DORPCast 82: Lass' doch mal über Kampagnen reden

Hallo zusammen!

Wenn man mehr als ein Abenteuer spielt, dann nennt sich das gerne auch „Kampagne“. Dabei ist die Bandbreite jedoch viel höher, von einer bloßen Verkettung einzelner Szenarien bis hin zu einer Soap-Opera-artig vernetzten, großen Geschichte mit zahlreichen verzahnten Elementen. Michael und Thomas versuchen ein wenig Struktur in den Begriff zu bringen, sprechen über eigene Erfahrungen, Vorlieben, jüngste Erlebnisse und Wünsche für die Zukunft.



Davor aber reden sie auch noch eine Viertelstunde mehr oder weniger informiert über die GenCon und Neuigkeiten von der anderen Seite des großen Teichs und durchlaufen eine darum diesmal etwas verkürzte Medienschau, in der unter anderem zu klären ist, warum Thomas zuletzt so oft im Kino war und warum Michael „Romanzen“ schaut.
Weiterführende Informationen, Links und Timecodes gibt es wie immer unten in den Shownotes.

Viele Grüße,
eure DORP



Episode 82 – Lass' doch mal über Kampagnen reden

0:00:29  Intro
0:00:59  Neues bei der DORP
0:02:12  Die GenCon 2016, Teil 1
0:07:32  Exkurs: Rollenspiel-Stream und Youtube-Shows
0:11:22  Die GenCon 2016, Teil 2
0:13:31  Medienschau

0:30:33  Kampagnen – Was genau ist das?
0:32:23  Charakter-Kompetenzen
0:34:41  Beispiel aus dem Laden: Pathfinder-Abenteuerpfade
0:35:20  Gemeinsame Charaktererschaffung
0:37:51  Vernetzte Charaktere
0:39:17  Persönlicher Geschmack und sklavische Diktion
0:42:29  Über gekaufte Kampagnen
0:43:11  Beispiel vom eigenen Spieltisch: Thomas' Hunter-Runde ist vorbei
0:44:45  Wie plant man denn sowas?
0:47:32  „Abspann-Episoden“?
0:49:52  Kampagnen-Enden
0:50:23  Wie lange soll's sein?
0:53:35  Große, namhafte Kampagnen
0:55:11  Wie „macht“ man eine Kampagne?
0:57:47  Wikis, Notizen, Info-Hubs?
1:01:09  Ansatzpunkte für zukünftige Episoden

1:02:00  Sermon 2.0
1:02:34  Die Mäzenatenschau
1:03:34  Die nächste Folge erst in 3 Wochen, RatCon und Adieu

Aus der Medienschau
Ghostbusters (Trailer | Vorbestellen)
Pitch Perfect
Star Trek Beyond (Trailer | Vorbestellen)
Sunset Overdrive
X-Box One

Weil's passt – Deutsch und Englisch im Vergleich
Ghostbusters – Beispielszene auf Englisch und Deutsch
Stark Trek Beyond – Beispielszene auf Englisch und Deutsch

Zum GenCon-Block (in chronologischer Reihenfolge)
Shadowrun Anarchy Prototype – aktueller Blogbeitrag und Reddid AMA
Storypath System Preview
Onyx Path Produktvorschau
Invisible Sun (Trailer | Webseite)
Das Critical Role Campaign Setting
Titansgrave
Acquisitions Inc.
HarmonQuest
Die Ennies 2016
The Dark Eye

Kommentare (22)

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Shadowrun: Anarchy: Hm, ich hatte mit meiner Spekulation unrecht. Monica Valentinellis Beteiligung an Court of Shadows (übrigens mittlerweile erschienen) scheint nicht in eine Mitarbeit an Anarchy gemündet zu sein, wo sie Cortex Plus-Erfahrungen hätte einbringen können. Stattdessen hat man da wohl eine interne Entwicklung, das "Cue System", als Basis verwendet. Es stammt von Catalysts Rollenspielen Cosmic Patrol und Valiant Universe, die mir beide nichts weiter sagen.

Verschränkte Charaktergeschichten: Also gefühlt hat Fate die gemeinsame Erstellung verwobener Charakterhintergründe als Teil der Charaktererschaffung mit Spirit of the Century etabliert. Kann aber sein, dass es das schonmal vorher gab. Ist so naheliegend. Der nächste Schritt danach war die gemeinsame Szenarioerschaffung etwa mit Dresden Files oder auch Diaspora.

Mal kurz ins Unreine gedacht: Könnte man längere Pausen in Kampagnen nicht durch Zeitsprünge überbrücken? Egal was vor der Pause passiert ist, der Spielleiter wirft die Spieler in eine neue Situation, die einen der Pausenlänge angepassten Zeitraum später liegt. Es gibt auch keine Rekapitulation, sondern die Spieler müssen ihr Gedächtnis bemühen, genau wie ihre Charaktere es müssten, wenn sie sich an die vergangenen Ereignisse erinnern wollen. Die Geschehnisse seitdem füllt der Spielleiter mit Informationen auf (oder wenn das Spielsystem das hergibt, erschließt der Spieler durch eigene Ideen), sobald sie relevant werden. Ich habe das Gefühl, dass das den Spielfluss zuträglich sein könnte.

32 Patronen: Glaube nicht, dass bei eurem Podcast schonmal spontane Schusswaffen-Assoziationen hatte.

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Moin André!

Shadowrun: Ja, ich werde mir Anarchy mal genauer anschauen, wenn man es denn mal kann. Eine Vorabfassung, auf die man selbst nur über Hörensagen zugreifen kann, ist nichts, in das ich jetzt deutlich mehr Recherche-Energie stecken will. Einfach mal abwarten, was da am Ende in dem Buch oder Heft steckt und schauen, ob es zusagt …

Kampagnen-Pause / -Zeitsprünge: Halbe Zustimmung. Einerseits ist das tatsächlich was, was ich ganz akut mit meiner Dragonlance-Runde vorhabe. Damit wir nicht die Situation aufgreifen müssen, wo wir vor Jahren auf Pause gegangen sind, setze ich sie einen Intervall später wieder ab, lass auch ihre Charaktere nicht wissen, wie sie dort hingekommen sind und rolle dann mit ihnen das Feld von hinten auf. So derzeit der Plan.
Aber zwei Einschränkungen: Von "Spieler-Erinnerung = Charakter-Erinnerung" halte ich privat gar nichts. Denn der Charakter lebt dieses eine Leben, und selbst wenn vier Jahre vergangen sind, sind das noch immer seine vier Jahre. Der Spieler aber hat ein eigenes Leben zu leben und parallel ggf. noch (diverse) andere Runden gespielt – da kann und will ich nicht erwarten, dass er da noch alle Fäden zusammenbekommt.
Und den Zeitraum des Zeitsprungs 1:1 zu übernehmen, das kommt ja auch immer auf die Kampagne an. Wenn meine Dragonlance-Helden vier Jahre aus dem Rennen waren, dann haben die Bösen in der Zwischenzeit gewonnen. Das könnte ggf. auch reizvoll sein, aber das ist schlicht nicht die Kampagne, die wir begonnen haben zu spielen, und/oder die ich spielen will …

32 Patrone: Ich hab mir das Wort nicht ausgedacht. Aber ich hab auch eigentlich keine Muße, hier jetzt von patrons zu reden, wo wir doch ein äquivalentes Wort im Deutschen haben.
Nebenbei: Der Patron und die Patrone haben tatsächlich den selben sprachlichen Ursprung, wenngleich die Patrone eine Kurve über das Französische genommen hat … dennoch … Sprache ist schon schräg ;)

Viele Grüße,
Thomas

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Haha, ja dieses G7 Bashing vom Herr Mingers klingt wie einmal aufgenommen und bei jeder passenden Situation hinein geschnitten :)
Tatsächlich gehöre ich zu einer dieser bekloppten Runden die mit DSA5 überhaupt erst mit dem P&P angefangen hat und einer der Spieler meinte: "Jo, lass mal die G7 spielen, dass soll DIE Kampagne sein..." und naiv genug wie wir waren spielen wir sie jetzt... (gut, erst seit 3 Monaten). Ich habe daher eine Bitte an euch: Basht es ruhig weiter, aber macht weiter wie bisher und spoilert bitte nichts :)

Abgesehen davon, finde ich euren Podcast echt knorke

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Moin Suratarius!

Spoiler: Ich spoilere nur höchst ungern. Und nein, abgesehen von vielleicht nicht vermeidbaren indirekten Spoilern – so als Beispiel, wer das Jahr des Feuers spielt und im Aventurischen Almanach sieht, wer gerade das Mittelreich regiert, der ist ja auch "gespoilert", ohne dass das jemand in direktem Bezug zur Kampagne gemeint hat –, bist du hier sicher ;)

Und es freut mich, dass dir der Podcast gefällt =)

Viele Grüße,
Thomas

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Hi DORP,

Michael hat ziemlich am Ende des Cast aus einem Buch zitiert, nach meinem Gedächtnis hieß es "einfach spielleiten". Habe ich das richtig verstanden? Ich finde in den üblichen Suchmaschinen nichts und es interessiert mich...

Bis dann, Stephan

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Moin Stephan!

Das Buch heißt einfach nur "Spielleiten" und ist von Dominik Wäsch. Die aktuelle Ausgabe (Deutsch und Englisch) erscheint bei Vagrant Workshop und ist via DTRPG zu bekommen: http://www.drivethrurpg.com/product/58457/Spielleiten-German

Das "Einfach" hat er möglicherweise mit meinem eigenen "Einfach Filme machen" vermischt ;)

Viele Grüße,
Thomas

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Gefunden, dankeschön!

Schönen Gruß, Stephan

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Jetzt basht der Scorp schon wieder die G7. *Kopfschüttel* Ich glaube, da muss ich bei Gelegenheit (RatCon?) mal ein ernstes Wörtchen mit ihm reden... ^o^

Ich hatte mit der Borbarad-Kampagne in meiner Gruppe so dermaßen viel Spaß, dass ich wohl stundenlang begeistert davon erzählen könnte. Möglicherweise war ich mit meiner Spielrunde da ja die Ausnahme von der Regel, aber von den genannten Kritikpunkten kann ich aus eigener Erfahrung keinen einzigen bestätigen. Ja, wir haben insgesamt zehn Jahre an der Kampagne gespielt. In dieser Zeit haben alle Mitspieler Studium/Ausbildung/Promotion abgeschlossen und mehr oder weniger erfolgreich den Weg in die Arbeitswelt gefunden. Immerhin die Hälfte der Gruppe hat geheiratet und/oder Kinder in die Welt gesetzt und letztlich waren wir am Ende alle über ganz Süddeutschland verstreut und damit nicht mehr wirklich in überschaubarer Fahrdistanz von einander und vom angestammten Spielort entfernt. Die Rahmenbedingungen haben sich also kontinuierlich verschlechtert und dennoch war gerade die G7-Kampagne für uns eine Konstante, die für die am und außerhalb des Spieltischs gepflegten Freundschaften von immenser Bedeutung waren. Das hat uns nicht nur beieinander, sondern insbesondere auch alle Beteiligten im Hobby gehalten. Und ich wage zu behaupten, dass die Begeisterung dann auch bei vielen auf das Umfeld übergegangen ist, Bekannte neugierig auf das Hobby gemacht und dadurch die Rollenspielgemeinde eher vergrößert als verkleinert hat. Ich bin mir sogar sicher, dass die G7 einige meiner Mitspieler nicht vergrault, sondern im Gegenteil im Hobby gehalten hat.
Nun, da alles vorbei ist, fehlt uns allen etwas und auch wenn ich von der Schnapsidee, in zehn Jahren dieselbe Kampagne nochmal auf der Seite der "Bösen" anzugehen, die Finger nicht lassen kann, versuchen wir uns gerade terminlich soweit zu koordinieren, dass wir endlich mit der Theaterritter-Kampagne nach DSA5-Regeln loslegen können. Insofern ein dickes "Buh!" an den Herrn Mingers und ich bin nach wie vor jederzeit gerne bereit, die G7-Kampagne mit Zähnen und Klauen gegen seine Nestbeschmutzungs-Versuche zu verteidigen...

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Moin!

Im Detail musst du das natürlich mit Michael ausmachen … vielmehr kann ich da gerade nicht zu sagen.
Was ich mit ihm Teile ist vor allem ein gewisses Unverständnis, oder sagen wir eine gewisse Faszination, weshalb bei all dem Content, der für DSA (in dem Falle ja: 3, 4, 4.1 und 5) erschienen ist und erscheint, eine Kampagne, deren erster Band 22 Jahre (!) auf dem Buckel hat, noch immer so eine Sogkraft hat.
Ich finde die D7G-Sache nicht so schlecht wie andere, aber … ich meine … wie gesagt, seither ist so viel erschienen, das aktuelle Aventurien hat sich so weit bewegt, mich zieht es da dann doch mehr in die Gegenwart. Selbst wenn z.B. JdF nun kein Highlight war … aber anderes Thema.
So oder so: Es ist und bleibt natürlich Geschmacksache.

Den Rest musst du mit Michael klären ;)


Viele Grüße,
Thomas

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Naja, daran erkennt man halt den echten Klassiker. Ist in etwa dasselbe wie wenn die Leute immernoch lieber "Reign In Blood" auflegen als irgendein neueres Slayer-Album. Nostalgische Verklärung trägt dann sein übriges dazu bei, dass man späteren Werken eher mit Ignoranz begegnet. Das ist auf der einen Seite durchaus schade, aber lamentieren hilft halt auch nicht viel, zumal auch "Nachgeborene" durchaus ein gutes Recht darauf haben, einen Klassiker für sich selbst zu erleben. Und das gilt vollkommen unabhängig vom Medium. Genausogut könnte man - Achtung, holpriger Vergleich - Unverständnis darüber äußern, wenn jemand mehrere Stunden darin investiert, Peter Jacksons "Herr der Ringe"-Verfilmung anzuschauen, obwohl mit dem "Hobbit" doch längst ein Nachfolgewerk existiert.

Es hat aber auch seinen Grund, warum ich in Kürze mit meinen ehemaligen G7-Spielern die Theaterritter-Kampagne in Angriff nehmen möchte und mich nicht mit dem Jahr des Feuers oder ähnlichem aufhalten werde. Ich werde ja auch von manchen Leuten als Ketzer betrachtet, weil ich mich lieber neue CDs von aktuellen zweite-Reihe-Bands in den Schrank stelle als mir endlich mal die ganzen alten Metallica-Alben zu besorgen. *Achselnzuck* Die Rahmenbedingungen waren halt auch noch ein wenig anders, als wir anno 2005 mit der konkreten Planung für unsere G7-Runde angefangen haben. Denn falls es zum damaligen Zeitpunkt eine vernünftige Alternative gegeben hätte, war ich nicht hinreichend tief im DSA-Publikationsplan up-to-date, als dass mir diese bekannt gewesen wäre. Wenn ich mich recht entsinne war damals das Jahr des Feuers aktuell und die einzige Großkampagne, die jünger als die G7 war. Und davon abgesehen, dass einige meiner G7-Mitspieler die in einer Runde mit anderen Leuten bereits zu spielen angefangen hatten, hat mich die persönlich auch nicht genug gereizt als dass ich die hätte spielen wollen, geschweige denn leiten.

Letzten Endes wäre es vielleicht wirklich eine tolle Sache, wenn die G7-Kampagne nochmal als Roman(serie) aufgelegt würde, um die Handlung Interessierten leichter und schneller zugänglich zu machen als durch das Selberspielen [wie die Phileasson-Romanreihe läuft, würde mich in dem Zusammenhang ebenfalls interessieren]. Gleichzeitig wäre es aber ähnlich wie mit den Tolkien-Verfilmungen - an sich eine schöne Sache, für viele potentielle Interessenten auch vollkommen ausreichend, aber halt doch kein echter Ersatz für das Original.

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Ja, ja die lieben Kampagnen...


Ich hätte hier mal zwei Fragen, vielleicht kann jemand meine Verwirrung beseitigen.


1) Wieso spielt es überhaupt eine Rolle, ob man die Sieben-Gezeichneten-Kampagne mit DSA5-Werten kaufen kann?
Der SL muss doch die Werte und Herausforderungen eh an die SCs anpassen. Außerdem muss er die Abenteuer an die Entscheidungen der Spieler anpassen, was umso drastischer wird, je länger die Kampagne. Das heißt, selbst wenn man keine Werte anpassen will, nicht nur muss man es trotzdem, im Vergleich zum Modifizieren der Handlung ist dieser Aufwand ziemlich bald verschwindend gering.
Welchen Unterschied macht es also überhaupt, welche Werte ein solches Monumentalwerk hat? Wofür hat es überhaupt Werte?
Es will mir nicht in den Schädel.


2) Frage an diejenigen, die eigene Kampagnen schreiben: Wieso erstellen die meisten SLs ihre Kampagnen vor der erste Spielrunde?
Man weiß doch vorher nie, wie eine Spielrunden funktionieren wird und wie die Spieler ihre SCs so umsetzen werden. Ich bereite niemals eine Kampagne vor, bevor ich nicht ein, zwei Abenteuer mit den SCs durch habe.

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Moin Lichtbringer!

1. Eine Neuauflage einer alten Kampagne muss ja nicht zwingend nur ein Werte-Update sein. Wenn du zum Beispiel mal das DSA-3-"Jahr des Greifen" neben das DSA-4-"Jahr des Greifen" legst, ist das schon durchaus ein Unterschied. Ebenso auch, klar, die D7G-Neuauflage für DSA 4 im Vergleich zu den Original-Ausgaben. Das ist der eine Aspekt.
Der andere Aspekt hingegen ist glaube ich einfach eine abweichende Wahrnehmung durch abweichenden Spielstil: Es ist durchaus problemlos möglich, eine Kampagne so zu leiten, dass die Zügel der Spieler eng genug liegen, damit sie halbwegs in vorgegebenen Bahnen bleibt. Das ist ein bisschen davon abhängig, wie clever gestaltet die Kampagne ist, aber auch, wie Spieler und SL so ticken.
Es muss nicht so sein, siehe mein in der Folge erwähntes Beispiel mit meiner Dragonlance-Kampagne.
Zudem verwenden viele Kampagnen ja auch eine Art Klammer-Modell. Jedes Abenteuer ist auch für sich ein Abenteuer, und zusammen formen sie eine große Geschichte und einen Kontext. Aber (fiktives Beispiel) wenn der zweite Teil einer Kampagne halt "Die Katakomben von Mount Plot" sind, dann mag es ja sein, dass das Abenteuer an sich durch Spieler-Einwirken die eine oder andere völlig unerwartete Bahn nimmt, aber wenn für die Kampagne nur wichtig ist, dass die Spieler NSC "Lord Important" kennenlernen und in den Katakomben ein bestimmtes Artefakt finden, dann ist alles andere in dem Szenario potenziell halt unproblematisch, solange nur diese zwei Häkchen gemacht werden können.

2. Das sprengt meine Mittagspause, um es im Detail zu beantworten, aber vieles ist schon in der Folge gesagt. Vielleicht beginnt es damit, dass der SL eine Idee hat; wenn die Spieler grob wissen, worum es in der Kampagne gehen soll ("Wir spielen die Mitarbeiter eines Obdachlosenasyls, das zeitgleich Menschen mit übernatürlichen Problemen hilft"; das war meine Hunter-Runde), dann können sie schon mal passende Charaktere planen.
Und es geht in der Planung ja weniger darum zu wissen, dass meine Helden in Sitzung 11 zu Beginn durch den Torbogen von Stadt XY reiten; aber so bestimmte Kernelemente mögen feststehen. Der Weg dorthin und die ganzen Details, die aus den individuellen SCs und ihren Figuren erwachsen, die kannst du ja nachher noch drantackern.
Aber umgekehrt eine Kampagne damit zu beginnen, als Beispiel, zu sagen "So, wir spielen in den Forgotten Realms, macht mal Charaktere" – das wäre mir zu wenig.
Gute Geschichten haben in meinen Augen einen Anfang, eine Mitte und ein Ende.
Das sehe ich bei Rollenspielen – sofern man eine endliche Zahl Sitzungen spielen will – nicht anders.

Viele Grüße,
Thomas

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Sorry... der Link zu Force Grey war nix. Also nochmal... Force Grey

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Zum Thema "Titansgrave, Acquisitions Inc. & Co" muss auch noch die neue (promo) Serie mit Matt Mercer von D&D aufgeführt werden. Sie heißt Force Grey: Giant Hunters.

Viele Grüße!

Markus

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Moin Markus!

Danke für den Hinweis – stimmt, das fehlt noch!
Da hatte ich die Ankündigung mitbekommen, das aber noch nicht vertieft. Muss ich mir beizeiten dann auch mal anschauen :)

Viele Grüße,
Thomas

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Es ist wirklich gut, auch wenn es sich dabei natürlich um Werbung für D&D handelt, aber insb. in der letzten Folge (4), die zu diesem Zeitpunkt online ist, passiert so einiges.

Grüße!

Markus

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@Star Trek: Gute Action habe ich in dem Film nicht wirklich gesehen. Eher hektische Schnitte und eine omnipräsente Wackelkamera. Die Schauplätze (die total übertriebene Raumstation) und die Gegner (ein Schwarm, welcher allzu oft zu einem CGI-Brei verschmilzt) haben da auch nicht geholfen.

@Invisible Sun: Zustimmung in Bezug auf UA. Aber zu Invisible Sun gibt es ja auch bei weitem nicht soviel Material bisher (nur wenige Absätze), muss man mal sehen was rauskommt, wenn sich wirklich etwas konkretes über das Setting sagen lässt (vorausgesetzt sie kriegen es hin, dem Spieler mitzuteilen, worum es da geht: Summsabrimborium hat das ja in einer 32seitigen Weltbeschreibung einfach nicht auf die Reihe gekriegt).

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Moin Alexandro!

Star Trek: Hast du den Film in 2D oder 3D gesehen? Ich hatte beides je einmal, und fand 2D völlig gut guckbar und zwar hektisch, aber nicht verwirrend oder desorientierend. Bei 3D (das war Kinobesuch 2) war ich hingegen völlig verwirrt und hab's gar nicht nachvollziehen können.
Aber über 3D ranten … anderes Thema.
Zum Rest – man kann über Geschmack ja zum Glück nicht streiten ;)

Invisible Sun: Klar sind das derzeit alles frühe Previews. Es ist auch nur mein Bauchgefühl; ich hoffe ja, dass das Spiel für mich noch irgendwann klickt … aber bisher zündet es irgendwie einfach nicht.

"Summsabrimborium": Inniges Bedürfnis, gegen das Spiel ein bisschen auszuteilen, ja? ;)


Viele Grüße,
Thomas

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"inneres Bedürfnis"

Eigentlich nicht. Ich war von dem Spiel zunächst ziemlich angefixt. Dann habe ich versucht mich über das Setting zu informieren, und es hat einfach nicht *klick* gemacht ("OK, und was zur Hölle spiele ich in diesem Setting jetzt?"). Ist eher die innere Resignation, soviele Stunden damit verschwendet zu haben, nur um dann zu merken, dass es einfach nicht passt.

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Zuallererst: Wie immer eine sehr unterhaltsame Episode.

Die Meinung zum neuen Star Trek Film fand ich besonders interessant, das hat mich jetzt neugierig auf den Film gemacht.
Bisher bin ich mit dem Reboot eigentlich nicht sonderlich warm geworden, aber vielleicht kriegt mich die Reihe ja mit diesem Film.

Zum Thema Kamapgnen: Ach herrjeh, die liebe Zeit ist da wirklich das größte Problem.
Die G7 haben wir damals schon bei erscheinen durchgespielt, aber da waren wir noch Schüler/Studenten/Azubis mit ganz anderen Zeitverhältnissen. Und haben auch näher zum anderen gewohnt. Teilweise haben jeden Nachmittag/Abend in der Woche zusammen gesessen und haben DSA gespielt. Heute würde ich dieses Monstrum auch nicht mit der Kneifzange angehen wollen.
Wenn ich da HEUTE noch lese, das Leute die Kampagne jetzt Anfangen wollen, und mit jeder klitzekleinen Nebenlinie spielen wollen, frage ich mich in welchem Jahrzehnt die fertig werden wollen.

Zuletzt habe ich die Lamea-Kampagne geleitet in exakt 30 Sitzungen über einen Zeitraum von Januar 2012 bis August 2014.
Zum Schluss war ich ehrlich gesagt froh, dass wir damit durch waren. Hier habe ich aber auch jedes mal eine Kurzzusammenfassung des Abends an die Spieler geschickt.

Aktuell bin ich als Spieler auch noch in "Der innere Feind". Die haben wir Ende 2009 angefangen und kommen endlich langsam zum Ende.
Wobei ich gestehen muss, vieles was sich da jetzt jetzt "entknotet" ziemlich an mir vorbei geht. Eine Mitspielerin hat sich zwar Notizen bei jeder Sitzung gemacht, aber so richtig blickt da nach den Monaten auch keiner mehr durch.

Ein weiterer Mitspieler will demnächst mit uns "Jahr des Feuers" machen. Lustigerweise bin ich der einzige (außer dem SL) der das Ding schon kennt. Ich bin trotzdem mal gespannt, wie es wird. Und wie lange wir dafür brauchen werden...

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So, Mittagspausen-Feedback-Runde … mal gucken wie viele ich schaffe ;)

Moin Teichdragon!

Star Trek: Zur Orientierung noch mal – ich mochte den ersten neuen Film durchaus sehr, fand "Into Darkness" okay, aber mit einigen gravierenden Schwächen behaftet und würde für mich "Beyond" eine Stückchen über den ersten Teil ins Regal stellen.

D7G: Ich verstehe ja irgendwie den Reiz, einfach weil es halt so monumental und episch ist. Nur finde ich halt auch, die individuellen Abenteuer haben schon einige arge Schwächen und ja, rein realitätsbezogen ist es einfach unmöglich, das Ding in einer sinnvollen Zeit zu spielen.

Lamea-Kampagne: Auch spannend; hat mich persönlich als Kampagne bei DSA nie so gereizt, aber ist auch durchaus ein Brocken ;)
Ich glaube, wenn ich eine DSA-Kampagne für eine eigene Runde wählen sollte, wäre das entweder eine stark veränderte Adaption der Simyala-Kampagne, Königsmacher, oder (am Wahrscheinlichsten) nun die Theaterritter-Kampagne. Die nämlich find' ich, was ich bisher gesehen habe, echt cool; bin aber natürlich voreingenommen.

Der Innere Feind: Die WFRP1- oder die WFRP3-Kampagne?

Jahr des Feuers: Wir spielen's ja gerade. Ich hatte "Schlacht in den Wolken" schon mal unter anderem SL gespielt und es waren beides zwei völlig grundverschiedene Erfahrungen; da steckt irgendwo eine gute Kampagne in dem Ding, aber man muss schon tief, tief graben dafür, fürchte ich.
So langsam (Anfang Teil 3) ist auch bei unserem SL glaube ich der Lack ein bisschen ab und er lässt häufiger mal seine Unzufriedenheit mit dem Quellmaterial durchblicken.


Viele Grüße,
Thomas

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Hi Thomas!

Was DSA angeht, da liebäugele ich auch derzeit auch meine Jungs (und das Mädel) in Theaterritter zu werfen.
Ich hab ja ein bisschen ... Vorschau... und was ich bisher so gesehen und gelesen habe, gefällt mir auch recht gut.
Vorallem ist zumindest bisher nicht ganz so Welt-drehend wie es die G7 war.
Simyala haben wir damals schon bespielt, fällt damit eher raus.
Königsmacher habe ich auch hier rumstehen, aber hat mich nie so wirklich gereizt.
Ich muss sowieso sagen, das viele (DSA?) Kampagnen über die Jahre immer ausufernder geworden sind.
Wer hat heute noch die Zeit, den ganzen Kram vorzubereiten?
Wenn ich mir mal Bände wie "Mit wehenden Bannern", "Rabenblut" oder gar die ganze Splitterdämmerungs-Arie anschaue, dann ist das natürlich geiles Material.
Aber: Wenn ich einen normalen Job habe, evtl. noch 1-2 andere Hobbys und so Sachen wie Haus & Garten - Wie soll man das vernünftig lesen/vorbereiten und über Monate/Jahre die Spieler auch noch bei der Stange & informiert halten?
Aber DSA ist ja da nicht alleine, ich hab ja auch so Sachen wie die Neuauflage von "Berge des Wahnsinns" und andere dieser Monster-Dinger im Regal stehen.

Ich hoffe ja inzwischen auf die Rente mit 50 bei vollem Lohnausgleich, dann kriegt meine Gruppe vielleicht noch was durch.
Ansonsten befürchte ich, viele diese tollen Kampagnen werden als Totholz einfach bei mir im Regal versanden, und ggf. als Ideen-Grube enden. Leider :(

Der innere Feind ist natürlich die Warhammer 1 Version, als wir 2009 gestartet haben, war die 3rd Version ja noch nicht mal angekündigt.
Das letzte AB hat unser SL aber auch wohl durch das Fan-Replacement "Empire At War" ausgetauscht.
Aber alleine durch die ganzen Monate und sogar Jahre, sind Bezüge auf die ersten ABs heute echt... schwierig.
Der eine oder andere hat noch gedankliche Notizen dazu, aber so richtig zündet das Ende einer Kampagne halt nicht, wenn da so viel alter Stoff wieder an die Oberfläche kommt, und die meisten nur noch verschwommene Erinnerungen haben.
Falls überhaupt...

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