DORPCast 84: Warum gibt es eigentlich nie Spielertipps?

Hallo zusammen!

Tipps für Spielleiter gibt es ja immer wieder wie Sand am Meer, Tipps für Spieler sind dagegen oft rar. Michael und Thomas haben sich deshalb diese Folge aufgemacht, genau das zu ändern – nicht nur fragen sie sich, warum es so selten Ratschläge explizit für die „regulären“ Spieler am Spieltisch gibt, sie versuchen sich auch an einigen eigenen.



Davor gibt es ein paar Updates in Sachen DORP, ein Follow-Up zu einem Kaffeeklatsch-Thema von neulich und zuletzt ein paar Worte zu einem coolen Schulprojekt; oh, und natürlich die Medienschau, wegen dem ganzen Rhabarber davor einmal mehr mit zwei Medien pro Person.
Da könntet ihr uns übrigens mal verraten, ob ihr das gut findet – also unseren eher neuen Trend, die Medienschau zu kürzen, wenn wir merken, dass die Halbstunden-Marke naht.
Und auf jeden Fall: Viel Spaß mit der Folge!

Viele Grüße,
eure DORP



Episode 84: Warum gibt es eigentlich nie Spielertipps?

0:00:29  Intro
0:01:10  Update: DORP-Downloads 2016
0:03:46  Update: Die VG-Wort
0:05:50  Die Inda-Gefährten
0:10:28  Gesucht wird: Die perfekte Pen&Paper-Tasche

0:11:14  Die Medienschau

0:27:45  Zum Thema: Liegt zu viel Fokus auf dem SL?
0:29:52  Spielen Runden meist beim SL der Runde daheim?
0:31:11  Menschen wollen folgen?
0:31:42  Goldene Regel: Sei kein Arsch
0:32:28  Aktives Zuhören
0:35:18  Exkurs: Was ist ein Gruppenvertrag
0:36:14  Seid vorbereitet
0:38:18  Aktives Zuhören Redux
0:40:10  Notizen machen
0:40:55  Seid zuverlässig – und allgemeine Termintipps
0:43:27  Pacing ist auch Spielersache
0:46:27  Exkurs: Runden-Exposition
0:48:22  Zurück zum Spieler-Pacing
0:49:13  Kommunziert!
0:51:36  Es lohnt sich, SCs aufeinander abzustimmen
0:54:02  Konstruktiv spielen
0:56:49  Vergebt Motivation
0:59:46  Kehren wir zur Einleitungsfrage zurück
1:01:14  Ein Fazit

1:02:52  Die Mäzenatenschau
1:03:43  Sermon 2.0
1:04:08  Adieu!

Aus der Medienschau

Deep Blue Sea
Defiance Staffel 2 und Staffel 3
Summer Wars
Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows (Trailer | Vorbestellen)

Aus den Themen vor dem Thema

Der VG-Wort-Artikel aus der FAZ
Der VG-Wort-Artikel auf Übermedien

Die Mitteilung der Inda-Gefährten (nebst Foto)

Zum Thema selbst

Ein Beispiel für diesen Expositionsstil, den Thomas meint
(Übrigens nicht ganz zufällig ein Ausschnitt, der auch zurm Abgleich mit einigen der Aspekte/Ansprüche/Ansätze aus unserer Folge einladen kann ;))

Errata

Entgegen Michaels Behauptung ist „Summer Wars“ kein Studio-Ghibli-Film.
Tatsächlich ist es sogar noch bitterer, denn „Wars“-Regisseur Mamoru Hosoda sollte eigentlich Regie führen bei Ghiblis „Das wandelnde Schloss“, wurde dort aber schlussendlich von Ghibli-Mastermind Hayao Miyazaki verdrängt. Hosodas nächster Film, „Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“, erschien sogar in direkter Konkurrenz zu Ghiblis „Erdsee“, der wiederum von Miyazakis Sohn Goro umgesetzt wurde, aber – anders als das sehr erfolgreiche „Mädchen“ – auch die Kritiker enttäuschte.
„Summer Wars“ erschien dann in einer vergleichbaren Konstellation als Hosodas nächstes Werk, demnach also weiterhin ohne Anteilnahme von Ghibli.
Ich hätte den Wiki-Artikel während der Folge wohl doch mal querlesen sollen ;)
- Thomas

Kommentare (21)

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Wie immer eine gute Folge. Bin ein großer Fan, der Dorpcast versüßt meiner Frau und mir regelmäßig lange Fernbusfahrten.
Eine Frage zu dieser Episode: Habt ihr solche Tipps wie das berühmt-berüchtigte Kiesow'sche "Auf ein Wort, verehrte Rollenspieler" bewusst ignoriert, weil es auch mehr um Meta-Tipps zum Verhalten am Spieltisch als zum Verhalten im Spiel ging oder war es eher Zufall, dass so etwas nicht erwähnt wurde? Ich hatte bei dem Titel nämlich durchaus auch eine kritische Auseinandersetzung mit solchen, ja oft als Bevormundung wahrgenommenen Tipps erwartet (insbesondere wegen eurer kritischen Haltung DSA gegenüber ;)).

[Zur Medienschau kann ich übrigens nur sagen: No limit! Macht mit einen Reiz aus, euren Podcast auch mal stundenlang am Stück zu hören!

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Moin Honak!

Das freut mich sehr, dass wir euch da so gut unterhalten können =)

So in drei Aspekten beantwortet:
- Dass wir explizit auf Kiesows Ratschläge nicht eingegangen sind, das ist wirklich Zufall. Die hatte ich im Sinne der Folge so gar nicht mehr auf dem Schirm. Allerdings jährt sich Kiesows Todestag kommenden Januar auch zum 20. Mal, insofern würde ich bei allem Respekt vor seiner Leistung, solche Texte aus seiner Feder alleine schon aus zeitlicher Perspektive mit Vorbehalt genießen.

- Generelle Fragen der Etikette sind qua Gruppenvertrag ja in die Folge 85 gewandert; keine Ahnung, ob du die schon gehört hast, aber vielleicht findest du darin ja das eine oder andere generell in die Richtung.

- Wir haben keine kritische Haltung gegenüber DSA, Michael hat eine Ich mag das Spiel wirklich gerne, auch wenn ich da mittlerweile natürlich auch voreingenommen bin. Sicher gibt es bei DSA auch Sachen, die ich eher doof finde, aber proportional auch nicht mehr als bei anderen Systemen auch ^^


Viele Grüße,
Thomas

PS: Medienschau – ist notiert ^^

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Eine spannende Forschungslücke, die ihr da angeht. Danke für die Folge.

Der zynische Teil in mir sagt, es gebe vor allem deshalb keine Tipps für Spieler, weil diese noch beratungsresistenter seien als SLs. Schon bei den Spielleitern finde ich, dass gerade jene, die die Ratgeber am dringendsten bräuchten, am meisten davon überzeugt sind, ausgelernt zu haben. (siehe: Dunning-Kruger-Effekt)

Ich hielt tatsächlich mal einen Kurzvortrag auf dem Nordcon – Knigge für Rollenspieler. Dabei ging es mir weniger darum, allen Gruppen dieser Welt vorzuschreiben, was Benimm am Spieltisch ist, als dass ich finde, dass es so etwas wie einen Standard geben sollte, von dem man erst einmal ausgehen sollte. Wenn man unter Freunden nicht mehr „Gesundheit“ wünscht, wenn jemand niest, ist das völlig in Ordnung. Aber es ist jedem klar, dass man es unter Leuten, die man zum ersten Mal trifft, trotzdem sagen sollte.

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Moin Lichtbringer!

Gerne geschehen, die Folge :)

Ich denke Dunning-Kruger trifft Spieler wie SLs zu gleichen Teilen, und vermutlich nimmt man es bei der Gruppe, der man sich weniger zugehörig fühlt, sogar noch stärker wahr ;)
Allerdings glaube ich nicht, dass es die Mehrheit ist. Die Unbelehrbaren, klar, die kannst und musst du abschreiben. Interessanter finde ich aber jene, die tatsächlich noch weiter am Anfang stehen, die noch lernen wollen, die noch bereit und willens sind, sich formen zu lassen.
(Und ja, in gewisser Weise könnten solche Kapitel sogar bei „autokratischen“ SLern helfen, wenn sie nämlich neuen Spielern in deren Runden zumindest eine zweite Perspektive eröffnen, wie „richtiges Rollenspiel“ zu gehen hat.)

Das mit dem Knigge finde ich spannend – den Vortrag hätte ich auch gerne gehört –, allerdings zugleich auch schwierig. Dein Beispiel zeigt ungewollt glaube ich ganz gut, warum – denn etwa das universell bekannte Verhaltensmuster, Gesundheit beim Niesen zu sagen, ist gerade laut Knigge nicht mehr angebracht.
Insofern ist das mit dem Standard vermutlich beim Rollenspiel wie auch beim Knigge erheblich vertrackter, als man auf die Schnelle meint.

Viele Grüße,
Thomas

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Sollte ich mal wieder auf eine deutsche Con fahren, dann halte ich den Vortrag vielleicht nochmal. (Hm, ich könnte es wie in der Chemie machen und mich als Gastredner laden lassen.)

Das Beispiel mit dem Niesen war übrigens bewusst gewählt, weil sich eben so viele Leute bewusst dagegen entscheiden. Es geht eben nicht um feste Regeln, sondern einen Rahmen.

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Moin,
falls du noch immer auf der Suche nach einer Tasche sein solltest, habe ich da einen Tipp für dich. ICh habe mir vor 8 Jahren eine Ledertasche der Marke Aunts&Uncles gekauft. Die hat bis heute keine losen Nähte, keinen sonstigen Defekt und hat den einen oder anderen Regenschauer stoisch ertragen und meine Unterlagen geschützt. Leider ist genau diese Tasche als Modell nicht mehr in deren Kollektion, aber sie ist vergleichbar mit denen, die du unter dem Link finden wirst. http://www.auntsanduncles.de/kollektionen/kollektionen/taschen/hunter
Meine Tasche, mit extra viel Material gefüllt, habe ich dir auch mal fotografiert: http://imgur.com/a/JkEu1
Gefüllt und ausgebeult hat diese folgende Maße (BxHxT [cm]) 39x28x22.
Eventuell hilft dir das ja weiter. :)
BG
Fabian

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Moin Fabian!

Das ist auf jeden Fall ein schickes Stück Tasche! (Und eine mit Apples Magic Mouse beeindruckend unbedienbare Webseite, aber nun gut, irgendwas ist ja immer ;))
Ich habe mich mittlerweile tatsächlich anders entschieden – Update in der nächsten Folge –, aber die merke ich mir dennoch mal vor, wenn ich noch mal eine neue Tasche brauche. Ich mag Ledertaschen definitiv :)

Viele Grüße und danke,
Thomas

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Es gab 2013 einen wunderbaren Blogeintrag von Grant Howitt zu diesem Thema, der meiner Meinung nach alles Relevante unterhaltsam zusammenfasst:
11 ways to be a better roleplayer und der auf Nandurion auch in einer Übersetzung vorliegt.

Ich habe selten etwas so druckreifes gelesen, das könnte man direkt in alle Rollenspielprodukte übernehmen!

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Moin Adrian!

Danke für den Link!
Den Artikel hatte mir kurz davor auch Twitter-Nutzer @n3rdpol schon geschickt gehabt – und es ist wirklich ein verdammt guter Artikel.

Viele Grüße,
Thomas

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Ich muss euch korrigieren. Summer Wars ist vom Studio Madhouse unter der Regie von Mamoru Hosoda.
Ansonsten sehr interessante Folge.

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Moin Alishara!

Musst du gar nicht ;)
Wenn du oben in die Shownotes guckst, da steht bereits seitdem ich die Folge eingestellt habe ein Disclaimer dazu ;)
Ich hatte es beim Schneiden noch mal gecheckt – mache ich immer mal, wenn mir was krumm erscheint – und den Fehler entdeckt, aber es ließ sich einfach nicht verlustfrei "sauber schneiden". Die ganzen Passagen mit Ghibli-Erwähnung zu löschen hätte zu viel Kontext gekostet, und es behutsam rausschneiden ging auch nicht … insofern musste es der Disclaimer tun.
Ich hatte Michael schon per PN geschrieben, dass er da geirrt hat, und soweit ich weiß, wurde er auch schon von der Person, die ihm den Film gezeigt hat, für die Fehlinformation gerüffelt ;)

Es freut mich natürlich, dass dir die Folge dennoch gut gefallen hat!


Viele Grüße,
Thomas

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Interessante Folge.
Als ich das Thema gelesen habe, war ich mir nicht sicher, ob ich die Folge gut finden würde.
Nachdem ich die Folge gehört habe, bin ich aber ziemlich angetan.

Das dieses Thema durchaus auch in den Online-Medien diskutiert wird, ist wohl klar.
Warum es aber gerade auch in den Print-Medien (Abenteuer, Regelbände) eher weniger gestreift wird, ist mir ad hoc auch nicht ganz klar.

Rollenspiel daheim: Eher nicht.
In unserer Runde wird seit Jahren eigentlich nur bei mir gespielt, egal wer jetzt gerade SL ist.
Hat sich so eingebürgert: Getränke und Knabberzeug werden von mir gestellt, Essen wird mitgebracht oder zwischendrin stelle ich z.b. auch mal den Grillkram. Von daher ist es mit dem "Heimrecht" eher weniger gegeben.

Aufmerksamkeit: Ich hab vor kurzem einen Spiele angekackt (per Mail), weil der bei jeder Aktion bei der er nicht beteiligt war, sein Handy gezückt hat und irgendein Online-Spiel gezockt hat.
Wir haben uns dann per Mail ein wenig gezofft, aber jetzt zockt er am Handy nur noch in den Rauchpausen.
Man muss manche Dinge wohl einfach mal ansprechen, auch wenn ich ihn hätte direkt ansprechen sollen, anstatt es über den ganzen Gruppenverteiler zu machen. Aber selbst mit knapp 50 lernt man ja noch dazu

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Moin TeichDragon!

Dann freut's mich ja umso mehr, dass wir dich sozusagen "für das Thema gewinnen" konnten =)

Rollenspiel daheim: Was wir in der Folge sträflich nicht erwähnt haben, ist dass wir (inkl. Michael) jahrelang in den Sommermonaten auch in Aachen in einem öffentlichen Park gespielt haben. Der war für die meisten Mitspieler bequem zu erreichen und lag ca. eine Minute von meiner eigenen Haustüre entfernt – und da haben wir dann auf der Wiese gesessen, gespielt, gegrillt und gespielt, bis echt keiner mehr was sah und sich die Charakterbögen in der Nachtfeuchte zu wellen begannen … Gott, wäre ich da heute gefühlt zu alt für ;)

Aufmerksamkeit/Ankacken: Nach Lesen des ersten Absatzes war ich schon in Gedanken dabei, dir zu raten, sowas immer vis-a-vis zu lösen, aber … muss ich ja gar nicht ;)
Aber klar, das ist ja genau unser Punkt mit der Kommunikation: Ein gerades Wort erspart einem, wenn weise gesprochen, Monate der schwelenden Konflikte und des Frustes.

Viele Grüße,
Thomas

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Hallo ihr Beiden!

Also Saffron Burrows war u.a. in Wing Commander, Agents of Shield usw. ....

Wegen Fragged Empire, ihr könnt ja schon morgen mit dem Drucken und Ausliefern beginnen - ist ja schon durch :)

Zu den Tips!

Ich finde eure Vorschläge sehr gut.
Zu Beginn meiner SL Karriere habe ich immer zusammengefasst. Das artete stellenweise darin aus, das die Leute unaufmerksam wurden und nichts notiert, da ja der SL eh wieder "fast" alles erzählte ... (auch darf man die Fraktion der "ich habe ja supergutes Gedächtnis ala Sheldon Cooper ... und merke mir alles" nicht vergessen - die sind in der Regel nur schreibfaul und wollen dadurch die Aufgabe an den SL zurückschieben ...)

Seit einigen Jahren gibt es (ausgenommen bei Oneshots) immer einen Protokolldruiden. Sobald dieser seinen Bericht in unserem Wiki eingepflegt hat, schau ich nochmals drüber und korrigiere Rechtschreibfehler und aus.
Mir gefällt zwar der Ansatz wie den vom D&D USA - jedoch eher als Einstieg in einen Oneshot oder zur Finalen Herausforderung und stellenweise auch wenn die Gruppe seit ewigkeiten nicht mehr getagt hatte.

Was die Aufmerksamkeit betrifft habe ich bei meinen Spielern eine Regelung getroffen - wenn jemand mal eine pause braucht (wegen rauchen, email, tele ... ) dann kann er auf den Balkon gehen und dort das erledigen, oder auf die Couch - damit ist sein Char zwar da, macht aber nix ... egal was ist. Klingt hart, haber hat einen Spieler dazu gebracht sich mehr einzubringen als Farmville usw. nebenbei zu spielen und dann nicht wissen was los ist oder (wie ihr es schön beschrieben hattet) mal eben einen passenden Zauber aus dem LCD zu suchen und dann rumzu meckern weil das soviel zu lesen ist bzw. so komisch erklärt wird usw ... Wenn jemand ausreden sucht wird er meist zum kreativsten am Tisch (wir haben diesen Spieler nicht mehr, da er unteranderem mit diesen Aktionen die Gruppenmotivation! fast zum erliegen brachte und eigentlich allen auf den Sack gegangen war.

Meine Runden finden (fast) alle (wie es auch Michael favorisiert) mit fixen Terminen (jeden zweiten Dienstag, jeden ersten Sonntag ...) statt. Zwei Runden habe ich wo dies leider nicht funktioniert und hilft es oft auch nicht Wochen oder Monate im Voraus zu planen da die Leute zum Teil in Schichten / Sesonial arbeiten müssen oder einfach anderwärtig oft eingespannt werden. - Da hilft leider auch oft gute Planung nichts.

Seit ich denken kann ist es zu 99% so gewesen das ich wir beim jeweiligen SL zuhause gespielt hatten (oder wenn mögich auf Neutralem Boden - zb. Vereinsraum). Natürlich gab und gibt es ausnahmen, aber die halten sich in Grenzen. Dennoch kann ich mich daran erinnern ob ich/wir eher vom Status des SL aufgrund der Wohnung mehr Respekt hatten oder nicht. Als wir alle noch Jung waren und viel mehr spielten als es uns jetzt möglich ist, war meistens der mit den jeweiligen Regelbüchern der SL (und somit waren einige froh sich nicht in den Regeln zu wälzen - "Hinweis": damals waren schon mal sehr einfache Regeln sehr kompliziert erklärt und so manches Lektoriat hatte zb. auch statt Software dann Softwaren* übersehen ... das erschwerte auch oft zusammenhänge zu erkennen oder richtige Interpretationen der Regeln zu erkennen). (*Das ist mir zb. erst gestern in einem Schnellstarter untergekommen)

Der Punkt mit sei kein Arsch - diese Erfahrung hatte sicher jeder schon mal - entweder haben die Charaktere es dann innerhalb kurzer Zeit durch die restliche Gruppe gecheckt das es blödsinn war mit so einem Char spielen zu wollen, oder der die Spielerin hatte nach einigen Gesprächen mit mir und der Gruppe die Runde verlassen (und ja - es hört nicht auf wenn die Leute aus der Pupertät entwachsen sind ... )

Aktives Zuhöhren finde ich mindestens so wichttig wie Thomas - jedoch ist es mir egal ob sie die Namen vergessen haben - solange sie noch wissen wie und warum dieser NSC in ihr leben getreten ist.
So Long

Beim Thema Gruppenvertrag:
Wann immer neue Mitspieler am Tisch sind) gehe ich das gröbste durch: also Dinge die wir nicht machen (zb. Genozid, Vergewaltigungen usw.) - das ist zu 99% in keinem Rollenspiel gut für die Runde oder auch nur annähernd passend! Einzige Ausnahmen sind Systeme wo solch eine Lösung nötig sein könnte (zb. in einer Traveller Kampagne wo es heist "die bösen Mechanischen Wesen oder wir!" - also ala Mass Effect. Und selbst in solchen Situationen haben meine (Mit)Spieler noch immer bessere Lösungen gefunden.
Auch betone ich das wir miteinander spielen und der Spielleiterschirm (wenn vorhanden) keine Trennung oder Abgrenzung darstellt! Was mir persönlich auch immer wichtig ist "Wenn jemand mit der Darstellung oder dem Inhalt nicht zufrieden ist - solle er/sie sofort halt rufen und mit mir das kurz durchgehen - denn keiner kann vom anderen wissen ob das seinen Geschmack trifft oder abstossend findet oder sogar als Trigger für schreckliches aus der Vergangenheit empfindet!"

Seitdem ich, bis auf eine Runde im Jahr, die Rolle des SL habe, lassen die Spieler ihrer Charakteblätter bei mir. Somit ist es dann mal nicht tragisch wenn kurzfristig jemand ausfällt und kann auch als nicht anwesender Spieler doch passiv Dinge tun worin sein Fokus ist (zb. Schurke um Schlösser zu knacken was meist die anderen ja nicht können).

Wegen den Würfeln habe ich a) genug und b) für Star Wars von FFG kann ich nicht von den Spielern verlangen sich selber welche zu kaufen - ich habe genug davoen (4 Sets ...). Würfel für DSA, Cthulhu, D&D, Savage Worlds usw. haben sie oft schon selber oder kaufen sich diese im Laufe der Kampagne - weil es sich mit den eigenen besser würfeln lässt (als mit fremden die ja schon wer betatscht/verflucht hat ...)

Andererseits brauche ich nicht oft was zum knabbern zu kaufen, die Spieler nehmen immer was mit und jeder kann zugreifen. Auch gibt es hin und wieder sehr leckeren selbst gemachten Kuchen oder Muffins!

Abschliessend: Egal ob SL oder Spieler - wenn die Gruppe (SL+Spieler) nicht passt macht kein Spiel Spass!


Michael

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Moin Michael!

Alter, das ist mal ein langer Kommentar ;)

Saffron Burrows: Die war 'Angel' Deveraux im Wing-Commander-Film?! Schlecht recherchiert, Herr Michalski, schlecht recherchiert! Und das, wo ich das Franchise doch so gerne mag … sogar den Film … wenn auch echt als Guilty Pleasure ;)

Fragged Empire: Um es in Worte zu kleiden, die vermutlich nur für jene lustig sind, die uns lange genug auf der Ratcon beobachten konnten, aber … da geht noch was ;)

Generell: Es freut mich, dass dir die Folge gut gefallen! :)
Und "Protokolldruide" ist auf jeden Fall schon terminologisch heiß – gefällt mir!

Rausgehen: Hm, ich persönlich finde es weniger störend, wenn einer einen Moment aufs Handy schaut, als wenn ein Platz am Tisch (worst case) dauernd leer ist … aber gut, solange es für euch funktioniert, klingt's doch nach einer coolen Regelung!

Fixe Termine: Wie in der Folge nur gestreift, ist das bei uns mehr oder weniger einfach raus. Wir haben durchaus zwei bis drei Runden, die das halb durchziehen und immer den selben Wochentag nehmen, wenn auch in fluktuierenden Abständen – das sind die DSA-4-Runde (wenn, dann immer dienstags), die Trail-of-Cthulhu-Runde (wenn, dann immer sonntags) sowie, halb zutreffend, den alten Hunter- und jetzt Dragonlance-Slot, der zumindest immer am Wochenende liegt.
Aber ja, alleine mit Gastronomen und Leuten aus dem Gesundheitswesen in der Gruppe ist es halt irre schwierig, das dogmatischer zu machen. Einen Spieler für einen Monat aus der Runde zu kegeln, weil er im festen Intervall immer Spätdienst hätte, als Beispiel, mag ich halt auch einfach nicht …

Und zuletzt: Den Gruppenvetrags-Block skippe ich in den Antworten mal, ich will ja kommende Folge auch noch was zu erzählen haben ;)

Dein fettiertes Fazit ist natürlich völlig zutreffend!

Viele Grüße,
Thomas

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Es gibt sehr wohl solche Artikel, Blog-Beiträge, Foren-Threads und natürlich Abschnitte in Rollenspielen mit Spieler-Tipps!

Viele Rollenspiele nehmen sich durchaus einiges an Seitenumfang, um den Spielern Tipps - nicht etwa nur Regeln oder dergleichen, sondern wirklich Tipps, Tricks und Hinweise für besseres Mitspielen - zu geben.

In entsprechenden Foren, Blogs, Google+-Communities finden sich oft system- bzw. settingspezifische Spieler-Tipps (gerade wichtig für Spieler, die neu mit Player-Empowerment-intensiven Spielen einsteigen) und allgemeine Spieler-Tipps (wie man eben ein guter (Mit-)Spieler wird).

Hier mal ein Beispiel für das Leverage-Rollenspiel: https://zornhau.rsp-blogs.de/2012/08/20/leverage-spieler-tips-fur-den-ersten-job/

Und es gab sogar schon mal einen Karneval der Rollenspiel-Blogs mit diesem Thema: http://zeitzeugin.net/2013/09/was-sind-eure-rollenspiel-tipps/

Das Thema "Tipps für Spieler" ist tatsächlich ein regelmäßig in allen Medien, die Rollenspiele thematisieren, aufgegriffenes.

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Moin Sabrina!

Danke für den mal wieder umfassenden Kommentar :)
Ich denke, der Knackpunkt ist tatsächlich die dauerhafte Konstellation eurer Runde. Ich spiele zwar auch jetzt seit über zehn Jahren im Kern mit den gleichen Leuten, aber meine Erfahrung ist, selbst wenn man aus einem Pool der gleichen Leute eine bisher nicht vorgekommene Konstellation für eine Runde zusammenstellst, stellt man oft erstaunt fest, wie sehr das die Dynamik am Tisch variiert.
Auch, weil viele der eingespielten Regeln, ebenso wie die Fähigkeit, recht zuverlässig "zwischen den Zeilen zu lesen", weil man sich halt einfach gut einschätzen kann, dadurch immer wieder ein wenig "zurückgesetzt" werden.

Zum Warten auf die nächste Folge: Ja, ich kenne das Dilemma aus meinem eigenen Podcast-Konsum, wenn man etwas neu entdeckt hat, aber die Backlist irgendwann zunehmend zur Neige geht ;)

Zur Medienschau: Es ist und bleibt offenbar 50/50 – für jeden, der die Kürzung belobigt, schreibt mir dann auch einer, der das auf keinen Fall will. Mal sehen, wohin uns das führt ;)

Viele Grüße,
Thomas

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Ich möchte gerne euren neuen Trend unterstützen, die Medienschau bei eine halben Stunde zu belassen, dabei aber ggf. auf zwei Medien je Combattant zu kürzen. So hat man die Möglichkeit auf ein einzelnes Medium auch mal länger einzugehen, ohne dass der Dorpcast gleich zu reinen Medienbesprechung wird.

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Moin Krassling!

Danke für dein Feedback in der Sache :)
Auch wenn es einmal mehr so ist, dass die Hörermeinung in Sachen Medienschau nach wie vor hart 50/50 gespalten ist.
Ich denke, in der Praxis wird es wohl erst einmal so bleiben wie es derzeit ist – mit 3/3 als Norm, und 2/2 als Lösung, wenn ein Thema vor dem Thema nicht in wenigen Sätzen abzufrühstücken ist.
We'll see …

Viele Grüße,
Thomas

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