DORPCast 109: Let's play Let's Plays!

Hallo zusammen!

Sie gehören zu den größten Veränderungen der Rollenspiel-Landschaft der letzten Jahre: Let's Plays. Leute, die Rollenspiele nicht nur spielen, sondern dies auch – live oder aus der Konserve – im Internet präsentieren. Michael und Thomas beschauen sich diesen Trend, der ja auch ihren beruflichen Alltag teilweise prägt, und machen sich auf die Suche von Für und Wider.



Dazu gibt es wieder einmal gleich ein ganzes Bündel Themen vor dem Thema, genauso wie die Medienschau und die Chance, Thomas die ganze Folge über dabei beobachten zu können, wie er gegen seine Erkältung ankämpft. Weiterführende Links und Timecodes warten wie stets unten in den Shownotes auf euch.

Ein ernster Hinweis noch: Dass die beiden in der Folge mit keinem Wort auf den Tod André Wieslers eingehen, ist keine bewusste Auslassung, sondern ist dem früheren Aufzeichnungstag geschuldet.
Das wird entsprechend in Folge 110 nachgeholt.


Viele Grüße,
eure DORP
Episode 109: Let's play Let's Plays

0:00:29  Intro
0:01:26  Die HeinzCon Süd 2017
0:04:33  DreieichCon 2017
0:11:40  Der Goldene Stephan 2017
0:13:06  Feedbackschleife 1: Döner
0:14:20  Feedbackschleife 2: Nicht in Module pusten
0:14:56  Feedbackschleife 3: Was geht eigentlich mit 1W6 Fäuste für ein Halleluja
0:15:15  Ein Nostalgie-Nachgedanke
0:16:13  Medienschau

0:27:05  Zum Thema
0:29:29  Aber … wieso?
0:31.07  Eine asymetrische Beziehung
0:32:18  Beispiel Gronk
0:33:20  Beispiel Channel Awesome und die Macher-Sicht
0:35:23  Der Autor als Marke des Verlages
0:37:01  Die IP im Fokus
0:37:28  Michaels Kill Count
0:38:01  Neue Zielgruppen?
0:39:46  Geek & Sundry und co.
0:42:21  Wie spielt man ein Let's Play?
0:45.20  Authentizität
0:48:54  Technik, die ermöglicht
0:49:31  Wo man die Grenze zieht
0:53:00  Wo führt uns das hin?
0:55:03  Sermon 3.0
0:55:35  Ein Ausblick
0:56:26  Die Jahresumfrage
0:57:12  Adieu!

Zu den Themen vor dem Thema
Das erwähnte HeXXen-Panel

Aus der Medienschau
Door Kickers (GoG | Steam)
Doomwheel
Rick and Morty: Staffel 1 und Staffel 2
Vogt, Judith C.: Brennen soll Bosparan

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute. 

Kleine Foto-Galerie

Kommentare (26)

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Da ich grad erst diese Folge höre, möchte ich, auch wenn ich furchtbar spät dran bin, kurz mal klugscheißerisch anmerken wollen, dass es doch eigentlich "2W6 Fäuste für ein Halleluja" heißen müsste (wenn man sich an dem Filmtitel orientiert, bei dem es ja um zwei handelde Personen geht). Oder spielt man nur handigecapte Charaktere? (:

Grüße

H.

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Ich bin noch am hören der Folge, will aber mal die Gelegenheit nutzen meinen Helm mit in den Ring zu werfen. Bei Ohrhammer Online hatten wir ein paar Warhammer und Warhammer 40k Let's Plays veröffentlicht bevor diese so hießen.
Aktuell schlagen wir uns inspiriert durch eure DSA1 Let's Play Runde durch einen modifizierten DSA1-Schicksalspfade-Hybriden Kampagne mit einer Zwergen only gruppe.

Silvana fertig, Spinnenwald next.
Kleinen Teaser kann man ab heute hören:
http://ohrhammer.online/kor-knaben-teaser-fuer-staffel-1/

PS.: Ich schulde aber noch Michael Mingers eine Arivor->Mortheim Konvertierung.

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Okay... ich habe die Folge jetzt mehrfach durchgehört und wie man sieht komme ich erst jetzt dazu einen Kommentar zu verfassen. (also bereits nachdem der Jahresrückblick herausgekommen ist.)
Von daher können sich ein paar Dinge veentuell wiederholen.

Pizzaria ohne Namen: Aus der Ruhrpott-Perspektive, wo anscheinend so ziemlich jede Küche ein "und Pizza" haben muss wirkt das mit der Anzahl an Pizzarien am Ort eher befremdlich als Einschränkung. XD

Bücher & kleine Cons: Wobei man da echt nicht so genau sagen kann, welche Größe jetzt bei kleinen Cons zum "nicht mehr" gehört. Die "Mitspielen" in Münster, was eine gar nicht mal so kleine Con war konnte aufgrund des Ortes keinen Verkaufsstand organisieren (war ein Gebäude mit sozialer Funktion unter Kirchlicher Schirmherrschaft) während die "Kingcon" in Duisburg, die in meinen Augen deutlich kleiner war (da waren beinahe genügend Leute um einen größeren Spielenachmittag mit Freunden von Freunden zu machen), eine Kooperation mti einem Spieleladen hatte.

Medienschaffende Kinder der 80er: Also in gewisser Weise versuchen da Leute mit der entsprechenden Vergangenheit dem Sense of Wonder ihrer Kindheit Bildhaft greifbar zu machen? Eine interessante Idee.

"Let's Play"-Begriff: Ich tue mich angesicht meiner Hangout-Erfahrung schwer damit, automatisch zu allem "Let's Play" zu sagen, bloß weil es auf Youtube gelandet ist. Andererseits: Gerade wenn man die Streaming-Let's Plays dazu nimmt, die ja zumindest teilweise auf den Kram zutreffen, den Ulisses macht, wird das wirklich schwierig das Ganze überhaupt Sinnvoll voneinander zu trennen.

soziale Komponente: Jupp, da habt ihr defintiv Recht. Sowohl was die asymetrische Beziehung angeht, als auch dass man dadurch überhaupt in eine Beziehung eintritt. (Ich selbst hatte mir ja am Nerdpol dadurch einen Ruf erarbeitet, dass ich mit hoher Kompetenz Rund um das Thema Vampire einfach das gemacht habe, was ich hier auch mache. Was bis zu dem Faktor geführt habe, dass während entsprechender Hangout-Sessions auf Youtube tatsächlich während des Streams Regelfragen an mich auf den billigen Plätzen gestellt wurden. ^^ )

Titans Grave/Geek&Sundry-Zeugs: Das war unglaublich spannend als Titansgrave gerade erschien, weil ich zu dem Zeitpunkt die ganze Hangout-Geschichte für mich selbst entdeckte. (Es ist echt Schade, dass Titansgrave nicht wirklich nochmal fortgesetzt wurde.)

"Wie viele Leute sich das ansehen": Gloomhaven habe ich jetzt nur kurz reingesehen. Aber normalerweise leben diese Streams vom Blödsinn, der im Chat passiert.

"krudes Werk, dass sich in Deutschland verbreitet hat": Eventuell war es auch gerade dieses Krude, was erstmal für die Verbreitung notwendig war. Da sich jeder in den Möglichkeiten irgendwo wiederfinden konnte, hat sich jeder draufgestürzt. ^^

Dorp-Let's Plays: Da könnte interessant werden.

Google-Hangouts On Air: Ja, das passiert tatsächlich so. Respektive: Beim Nerdpol wird in der Regel gleich gesagt, dass das Ding On Air gezeigt wird. (Sprich: Es startet als Livestream und wird dadurch gleich bei Youtube archiviert.)

Michaels Facetime: Das hängt jetzt davon ab, wo man die Grenze zieht. Rein vom prefessionellem Standpunkt her dürften da abgesehen von Mhaire niemand anderes Existieren, der auf dieser Ebene tatsächlich wandelt.
Wenn wir jetzt aber mal einfach das übliche Hangout-Kuddelmuddel heranziehen würde ich darauf tippen, dass entweder "Meister Umbreon" direkt oder aber ein paar der Mitglieder der RotR-Derpsquad zumindest in Deutschland die Facetime-Zeit anführen.
https://www.youtube.com/user/MeisterUmbreon/videos

Filterbubble und man kennt niemanden: Erinner mich auf der nächsten RPC bitte daran, dass ich dich einfach zum Nerdpolstand schleife, Thomas. Das ist dann zwar nur ein verhältnismäßig schlechter Querschnitt, dem man da begegnet, von denen die meisten auch noch zu den Physisch "alten Säcken" gehören, aber dann hättest du zumindest schon mal ein paar Youtube-Affine Leute mehr gesehen.

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Danke für die Diskussion des Themas, auch wenn ich mich an den Namen "Let's Play" nicht gewöhnen kann. Für mich ist es genauso Rollenspiel wie am Tisch. Und eine super Gelegenheit mit Freunden zusammen zu spielen, die das Leben in weitere Entfernung verschlagen hat.

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Hallo Freunde,

dann meld ich mich auch mal bei euch
ich finde es gut, dass ihr das Thema ansprecht.
Bei vielen "Außenstehenden" ist es ja noch sehr verpönt bei einer fremden Gruppe zuzusehen und selber nicht mitzuspielen, aber ich glaube die Zukunft dahingehen wird mehr und mehr LetsPlayer hervorbringen, die richtig guten Content machen.

der oben Erwähnt Podcast von Michael Jaegers zum Beispiel ist eines dieser Glanzlichter

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Also ich finde die Audio Let's Plays von Michael L. Jaegers ganz großes Kino. Die sind echt genial geschnitten und somit für Rollenspielmitschnitte erstaunlich dynamisch und sehr gut hörbar

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Hallo zusammen,

Rollenspiel Lets Plays haben den Vorteil, potentiellen Mitspielern mal zu zeigen wie es geht ohne das gezwungen sind am Tisch zu bleiben falls es ihnen nicht gefällt. Gerade da Rollenspiel doch eher eine Nischenfreizeitbeschäftigung ist im Vergleich zu Fussball und anderen Sportarten ist das eine Möglichkeit (gerade für die Hersteller) ihre Zielgruppe anzusprechen mit kostenloser Werbung fürs eigene Produkt. Davon können die Hersteller (und wir als Fans & Kunden) nur profitieren.

Für mich als Zuschauer von Lets Plays muss ich, wie mein Namensvetter schon eingewendet hat, stark zwischen "die Kamera zeigt alle am Tisch" und der Webcam unterstützten Skypekonferenz untescheiden.

Die Tischrunde ist doch viel näher an dem, was man vom eigenen Spieltisch kennt. Bei der Videokonferenz ist die (ingame) Spielzeit höher, aber es kommt mir oft so vor, dass es eher ein Spielleiter und 3-4 Einzelspieler die zufällig zusammen sind und jeder bekommt seine eigene Geschichte die mit denen der anderen verflochten ist.


Was mich einerseits fasziniert andererseits auch abschreckt ist der Unterschied zur eigenen Runde bzw. genauer gesagt zum eigenen Spielstil. Von Hack&Slay-Runden, über Stimmungsspieler über die Witze-Runde und und und.. Die Auswahl ist riesig. Und das auch beim gleichen System/Produkt. Gerade als Spielleiter ist das mal interessant zu sehen, wie andere leiten, Stimmung erzeugen, ihr Zeitmanagement im Spiel etc.

Sehr positiv - und am normalen Spieltisch selten erreicht - ist natürlich das darstellerische Niveau bei Critical Role, aber wenn ich 7-8 Schauspieler nehme anstatt Hinz und Kunz ist das auch recht schnell erklärt. Wobei bei Critical Role für meinen Geschmack oftmals sehr dick aufgetragen wird.

Bei vielen DSA Lets Plays sind häufig Widersprüche zum offizellen Aventurien zu sehen die sicherlich nicht absichtlich gemacht sind, aber zumindest für mich als alten Hasen/Sack, meine Immersion kaputt macht. Gerade wenn bekannte NSCs sich ganz anders und ohne erkennbaren Grund anders verhalten wie man es aus alten Abenteuern als Spieler oder Spielleiter kennen gelernt hat.
Bei D&D wo es ja erstmal kein "festes Setting" gibt fällt das deutlich weniger auf, bzw. hat einen weniger raus.

viele Grüße
Thomas

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Hallo zusammen,

ich denke hier wurde die größere Lets Play für Rollenspiel in Deutsch vergessen und zwar auf Rocket Beans TV. Dort finden regelmäßig Runden statt die live übertragen werden und man ist immerhin schon auf bis zu 50.000 Zuschauer pro Folge gekommen.
LG
Thomas

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Mmh. Das Thema interessiert mich sehr, allerdings ist es im Podcast etwas oberflächlich geblieben. Insbesondere dahingehend, dass die häufigste Form der LPs (als Skyperunde) innerhalb von Sekunden weggewischt wurde, was den Eindruck erweckte, dass diese im Vergleich zu Tischrunden ganz schlimme Defizite hätten.

Aber zum Konstruktiven, bzw. aus dem eigenen Erfahrungsschatz geplaudert:
Ihr stellt ja u.a. die Frage nach der Faszination von LPs.

Für mich schöpft sich die Faszination von Rollenspiel-LPs aus der Tatsache als auditives Begleitmedium. Ich schaue kein Video aktiv, sondern lasse es im Hintergrund laufen, während ich hauptsächlich etwas zocke oder nebenher Figürchen bemale.

Ich "höre" also LPs, weil sie mich einerseits als Spielleitung oder Autor inspirieren (Lerneffekt), etwas in eigenen Runden auszuprobieren (Vorbildcharakter) oder bloß nicht genauso zu machen (abschreckendes Beispiel), andererseits zu reinen Unterhaltungszwecken, weil sie oftmals gutes Kopfkino bieten.

Durch die Vertrautheit mit den Spielenden (das habt ihr gut herausgestellt), kennt man die Marotten und Spielvorlieben der LP-Teilnehmer und kann sie - aus SL-Sicht - zum Vorteil des eigenen Lernprozesses bzw. SL-Optimierungsprozesses (oder als Testrunde aus Autorensicht) beobachten und in eigene konstruktive Überlegungen einbeziehen. Die LP-Runde wird, so seltsam das klingt, als "falsche" Erinnerung abgelegt; ich habe beispielsweise bei einigen lange zurückliegenden YouTube-Vampire-LPs tatsächlich den Eindruck, selbst in der Runde gesessen zu haben.

Michael hat bei den DSA1-LPs etwas ähnliches ausgelöst; sein lieblos zusammengewürfelter, lustloser grummelnder "Nubor" hat ja bereits einen kleinen Kultstatus erreicht. Wir alle kennen normalerweise diese nervigen Spieler, die uns aufgeregt von ihrem Helden erzählen. Nichts ist langweiliger und unwichtiger als ein Spielercharakter aus einer fremden Runde. Man möchte laut rufen: "Keine Sau interessiert sich für deinen Helden!" Bei Charakteren, deren Werdegang man eine Weile verfolgt hat, wie im Falle Nubors, ist das komplett anders. Man hat den Eindruck, dass der zur eigenen Spielrunde gehört. Er ist nicht nervig. Man mag ihn, man mag seinen Spieler. (Einwurf: Ich bin immer noch für die Gründung der "Michael Mingers Ultras")

Diese Vertrautheit mit einer Runde und den Charakteren muss also über den passiven Konsum, beispielsweise eines Films, weit hinausgehen, da durch das "Unperfekte" bei Produktion, Durchführung und Präsentation die "Vierte Wand" so durchlässig erscheint, dass tatsächlich eine Identifikation mit den Spielenden in den Vordergrund tritt.

Die von euch so kurz fortgewischten Skype-LPs schätze ich dahingehend auch als sehr viel hochwertiger ein als abgefilmte Tischrunden, vor allem wenn sie in dieser "unnatürlichen" Panel-Form dargereicht werden. (Ulisses/Orkenspalter). Letztere sind zwar stets launig (insbesondere der zurückliegende HeXXen-TGK von SL Michael), aber grundsätzlich scheint mir die "Disziplin" in TS/Skype-Runden höher und der "Klamaukfaktor" geringer. Sich nur auf die Stimme zu konzentrieren setzt ganz andere Verarbeitungsprozesse im Hirn voraus, als in einer unmittelbaren Kommunikationssituation zu sein.

Meiner Meinung nach sind Tischrunden gemütlicher und geselliger; Skyperunden jedoch effektiver und zumeist auch spektakulärer. Ich spiele beides gern; aber für einige ernste und atmosphärische Rollenspielsettings sind Skyperunden mittlerweile meine erste Wahl; auch aus Verwaltungsgründen durch Programme wie Roll20. Eine Mitspielerin meinte neulich noch, dass nichts toller sei, als gemütlich im Bademantel und mit einem Glas Rotwein auf der Couch zu liegen und über Headset einer Rollenspielrunde entweder zuzuhören oder sogar aktiv anzugehören. Das kann ich nachvollziehen.


Abschließend möchte ich loswerden, dass dies mal wieder eine der Ausgaben war, die viel Anschlusskommunikation auslösten und dass das immer was gutes ist.
Allerdings war es auch eine Episode, die sehr gut einen Gast aus dem LP-Bereich vertragen hätte, um das Thema um eine weitere Perspektive zu erweitern. Euer Podcast schwächelt nämlich immer dann, wenn ihr euch einig seid. Dann braucht's einen Advokat des Teufels.

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Ich melde mich hier mal als alter Mann, der trotzdem begeistert LPs hört. (Hören alte Männer nicht immer LPs? - Ja, aber die meinen Schallplatten.)
Ich höre sie gerne bei der Arbeit, um mich nicht zu langweilen. Wie fast jeder Job besteht auch meiner zu 80 % aus Routine. Ich höre also Scorpio bei seinem DSA1-Leiden eher zu und schaue nur selten mal hin.

Wo ich Thomas zustimmen muss, ist, dass ich nie solche höre, die übers Netz gespielt wurden. Obwohl ich eigentlich auch nur noch per Skype spiele (in Warschau wird das sonst schwierig), ist es am Ende doch eine sehr reduzierte Kommunikationsform. Und da LP ja eh noch entfernter ist, ist mir das ein Distanzschritt zu viel.

Die Bedeutung von LPs für das Hobby (und dessen Wachstum) hattet ihr ja erwähnt. Scorpio brachte auch einen Artikel dazu auf. Könntet ihr den noch verlinken?

Einen Aspekt sehe ich aber noch als erwähnenswert an. LPs schaffen nicht nur ein Zugehörigkeitsgefühl der Zuschauer mit den Spielern. Sie schaffen auch eine Gemeinschaft der Zuschauern *untereinander*. Man denke an die Gemeinschaft der Critters von Critical Role.
Rollenspiel ist ein Hobby, das sehr wenige Gemeinschaftserfahrungen mit sich bringt. Jeder spielt in seiner eigenen Runde. Vor LPs gab es nur ikonische Abenteuer und Kampagnen, die man als gemeinsame Erfahrungen *zwischen* Runden hat. So wie ich mich auf Cons mit Fremden austauschen kann, weil ich z. B. "der Sänger von Dhol" spielte, kann ich mich mit anderen Crittern über Critical Role austauschen.

Gerade bei CR ist die Interaktion zwischen den Fans wichtig, weil es wenig Interaktion mit den Spielern gibt. (Der Chat läuft zwar mit, wird aber nicht rezipiert.) Das dürfte auch daran liegen, dass es einfach zu vielen sind. Wir reden hier von Tausenden.

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Ergänze ich auch noch oben, aber das war der Link den ich meinte https://www.theverge.com/2017/11/16/16666344/dungeons-and-dragons-twitch-roleplay-rpgs-critical-role-streaming-gaming

Mhm, bei dem Gemeinschaftsgefühl würde ich aber nicht zustimmen. Gerade durch die vielen Inseln in der Szene ("Ich spiele nur DSA4, die beste Version!", "Shadowrun nur in Seattle, wen interessiert die ADL?!" oder "Cthulhu ist nur true in den 1920ern. Punkt!") schaffen die Leute ja zwanghaft Gemeinschaftsgefühle, in dem sie sich mit anderen "erleuchteten" umgeben und den Rest ausgrenzen. Wie albern das bei unserem kleinen Hobby ist, sollte klar sein, aber so seltsam das klingt: Ausgrenzung sorgt für Gemeinschaftsgefühl.

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Das klingt leider überhaupt nicht seltsam. Wenn man sich nicht wirklich tapfer bemüht, dagegen anzuarbeiten, ist Gruppenbildung bei Menschen immer mit Intergruppenkonflikt verbunden.
Man denke an das Robbers-Cave-Experiment und andere Forschung zu Gruppenbildung. Insofern scheinen mir diese Tendenzen meine These nur zu bestätigen. (Das mag aber auch meine Blindheit durch Bestätigungsfehler sein.)

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Jep das sehe ich genauso...

Ja ich habe auch mal bei dem acht Stunden Marathon rein gesehen, weil ich auf der Spiel gesehen hatte wie viele sich mit der 10kg Verpackung da rum gedrückt hatten und ich war Neugierig. Da mich aber im Chat wohl keiner kannte ( da ich ja, wie noch nie zuvor erwähnt^^ sowas sonst nicht gucke) hat mir auch keiner auf meine Fragen geantwortet - das fand ich ein bisschen frustrierend und hab dann auch nachher wieder aus gemacht. Und ja es ist mega Albern sich in unserem kleinen Hobby auch noch selbst Auszugrenzen.

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