DORPCast 108: Früher war alles toller – Nostalgie als treibende Kraft

Hallo zusammen!

Derzeit ist sie scheinbar allwaltend: Die Nostalgie-Welle. Michael und Thomas erklimmen den Berg aus OSR und Kaiser Retro, SNES Mini und Stranger Things, und stellen sich im Grunde zwei Fragen: Worin liegt der Lockreiz der Nostalgie – und wie finden sie das?



Vor der Folge gibt es gleich ein ganzes Bündel Themen vor dem Thema sowie natürlich die Medienschau, und wie stets gibt es Timecodes und weiterführende Links am Ende dieses Artikels.

Viele Grüße,
eure DORP
Episode 108: Früher war alles toller – Nostalgie als treibende Kraft
0:00:29  Intro
0:01:21  Feedbackschleife: Dönerladen
0:02:07  Der Goldene Stephan 2017
0:04:34  Dreieichcon 2017
0:05:06  Scorp spielt Gloomhaven bei den Orkenspaltern
0:06:15  Ralf Sandfuchs hat einen Podcast
0:07:12  Der Neutron-Cast
0:08:36  Gruß an die Fans auf dem Tanzball 2017
0:08:58  Mittelerde trifft Amazon
0:09:57  Der DORPCast verbindet
0:10:18  Die Medienschau

0:25:25  Zum Thema – heute mit Wissenschaft!
0:29:05  Erinnerungen lügen!
0:31:58  Warum ist Nostalgie so interessant?
0:34:51  Beispiel V20/W20/M20(/C20)
0:35:54  Der Sweet Spot
0:38:04  Remastern und Zelebrieren
0:41:01  Was wird der nächste Trend?
0:44:17  Scorps Meinung zu Nostalgie
0:45:19  Nostalgie als Reflexion aufs Jetzt
0:46:05  Pseudo-Nostalgie
0:48:07  Zugänglichkeit
0:50:23  Selbsterkenntnisse
0:51:50  Nostalgie als Massenphänomen
0:54:03  Fazit
0:54:39  Sermon 3.0
0:55:19  Adieu

Themen vor dem Thema
Goldener Stephan 2017 – Die Gewinner
Greifenklaue-Podcast zum Goldenen Stephan
Dreieich-Con
Gloomhaven bei den Orkenspaltern
Sandkastenspiele – Ralf Sandfuchs' Podcast
NeutronCast

Aus der Medienschau
Babylon Berlin (Trailer | Sky-Webseite)
Cline, Earnest: Ready Player One
Firewatch (GoG | Steam)
Stranger Things Season 1 (Trailer | Netflix)

//Hinweis: Amazon-Links sind Teil des Affiliate-Programms und ein Anteil des Verkaufspreises kommt der DORP zugute. 

Kommentare (19)

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Ganz tolle Ausführung des Themas. Danke dafür.

Beim Verfassen dieses Beitrags und im Nachdenken über Nostalgie bin ich auf was gestoßen:
Bei mir ist das nicht so. Nostalgie ist bei mir ein ziemlich anachronistisches Phänomen. Die späten 80er, die 90er und die frühen 2000er - da gibt es in wenigen Bereichen nostalgische Gefühle für popkulturelle Phänomene. Einfach, weil ich die Popkultur der Zeit damals nicht mochte und weitgehend anders auffüllte.

(Möglich, dass solche Phänomene sich in postmoderner Zeit verstärken werden und die 90er das letzte nostalgisch verklärbare Jahrzehnt sind.)


Noch ein paar Anmerkungen zu Rollenspielen:
Die Old-School-Welle ist keineswegs "durch". Es sei denn man meint damit, dass sie den Sprung in den Mainstream geschafft hat. Seit einigen Jahren finden sich OSR-Titel unter den Ennie-Preisträgern.
http://goodman-games.com/blog/2017/08/24/congrats-to-ennie-winners/
http://www.lotfp.com/RPG/

Wenn die OSR durch wäre, würden außerdem System Matters wohl kaum Beyond the Wall, DCC RPG und Swords & Wizardry machen ... und Orkenspalter seit Neuerem Videos zu Lamentations of the Flame Princess. Da das ganze OSR-Ding jetzt mehr als 10 Jahren läuft (wenn man Castles & Crusades mitzählt, dann sind es 14), glaube ich nicht, dass das so schnell wieder verschwinden wird.

Kurz: Die These OSR sei durch, kann als widerlegt gelten.
Warum? Weil die OSR eine Spielweise und eine Design-Schule ist, die auch heute und auch jenseits von Nostalgie viel zu bieten hat. Was sie auszeichnet, dazu hab ich mal was geschrieben/übersetzt: https://zauber--ferne.blogspot.com/2015/02/old-times-cruelty-oder-so.html


@ Kaiser Retro Box, V20, Tales from the Loop, ... sehe ich genauso.


Noch ein offenes Thema im Zusammenhang mit Nostalgie:
Die Runequest/BRP-Renaissance! Dazu gehören: Chaosiums neues "Runequest Glorantha", Mythras, The Laundry RPG, Clockwork & Chivalry, River of Heaven, ... Seit Mongoose 2006 RuneQuest nach längerer Abwesenheit wieder belebt hat, ist da extrem viel passiert. Cthulhu war ja eh immer (mehr oder weniger) da. Ähnlich wie bei der OSR dürften Nostalgie-Erklärungen nicht genügen das Phänomen zu erklären.

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Meine erste DORP-Cast Folge. Bin noch nicht ganz durch, gefällt mir aber bisher sehr gut.

Über das Thema Nostalgie möchte ich gar nicht so fruchtbar viele Worte verlieren, es wurde ja schon ausreichend kommentiert. Eine kleine Anekdote möchte ich aber trotzdem loswerden:

Trotz fortgeschrittenen Alters bin ich in der glücklichen Position noch eine regelmäßige Rollenspielrunde zu haben. Wir sind alle so um die 40 (plus/minus ein paar Gequetschte), außer unser "Junior", der zum Zeitpunkt der Geschichte Anfang 20 war.
Wir wollten mal was Anderes spielen und entschieden uns für Shadowrun (über diese Entscheidung sag ich jetzt lieber nichts, denn darum soll es hier nicht gehen).
Einer unserer Mitspieler nahm zum Spaß ein altes Shadowrun-Regelwerk aus dem Schrank und ich war gedanklich sofort wieder auf meiner Sprachreise nach England, 1991, wo ich zum ersten Mal SR gespielt hatte und ich meinte: "Wow, das ist 25 Jahre her, dass ich das zum ersten Mal gespielt habe."
Woraufhin unser Junior mich völlig entsetzt ansah und meinte: "Da war ich nicht mal geboren."
Wenn ich vorher noch nie das Gefühl gehabt hätte alt zu sein... da hatte ich es!

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Könnte man aus den DORPcasts vielleicht einen RSS Feed machen? Dann könnte ich die automatisiert runterladen, sobald eine neue Folge online geht und die dann hören

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Selbstverfreilich gibt es den DORPCast als RSS-Feed: http://feeds.feedburner.com/DerDorpcast

Du findest uns auch auf iTunes (https://itunes.apple.com/de/podcast/der-dorpcast/id1104767684?mt=2) und auf TuneIn (https://tunein.com/radio/Der-DORPCast-p1030762/?topicId=118109424).
Du müsstest uns auch in/auf den meisten Podcast-Apps und Seiten finden können.

Viele Grüße
Der Tom

Kommentar zuletzt bearbeitet am vor 1 Jahr von Thomas Bender Thomas Bender
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Vielen Dank!

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Ich muss sagen, dass Nostalgie bei der Auswahl meines Medienkonsums gefühlt kaum eine Rolle spielt. Mir stellt sich auch die Frage, wie zentral Sehnsucht für Nostalgie ist. Ich kenne das angenehme Gefühl der Verbundenheit mit der Vergangenheit, aber ein Verlangen danach dieses Gefühl herzustellen, verspüre ich selten. Und wenn ist es wesentlich wahrscheinlicher, dass ich dazu einen Ort aufsuche, als dass ich zum Beispiel einen alten Film schaue.

Nun höre ich ja auch Retropodcasts wie Stay Forever und objektiv betrachtet, habe ich auf meiner Liste eine Menge älterer Bücher, Spiele usw. (im folgenden allgemein "Werk"), aber ich glaube, dass liegt nicht an Nostalgie. Daher meine simple mindestens komplementäre Erklärung: Viele Werke aus der eigenen Vergangenheit sind für sich genommen oder aus historischer Perspektive interessant. Die meisten älteren Werke auf meiner Liste fallen in eine der folgenden Kategorien, wo es jeweils nicht um das Herstellen einer emotionalen Verbindung zu erlebten Vergangenheit geht:

1. Werke, die man früher nicht kannte. (Vergleichbar mit allem, was vor der erlebten Vergangenheit liegt, oder während dieser Zeit außerhalb des eigenen Kulturkreises geschaffen wurde.)

2. Werke, die man früher kannte, aber nie selbst konsumiert hat. In Fällen, wo man sie sich nicht leisten konnte oder sie nicht haben durfte, hat die nachträgliche Erfüllung vermutlich häufig mit Nostalgie zu tun, aber es gibt genug Fälle, wo man einfach nicht dazu gekommen ist.

3. Werke, die man unvollständig konsumiert hat. Eine Serie, wo man nur einzelne Folgen sehen konnte, die letzte Staffel nicht mehr gesehen hat oder die erste nicht gesehen hatte. Ein Buch, das man nicht beendet hat. Ein Spiel, das man nur bei einem Freund als Zuschauer erlebt hat (in zwei bis drei Dekaden kommt die Nachholwelle der Let's Play-Zuschauer). Hier geht es um Vervollständigung.

Zu den nächsten beiden: Ich persönlich konsumiere nur wenige Werke, jenseits der Verwendung als Referenz, erneut. Das folgende sind für mich eher Ausnahmen:

4. Werke, die man wiederholt, um sie zu verstehen. Sei es, dass sie vorher zu komplex waren oder im Falle von anderssprachigen Werken, die eigenen sprachlichen Fähigkeiten nicht ausgereicht haben. Oder schlicht, dass man sich zu schlecht erinnert, aber sie für wichtig hält, insbesondere im Sinne eines Kanons.

5. Werke, die man wiederholt, um sie unter dem Eindruck eines anderen Zugangs oder Konsumstils zu erfahren. a) Sprache, z.B. erneuter Konsum als Originalversion (ggf. mit Übersetzungsassistenz). b) Wirkung, z.B. andere Reihenfolge oder Konsum in einem kompakteren Zeitraum. c) Kontext, z.B. Verwendung eines Begleitmediums etwa ein Serienpodcast oder Sekundärliteratur.

Und was für mich darauf hindeutet, dass bei mir tatsächlich nicht vordergründig Nostalgie wirkt: Neue Werke, die versuchen nostalgische Gefühle zu wecken, setze ich kaum auf die Liste. Sie müssen eigentlich für sich stehen können. Am ehesten sind sie auf einer Metaebene interessant, wie versucht wird die Vergangenheit zu evozieren. Und ich bin auch wenig anfällig für sowas wie nochmal eine Staffel nach fünf, zehn usw. Jahren nach Serienende.

Schließlich letzte Ersatz-/Komplementärerklärung: In der Beschäftigung mit der Vergangenheit liegt auch ein gemeinschaftsunterstützendes Element. Wenn man neu in ein Hobby reinkommt, ist erstmal das Hobby selbst das Verbindende. In der Regel differenziert man sich mit der Zeit immer weiter aus. Im Falle von Rollenspiele bleiben Leute auf der Strecke, man verliert sie an die zweite, dritte, vierte Edition. Aber mit dem Verweis auf die erste Edition kann man viele wieder einsammeln.

* * *

Ich muss noch kurz etwas zum targeted advertisement sagen: Ich glaube, dass ihr euch das wirklich nur schönredet. Man benötigt keine Werbung um Sachen zu finden, die einen interessieren. Aber selbst wenn es so wäre, könnte man Empfehlungen mit Technik realisieren, die ohne das Ausforschen des eigenen Nutzungsverhaltens durch Dritte auskommt.

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Die Dönersuche:
Also, an der Ecke Viehofer-/Kronenstr gibt es keine Dönerbude. Aber drum herum einige wobei die einzige, die an einer Ecke liegt, die an der Ecke Viehofer-/Kreuzeskirchstr. ist. Sozusagen eine Straße weiter.
Diese scheint auch die einzige ohne ersichtbaren Namen zu sein. Werde Euch mal ein paar Fotos an die Dorpadresse senden. Interessanter Weise sind die StreetView- Bilder in der Gegend mindestens 5 Jahre alt und die Fußgängerzone Viehoferstr. ist garnicht erfasst.

Noch ein kleiner Hinweis, der eigentliche Dönerstrich in Essen ist nicht die Viehoferstr. sondern die Firedrich-Ebert-Str.

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Ihr erwähntet etwas, was ich so nicht stehen lassen will.

Die "Technik", in die Videospiel-Module zu blasen ist nicht zu empfehlen!
Kurzzeitig mag es zwar Abhilfe schaffen, verschlimmert das Problem auf lange Sicht aber (da man durch den Atem Feuchtigkeit auf die Kontakte bringt, welche zu Korrosion führt).

Stattdessen ist z.B. die Verwendung einer Zahnbürste zu empfehlen, ggf. nach längerer Zeit mal mit etwas Reinigungsalkohol. Wenn Kontakte bereits korrodiert sind, kann man sie durch leichtes Abschmirgeln wieder instandsetzen (dafür sollte man das Modul komplett öffnen und darauf achten, eventuellen Metallstaub restlos rauszubekommen).

Auch die entsprechenden Kontakte (also das Gegenstück zu denen der Module) innerhalb der Konsole können auf diese Weise gewartet werden. Zusätzlich dazu haben diese meist eine gewisse Federwirkung, die nach häufiger Benutzung nachlässt, was man korrigieren kann indem man die kleinen Bleche vorsichtig wieder etwas vorbiegt (so dass sie wieder strammer sitzen).

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Moin Silkwesir!

Alles was du sagst ist richtig; kein Widerspruch. Ich denke dennoch, dass viele das in ihrer Jugend halt auch gemacht haben werden – sagt zumindest die anekdotische Evidenz in meinem Umfeld – und entsprechende Erinnerungen mit den Modulen verbinden.
Der Sammler macht sich damit aber wirklich keine Freude.
Ich werd's in der kommenden Feedback-Schleife noch mal erläutern


Viele Grüße,
Thomas

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Ich kann jetzt zu dem ganzen Thema irgendwie nichts so viel beitragen. Es ist sehr interessant gewesen, so wie immer.

Aber ich hätte da mal eine Frage um reinzuspreizen: Eure Bais-Theorie ist ja das "Nostalgie" der wichtigste Triebmotor für die Kaiser-Retro-Box ist. Was bin nach dieser Theorie dann ich, der ja überhaupt keine Bezüge zu diesem "damals" der DSA1 (oder gar DSA allgemein)-Zeit hat, sondern einfach nur deshalb Geld auf "Die Leiden des jungen Michael Minger" geworfen hat, weil er mehr Folgen von "Mein Chef misshandelt mich!" sehen will. (Das war doch der Titel, den Michael den Let's Play-Videos im Crowdfundig von Fragged Empire gegeben hat, oder?)

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Oh Bücher sind generell auch so ein Ding. Illustrierte Harry Potter Ausgabe, HdR Sonderausgaben, e-books diverser alter Bücher die ich mag/mochte.
Oder wie bei American Gods auch einfach eine gute Verfilmung von Büchern. Vorallem wenn es originalgetreu ist :P
Die Liste ist endlos.

Und bei Brettspielen: Eine Neuauflage von Heroes Quest könnte sehr gehyped werden. Zumindest bei mir :P

Ja ja die LP sind schon so eine Sache.

Und wo bei LP als Abkürzung sind, Vinyl ist ja auch wieder aktuell.

Liebe Grüße
Debbie

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Dann solltest du mal googeln. Eine Neuauflage von Heroquest ist in Vorbereitung. Definitiv Nostalgie Hype bei mir.

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Womöglich die Ausnahme (tm)?

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Eine großartige Folge mit so vielen Anknüpfpunkten, dass ich mir eine Liste machen musste. :-)

Hach ja, die Nostalgie. Ich genieße sie auch als Gefühl. Und auch meine Kaufentscheidungen formt sie.

Aber es nervt mich, wenn Leute sie mit der Realität verwechseln. Erinnerungen sind weiterhin zu großen Teilen nachkonstruiert und schon nach wenigen Jahren häufig weniger verfälscht als komplett fiktiv. (Gibt es eine schöne Untersuchung zu, was Probanden meinten getan zu haben, als sie von der Challengerkatastrophe erfuhren. Innerhalb weniger Jahre gaben sie völlig ehrlich überzeugt komplett unterschiedliche Angaben.)
Und der Plural von Anekdote ist weiterhin nicht Daten.
Insofern freut es mich sehr, dass ihr mit der wissenschaftlichen Perspektiven begannt. Das kann ich nur gutheißen. Meine Frustration auf den Spezialfall des Selbstbilds der OSR brachte ich ja schon in den Kommentaren zur Folge 100 zum Ausdruck.

Was den Mandela-Effekt angeht, ein Tipp: Wer von Amerikanern Geld gewinnen will, kann mit ihnen wetten, wie sich Looney Tunes schreibt. Die meisten denken, es schriebe sich Looney Toons, was schon wegen der Aussprache nicht hinkommt.

Weil Nostalgie eben ein Gefühl verkauft, ist die Zugänglichkeit wirklich wichtig, da habt ihr Recht. Denn die ganzen Haker, die das Produkt schwierig machten, hat man ja längst vergessen.

Nostalgieprodukte müssen aber nicht an Nostalgiker verkauft werden. Es kann auch an jene gehen, die jene Nostalgiker verwirrt und neugierig beobachten.
Ich bin da ein guter Kandidat. Ich fand die 80er-Show damals super, auch wenn ich als 85er-Jahrgang die 80er kaum bewusst miterlebte. Aber viele Dinge, die mich in meiner Kindheit verwirrten, ergaben plötzlich so viel Sinn.
Ebenso war ich bei Kaiser Retro dabei, auch wenn ich nie viel DSA spielte und nichts früheres als DSA 3. Aber wie kaputt das damals war und wie seltsam die Ursprünge des Rollenspiels, das ist doch auch irgendwie spannend.

Cyberpunk ist definitiv so ein Genre, das die Realität eingeholt hat. Er erinnert mich immer an John Scalzis Aussage, Orwell sei Optimist gewesen. Orwell dachte ja noch ganz naiv, die Regierung müsste uns zwingen, die Kameras in unser Heim zu holen. Er hätte sich nie ausmalen können, dass wir viel Geld für sie zu zahlen bereit wären. Und dass wir uns dann ständig fragen würden, ob uns auch ja irgendwer interessant findet. :-(
Hm, überholte Genres wären vielleicht auch ein Thema. Wie viele Jetztzeitgenres mit der Verbreitung von Mobiltelefonen de facto tot sind...


PS: Danke für die Empfehlung des NeutronCast. Er erinnert mich an eine Weisheit aus meiner Doktorarbeit: "Was am DESY passiert, bleibt am DESY!"

PPS: Wie entwickelt sich eigentlich "1W6 Fäuste für ein Halleluja"? Als Initiator des Projekts bin ich da sehr neugierig. ;-)

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Moin LIchtbringer!
Ich habe endlich noch mal etwas Zeit Kommentare nicht nur lesen, sondern auch zu antworten – also wollen wir doch mal =)

Lob: Danke dir

Nostalgie nicht nur für Nostalgiker: Auch sollte man nicht vergessen, dass man in unserer medialen Zeit teilweise etwas wirr gepolt wird. Ich habe eine gewisse Nostalgie für Elemente der 1970er, was aber im Kern einfach auf den Konsum von Medien aus jener Zeit in kritischem Prägungsalter zurückzuführen ist. Und je nachdem, wen du fragst, was zu den 80ern gehört, kriegst du ggf. halt auch ein 1975-1985er-Zeitfenster oder – wie auch durchaus bei mir – ein 1985-1995er-Zeitfenster.
Als Kind wurde mein Bild von New York wurde von Ghostbusters genauso geprägt wie von den Turtles-Realfilmen, aber die liegen auch streng genommen nicht mal mehr im gleichen Jahrzehnt

Überholte Genres: Oh, reizvoll. Ich nehme das gedanklich auf die Liste, aber zum Dezember kommt ja auch wieder unsere Jahresumfrage, da wäre es cool, wenn du es auch einfach mit in die „Wunschthemen“ haust, solltest du teilnehmen.

PS: Gern geschehen.

PPS: Es hängt an der Pinnwand bei „2018“
Der tendenzielle Plan, bzw. der erste Schritt werden vermutlich kommendes Jahr erst mal Filmabende zur … Recherche sein

Viele Grüße,
Thomas

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