal!" Das dachte ich mir auch oft - und habe einen interessanten Punkt dabei gefunden. @Michael: Du hast mal bei einer Folge bei der es um Charakterbau und entweder Savage Worlds mit Nachteilen(und Bennies) ging oder um Fate mit so einem Mechanismus: "Das bringt ja Drama und Drama ist ja gut:" Iwie so, nagel mich bitte exakt nicht darauf fest.
Ich finde das wahnsinnig interessant, ob dem wirklich so ist. Auch und gerade für Pen&Paper und Erzählstruktur wenn man einen Plot hat. Wie viele Plottechniken und Setenstränge sind denn gleichzeitig maximal möglich zu folgen und ab wann wird es einfach nur frustrierend noch einen Plot, noch einen Erzählstrang, noch eine Geschichte aufzumachen. Irgendwann ist das auch uninteressant für Spieler.

Mein Beispiel daraus waren 2 Erlebnisse bei PnP: Bei meiner ersten DSA 4-Kampagne(Spieler) haben wir Blutige See gespielt. Ein schönes Mover&Shaker Setting, wo man eigentlich genug Plotfreiheit genießt und wirklich viel verändern kann. Wenn es der SL und die Spieler wollen. Mein krieger hatte aber keine passende Waffe, um gegen Dämonen und Vergleichbares zu ziehen. Der SL hat darauf ein übelst komplizierten Plot aufgemacht, nur um an eine dringend benötigte magische Waffe zu kommen - in einem für DSA High Fantasy Setting. Als Krieger und Schurke NICHT Schaden machen zu können ist dramatishc für einen Abend faszinierend, dann aber völlig uninteressant und frustrierend.
Das 2. Beispiel war tatsächlich eine SL, die jeden Händler und jedes Detail ausgespielt hat und ausgewürfelt hat. Es waren zwar dadurch auch lustige Szenen vorhanden, aber auch auch viel zu viele Fäden aufgedröselt wurden. Auch dann mit dem Verweis: "Du hattest doch schon gerade deine Szene!" zu einem Spieler. Und wir uns alle dachten: Ja, beim unwichtigen Händler. Da ist nicht interessant. Und der daraus entstehende Nebenplot wollte die andere Spielerin nicht.

Also ich habe da die Frage daraus: Wie viel Drama kann man in einen Plot und in ein Abenteuer hineinpacken? Und wie organisiere ich das mit den Spielern zusammen? - vielleicht könnt ihr das mal in einem Cast aufgreifen.

Doc
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Ich war auf der RatCon Berlin und durfte Michael die Hand schütteln. :)
Es war meine erste Con und ich hatte mich sehr gefreut, endlich mal eine in Laufreichweite zu haben. Es war interessant. Die Ulisses-Leute waren alle extrem freundlich und die Panels unterhaltsam.
Ich war aber auch überrascht, wie wenig im RatCon-Bereich los war. Und auch das Angebot an Spielrunden war extrem übersichtlich. Die paar die es gab waren schnell voll. Ich hätte schon gerne mal Hexxen ausprobiert. So hat es nur zu einer Runde Schwarze Katze gereicht, was aber auch sehr unterhaltsam und informativ war.

In meinem Bekanntenkreis hätten auch gerne noch mehr Leute kommen wollen, aber der Termin lag halt auch in der Urlaubszeit hier, daher waren die meisten Rollenspieler weg. Vielleicht war es auch deswegen so leer.

Ich würde da aber jedes Jahr hingehen. Und wohl auch mal meistern.

Eregar
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Hallo zusammen,

da ich das ganze nun schon mehrfach gehört haben, einmal ein paar Erläuterung zu den Midgard Cons. Es gibt zur Zeit sieben Stück mehr oder weniger über Deutschland verteilt (https://www.midgard-wiki.de/index.php/Midgard-Con). Im Gegensatz zu vielen Cons sind diese immer mit Unterkunft und Verpflegung. Zudem muss man eingeladen werden, was man einfach erreicht indem man der Orga eine Email sendet. Die Preise für das Wochenende schwanken zwischen 70-120€.
Es ist schon so eine Art System Convention wo das spielen von Midgard in alle 3 Setting (Fantasy/1880/SF) im Vordergrund steht. Allerdings kenne ich vielen Besucher die hier einfach einmal Lust haben ihre zum Teil 10 Jahre oder älteren Figuren zu spielen. Obwohl oder gerade weil Sie zu Hause oder auf andern CONs andere System spielen.
Das sich die Midgard Spieler damit abschotten entspricht nicht meiner Erfahrung, wenn man eine Querschnitt nimmt. Selbstverständlich gibt es Spieler die nur Midgard spielen aber die hat man bei D&D oder DSA auch.
Gesamt kann man festhalten das der reine Rollenspiel Anteil auf einen Midgard CON höher ist als bei den Cons die so besuchen, aber auch hier werden Brettspiel und ähnliches gespielt.

Und noch kurz meine Meinung zur Entfernung. Mehr als 150-200 Kilometer fahre ich in der Regel nicht für einen Con. Damit kommt man hier im Norden (Nähe Hamburg) auf, wenn man alle mitnimmt, rund 10 Stück im Jahr, das sind mir persönlich mehr als genug. Und die Aussage ein CON steht und fällt mit der Orga kann ich nur voll unterschreiben, man kann diese nicht oft genug danken.

LG
Clagor

Clagor
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Mit dem Thema deutsches vs. amerikanisches Rollenspiel befasse ich mich schon eine Weile. Vielleicht erscheint da irgendwann einmal ein Text von mir.

Wenn euch die Con-Ungerechtigkeit in Deutschland so stört, macht doch einfach mal eine Folge dazu, wie man einen Con organisiert. Ich zumindest wüsste gar nicht, wo ich anfangen sollte.
Wie finde ich Helfer, die auch dabeibleiben?
Wie finde ich einen Termin und einen Ort?
Wie schätze ich plausible Besucherzahlen ab?
Wo nehme ich das Kapital her?
Usw.

Ich persönlich fände so eine Folge sehr spannend. Ich habe zwar viel zu wenig Zeit, um einen Con zu organisieren, aber ich fände es zumindest gut, wenn mehr Leuten klar wäre, wie viel Arbeit das eigentlich ist. Für mehr Dankbarkeit gegenüber Orgas.

Lichtbringer
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Auch wenn es eigentlich die Folge davor betrifft, aber hier nochmal angesprochen wurde:
Wir haben in der Oberstufe mit DSA1 angefangen, einer meiner Kumpel spielte den Zwerg und übernahm InGame und OutGame die "Geldverteilung".
Was wir wir über 20+ Jahre NICHT wussten: Es wurde seiner Zwergenrolle voll gerecht, und hat immer ein Viertel des gesammelten "Loots" in seine "Zwergenkasse" abgezweigt.

Als er uns irgendwann erzählt hat, dass wir neben dem Haus kurz vor Havena (Mein Magier brauchte einen Studienkeller, in Havena direkt eher schlecht) auch noch eine prall gefüllte Schatzkammer haben, waren wir schon etwas perplex. :)
Sowas über all die Jahre durchzuziehen ist großartig.

TeichDragon
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Warum gibt es in machen Regionen mehr Conventions als woanders,
meine These: Es gibt einfach Leute dort die Bock drauf haben und es eben auch organisieren.
Es braucht immer einen "Macher" der sowas in die Hand nimmt, daher kann man gewisse Trends verfolgen, die in erster Linie unlogisch erscheinen.
Beispiel Bayern:
Die Hochburg der Conventions ist Franken und das eher Unterfranken (Aschaffenburg, Würzburg und Schweinfurt) und Oberfranken (Coburg, Bamberg) und nicht Mittelfranken mit Fürth und Nürnberg.
Das selbe Phänomen kann man dann auch im ganzen Bundesland verfolgen.
Die größte Convention in Bayern sitzt in Würzburg, nicht in München, Augsburg, Regensburg oder Nürnberg.
München ist aber sicherlich auch sehr teuer, daher könnte man München vlt ausklammern.

Im Gegensatz zu Bayern finden in Baden Würtenberg eigentlich viele Cons statt.
Zudem habt ihr in Hessen, die größte Convention vergessen, die Dreieich Con.

Aber sicher haben NRW, Hamburg den Vorteil das dort viele wohnen, dennoch sehe ich weniger RPG in Berlin und im Frankfurter Main-Rhein Gebiet.
Von daher denke ich auch, dass es dort einfach Leute fehlen, die sich den Schuh anziehen wollen.



Gruß
Richard

Downs Richard
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In Nürnberg sind wir immerhin gerade dabei, die Lücke ein wenig zu schließen. Unseren monatlichen Pen&Paper-Stammtisch haben wir ziemlich erfolgreich etabliert (und inzwischen sind hier auch noch einige andere ähnliche Veranstaltungen entstanden) und im Oktober wird immerhin schon unsere zweite "alea franCONia" stattfinden. Zugegebenermaßen eine noch recht überschaubare Veranstaltung, aber irgendwo muss man ja mal anfangen.

Xeledon
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