DORPCast 106: Der Charakterbogen

Hallo zusammen!

Jede einzelne Sitzung in (nahezu) jedem Rollenspiel liegt er vor einem, und doch lag er hier noch nie als Thema zugrunde: der Charakterbogen. Michael und Thomas ändern das in dieser Folge und erfahren dabei mehr oder weniger zu ihrer eigenen Überraschung, was für ein emotionales Thema das für sie tatsächlich ist.



Nach der beballten Themen-vor-dem-Thema-Welle letztes Mal, ist es dahingehend etwas ruhiger, dafür geht's in der Medienschau rund, inklusive kleinem Scorp-Rant. Und zu all dem gibt es natürlich wie eh und je weiterführende Links und die Timecodes unten in den Shownotes.
Oh, und ach ja, wenn ihr dies am Sonntag, dem 24. September direkt bei erscheinen lest und noch nicht habt – geht wählen!

Viele Grüße,
Thomas
Episode 106: Der Charakterbogen
0:00:29  Intro
0:01:06  Feedbackschleife
0:03:47  Themen vor dem Thema: HeXXen 1733
0:04:29  Protektor (Thomas ist ein Stretchgoal)
0:05:14  Geht wählen!
0:05:34  Michael reist nach England und Hinweise zu den Oktober-DORPCasts
0:06:44  Medienschau

0:25:53  Zum Thema
0:26:31  Die Anfänge
0:27:28  Der Charakterbogen als Komplexitätsindikator
0:28:05  Bogen jenseits des Üblichen
0:28:38  „Kopiervorlagen“
0:31:12  Die Kunst, einen guten Bogen zu bauen
0:32:11  Der Charakterbogen als Erinnerungsstück
0:34:25  Der digitale Wandel
0:36:43  Notizen am Spieltisch?
0:38:57  Von Reisezielen und Heldentaten
0:40:46  Thomas träumt von Gruppenbögen
0:42:03  Der verwaltet die Bögen?
0:45:23  Deluxe-Bögen
0:48:32  Vorgefertigte Bögen für vorgefertige Charaktere?
0:50:31  Bögen, die uns positiv oder negativ in Erinnerung blieben
0:55:03  Schrecken aus der Tiefe! Schrecken aus der Tiefe hat keinen Bogen!
0:55:39  Gedanken zum Bogen von Mystics of Mana
0:56:21  Patreon-Dank und Hinleitung zum Sermon
0:57:01  Sermon 2.0
0:57:23  Adieu!

Aus der Medienschau

Carrie
Der Hobbit Trilogie
Kickboxer – Die Vergeltung
King, Tom: Batman/Elmer Fudd

Themen vor dem Thema

HeXXen 1733
Protektor

Bonus für Shownote-Leser

Wir haben in der Folge völlig verdödelt darauf hinzuweisen, aber apropos Warhammer-Dude und so – Humble Bundle haben gerade einen irre guten WFRP-Deal am Start.

Kommentare (6)

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Interessante Folge, die mal wieder mehr Einblick verschafft.
Ich frage mich schon, warum mein GURPS und Malisturm Charakter auf eine Seite passt und mein DSA-Charakter 6 Seiten braucht. Ich mags lieber klein und kompakt, DSA ist mir da zuviel. Ich habe auch immer eine Bindung zu meinem Charakter aber nicht zu dem Bogen. Also dem "einen" Bogen. Das mag daran liegen, dass ich es wirklich nicht mag auf Charakterbögen rumzuradieren und korrigieren. Ich habe Kleinzeug wie LP, Inventar, Geld, immer auf einen Zettel notiert und nur große Dinge auf den Bogen geändert. Wenns mir irgendwann zu sehr Richtung Klopapier ging, habe ich einen neuen Bogen gemacht. Mit der Digitalisierung habe ich einfach Werte lieblos durchgestrichen und wenn sich was angesammelt hat halt einen neuen ausgedruckt. Der Bogen selbst hat keinen Wert - und das hilft mir enorm. Versionen der Chars liegen dann im digitalen Archiv. Handschriftlich habe ich noch viele Plotnotizen und sowas rumliegen.

Ich würde auch nie auf die Idee kommen in ein Buch was reinzukritzeln. Selbst wenn wir mal bei DSA ein Kaufabenteuer spielen, mache ich mir Notizen mit Verweis auf den Text im Buch aber niemals wird ins Heft geschrieben. Da habe ich wohl eine Schrulle. :-)

Nochmal zur Digitalisierung. Ich schätze die verschiedenen Arten der Charaktergeneratoren sehr. Ich rechne mir meinen Charakter immer grob zusammen, (die Regeln sollte man ja schon kennen) und wenn die Idee steht, gehts an die digitale Version. Ich finde es - neben der Ausdruckbarkeit - enorm praktisch bei der Steigerung. Man vergisst halt nicht nach 3 Jahren noch einen Wert auf Seite 5 noch einen Wert anzupassen. Sowas nervt.

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Danke für eine weitere, unterhaltsame Folge. Allerdings: Das Hauptthema blieb mir etwas zu sehr an der Oberfläche, zu sehr auf das "Gefühl" gerichtet, das Charakterbögen vermitteln, und die allgemeine Verwendung der Blätter. Vielleicht könnt ihr bei Gelegenheit noch genauer darauf eingehen, welchen praktischen Nutzen ein Charakterbogen erfüllen sollte, woran man das erkennt, und wie man das entsprechend gestaltet. Klar, das ist weniger launig als analytisch, aber bei manch anderem Thema seid ihr ja ebenso kompetent und detailliert zugange. Aus reiner Neugier hätten mich persönlich auch Thomas' Workflow und technische Mittel interessiert, mit denen er Charakterbögen gestaltet.

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Hi ihr beiden,

insgesamt war das eine wirklich interessante Folge mit einer sehr schön emotionalen Diskussion.

Was mich aber schon etwas geärgert hat ist, dass ihr mit dem Halbsatz "außer bei manchen Indie-Systemen" einfach mal den Bereich unseres Hobbies komplett gestrichen habt, der mit Abstand die kreativsten Ideen für Charsheets bietet. Ich hätte mir einfach ein paar abgefahrene Beispiele mehr für die Verwendung des Charakterbogens gewünscht. Eines habt ihr ja mit dem DORP-Rollenspiel (Stichwort Farbskala) gebracht.
Beispielsweise wären "Fireborn" (https://en.wikipedia.org/wiki/Fireborn), das Ablagefelder für Würfelpools bietet oder "Sailing for Atlantis" (https://boardgamegeek.com/rpg/37114/sailing-atlantis), bei dem der Charakterbogen ständig durch das Hinzufügen und Auswechseln von Post-Its verändert wird.

Auch unbedingt erwähnen möchte ich die wunderbare 2006er "Reverse Engineering Challenge" (https://www.tanelorn.net/index.php?topic=28610.0) von Kevin Allen Jr. (Autor von "Sweet Agatha" und "Pickets & Blinds"; http://www.kevinallenjr.com/game-design.html). Dort konnte man einen Charsheet designen, der dann einem anderen Teilnehmer zugelost wurde, der dann dazu ein Rollenspiel schreiben sollte. War eine super Sache!

Bitte beschäftigt euch doch mal wenigstens ein bischen mit dem Indie-Markt; das wäre eine echte Bereicherung für euren Podcast.

Ich möchte nicht, dass das hier so klingt, als würde ich nur rummängeln. Ich will lediglich ein paar Anregungen geben.

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Ein paar schnelle Fragen an die Mane-Two und die Hörer:

1) Machen für dich Colaflecken und Wachsreste den Charakterbogen authentisch? Oder wird das Schmuckstück doppelt laminiert und poliert?
2) Lieber zusammengequetscht auf einer Seite? Oder hübsch und blättern?
3) Bei Computerprogrammen (Chummer, Heldensoftware): Drucken, ist ja schnell und praktisch. Oder von Hand übertragen auf einen schönen Bogen.
4) Alte Versionen: Ab in den Mülleimer. Mit Versionsnummer sauber abgeheftet in den Ordner.
5) Auf den Bogen schreiben: Klar mit Kuli und kreuz und quer. Oder allerhöchstens mit weichem Bleistift in die Ecke?
6) Charakterportrait: Ein im Internet geklautes Foto sagt mehr als tausend Worte an die vergesslichen Mitspieler. Wen interessiert schon Augenfarbe und Bartform, es zählen innere Werte (=Stärke). Wieso ein Bild auf dem Bogen, mein Charakter hängt als Fresko an der Decke.
7) Wie viele Spielsession hat ein Charakterbogen bei dir durchgehalten ohne erneuert zu werden?

Muss jetzt dringend alte Charaktere anschauen. Nostalgie ist etwas Schönes.

P.S. One-Shot Charaktere zählen für nix.
P.P.S Meine Internetrunden haben mein Blatt-Verhalten nur kurz verändert. MIttlerweile drucke ich auch für diese die Charaktere aus (und würfele in "echt").

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Hallo zusammen,

instressante Folge bei der mir auch selbst einige Dinge aufgefallen sind über die ich mir so noch gar keine Gedanken gemacht habe. Mir geht es nämlich ähnlich das ich die Charakterbögen von unseren vor 10 Jahren runden noch habe, aber einige neuere mir gar nicht so ans Herz gewachsen sind. Allderdings muss es einen anderen Grund geben als den Charakter Generator den nutze ich nämlich nicht. Ich glaube bei uns liegt es daran das wir zur Zeit zu viele Systeme austesten. Ich bin heilfroh das wir bei Numenera die Charakter Erschaffung zusammen mit der Gruppe gemacht haben, den wie gesagt sicher ist der Bogen Hübsch und bestimmt hat es auch einen Sinn wie er aufgebaut ist, aber alleine hätte ich das niemals Kapiert wie das Funktionieren soll. Ich für mich habe beschlossen das ich vorgefertigte Charakter Bögen doof finde, sicher auf einer Con. mag das Unumgänglich sein aber bei FE habe ich gemerkt das sich die Spieler nicht genung dann mit dem Charakter auseinandersetzen, wir haben die Vorgefertigten Charkater benutzt und ich glaube mir war als einzige schon von Anfangan klar wie mein Palantor zu funktionieren hat. Okay mag zum teil auch von den Mitspielern abhängen aber wenn man den Char. selbst erstellt muss man sich ja Zwangsläufig damit auseinandersetzten.Ja da ich auch eine Notrische nicht mit Schreiberin bin habe auch tatsächlich die ein oder andere Notiz auf meinem Charakterbogen stehen, bei unserer D&D Runde hat es allerdingts solche Ausmaße angenommen das ich jetzt doch noch mehere Zettel mitführe ;-) Was ihr bisschen mehr hättet ausführen können wären ein paar Gelungene Charakterbögen und welche die nicht so toll geworden sind. Okay ja habt ihr für DSA, ich hab aber seit bestimmt 15 Jahren kein DSA Charakterbogen mehr gesehen...
Der Malsturm Charakterbogen wäre da nämlich wie ich finde eine Erwähnung wert gewesen, der Funktional Übersichtlich und zumindest für meinen Geschmack Hübsch ist. Und da ich es gerade neben mir liegen habe der Batteltech Charakterbogen für den Piloten ist der Spartanichste den ich je gesehen habe, ja okay kein P&P ich weiß ich weiß....
Aber eine tolle Folge die Spass gemacht hat zu hören, die letzte war für meinen Geschmack zu Theoretisch und mit zu vielen Beispielen aus Systemen die ich nicht kenne, aber trotzdem Intressant, dachte nur wenn man keine Ahnung hat dann einfach mal.....ja und soweiter.

Liebe Grüße

Sabrina

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Hallo Ihr zwei,

erst einmal ein großes Danke für eine interessante Diskussion über etwas das im Rollenspiel so selbstverständlich ist, aber doch oft nur am Rande steht.

Einen gut gemachten Charakterbogen findet man eher selten. Michaels Hinweis auf Bögen aus dem Internet kann ich nur zustimmen. Dort findet man oftmals optisch schönere und/oder praktischere Varianten.

Es wäre toll wenn ihr in der Feedback-Schleife vielleicht noch einmal kurz auf die Nutzung von Charaktergeneratoren zur Verwaltung eingehen könntet. Ich selbst hatte den für DnD4 nicht, aber der praktische Nutzen für die ganzen immer wieder wechselnden Powers bzw. ein "Zauberbuch" ist auf jeden Fall da. DSA5 macht das ja zB mit den Kartensets sehr gut (muss ich Euch zweien aber nicht sagen ;-) ).

Den Charakterbogen benutze ich seit Jahren nur für die "festen" Daten die sich selten ändern. "Kurzfristige" Werte wie der aktuelle Gesundheitszustand, Geld, allgemeine Ausrüstung ohne regeltechnischen Wert (Decke, Kleidung..) und Notizen führe ich per Papierblock. Der von Thomas beschriebene Effekt des durchradierens hält sich dadurch in Grenzen. Die wichtigen Notizen wandern dann bei den regelmäßigen Runden in ein Wiki das die ganze Gruppe nutzen kann.

Vor der digitalen Verwaltung meiner Charaktere per Tablet/Handy zögere ich noch ein wenig. Zum einen habe ich hier noch nichts gesehen das unkomplizierter als Stift & Papier ist; zum anderen schrecken mich die "nebenbei auf dem Handy spielenden"-Mitspieler davon ab so etwas mehr zu nutzen. - Ich selbst nutze als Spielleiter allerdings mein Tablet zur Steuerung der Hintergrundmusik via Playlists..

Was die emotionale Bindung an Charaktere/-bögen angeht unterscheidet sich das bei mir je nach System bzw. bei der Frage "One-Shot" oder "Regelmäßige Runde"? Die One-Shot-Charaktere bedeuten mir eher weniger und sind mehr ein "mit irgendeinem Charakter muss ich in die Welt/das System ja reinschnuppern".


dann wünsch ich Euch einen schönen Sonntag und Michael viel Spaß bei GW :-)

Viele Grüße
Thomas

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