DORPCast 121: Geschenkte Gäule – Von Schnellstartern

Hallo zusammen!

Selbst unfassbare Hitze und erneutes Terminchaos halten Michael und Thomas nicht davon ab, sich zum DORPCast einzufinden. Diesmal geht es um Schnellstarter, diese – in der Regel – kostenlosen Hefte, die einem einen praktischen und schnellen Zugang zu fremden System, und den Verlagen damit neue Kunden bescheren können. So jedenfalls sagt man – aber stimmt das auch?
Die Folge spürt der Frage nach.



Dazu gibt es ein ganzes, buntes Bündel Themen vor dem Thema. Über unseren tollen, neuen Merch-Shop reden wir dabei nicht, weil wir bei der Aufnahme glaubten, der ginge erst nach der Folge an den Start – aber man lernt ja nicht aus. Aber über vieles anderes, von Cons, Benefizaktionen und knallhartem Kapitalismus. Dazu gibt es wie immer die Medienschau, und alles weitere unten in den Shownotes!

Viele Grüße,
Thomas
Episode 121: Geschenkte Gäule – Von Schnellstartern

0:00:00  EIn kleines Vorwort
0:01:52  Intro
0:02:27  DORPatreon finanziert: Popschütze!
0:02:53  FeenCon 2018
0:07:09  Neu bei uns: Im Garten des Magiers
0:08:17  Atitlan Riders
0:10:18  Asmodee wurde verkauft
0:13:53  Scherbenland für einen guten Zweck
0:15:41  Medienschau
0:31:33  Zum Thema
0:32:24  Wie wirksam sind Schnellstarter?
0:34:23  Schnellstarter vs. Einsteigerprodukte
0:36:07  Das Problem der Regelreduktion
0:37:49  Können Schnellstarter Produkte obsolet machen?
0:39:01  Der Mythos Kovnertierungsrate
0:42:06  Das Risiko Ramscheindruck
0:44:14  Spielt die eigentlich echt wer?
0:44:50  Negative Erfahrungen
0:46:29  Spiele sind teuer
0:48:01  Schnellstarter vs. Einsteigerprodukte, zum Zweiten
0:50:19  Von Hintergrundrauschen und Sichtbarkeit
0:52:02  Das Problem mit dem Billig-Eindruck
0:53:58  Versuchtes Fazit
0:56:44  Ruf nach Feedback!
0:57:24  Sermon 3.0
0:58:01  Adieu

Links in eigener Sache
Der DORPShop bei Getshirts
Unser DSA-5-Abenteuer Im Garten des Magiers
Patreon-Artikel über zuletzt getätigte Investitionen unsererseits
Die 1W6 Freunde: Ihr Name ist Mensch bei DriveThru



Weitere Themen vor dem Thema
Die Feencon
Alles ist Zahl - Gerrits Blog
Atitlan Riders, a Central American Indigenous Tuk Fast & Tuk Furious Social Drama RPG
Brettspiel-News über den Verkauf von Asmodee
Scherbenland bei DriveThru
Shardland bei DriveThru
Sphärenmeisters Spiele

Aus der Medienschau
Batman: The Telltale Game
Ein Lied in Gottes Ohr (Trailer Deutsch | Trailer Französisch | Vorbestellen)
The Tick
Van Helsing

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Kommentare (15)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
This comment was minimized by the moderator on the site

Hallo zusammen,
ich war ja am überlegen ob ich einen Kommentar verfasse aber nunja hier ist er.
Ich finde es sehr schade, dass der Dorp-Cast immer weniger ein freier Cast, sondern immer mehr zu einem Ulisses Cast degeneriert. Ich weiß, dass Ihr beiden durch Ulisses eure Brötchen verdient, und das ihr trotzdem auch andere Projekte habt aber dennoch ist der Podcast alles andere als Objektiv gegenüber dem Verlag (verständlich aber in meinen Augen schade).
Daher sehe ich diese Folge auch eher als schwierig an, da ihr beide doch recht Verlagsbling auf dieses Thema eingeht und eben keine Möglichkeiten euch überlegt wie man das Thema besser machen kann.
Ja Schnellstarter kosten Geld, sie können abschreckend wirken und es kann sein, dass sie eher nur bei den Leuten rumliegen und nie gespielt oder gelesen werden.

ABER:
Ihr vergleicht Schnellstarter mit den damaligen DEMOS bei Computerspielen aber für mich ist ein Schnellstarter vielmehr eine Pilotfolge einer Serie. Ich bewerte danach, ob ich ein System mir zulegen will oder nicht oder zumindestens sollte es so sein. Der Schnellstarter ist ein Teaser für das System und er sollte einen einen Einblick in die Spielmechanik und in das Rollenspiel bringen. Aber wenn der Pilot für einen nichts ist, dann bleibt das System natürlich auch unangetastet.

Was die meisten Schnellstarter leider nur sind, sind von Rollenspielern für Rollenspielern. Ich meine als Rollenspieler findet man es gut, dass man zu fast jedem System ein Schnellstarter findet und ihn mal testen kann, wenn man die Lust hat aber ich glaube, dass in der heutigen Zeit ein Schnellstarter mehr leisten sollte. Was meine ich?

In der Tabletop Landschaft gibt es die Sonne GW und viele Planeten, die anderen Tabletops, die um GW rotieren. GW benutzt Medien, Revell und andere Dinge für sich um sein Produkt an den Mann zu brinegn, eben Märkte zu erschließen. Die Planeten nutzen die Energie der Sonne um für sich nutzbar zu machen aber erschaffen in der Hinsicht nichts selbs. Na vlt ist die Metapher mit Planeten da nicht die beste aber ich glaube es ist verständlich was ich damit sagen will.
Ein Schnellstarter sollte nicht für andere Rollenspieler, sondern für die jenigen die Rollenspieler werden können geschrieben sein. Wie die Star Wars Einsteigerboxen die Leute ans Hobby ranführen aber das tun sie in meinen Augen nur bedingt. Es gibt zwar immer den "Was ist ein Rollenspiel" und "So wird es gespielt" Teil aber man muss die Leute an die Hand führen. Auch das beim Lesen, der neue Spielleiter versteht was er da tun soll.
Klar sollte die Regelmechanik erklärt werden, zumindestens soweit wie man es für das Abenteuer braucht und es soll vorgefertigte Charaktere und auch ein Abenteuer geben und vlt sogar ein Folgeabenteuer. Print? Ja für die Messen und Events und das Folgeabenteuer dann als Digitalen Content, mit vlt paar anderen Charakteren. Dann klar die Werbung für das System und vlt einen Coupon das eben das Grundbuch als PDF/Print im jeweiligen Shop eben billiger ist. Schon hat man einen Ansporn

Bei einem Kostenpflichtigen Schnellstarter, könnte man eben vlt als Kunde glauben, wenn ich das Grundbuch kaufe, habe ich den Schnellstarter ja quasi umsonst bekommen, was ich damit meine:
Ich kaufe mir einen Schnellstarter von System Lachende Kobolde für 10€. Aber ich weiß, dass in dem Schnellstarter ein Barcode drin ist, dass ich das Grundbuch eben für 10€ weniger bekommen kann.
Wenn es nur ein digitales Medium ist, ist der Verlust eben geringer. Aber der Käufer sieht in dem Produkt ein Mehrwert und eben nicht nur ein Buch mit abgespeckten Regeln, ohne Charaktererschaffung und paar Pregens. Ein Grund warum ich z.B. ungern Schnellstarter kaufe und auch bei Einsteigerboxen echt drüber nachdenke aber bei den Star Wars Boxen sind es die Würfel und bei Star Trek war eben wirklich nen Code für 10% für das Grundbuch dabei.

Eine andere Idee ist es wenn man viele Lizenzen selbst besitzt, eben ein Schnellstarter in das Buch einer anderen Linie zu etablieren. In einem HeXXen Regelbuch ein DSA 5 Schnellstarter oder andersrum. Klar damit geht die Seitenzahl hoch und der Preis aber dafür hat man nicht nur Werbung zu dem anderen System, sondern vlt auch einen Köder.

Mir liegen Schnellstarter und Einsteigerboxen am Herzen, weil man dadurch eben die Leute bekommt, die eben den Weg ins Hobby finden oder eben auch mal einen Überblick bekommen wollen und sicher ist es kein Garant dafür das man es kauft. Ich habe den Iron Kingdoms Schnellstarter auch gespielt aber das Regelsystem war nichts für mich und bin kein Fan von Steamfantasy. Aber ich hätte mir auch nie das Regelwerk geholt. Klar kann man sagen, dass jedes Abenteuer auf einer CON ein "Schnellstarter" ist aber es geht ja nicht darum die Schnellstarter auf Cons oder Messen anzubieten, sondern sie auf diesen Events den Besuchern, eben neuen Rollenspielern geben, damit sie angefixt werden.

Aber was muss der Schnellstarter mMn nun liefern:
1.) Ein vereinfachtes Regelwerk, wobei man dies eben soweit sogar raus lassen kann, wenn das Abenteuer einen an die Hand nimmt und durch das Abenteuer führt.
2.) Vorgefertigte Charaktere: Aber mit Erklärungen zu Talenten, Würfen, Magie, usw.
3.) Ein Abenteuer was das Setting wieder spiegelt. Lahme Abenteuer sind lahm.
4.) Werbung für das System
5.) Beschreibung des Settings
6.) Ein Folgeabenteuer
7.) GGF ein Coupon um die Spieler zu ködern.

Bestimmt habe ich was vergessen aber es soll mal so meinen persönlichen Eindruck geben

Zum Thema was habe ich gekauft und verkauft.

Ich habe häufig die Einsteigerbox zu Star Wars Am Rande des Imperiums geleitet und konnte auch einige Leute dazu begeistern, das Regelbuch danach zu kaufen.
Zudem habe ich mir Hollow Earth Expedition angeschafft, als ich den Schnellstarter in einer ConTüte drin hatte.
Ein Freund hat sich SpliMo geholt, nachdem er den Schnellstarter auf der Dreieich gespielt hat und ich hätte mir Hexxen nachträglich nicht geholt, wenn mir der Schnellstarter nicht gefallen hätte.
Ansonsten gebe ich es auch zu, dass ich Schnellstarter auch gerne mal als Con Abenteuer nutze, wenn ich keine Zeit habe was vorzubereiten. Das ist dann ja auch Werbung für das System.
Zudem habe ich ein Projekt, wo ich jeden Monat einen Schnellstarter vorstellen will.


Und ich glaube nicht das manche Systeme nicht laufen, weil die Charaktererschaffung im Schnellstarter drin ist. Ihr habt es ja schon angesprochen, wir sind ein Nischenhobby und der deutsche Markt ist für manche Spiele vlt nicht so offen oder lukrativ wie man das gerne hätte, dennoch sollten wir alle Stolz sein, dass es soviele Systeme und so viele Übersetzungen gibt.

Vielen Dank!

Spielerische Grüße
Richard

This comment was minimized by the moderator on the site

Also wir haben den Schnellstarter von Hexxen 1733 gespielt. Ich habe mir sofort das PDF des Regelbuchs gekauft und das Hörspiel. Das Setting und dieneinfachen Regeln haben uns so begeistert, dass ich mir auch das gedruckten Werk und die Meisterbox zulegen werde. Zwei andere Spieler aus der Gruppe das Reglewerk. Die Hexxenwürfel sind auch schon bestellt.

Bei Spilttermond haben mich die vollen Regeln wegen der hohen Komplexität so abgeschreckt, dass ich sie wieder verkauft habe nach drei Spielabenden. Ich habe mir dann die Einsteigerbox zugelegt. Die ist viel besser weil einfachere Regeln.

This comment was minimized by the moderator on the site

Bevor ich es vergesse.
Mit dem Star Wars Scnellstarter habe ich (als Spieler) sehr gute Erfahrungen gemacht. Besser kann man es eigentlich nicht machen.

This comment was minimized by the moderator on the site

Ich weiß, es wurde etwas relativiert. Dennoch finde ich das Argument, ein Schnellstarter könnte dem Interessenten ja zeigen, das mein Produkt schlecht ist eher merkwürdig.Das Ziel sollte es doch immer sein, Leute langfristig zu begeistern und nicht nur ein Grundregelwerk zu verkaufen und dann den Kunden zu vergraulen, der gerade 50 Euro für ein Produkt ausgegeben hat, dass ihm nicht zusagt.
Das führt uns natürlich dahin, dass Schnellstarter nicht mit verstümmelten Regeln daherkommen sollten. Natürlich bedeutet dies, dass der Regeldesigner vernünfte Regeln liefern muss, die sich überhaupt für eine ausschnittsweise Darstellung/Nutzung eignen. Aber das gilt ja eigentlich immer.

This comment was minimized by the moderator on the site

Etwas verspätet hier meine Mini-Dosis Senf dazu:

Ich sehe all die Probleme mit Schnellstartern, die ihr anspracht. Wo ich aber ihre Chance sehe, ist als Missionierungsmittel. Also wäre das Zielpublikum dann nicht direkt der Neuling, sondern der Alte Hase, der den Neuling von seinem System überzeugen will.
Das war auch der einzige Fall, bei dem ich je einen Schnellstarter erfolgreich sah: Wir konnten zwei Leute zu Cthulhu führen mit dem Schnellstarter bei einem GRT.
Wäre das nicht die bessere Ausrichtung - da könnte man auch von den Zeugen Jehovas lernen. ;-)

This comment was minimized by the moderator on the site

Wie immer habe ich die Folge sehr gerne gehört, bin aber weitestgehend anderer Meinung: Ich mag sowohl Schnellstarter, als auch Einsteigerboxen!!!

Ein Schnellstarter bietet - wenn er gut gemacht ist - eine knappe Einführung in Regeln, Welt und Stimmung. Ich nehme das gerne kostenlos, habe aber auch schon Schnellstarter gekauft (z.B. DAS LIED VON EIS UND FEUER oder aktuell: WRATH & GLORY: Finstere Segnung). Ich mag es einfach mit überschaubarem Zeitaufwand einen Einblick zu bekommen. Ebenso mag ich es, mit den nötigsten Regeln anzufangen und mich nur dann in neue Themen einzulesen, wenn es sinnvoll wird...

Ebenso mag ich Einsteigerboxen. Die STAR WARS Einsteigersets sind dabei ein hervorragendes Beispiel, wie so etwas aussehen soll, aber auch SPLITTERMOND und D&D 5 habe ich gerne gelesen und gespielt.

Ob das aus Verlagssicht nun sinnvoll oder sogar notwendig ist, ist auch nicht mein primärer Fokus. Ich, als Spieler, Leser, Sammler und (potenzieller) Käufer finde es sehr gut, durch Schnellstarter und Einsteigerboxen die Chance zu haben, mich einzulesen.

Vor diesem Hintergrund werde ich wohl auch in die DSA 5 Einsteigerbox schauen und ebenso in das WARHAMMER FRP 4th. Edition - Starter-Set.

This comment was minimized by the moderator on the site

Ich habe keine System wegen Schnellstartern gekauft, aber einige Hardcover Grundregelwerke (Opus Anima, Degenesis, Eclipse Phase, Sufficiently Advanced ...) weil sie kostenlos aus PDF verfügbar waren und mich überzeugt haben.

This comment was minimized by the moderator on the site

Oha wie ich gerade gelesen habe wurde bekommt DSA5 eine Einsteigerbox. Da bin ich ja mal gespannt auf die Retrospektive in der nächsten Episode.

This comment was minimized by the moderator on the site

Hi zusammen,

ich hab keinen einzigen Schnellstarter, ich wüsste jetzt auch ehrlich gesagt nicht genau wofür. Wenn mich ein Thema (Setting, System) Intressiert dann Informiere ich mich soweit vorab das ich sagen kann ob es eventuell etwas für mich ist oder nicht. Quäle jeden der mir einfällt mit Fragen dazu und kauf es mir dann. Vor ein paar Jahren hätte ich noch gesagt das Schnellstarter wahrscheinlich relativ Unnötig sind, da jeder der mit RPG neu anfängt ja mit jemanden Spielt der sich schon auskennt. Naja im moment Beobachte ich aber doch das sehr viele Gruppen komplett neu Anfangen, ob diese dann Schnellstarter benutzen? Allerdings finde ich den "was nichts kostet ich nichts Wert" Aspekt sehr sehr groß. Wenn irgendwas zu Hunderten verteilt wird drängt sich halt wirklich schnell der Gedanke auf "oh das muss ja schlecht sein, will es keiner Spielen weil sie es so Massiv an die Leute verteilen". Bei uns im Bekanntenkreis hat es aber auch den Vorteil das zwei drei Leute sehr viele Kickstarter mitmachen, da kann man dann auch viel Ausprobieren und sehen ob einem was liegt oder nicht. Mir fällt allerdings auch zunehmend auf das ich/wir mittlerweile zum "alt Eisen" gehören was die RPG Szene betrifft heute ist das nötige Kleingeld da und keine Zeit mehr, und damals hatte man kein Geld aber genügend Zeit. Und früher gab es keine Schnellstarter soweit ich mich erinnern kann, deswegen kann ich nicht genau sagen ob wir das damals genutzt hätten.
Und *yay* -T-Shirts^^

Liebe Grüße
Sabrina

This comment was minimized by the moderator on the site

Theoretisch wären Schnellstarter eine tolle Sache und würden mir erlauben, mit überschaubarem Zeiteinsatz neue Systeme auszuprobieren. Praktisch habe ich mir im Zweifelsfall aber immer gleich das Standardregelwerk besorgt und dann ggf. einfach nur die Teile gelesen, die mir unmittelbar relevant schienen. Ohnehin habe ich seit der Kickstarterwelle deutlich mehr Regelwerke als ich in den nächsten Jahren realistisch bespielen kann. Damit ein Schnellstarter dann noch interessant wird, müsste ein Verlag vermutlich so viel Arbeit reinstecken, dass das Ganze nicht besonders wirtschaftlich wäre - dann besser die notwendige Energie gleich ins Hauptprodukt stecken und schauen, ob da nicht noch sinnvolle Vereinfachungen und Vereinheitlichungen oder einfach mehr "Polish" möglich sind.

There are no comments posted here yet
Lade weitere Kommentare

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Share Your Location