DORPCast 138: Aber was, wenn man nicht gut ist in seinem Spiel?

Hallo zusammen!

Nach der theorielastigen letzten Folge wird es diesmal wieder sehr konkret: Michael und Thomas fragen sich, was es wohl für Implikationen hat, wenn man in dem Spielstil, zu dem man sich selber hingezogen fühlt, gar nicht so gut ist. Eine Frage, die Michael derzeit auch privat umtreibt – aber auch eine, an der eine Menge Annahmen hängen, beginnend mit der Frage, was „gut“ oder „schlecht“ in diesem Kontext eigentlich bedeuten.



Darüber hinaus gibt es Gedanken zum frisch gewonnen Deutschen Rollenspielpreis, zu kommenden 1W6-Freunde-Produkten, die gewohnten Themen Feedback, Crowdfundings und Medienschau, sowie wie gewohnt weiterführende Links und Timecodes unten in den Shownotes.

Viele Grüße,
Thomas

Episode 138: Aber was, wenn man nicht gut ist in seinem Spiel?

0:00:59  Intro
0:01:24  Deutscher Rollenspielpreis 2019 – Wir haben gewonnen!
0:04:29  Feedback
0:07:10  Crowdfundings
0:10:30  Kommende Produkte für die 1W6 Freunde (abgeschmeckt mit CCXP-Infos)
0:14:32  Medienschau
0:35:16  Zum Thema
0:37:13  Thomas hat da eine Analogie
0:38:14  Gibt es schlechte Spieler?
0:40:07  Wie messbar ist das alles?
0:42.55  Übung macht den Meister
0:45:00  Herausforderungen überwinden
0:46:58  Realisationen
0:50:02  Zwischen Scheitern und Verbesserung
0:52:10  Selbstzweifel
0:54:13  Äußere Faktoren
0:55:55  Macht's denn Spaß?
0:58:22  Im Angesicht der Besseren
1:01:52  Durch die Runde gemildert?
1:03:21  Ein Fazit
1:03:46  Sermon 3.0
1:04:25  Adieu

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Aus der Medienschau
Cuphead
John Wick 3 (Trailer | Vorbestellen)
Skyrim
Werner, C.L.: Warhammer Age of Sigmar – Das vergiftete Herz

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Erwähnte Crowdfundings
Das Werwolf- und Vampire-Crowdfunding (via Ulisses)
Journey Quest, Staffel 4 (via Zombie Orpheus)

Für den Fall, dass ihr es noch nicht gesehen habt …
Hier auf Patreon habe ich die Tage mal eine Übersicht gepostet, was wir zumindest bis Anfang August so vorhaben und wo man uns in der Zeit wird live treffen können.
Vielleicht ja für den einen oder anderen interessant? (Wie immer: Keine Paywall; zum Lesen braucht es nicht mal einen Account.)

Der deutsche Rollenspielpreis
Hier geht's zur Webseite des deutschen Rollenspielpreises.
Vielen Dank für den Preis, und Gratulation auch an die anderen Gewinner!

drp19 Gewinner

Kommentare (16)

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Wertvollere und tiefergehendere Beiträge zum Thema als gedacht, danke!

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Ich schließe mich da Thomas an und hatte den selben Gedanken etwa eine Minute bevor es im Podcast kam *g*: Es ist völlig egal, wie gut du in dem Spielstil bist, den du propagierst.

Du trittst für den Stil ein, der dich persönlich am meisten anspricht und begeistert.

Und selbst wenn du (Michael) dich inzwischen nicht mehr so fanatisch in dieser Ecke siehst, kannst du in der Diskussion diese Position vertreten, einfach, weil du sie verstehst und aus persönlicher Erfahrung nachvollziehen kannst.

Ich hatte bei euch ohnehin nie das Gefühl, dass es um die Entscheidung des "besseren" Spielstils ging (außer im Scherz), dafür seid ihr beide zu aufgeschlossen.

btw. würde ich auch noch so gamistisches RP nie mit Turnier-Tabletop vergleichen (mit Ausnahme vielleicht von D&D4).

In der Oberliga des hochkompetitiven Spiel ist es letztendlich eine Sache von maximaler Spezialisierung. Hast du mal gefragt, wie viele der Turnier-Spieler noch andere Hobbies (z.B. RP) haben? Ich wage zu behaupten (aus persönlicher Erfahrung), dass die meisten davon den Großteil ihrer Freizeit damit verbringen. Wenn man da selber nicht dazu bereit ist, hat man realistisch keine Chance auf diesem Level zu spielen. Da ist nichts Verwerfliches dran.

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Hi zusammen,

ui gute Folge - und erst mal meinen riesen Respekt an Michael das er da so offen darüber spricht, denn ich finde das ist schon ein krasser Schritt der Selbstreflektion. Ich denke mal das bei machen Dingen einfach mehrer Faktoren zusammen kommen. Um es mal aus dem Kontext zu ziehen, ich hatte ein änliches Problem vor ein paar Jahren mit dem Hobby Reiten, ich war bei weitem nicht so gut wie ich es mir eingebildet hatte und es klappt viele vorne und hinten nicht so wie ich mir das Vorstellte. Ich habe mir dann halt vor Augen geführt das andere X mehr Zeit in das Hobby investiren als ich und das ich eigentich auch damit zufrieden bin ab und zu ein bisschen durch die Gegend zu eiern und dem Pferd dabei nicht all zu viel zu schaden in dem ich nicht nur oben drauf rum Hambel. Komischer vergleich mag man denken, aber im prinziep nichts anderes. Ich hatte sehr hohe erwartungen an mich selbst und auch irgendwie den Druck "gut sein zu müssen" da ich immerhin schon 15 Jahre mit Pferden gearbeitet habe. Und ich glaube darin liegt die Crux bei Michales Problem oder auch bei anderen - ihr habt beide, auch wenn Michael das größere Thema gerade damit hat, auch Beruflich damit zu tun. ( Das man wahrscheinlich tausend andere Dinge zu tun hat als Regeln lesen oder seine Schauspielerischen Fertigkeiten zu verbessern ist vielleicht ja auch nicht jedem klar. Das ist eine ähnlich romantiesierte Vorstellung wie das Pferdeleute den ganzen Tag reiten ;-) ) Aber trozdem steht ja irgendwie im Raum "ja also die müssen es ja können". Das man aber vielleicht in der Freizeit dann auch gar nicht mehr sooooo arg viel Lust manchmal hat alles durchzuwälzen ist irgendwie auch verständlich. Und das Zeit Thema wie von Thomas schon angesprochen ist natürlich auch so ein Ding. Deswegen muss man sich halt hinterfragen "Was will ich eigentlich"? Ist es mir wichtig bei Underworld mit 20ig Jährigen auf der Rangliste auf Platz 3 zu stehen. Ja? Dann muss ich mich eben hin setzen und alle mir möglichen Infos rein ziehen die ich bekommen kann und sehr sehr viel Zeit darin zu versenken. Reicht es mir eigentlich mich nicht beweißen zu müssen dann Verbrügelt man halt ab und an vielleicht verschiedne Leute im kleinen Kreis^^ Ich kann das Problem aber wirklich nach vollziehen es ist mit ein Grund wieso ich mich bisher noch nicht so auf quasi Öffentliche Veranstaltungen getraut habe - man will ja irgendwie nicht als der letzte Noob da stehen. Wobei wir dann aber auch an dem Punkt wären in dem ich der ganzen Folge etwas wiedersprechen möchte, ich finde das man zumindest in diesem Punkt das Tabeltop und das Rollenspiel nicht vergleichen kann. Im Tabeltop hat man doch meistens die Chance sich auf das Szenario in irgendeiner weiße Vorzubereiten und zu überlegen wie man was wo macht. ( Wenn man dann natürlich dabei feststellt das man nur Bahhof und Abfahrt versteht ist blöd - das glaub ich aber im Konkreten Fall nicht) Aber das kann ich doch im Rollenspiel im normalfall nicht? Wenn ich ein Abenteuer mit Spiele dann hab ich doch im seltesten Fall eine Idee davon was auf mich zu kommt. Das einzige was mir gameistisch gesehen bleibt ist es doch meinen Charakter zu Optimieren und gegebenenfalls an Regeloptionen anzupassen. Das Leistungsorientierte Spielen kommt ja erst dann wenn es schon läuft. Und ich kann mir nicht helfen aber im Rollenspiel von "gut" oder "schlecht" zu sprechen tu ich mir doch arg schwer damit. Da gibt es irgendwie andere definitionen die in anderen Folgen schon zum tragen kamen. Wirklich wichtig ist tatsächlich die Selbstreflektion, fahre seit einiger Zeit ja schon das Motto "öfter mal was neues" und da bin ich auch am Überlegen ob es wirklich Sinn macht als AppleJack Rarity Spielen zu wollen ;-) Sehr intressante Folge auf jedenfall.

Liebe Grüße
Sabrina

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Ich glaube was du, Michael, beschreibst, ist schlicht das Erkennen der Realität. Es muss Geld verdient werden, soziale Kontakte werden gepflegt, du liest, bemalst Miniaturen, schaust Serien/ Filme, spielst Computer und willst auch noch RPGs spielen und kompetitiv Tabletop. Alles geht nicht. Dabei hast du noch nicht einmal Frau und Kinder!
Mache dir eine Liste mit dem, was dir wichtig ist. Verfolge die ersten 3-4 Dinge und streiche den Rest. Du willst gut sein im Tabletop aber spielst 200h Skyrim... Alles geht eben nicht.
Ich habe früher auch gerne Serien geschaut aber wenn ich mit Familie, Arbeit etc. meinen Hobbys nachgehen will, dann muss ich irgendwo streichen. Ich schaue daher z.B. kein TV mehr. Um vorm TV zu sitzen, ist mir meine Zeit zu schade. Ich habe angefangen morgens um 5 aufzustehen um Sport zu machen. Ich will Sport machen und mit Familie ist das die einzige Möglichkeit ohne an der Zeit mit der Familie etwas abzuknabbern. Dafür geht’s halt um 21:30 Uhr ins Bett. Vorm TV versumpfen gibts nicht mehr.

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Das waren auch meine Gedanke.
Immer weder dachte ich: "Ihr habt keine Familie/Kinder." Das möchte ich hier auch gar nicht als Vorwurf verstanden wissen aber an meiner Lebensrealität ist die Folge weit vorbei geschwommen.

Ich verstehe Michaels "Erkenntnis", dass man irgendwann so beschäftigt ist, dass man nicht mehr oben mitschwimmt, aber in meinen Augen ist das eine normale Entwicklung je älter man wird.

Den Sprung zum Rollenspiel konnte ich nur sehr bedingt nachvollziehen. Ich bin kein kompetitiver Spieler und schätze dies an meinem liebsten Hobby sehr. Ich weiß, dass der Powergamer viel Spaß aus dem "gewinnen" zieht aber letztendlich gewinnt er gegen das Buch/Regelsystem am Spieltisch und nicht gegen die Mitspieler, so dass ich da im Rollenspiel für mich keine großen Probleme sehe (Stichwort: Sei ein Fan der Spieler).

Der Abstecher zum kompetitiven Spielleiten, fand ich dann sehr spannend aber fand mich auch dort in keiner Position wieder. Grundsätzlich ist der/die SL nicht alleine für den "Erfolg" des Spielabends verantwortlich. Wenn die Spieler nicht mitziehen und sich auf das Spiel einlassen kann der ganze Abend noch so gut vorbereitet sein, er wird höchstens mittelmäßig. Und das ist das Stichwort: Mittelmäßig. Sind wir ehrlich und es wurde schon bestimmt vor zehn Jahren bei Fear the Boot thematisiert, die meisten Spielabende sind mittelmäßig. Das ist nichts schlechtes sondern normal. Wir leben für den Spielabend der alle paar Sitzung kommt und uns sagt: "Ja! Das war krass, deshalb mache ich das hier!" Ich freue mich jedesmal wenn der kommt, bereit jede Sitzung so gut es geht vor und schaue was dann passiert und freue mich wenn es klappt.

Ich möchte das nicht als Stillstand verstanden wissen. Aktuell lese ich mehr Bücher über das Gestalten von Spielsitzungen und Kampagnen als Quellenmaterial. Ich möchte "besser"/souveräner werden aber ich habe nicht den Anspruch, dass jeder Abend einen Oscar bekommt.

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Was ich von der Folge halten soll, kann ich echt nicht sagen. Ich glaube der Fokus war mir deutlich zu sehr im Tabletop-Bereich. Ja, ich bin auch TTler und spiele bspw. Blood Bowl in klassisches Spiel, bei dem man auf den Turnieren gerne mal aus seiner lokalen Blase der Glückseeligkeit gestoßen wird.

Allerdings habe ich den Zusammenhang zum Rollenspiel, der hier hergestellt werden sollte lange nicht verstanden. Am Ende kam es dann doch etwas raus. Kompetatives Charakter-Powerbuilding mit internationalem Benchmarking in aDpT (average Damage per Turn) ist für mich vollkommen befremdlich, auch wenn ich durchaus Spieler in der Gruppe habe, die spielen um zu gewinnen und wo Geschichte eher ein Nebenprodukt ist. Hindert mich aber nicht daran, mit ihnen zu spielen, nur eben nicht alles.

In Summe hatte ich unter dem Titel glaube etwas anderes erwartet, wobei sowas vermutlich ein klare Definition von "gutem Spiel" erfordert hätte.

Ich freue mich schon auf die nächste Folge.

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Natürlich ist es unschön festzustellen das man nicht so gut ist wie man denkt aber das sollte dich nicht von kompetitiven Spielen abhalten.
Ich denke kompetitiv bedeutet nicht das man zu den Besten gehören muss. Der Spaß bei kompetitiv Aktivitäten ist ja das man eine schaffbare Herausforderung hat. Immer Gewinnen ist genauso langweilig wie immer Verlieren.
Das ist der Grund warum es in allen großen Sportarten nicht nur verschieden Ligen sondern auch noch häufig Gewichtsklassen und Altersklassen gibt. Damit ist es möglich, sich mit Gleichstarke zu messen.
Ich vermute mal stark wenn man vergleicht wie viele Stunden du in die Optimierung deiner Armee/Taktik gesteckt hast und wie viel die Besten da investieren, dann wird das um einige Faktoren auseinander liegen.
Aus meiner Erfahrung aus dem Kampfsport (wo ich nie zu den Besten gehören werde, selbst wenn es zu meinen einzigen und lebensfüllenden Leidenschaft werden würde) kann ich nur sagen: es ist gut sich mindestens einmal im Jahr von jemand richtig Guten verbimsen zu lassen, dabei kann man nicht nur viel lernen sondern das wirkt auch dem natürlichen Hybris entgegen.

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Zwei Korrekturen / Anmerkungen:
1) Ja, Pegasus war beim Deutschen Rollenspielpreis vertreten (Pulp Cthulhu auf der Shortlist der Zusatzbände).
2) Die Jury bestand aus 5 Personen, nicht 7

Lieben Gruß und weiter so!

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Im Bereich Tabletop war ich, als ich Saga gespielt habe, in der Turnierszene unterwegs und hatte daraufhin das Problem, dass mein Spielstil und der einiger Bier&Brezel-Spieler in meinem heimischen Verein von da an nicht mehr zusammen passten. Irgendwann driftete dies so weit auseinander, dass ich das System gewechselt habe und meinen Spielstil angepasst habe. Bei Kings of War, was ich danach anfing, ist es mittlerweile so, dass ich selbst schwächer bin als bestimmte meiner Bekannten (deren hauptsächliches Hobby Tabletop ist, anders als bei mir).

Im Tabletop ist es, denke ich, ein Problem für die Community geworden, dass man, trotz besserer Vernetzung, oft dadurch herausgefordert ist, passende Mitspieler zu finden, die in etwa auf dem selben Level spielen wie man selbst (neben der Systemschwemme der letzten Jahre die diesen Effekt noch verstärkt). Im RPG gibt es dies zum Glück nicht in dieser Form.

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Erstmal Danke an Scorp für Skyrim, mal sehen wieviel Stunden ich da versenke.

Turnier ist was ganz anderes als normales spielen, gerade bei Warhammer sind da ja Combos drin ... Shadesspire/Nightvault hätte ich jetzt für übersichtlicher eingeschätzt, aber vermutlich muss man da auch alle Teams - sprich alle Kartensätze - haben, um zu optimieren. Meine einzige Turniererfahrung stammt von X-Wing, wo ich gegen drei erfahrende Spieler ohne Turniererfahrung spielte, wo ich mich mit meinen B-Wings jeweils durchsetzen konnte (Überlegung: Die holt niemand in 60 min aus dem Weltall).

Herausforderungsorientiert heißt imho nicht zwingend optimiert - ich bin da auch viel zu faul zu und wenn recherchiere ich im Netz, was halbwegs tauglich ist. Oder ich hab nen Spieler mit cooler Kombo und spiel die dann selber mal (der Monddruide bei D&D 5).

Ich würd mich, wie Thomas am Rande erwähnt, den Spielstil daran festmachen, woraus ich am meisten Spaß ziehe und während mich die x-te Charakterstory Orks haben mit meinen Eltern geflötet annervt, hab ich eigentlich immer Spaß am überwinden von Herausforderungen, egal ob es durch den SC und die Spielmechanismen ist oder das Ausknobeln eines Rätsels oder einer Falle auf Spielerebene - oder gutes strategisches Vorgehen, gute Planung etc. Da holt mich fast alles ab.

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Richtig tolle Folge, tief im Thema und tief im Persönlichen, so müssen Podcasts sein! =D

Ich hatte mal eine ähnliche Situation, weil ich vor ~zehn Jahren oder so festgestellt habe, dass der "Schauspielerei-Part" des Rollenspiels (Stimme verstellen, in der ersten Person sprechen etc.) nicht so 100% meins ist. Als Akzentuierung mal ganz geil, aber nicht als Standard. Das Problem dabei war vorrangig, dass ich damals noch nichts von Spielstilen und ähnlichem gewusst habe, und daher der erstbesten Person geglaubt habe, als Rollenspieler müsste man das zwangsweise so machen. Das hat sich dann glücklicherweise geändert, und heute ist meine Herangehensweise einfach, die "Schauspielerei" auf die Momente zu beschränken, in denen ich mich wirklich wohl damit fühle. Tatsächlich hatte ich in der Praxis auch nur genau eine Gruppe, in der es ein Problem mit dieser Herangehensweise gab, und das lag wohl vorrangig daran, dass der SL *ähem* ... so eine gescheiterte Theater-Existenz war, die eine Menge Ballast ins Hobby getragen hat.

Zu Michaels spezifischem Problem: Wurde auch schon impliziert, aber "gut" ist ja sowas von relativ. Thomas' Vergleich mit den Prügelspielen ist da richtig perfekt, denn nur weil ein paar Verrückte auf Twitch sonst was für Kombos abziehen, heißt das noch lange nicht, dass man das auch können muss, um Spaß am kompetitiven Spiel zu haben. Man sollte sich aber die richtigen Gegner suchen. Der Spielstil ist ja wahrscheinlich nicht durch "Ich will der Allerbeste sein, wie keiner vor mir war ...!" (;D) definiert, sondern eher über das Bedürfnis, sich mit anderen zu messen und zu sehen, wie die eigenen Fähigkeiten zum Erfolg führen.

Halt uns auf dem Laufenden, Michael!

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