DORPCast 132: Merchandise – Von Glücksgefühl und Ausverkauf

Hallo zusammen!

Wir alle kennen sie, all die Artikel, die unsere liebsten Marken in die Welt tragen – T-Shirts, Poster, Schuhe, Socken, Butterbrotdosen, Plüschies und Waffeleisen sind nur einige Beispiele für unser Thema: Merchandise. Michael und Thomas gehen der Frage nach, warum wir so etwas mögen, weshalb es vielleicht moralisch verwerflich, aber andererseits auch möglicherweise ein regelrechter Segen für unsere Szene ist.



Darüber hinaus gibt es ein paar eher leichte Themen vor dem Thema, und wie gewohnt Timecodes, weiterführende Links und mehr unten in den Shownotes.

Viele Grüße,
eure DORP

Episode 132: Merchandise – Von Glücksgefühl und Ausverkauf

0:00:40  Intro
0:01:17  Feedback
0:02:59  Keine Crowdfunding-Schau
0:03:08  Quasi nichts zum KRK
0:03:32  Es gibt einen Fantasyladen in Idstein!
0:05:34  Spherechild – Dankesdank
0:06:49  Das Dorpendium Maleficarum im Buchhandel
0:08:34  DORP 20 – Unser Jubiläumsmotiv bei Getshirts
0:09:16  Die Medienschau
0:25:02  Zum Thema
0:25:38  Von der Trennung zwischen Merchandise und Nonbooks
0:28:13  Kommerzgedanken vs. Zugehörigkeitsgefühl
0:32:48  Independent-Merch
0:34:46  Probleme?
0:37:52  Das Gleichgewicht des Merch
0:38:55  Merch im Rollenspielbereich
0:42:54  Gibt es eine kritische Menge?
0:43.46  Vom Sammler
0:45:31  Heißt Sammeln automatisch „nicht spielen“?
0:48:00  Merch kann auch mit Liebe gemacht sein
0:49:32  Produktionsmittel im Verlagsbereich
0:51:17  Scorps Maß
0:52:22  Epilog
0:53:16  Das Sermon-Debakel
0:54:06  Adieu!

Aus der Medienschau

Assassin's Creed Syndicate
Asterix im Land der Götter
Escape Room (Vorbestellen | Trailer)
Kong: Skull Island

In eigener Sache
Das Dorpendium Maleficarum im Buchhandel
Das DORP-20-Logo bei Getshirts

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Weitere Themen vor dem Thema
Der Fantasyladen in Idstein: Yoda's Data
Spherechild: Die offizielle Webseite

//Hinweis: Was wir in der Folge nicht explizit (genug) sagen: Alexander Hartung, der Macher hinter Spherechild, unterstützt die DORP auch via Patreon.
Transparenz, Digger ;)


Ergänzungen zum Thema
Godin, Seth: Tribes: We need you to lead us
Und als TED Talk: The Tribes We Lead
Das erwähnte Walulis-Video zur Skater-Marke: Supreme: Der absurde Hype um Mode im Internet
Die erwähnte Southpark-Folge ist Episode 17 aus Staffel 2, „Gnomes“ im Original, „Böse Buben bringen Beistand“ auf Deusch. Die deutsche Fassung kann man hier legal streamen.
Und das Flyeralarm-Papiermuster-Buch bekommt man kostenlos hier.

Kommentare (12)

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Ich habe gerade das erste Mal realisiert, dass "Trabantenstadt" ein Trabant-Wortspiel ist ... O_ô

Gute Folge! =D

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Oh. Und was mir da noch so Richtig passend einfällt, was Merch und Aussagen angeht: Es gab doch angeblich bei H&M vor ein paar Jahren eine Modelinie, die ausschließlich den Stil von "Metalkutten" kopiert hatte. So richtig mit gefälschten, selbstdesighnten Bandlogos und Fake-Bandnamen. (Ich weiß davon auch nur deswegen, weil anscheinend das Internet sich daraus dann einen Juks gemacht hatte und dazu übergegangen war aus diesen Eingetragenen Marken "echte Fakebands" mit Websites und Äußerungen zu machen, die mehr als geschmacklos rassistisch Rechts waren.)
Im Kern würden die Käufer dieser Pseudo-Rechts-Rock-Klamotten dadurch ja auch irgendein Zugehörigkeitsgefühl nach außen hin zum ausdruck bringen. (Welches auch immer das dann sein soll.)

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Fantasyladen in Idstein: Das klingt fast so Obskur wie das Ladenlokal der Brettspielkiste hier in Dislaken. Nur Fr. und Sa. geöffnet in einer begrenzten Zeit. Ansonsten ein reiner Online-Versandhandel. (Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass die hier aufgemacht haben, um zwischendurch mal was anderes als nur Lagerhäuser von innen zu sehen.) Dafür ist das Ladenlokal auch noch in einer dermaßen verstecketen Ecke der Innenstadt, dass man überhaupt wissen muss, dass da hinten in der Ecke noch irgendwas ist.

AC Syndicate: Bei dem Wort "Syndicate" hätte ich jetzt eher an irgendwas im Al Capone Amerika zu Zeiten der Prohibition erwartet. ^^

Star Wars: Okay, das mit Star Wars schenidet ihr zwar an, aber einen Teil des Problems klammert ihr anscheinend entweder mit Absicht oder unbewusst aus: Was ist mit dem Legends Anteil des Star Wars EUs? Der Punkt bei der Sache ist ja, dass hier eigentlich das Narativ, das die Leute bei der Stange gehalten hatte, primär weitergeführt wurde. (Die schlechte Fanfiction von George Lukas, die ab 1999 herausgebracht wurde, zählen wir jetzt einfach mal nicht mit.) Technisch gesehen haben wir ja mit den Romanen, den Dark Horse Comics und den Videospielen hier ja ein ziemlich skuriles Hybrid-Ding, was die Funktion und die Wertung des ganzen im offiziellen Ramen anbelangt. (Und Michael erwähnt ja selbst noch so schön, dass er selbst bei irgendeinem Spiel die Romane zusammengehortet hat.)

Und dann geht ihr beiden mir viel zu sehr über das all zu verführerische "Rudelbildungsideal". Und das kann ich anekdotisch durchaus mit etwas anderem aushebeln: Ich besaß früher zwei Mützen für die WInterzeit. Eine hatte das Logo der Miami Dolphins und die andere das Logo der Mighty Ducks auf dem Saum aufgenäht. Leute die mich jetzt näher kennen wissen aber, dass ich es mit Churchills "No Sports" halte. (Und ich bin der Ansicht, dass man Max Giesinger für die EM-Version von 80 Millionen wegen schwerster Beleidigung und übler Nachrede anzeigen muss.) Und damals waren mir die Hintergründe beider Logos absolut unbekannt. Ich mochte die Logos als Bilder, nicht als Symbole. Und ählich sieht das auch mit den Bandshirts aus: Ich kaufe die Dinger nicht primär, weil ich damit dann in der breiten Masse der Fans aufgehe, sondern weil ich Konkret dieses Motiv gerade toll finde. (Das sagt dann zwar auch was über meinen Musikgeschmack auf sekundärer oder tertiärer Ebene aus, aber diese Rudelbildungs-Wirkung ist da dann doch eher so etwas, das dann immer irgendwelche Obskureren Leute aus einer Außenbetrachtung heraus draufzupappen müssen wollen scheinen.)
Hmm... irgendwie muss ich gerade an einen Zusatztrack von einem Samsas Traum Album denken. (Ein Livemitschnitt von einem Konzert, dass zumindest auf der zweiten Auflage der ersten Alben immer als ganz besonders dargestellt wird. Alexander Kaschte fragt dabei, warum jemand mit einem Marilyn Manson Shirt auf sein Konzert gehe, eher er die Überleitung zum eigentlichen Song "Mohn auf weißen Laken" daraus bastelt. Eurer Logik nach hätte der Mann dann ja eigentlich die Kleidung der spielenden Band dann tragen müssen.

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Danke, dass ihr euch für die Danksagung bedankt habt. :$
War wieder eine gute und interessante Folge. Weiter so ...

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Moin Alex!

Bitte, gern geschehen ;)

Viele Grüße,
Thomas

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Wieder eine schöne Folge - diesmal habe ich mir sogar die ganze Medienschau angehört :)

Was das Merchandising selbst angeht, scheint mir das Gesagte recht plausibel - meine Bandshirt-Phase ist zwar mittlerweile vorbei (2/3 des Bestand dann auch letztes Jahr verkauft, nachdem die Dinger seit 10 Jahren maximal von einem Umzugskarton zum anderen gewandert sind), aber die Signalisierung von Gruppenzugehörigkeit ist m.E. wirklich eine wichtige Funktion (allein schon damit man den Kommerz-Blackmetaler vom Fan des heißen Indie-Hipster-Black-Metal-Krams unterscheiden kann ;)).

Was jetzt das Sammeln angeht bin ich dann aber wohl nicht so ganz auf Eurer Linie - ich finde allerdings, das hätte eine eigene Folge verdient, daher hier nur in Stichpunkten:


  • Gerade die Crowfunding-exklusiven Sonderausgaben kapitalisieren m.E. recht stark eine "Fear of Missing Out"; denn später sind diese (oft sehr schönen) Bücher ja dann oft gar nicht mehr oder nur zu horrenden Sammlerpreisen zu haben (einzige Ausnahme die mir einfällt: die tolle Deluxe Ausgabe von Dungeon World von System Matters gab es auch später noch zu kaufen)
  • Theoretisch sollten zwar Sammeln und Spielen nicht gegenseitig ausschließend sein, aber mein Eindruck ist, dass die Sammelleidenschaft stark von einem Mangelgefühl was das eigentliche Spielen angeht befördert wird - das wäre im Prinzip nicht schlimm, birgt aber m.E. zwei Risiken: 1) Dass Bücher eher für Leser als für Spieler geschrieben werden (Wizards of the Coast hat das m.E. auch mal konkret erwähnt, dass sie sowohl für Leute, die spielen, als auch für Leute die nur lesen wollen, schreiben) und 2) dass die Leute irgendwann vor Regalen voller ungespielter Titel stehen und beschließen, dass das jetzt auch mal gut ist und dann der Markt kollabiert.
  • Unabhängig von den vorigen beiden: als jemand der selbst vor allem deutsche Titel sammelt, stelle ich immer wieder mit Bedauern fest, dass es von älteren Sachen keine Ebooks gibt - ich fürchte, ich bin hier noch in einer früheren Phase als Michael und recht umfangreiche Sammlung von Out-of-Print Regelwerken (D&D1, AD&D 2nd, SR 1&2, WFRP 2) und entsprechenden Romanen (z.B. SR 1-20); den Großteil davon hätte ich viel lieber digital, aber da gibt es eben nur die englischen Sachen. Eigentlich würde ich mir hier eine große Restaurations/Digitalisierungsaktion wünschen, aber das ist vermutlich wirtschaftlich kaum machbar und nachdem Google Books ja schon auf zahlreiche Widerstände gestoßen ist, bleibt das wohl ein frommer Wunsch (es sei denn, ich "opfere" irgendwann meine Bücher und Hefte und digitalisiere selbst).

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Also zumindest die Deluxe-Ausgabe der Ulisses-CFs gibt es danach noch eine Zeit auf Cons und im F-Shop, da immer eine gewisse Menge überproduziert wird, um Ersatz bei Beschädigung liefern zu können. Und es gibt Leute, die tauschen Bücher um, wenn die Plastikeinschweißung eingerissen ist.

Also zumindest mein subjektiver Eindruck bei DSA war (es ist echt lange her, dass ich da mal reingeschaut hab), dass sich die Abenteuer auch mehr an Leser als an Spieler gerichtet haben, bzw. die Autoren sich auch mehr als Geschichtenerzähler, denn als Schreiber von Spielmaterial verstanden haben.

Die Ebook- und PoD-Verfügbarkeit von alten Rollenspielprodukten in Deutschland ist vor allem auf rechtliche, statt auf technische Gründe zurückzuführen. Außerhalb von Deutschland sind komplette Buyouts von Werken möglich, so dass der Verlag dann die Rechte hält. In der BRD haben aber dann Übersetzer, Autor, Illustrator, etc. noch immer die Urheberrechte an ihrem Werk und bei einer neuen Veröffentlichung oder einem Verlagswechsel, muss diese Situation dann erneut verhandelt werden.

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Stimmt, das hatte ich nach dem Hexxen-Crowdfunding sogar wahrgenommen, dann aber offensichtlich wieder verdrängt - ich hatte in dem Moment internationale Dinge im Sinn (z.B. die Special Edition(s) aus dem Tales from the Loop-Kickstarter ).

Zu DSA kann ich mich nicht qualifiziert äußern - ich würde ja sagen, das ist so eine Art evolutionäre Sackgasse des Rollenspiels, quasi wie der Neanderthaler. Aber im Gegensatz zu selbigem ist es ja noch recht lebendig. Aufgefallen war es mir nur bei den D&D-Sachen (schon vor der WotC-Anmerkung), wo aber natürlich noch dazukommt, dass in der fünften Edition ja auch gern mal ordentlich Settinginformation zwischenrein geschoben wird.

Ok, danke für die Aufklärung! Ich hatte immer angenommen, dass die Rechte weiter beim Verlag lägen oder ggf. sogar an den Lizenzgeber fallen würden, wenn der Verlag sich auflöst. Leider sieht es ja dann noch schlechter für offizielle eBooks zu den Dingen, die ich hier stehen habe aus :-(

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So Folge jetzt gaz gehört, dann sach ich mal was zum Thema, woll.

1) Merch
Bis auf mein Adeptus Mechanicus Shirt, hab ich auch in meiner EMP Bandshirtphase nie eine Hobbybezogenes Merch gekauft. Shirts hab ich immer ERST nach Aussehen und dann nach "Kann ich mit der Band auf der Brust rausgehen?". Meine Footbaltrikots sind auch Ausdruck persöhnlicher Admiration, nicht dem Fan sein der Mannschaft.
Letztens war ich in Dortmund auf ner Pink Floyd Ausstellung. Da war ich nach den 30 Euro Eintritt total glücklich und dachte mir, "Geh mal Merch kaufen".
Und da seh ich nen Schal mit "The wall" Logo und denke mir "Hach, 1,20 Euro für nen Schal, das ist ja prima..." Und dann viel mir auf das das da kein Komma ist. Vermutlich war auch das Poster hinter Glas mit 2500 Euro vermutlich auch ernst gemeint(Gut den auf 50 Drucke limitierte und unterschriebene Druckedition von Strom...)

Also manchmal triggert mich Merch, aber nur weils schön ist, nicht weil ich mich zu irgendwas zugehörig fühlen möchte.

2) Sammlerstücke
Was mir in letzter Zeit auffält sind auf FB in ner Gruppe die gebrauchte Produkte feibietet, Dinge dabei sind die über dem ehemaligen Ladenpreis verkauft wird.
Das finde ich bei 3.5 DnD sehr seltsam finde, aber gerade so Kickstarter Sonderausgaben gehen da unbenutzt für obzönes Geld über den Tisch.
Ich versteh das nicht, da steht das gleiche drin wie in der normalen Ausgabe ...
Ich liebe Bücher, bin in ner Druckerei aufgewachsen, aber eben zum anschauen und anstauenen, ODER zum spielen. Meine 3 Band Edition der Restaurierung der Sixtinischen Kapelle hole ich all Jahre mal raus, genieße das warme Gefühl im Bauch und lege es weg.
Das jede Woche in der Runde in der Hand zu haben würde ich nicht über Herz bringen.

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Hat der Herr Michalski, ei ca 13 Minuten gesagt das er im Urlaub tagsüber mit seiner Freundin spazieren war? Obwohl er in der Jahresrückblickfolge noch sagte das er solo ist?

Ja dann, herzliche Glückwunsch! *freu*

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Moin Beppo!

Nope ;)
Der Herr Michalski nuschelt nur manchmal und war mit einer Freundin wandern, nicht seiner ;)

Viele Grüße,
Thomas

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Schon schade, eigentlich.

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