DORPCast 112: Ikonische Charaktere

Hallo zusammen!

Ikonische Charaktere sind etwas, was bei Rollenspielen zunehmend in Mode zu kommen scheint – von D&D3 zu DSA 5, von TORG Eternity zu den 1W6 Freunden, überall findet sich dieses Konzept wieder. Michael und Thomas nehmen sich des Themas an, als Fans wie auch als Medienmacher, beschreiben Für und Wider, plaudern etwas von hinter den Kulissen und stellen sich generell die Frage, was ein ikonischer Charakter eigentlich ist



Davor gibt es auch diesmal ein paar Themen vor dem Thema, endlich mal wieder eine volle Medienschau mit 2x3 Titeln und selbstredend finden sich Timecodes und weiterführende Links unten in den Shownotes.
Viel Spaß!

Viele Grüße,
eure DORP

Episode 112 – Ikonische Charaktere
0:00:29  Intro
0:01:00  Crowdfunding: Wege der Vereinigungen
0:03:03  Gratis-Rollenspiel-Tag 2018
0:04:12  Kaiser-Raul-Konvent 2018
0:04:56  Die DORP wurde 19!
0:05:28  Die DORP-Termin-Übersicht
0:06:05  Scorps aktuelle Termine
0:07:27  Die Medienschau

0:30:49  Zum Thema
0:31:54  Beispiel D&D3
0:33:00  Wozu dienen sie?
0:34:29  Nicht-Beispiel: Dragonlance
0:35:29  Beispiel Pathfinder
0:35:48  Beispiel Exalted
0:37:26  Wie viel Ausarbeitung ist gut?
0:38:19  Beispiel Shadowrun
0:39:15  Die Verwendung etablierter Figuren
0:42:09  Vor- und Nachteile dabei
0:45:16  Ein paar Ideen, wie man es nutzen kann
0:47:40  Etablierte Figuren in Spielerhand?
0:50:30  Wir stehen drauf!
0:54:18  Kritische Stimmen und der Pathfinder-Ansatz
0:55:29  Mehr Pro-Gedanken
0:57:03  Aus Verlagssicht
0:58:31  Fazit

0:59:06  Sermon 3.0
0:59:38  Zwei letzte Hinweise
1:00:14  Adieu

Themen vor dem Thema

Wege der Vereinigungen – der Teaser auf YouTube
Der Gratis-Rollenspiel-Tag 2018
Das Kaiser-Raul-Konvent 2018
Die DORP-Terminübersicht bei Patreon (kein Account zum Aufruf nötig)
Scorps Pathfinder-Goblins-Let's-Play
Scorps Auftritt bei der Orkenspalter-TV-Studio-Einweihung war heute noch nicht online
Kurzer Artikel zu dem Atari-Crowdfunding

Aus der Medienschau

Clapham, Mark: Space Marine Battles – Der Tyrann der Hohlwelten
Grey, Claudia: Star Wars – Lost Stars
Liu, Cixin: Die drei Sonnen – WDR-Hörspiel-Adaption
Passengers
Torment – Tides of Numenéra (Steam | GoG)
Transformers 2
Transformers 3

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute.

Außerdem erwähnt
DraCon 12: Spielrunden vorab anmelden und angemeldete Runden sichten

Kommentare (31)

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Wieder einmal eine spannende Thematik, die mehr Verlage berücksichtigen sollten.

Ich finde ikonische Charaktere ja vor allem dann wertvoll, wenn sie noch halbwegs unspezifisch sind. Ein Charakterblatt und ein paar Details gerne, ganze Romane... na ja...

Lasst es mich so formulieren: Wenn ich Vergessene Reiche spiele, möchte ich gerne eine Hausregel dabei haben. Es handelt sich um den wichtigen Zauberspruch: "Bigbys reine Zwangsarisierung".
Wenn man diesen auf einen Dunkelelfen wirkt, wird er unwiderruflich zu einem gewöhnlichen Elfen aufgehellt. Der Rettungswurf wird um 20 Punkte schwerer für jedes Scimitar, dass der Charakter dabei hat.

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Moin Lichtbringer!

Freut mich, wenn dir die Folge etwas bieten konnte =)

Ich fürchte allerdings, dein Beispiel hat es … eher unklarer als klarer gemacht.


Viele Grüße,
Thomas

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Ich sehe, du musstest noch kein Dutzend Drizzt-Do'Urden-Fanboys ertragen, die der festen Ansicht sind, es gäbe keine bessere Methoden, einen SC zu erstellen, als eine ikonische Figur zu kopieren. Würg!

Lars

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@Passengers: Habe ich komplett anders wahrgenommen. Mmn versucht der Film überhaupt nichts zu entschuldigen oder zu relativieren (siehe auch Lawrence Fishburns Vergleich mit einem Ertrinkenden, der beim Versuch sich zu retten jemand anderen mit nach unten zieht).

Der Film sagt klar "Das ist falsch, was Pratt da macht!", aber er fragt gleichzeitig "Wenn du in derselben Situation gewesen wärst - hättest du anders gehandelt?". Wer meint, diese Frage ohne lange und gründlich darüber nachzudenken beantworten zu können, der lügt. Und das ist das spannende an diesem Film.

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Ob es jetzt Liebe war, die den Ausschlag gegeben hat, darüber kann man sich streiten. Ich hatte nicht den Eindruck, dass Pratt und Lawrence am Ende ein Päarchen waren (fast hatte ich befürchtet, die Macher würden diese Ambiguität kaputt machen, indem die aufgewachte Crew am Ende von den Kindern der Beiden begrüßt wird - zum Glück war das nicht so).

Ich denke wichtiger war die Entwicklung von Lawrence's Charakter: sie war ziemlich antriebslos und wollte sich einfach so einfrieren lassen, um "mal zu sehen, was in 200 Jahren so geht". Ich sehe das Ende daher eher als ihre Bereitschaft im hier-und-jetzt Verantwortung zu übernehmen (man weiß ja nicht, ob an dem Schiff nochmal was kaputtgeht) - also ihr Wandel zu einer emotional reiferen Person - und weniger als ein kindlich-verliebtes "ich möchte mit Chris Pratt alt werden".

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Moin alexandro!

Du hast Recht, über all das streiten könnte man, müssen wir vor allem aber nicht.
Ich fand halt, sowohl ihr „Come back to me! I can't live on the ship without you!“, bevor er in den Weltraum geht, als auch vor allem ihr letzter gemeinsamer Shot, in dem sie auf ihm hockt und sie sich küssen, war … relativ eindeutig.

Aber im Endeffekt: Wenn du Spaß an dem Film hattest? Cool!


Viele Grüße,
Thomas

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- ich habe es auch genau so verstanden und aufgefasst wie beschrieben.-

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Ich bin in diesem Thema völlig anderer Meinung als ihr. Ich mag diese ikonischen Charaktäre nicht. Ich empfinde es eher als langweilig und unkreativ immer die selben Personen auf den Covern oder in den "Meinungskästen" zu sehen.

Auch empfinde ich diese Personen nicht so, als könnte ich diese Person jederzeit sein. Für mich ist es Miribar und nicht ein möglicher Spieler. Und warum erlebt Miribar jetzt plötzlich überall diese Abenteuer? Mir würde es besser gefallen, wenn auch andere NPCs die Cover oder Regelwerke zieren würden, allein schon um diese nach und nach kennen zu lernen.

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Moin Michael A!

Das Feedback in der Sache ist glaube ich wirklich sehr polarisierend; wer damit nichts anfangen kann, kann offenbar oft auch *wirklich* nichts damit anfangen. Spannend – und das meine ich ehrlich, das gibt den Blick frei auf eine Perspektive, die ich so bisher nicht gesehen habe.
Gerade das Problem, sich zu identifizieren, habe ich jetzt mehrfach in Bezug auf die Folge gehört und das war für mich nie eine Frage. Aber ein guter Punkt, um noch mal weiter über die Sache nachzudenken

Viele Grüße,
Thomas

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Hallo zusammen,

wird mal wieder Zeit für einen Kommentar ;-)

Vor allem da mich Ikonische Charaktere so gar nicht intressieren. Klar bei D&D kommt man nicht drum rum, aber oft sind diese Charaktere nicht bei uns aufgetaucht in verschiedenen Runden. Und wenn dann tatsächlich nur wie beschrieben, sogar ziemlich genau das Abenteuer, nur das bei uns Tymora am Stein hing. Vorgefertigte Charaktere haben wir auch nie genutzt. Ich sehe genau die Problematik darin die ihr auch beschreibt. Man hat eine vorgefertigtes Bild im Kopf dazu und kann nur sehr schwer davon abkommen. Da reicht es ja oft schon bei Filmen, Serien oder Hörbüchern wenn ein Sprecher ausgetauscht wird. ( Ein grund für mich nach der ersten neuen Folge Akte X die nie wieder anzusehen.) Es gibt auch Regelwerke die explizit darauf hinweißen Gewisse Charaktere wirklich nur mit bedacht einzusetzen als SL.

Mist, jetzt hab ich extra die besprechung der drei Sonnen übersprungen nur um den letzten Satz von Michael dazu zu hören - naja werd es trotzdem lesen bin neugierig.

Passanger hat mich auf mehreren ebenen mehr als enttäuscht - ich hatte nur einmal den Trailer gesehen, und bin von einer komplett anderen Grundstory ausgegangen. Ich dachte tatsächlich an sowas wie alla "Alien" oder "Life" ( der auf andere Art und weiße auch nicht gut war ;-) ). Gut das ist jetzt persönliches Pech. Der zweite grund ist vermutlich der selbe den Thomas im nicht ausgesprochenen Spoiler Talk gemacht hat, bei mir ist die Skala von "geht gar nicht" ausgereizt.

Wenn jemand auf der Dracon D&D5 anbieten möchte *ich heb schon mal zwei Arme hoch* ^^

Liebe Grüße
Sabrina

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Moin Sabrina!

Die drei Sonnen: Vom Buch habe ich halt auch nur Gutes gehört. Liegt auch noch ungelesen hier im Regal; vorher werde ich das Hörspiel denke ich dann aber auch meiden und erst mal Unbefangen an die Vorlage gehen.

Passengers: Dann war ich zumindest in der Erwartungshaltung besser eingestimmt

D&D5: Ein Kumpel von mir überlegt, ob er's da leiten soll/leiten wird.
Schauen wir mal ^^


Viele Grüße,
Thomas

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Hallo,
ich möchte unbedingt erwähnen, dass...
1. ...schon DSA 1 so etwas wie ikonische Helden hatte, denken wir nur an die ganzen großartigen Titelbilder von Ugurcan, auf denen immer sein Held "Adler" mit Schnauzer und Flügelhelm zu sehen war.

2. ...es scho bei DSA 4.0 ikonische Helden gab, die einen durch das Regelwerk begleitet haben, und als Beispiele für diverse Regelmechanismen herhalten mussten, namentlich der Söldner Alrigio, die Kriegerin Jandara, der Gaukler Escallo, die Amazone Dana und der Puniner Magier Meranthus. Leider wurden die aber nicht durchgängig bebildert, so dass der Effekt nur der halbe war.

3. ...schon im Shadowrun1-Regelwerk ikonische Helden abgebildet waren, die Archetypen (Der Detektiv, der Söldner, etc.), die einen aber wiederum leider nicht durch das Regelwerk begleitet haben und auch keine Namen hatten, also auch hier nur die halbe "Miete".
Grüße,
Till

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Moin Till,

ich denke im Grunde lieferst du alle wichtigen Einschränkungen ja schon selbst. Charaktere mit Wiedererkennungswert findest du immer mal wieder; wiederkehrende Beispielcharaktere, sich wiederholende Design-Elemente auf Covern, Archetypen, das gibt es alles, das stimmt.
Aber wie du schon sagst – es wird halt nie der letzte Schritt in aller Konsequenz vollzogen.

Die Stoßrichtung allerdings, das stimmt, ist durchaus schon gegeben.

Viele Grüße,
Thomas

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Interessante Folge auch wenn ich persönlich als Teil der DORP ikonischen Charakteren eher contra eingestellt bin.

Klar kann ich die Argumente verstehen die für ikonische Charaktere sprechen, aber gerade bei DSA5 ist es mir irgendwie dann aufgefallen wie oft ich doch die gleichen Nasen immer wieder in Büchern oder auf den Covern entdecke und irgendwie war mir das zuviel.
Für mich funktioniert es nämlich gerade nicht zu sagen: Das könnte auch mein Charakter sein der dieses Abenteuer erlebt. Eben weil ich diesen speziellen Charakter schon ein paar mal auf anderen Covern gesehen habe.

Da bin ich dann doch eher ein fan von unterschiedlichen Charakteren und Helden die mir dieses oder jenes Abenteuer präsentieren. Bei DSA5 ist es mir eben auch so vermehrt aufgefallen weil es vorher kaum bis gar keine wiedererkennbaren ikonischen Charatere gab. Ein zeitlang war ja der Flügelhelmbewehrte, schnauzbärtige Thorwaler in aber auch nicht auf jedem Cover und da bin ich mir gar nicht sicher ob der explizit immer ein und der selbe sein sollte.

Ja, natürlich weiß ich auch das wir bei de 1W6 Freunden immer wieder die gleichen vier Charaktere auf den Covern abbilden aber hier funktioniert das für mch auch noch auf einer andern Ebene. Hier nehmen wir ja Bezug auf die Trope der Jugenddetektive und explizit als kleine Parodie auf TKKG und auch in gewiser Weise af die Cover der alten Buch- bzw. Hörspielreihe. Wobei ich mir auch schon mal Gedanken gemacht habe ob und wie man so etwas vielleicht anders aufziehen könnte.

Aber trotzdem eine gelungene Folge, sonst hätte ich mich hier nicht zu Wort gemeldet und jetzt weiß ich ja wenn ich für die ikonische Charakterflut bei DSA5 treten muss.

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Moin Markus!

Danke für den Kommentar … alles weitere klären wir Sonntag beim Spiel

Viele Grüße,
Thomas

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Das "platonische Ideal meist müder Rollenspiel-Macher"? Da muss ich glatt lolen

Sehr coole Folge, das könnte eine werden, die ich mir immer und immer wieder anhöre, einfach weil.

Tails of Equestria hat auch Iconics, und zwar genau für jede der drei Ponyarten einen. Die Einhorn-Feuermagierin, der Erdpony-"Krieger" und die Pegasus-Abenteurerin. Die tauchen auch auf jedem Buch bisher auf und ich finds großartig. Man kann sich sofort identifizieren und man merkt gleich, hier werden Abenteuer erzählt

Ich bin ein großer Freund von Iconics und finde es echt Schade, das Shadowrun keine hat Von mir aus kann jedes Rollenspiel welche bekommen. Natürlich nur, wenn es nicht ausufert. Ich denke die Zahl sollte deutlich unter 10 liegen, eher so um die 5, damit es nicht zu sehr verwässert.

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Moin TecnoSmurf!

Freut mich, dass der Spruch für jemanden funktioniert hat
(Und dass die Folge an sich gefällt, natürlich!)

Das mit Tails of Equestria ist ein guter Hinweis – da bin ich nur im Grundregelwerk bisher „textfest“

Was die Zahl angeht, kommt es denke ich immer ganz aufs System an.
Wenn du sagen wir ein Spiel mit acht Vampir-Clans mit Iconics versehen würdest, wäre es denke ich unklug, sechs davon einen zu geben und zweien nicht. Das birgt ja nur wütende Fan-Post
An sich stimme ich aber zu: Weniger ist vermutlich mehr.


Viele Grüße,
Thomas

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Ich hab wie geschrieben tatsächlich laut losgelacht. Konnte ich gar nicht verhindern. War sehr gut gesetzt an der Stelle

Textfest bist du doch da aber nur, weil du es gelayoutet hast oder? Alleine schon bei der im Druck befindlichen "Curse of the Statuettes" Box sind sie ja schon mit drauf. Und dann bei jedem bisher erschienenen und angekündigten Abenteuer. Sehr, sehr cool wie ich finde.

Und klar, 8 Clans, 8 Iconics. Aber was ist mit DSA? Da gibts 8 hab ich jetzt verstanden. Aber da sind ja noch lange nicht alle Rassen/Klassen abgebildet. Ein großer Querschnitt ja, aber eben nicht alle. Darauf zielte meine Aussage eher ab. Deswegen hab ich ja auch gesagt <10, mit Einschränkung nach unten ^^

Bei SR bräuchte man halt auch mindestens 5 wegen der Rassen, dann am besten ne grade Zahl wegen gleichverteilung männlich/weiblich und dann biste auch bei 6. Damit kriegst du die wichtigen "Klassen" auch abgebildet (Mage, Sam, Rigger, Decker, Face, Adept). Kann man sogar auf 2 männlich / 3 weiblich zusammenkürzen und den Adepten das Face machen. Dann hat man schonmal ne super Übersicht ^^

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Moin,

SR hat doch ne Menge Ikonischer Charaktere.
Dodger
Magera
Die Drachen

Meine Jungs spielen gerade das Ende der dritten Edition und sind immer hin und weg wenn so jemand auftaucht im Shutdoen.

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Moin Beppo,

wobei ich (unscharf getrennt) hier argumentieren würde, dass das wiederum eher NSC als ikonische Charaktere sind in dem Sinne, in dem wir deren Fehlen in der Folge bedauern. Wie gesagt, es geht auch viel um den „das könnte mein Charakter sein!“-Gedanken, und das *mag* man jetzt natürlich auch angesichts eines Lofwyr oder Dunkelzahn denken, aber *das* wäre dann schon ein arger Fall von großem Ego ^^

Shadowrun hat coole NSC, gar keine Frage. Harlekin erwähnen wir ja auch.
Ist aber halt was anderes

Viele Grüße,
Thomas

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Huhu!

Eine schöne Folge auch wenn ich zur Gegenseite gehören und ikonische Charaktere skeptisch sehe.

Es gibt immer wieder Figuren, die ich nicht mag. Und auf die stößt man dann immer und immer wieder.

Als erfolgreiches Beispiel für das Spielen von NPCs möchte ich das DSA-Abenteuer "Krieg der Magier" anführen, in dem man die größten Helden des Zeitalters spielen soll. Hat man keine wirklich hochstufigen Figuren (Stufe 18+), wird vorgeschlagen, dass man Figuren aus der Welt nimmt, was auch 3 von 4 Spielern getan haben In der Liste sind Raidri der Schwertkönig, die Hexe Luzelin von Blautann, der Rote Pfeil, Amazonenkönigin Yppolita, Erzmagier Rohezal oder Albrax
Das hat gut funktioniert, wobei dies Gründe hatte. Zum Einen war es ein einzelnes Abenteuer, zum Zweiten war es in weiten Teilen als Dungeoncrawl aufgebaut, so dass das Charakterspiel beschränkt war und kaum Charakterentwicklung stattfand.
Es war deutlich besser als wenn wir selbst eigene Figuren hochgesteigert hätten, denn Eckdaten der Charakterzüge und der Geschichte waren sowohl Spieler als auch Mitspielern und Spielleiter bekannt.
Und als diese Figuren den Spielern später in der G7-Kampagne begegneten, war eine Vertrautheit da, die zu großer Betroffenheit führte.

Eine zusätzliche Frage: Welche Gleichförmigkeit bezüglich ikonischer Charaktere wünscht ihr euch von euren Künstlern? Auf einer Skala von Disneys-Lustige-Taschenbücher-Gleichklang bis zu Joker-Darstellungen in diversen Batman Derivaten?

Grüße

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Moin Faras Damion!

"Krieg der Magier" ist ein spannendes Beispiel, danke dafür auf jeden Fall

Bezüglich der Gleichförmigkeit: Aus Sicht Ulisses' kann ich das tatsächlich nicht qualifiziert beantworten, da müsstest du Nadine Schäkel fragen, unseren Art Director. Die müsste ich eigentlich eh mal fragen, ob die uns nicht mal eine Folge "beisitzen" mag hier, ich denke das wäre auch mal eine spannende Perspektive.

Ich kann es dir aber bezüglich der 1W6 Freunde ein wenig beantworten: Als Jakob da das Artwork übernahm, habe ich ihm zunächst alles geschickt, was Markus bisher gezeichnet hatte. Sowohl die rohen, frühen Entwürfe wie auch die farbigen, aktuellen Fassungen. Generelle Merkmale haben wir dann besprochen, wie etwa das in der Folge auch angerissene Element, das Klops immer was zu Essen am Mann hat. Mir war in dem Fall aber wichtiger, dass Jakob die Figuren versteht, weniger minutiös jedes Design-Element an der Kleidung. Wenn du also demnächst das Cover von „Allzeit bereit“ mal in groß siehst und das ganze Geraffel an Konrads Fahrrad siehst, das ist 90% auf Jakobs Initiative hin entstanden, aber voll im Geiste der Figur.
Bei Fantasy kommen natürlich noch mal andere Aspekte mit hinzu, beispielsweise dass Rüstungsteile, Kleidungs-Ornamente etc. wiedererkennbar reproduziert werden; da würde ich dann auch mit entsprechenden Skizzen, Beispielen und Vorgaben arbeiten.

Aber wie gesagt, für die Ulisses-Seite müssen wir beizeiten mal Nadine herbitten.
(Oder Maik, für alles, was nicht DSA ist )


Viele Grüße,
Thomas

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Danke für die Antwort.

Als Laie musste ich erst lernen, wie gerne Zeichner Vorgaben haben. Ich dachte, je mehr künstlerische Freiheit um so besser. Pustekuchen. Eine Folge mit einem zeichenr wäre cool.


Ich habe mir noch einmal Gedanke gemacht, warum ich ikonische Charaktere nicht mag. Das könnt ihr als Kompliment auffassen, es kommt selten vor, dass ich nach einem Podcast mehrere Tage über ein Thema nachdenke. Danke dafür!

Wohlgemerkt es geht nicht um wiederkehrende NPCs, die ich liebe oder spielbare Archetypen, die ich sehr praktisch zum Testen von Systemen finde.
Sondern es geht um die wenig ausformulierten Platzhalterfiguren, die immer wieder in Bildern und in Stimmungstexten vorkommen.

Ich habe zwei Probleme mit Ihnen:

1) Der Mensch hat die unangenehme Eigenschaft, das Negative stärker wahrzunehmen als das Positive. Unter den vielen ikonischen Charaktere gibt es immer welche, die mir nicht gefallen. Das ist rein subjektiv und betrifft auch nur wenige der Figuren, aber es stört dennoch. Beispiel: In einem Kriegssetting stürmt ein Soldat ohne Helm, in High-Heels und tiefen Ausschnitt auf das Schlachtfeld. Da können die anderen ikonischen Charaktere noch so cool sein, jedesmal wenn ich die Dame sehe, denke ich wtf und bin aus der Stimmung. Das kommt natürlich auch bei wechselnden Figuren vor, aber da schiebe ich es auf den blöden Zeichner oder das Budget. Ist es dagegen ein ikonischer Charakter, ist er von der Redaktion explizit abgesegnet und ich weiss, dass er regelmässig auftaucht. Hingegen habe ich mich noch nie in eine ikonische Figur verliebt, dazu sind sie zu unausgearbeitet oder zu klischeehaft.

2) Damit kommen wir zu zweiten Punkt: Ikonische Figuren sind oft sehr klischeehaft. Es ist auch sinnvoll für Anfängerspieler, wenn man ihnen bekannte Figuren als Vorlage gibt, aber mich als Oma-Rollenspieler langweilt das. Es mag anfangs witzig sein, wenn der tumben Haudrauf-Barbar Kronk im "Shadowtalk" eines Intrigenbandes immer eine Gewaltlösung vorschlägt. Aber selbst wenn das Regelsystem für die Klasse Barbar maximale Stärke und minimale Intelligenz vorschlägt, könnte es doch auch Kronks Zwillingsbruder Krönk geben, der sich in der großen Stadt sehr schüchtern hinter der Gruppe versteckt und dem seine Fehltritte sehr peinlich sind. Der Drillingsbruder Krenk hat die Vorteile der Zivilsation gleich zu schätzen gelernt, liebt Badehäuser und kauft jedes verfügbares Medikament für seinen Barbarenstamm. All diese Abweichung von der Norm sehe ich sehr gerne in den Flufftexten oder den Bildern. Warum sich also einschränken?

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Hi ihr zwei,

beim Marvel-Rollenspiel kann man einen der vielen Marvel Helden (bzw. auch Schurken) spielen, man kann sich aber auch eigene Charaktere basteln. Wir hatten das mal auf ner MART gehabt (lang kang ists her...).

Viele Grüße
Thomas-der-Zweite

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Moin Thomas-der-Zweite,

danke dir für die Klarstellung!
Die 113 kriegt eine ordentliche Feedback-Schleife, glaube ich


Viele Grüße,
Thomas

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