DORPCast 76: Und am Ende gewinnen immer die Guten?

Hallo zusammen!

Dieses Mal nehmen sich Michael und Thomas einem speziellen Thema an: Scheitern.
Nicht das Scheitern einer Kampagne am Spieltisch, sondern das Scheitern der Helden. Niederlagen im Kampf, das misslungene Verhindern vom Weltuntergang oder der fehlgegangene Versuch, die hübsche Feuermagierin um den Finger zu wickeln – warum ist das Scheitern in vielen Abenteuern und Kampagnen so selten Teil des Plans, der Sieg der Helden immer angenommen?

Vor dem Thema gibt es wie immer die Medienschau, aber noch zwei weitere Themen. Direkt zu Beginn sprechen die beiden über die nahende RPC, was es am DORP-Stand so geben wird und welche Erwartungen sie bisher für das Großereignis haben, und vor dem Hauptthema spricht Michael noch die neue organized-play-Abenteuerplanung von Modiphius für alle ihre Rollenspiel-Reihen an.
Alles weitere, wie eh und je, unten in den Shownotes.

Viele Grüße,
eure DORP

Episode 76 – Und am Ende gewinnen immer die Guten?

0:00:29  Intro
0:01:06  RPC 2016
0:07:31  Medienschau
0:31:15  Modiphius und das Organized Play

0:36:46  Scheitern!
0:38:09  Failing Forward und das Beispiel Kampf
0:41:13  Proben ohne alternativen Ausgang
0:42:33  Der Cthulhu-7-Ansatz
0:44:35  Noch mal: Failing Forward
0:47:03  Persistente Welten über mehrere Kampagnen hinweg
0:51:01  Fail States: Scheitern ist interessant; wieso tut's keiner?
0:53:47  Vom Ausspielen von Nachteilen und der Natur des Scheiterns
0:55:30  Scheitern und die Konsequenz
0:57:16  Charakterbasiertes Scheitern
0:58:44  Mehr Mut zu Scheitern!
1:00:58  Sermon 2.0
1:01:15  Adieu!

Aus der Medienschau

Brandon, Ivan: Drifter 1 – Crash
The First Avenger Captain America 3: Civil War (Trailer | Vorbestellen)
Cook, Monte (Hrsg.): Tales of the Ninth World
Cook, Monte (Hrsg.): More Tales of the Ninth World
Godzilla
Nightcrawler
Tomasi, Peter J.: Light Brigade

Über Modiphius' Living Campaign …

… gibt es auf ihrer eigenen Webseite eine Pressemitteilung.

Das D&D-Abenteuer mit Drow-Perspektive …

… das Thomas erwähnt ist City of the Spider Queen. Allerdings ist es, so sagt sein SL, primär für die Oberwelt-Seite geschrieben. Die Drow-Perspektive zu spielen wird im Text angeregt, aber nicht weiter ausgearbeitet. Oh well …
Gedruckt gibt es das Buch zu teils niedrigen, teils unverschämten Preisen, als eBook für schmale Kohle dagegen bei DTRPG.

Han Solos versemmelte Proben …

… entstammen einem Reddit-Post namens "Fail Forward: How Han Solo failed almost every roll except the impossibly difficult ones"

Kommentare (10)

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Dieses Fate, von dem immer alle reden ... Was das dazu sagt, ist zu lang für einen Kommentar. Ich musste euch was dazu bloggen: http://www.jcvogt.de/nachgedorpt/
Danke für die wieder sehr unterhaltsame Episode! Ich seh euch auf der RPC.

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Danke Judith. Ich wollte gerade deinen Artikel hier verlinken. Zitier sie ruhig mal und zeig ihnen wie gut FATE ist ^^

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Hi,

was mir in eurer Diskussion komplett gefehlt hat ist ein Blick auf die Art und Weise wie die PbtA (Powered by the Apocalypse - Apocalypse World) Spiele das Umsetzen. Hier ist das Scheitern Spielprinzip und es gibt in dem Sinne keine schlechten Würfe. Ich habe vor allem Dungeon World (den Fantasy Hack davon) viel gespielt und kann nur sagen, das ist eine echte Offenbarung. Statt xten verfehlten Warnhemungs- oder Bibliotheksnutzungswurf die einfach nur stinklangweilig sind passiert hier immer was. Aber halt eventuell nicht so, wie es der Spieler gerne hätte. Wenn ihr die Spiele nicht kennt, dringend besorgen und lesen :-)

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Moin Alex,

danke für den Hinweis!

Es ist denke ich auf vielen Ebenen bezeichnend, wenn ich das sage, aber: Dungeon World liegt hier im Regal, direkt unter FATE ;)

Michael hat's meine ich aber auf einer Dracon sogar schon mal gespielt; 100% sicher bin ich da aber nicht.


Viele Grüße,
Thomas

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Jup, Dungeon World hat der Scorp definitv auf einer Dracon gespielt. Da war ich nämlich auch dabei...er war der Paladin den wir immer gedisst haben

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Endlich spricht es mal einer aus. Scheitern ist wichtig!
Dabei geht es mir weniger um Niederlagen im Kampf, sondern eher um persönliches Scheitern. Wenn Othello nicht eifersüchtigt wird, gibt es keine Handlung.
Deshalb mag ich Fate so gern. Da hat Othello halt den Aspekt "Eifersucht ist ein grünäugiges Scheusal" und der wird halt gereizt.

Fate löst auch das Problem mit Niederlagen im Kampf. Solange es nicht gerade mitten im Angriffswurf des Gegners ist, kann man jederzeit aufgeben, darf dann erzählen, wie genau man verliert (ergo: muss nicht sterben), und bekommt dann auch noch Schicksalspunkte zur Belohnung.

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Hey Lichtbringer, du hast mir meinen Beitrag geklaut ^^

Fate wäre auch mein Beispiel, weil es tatsächlich das Scheitern auf allen angesprochenen Ebenen exzellent umsetzt.

Man muss sich jedoch drauf einlassen. Zitat aus meiner Gruppe: "Ich dachte wenn ich einen Erfolg mit großem Haken zulasse werde ich immer verletzt". Nein, dem ist zum Glück nicht so. Da sag ich dann immer: Vertrau dem SL. Seitdem sie gemerkt haben, das die Geschichte sich dadurch weiterentwickelt und neue Verwicklungen aufwirft, sind sie sehr viel freier damit auch mal Nachteile zuzulassen.

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Moin Lightbringer!

Schon wieder dieses FATE, von dem hier immer wieder alle reden ;)
Aber ja, der Ansatz klingt auf jeden Fall spannend; ein Grund mehr, das endlich mal mit Muße zu lesen/zu spielen …

Und wie auch in der Folge gesagt: ich finde halt alle Aspekte wichtig, das Scheitern an persönlichen Zielen, das Scheitern an Plot-Elementen und eben auch das Scheitern im Kampf.
Bietet alles Potenzial für coole Geschichten. Der Herr der Ringe hätte auch nicht an Dramaturgie gewonnen, wenn Frodo auf der Wetterspitze an dem Schlag einfach gestorben wäre; stattdessen generiert er neuen Plot daraus. Dito etwa für Luke vs. Vader auf Bespin … aber gut, wir sind uns ja eh einig, denke ich :)

Viele Grüße,
Thomas

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Scheitern ist Wichtig! und kann extrem lustig sein. Nicht nur weil die ganze Gruppe mal eben den Wurf episch ver******

Ich habe mal 2 Abenteuer mit je 3 verschiedenen Runden (und Personen!) ein Cthulhu Now Abenteuer gespielt.
Abenteuer 1!
Gruppe 1 - Polizisten da Meldung weil wer vermisst - Gruppe 1 danach Tot (1 hat überlebt und war danach nur noch in der Irrenanstalt-freiwillig)
Gruppe 2 - Polizisten die Gruppe 1 unterstützen sollten, jedoch kamen die etwas zu spät und wurden dann von Kultisten gefangen genommen.
Gruppe 3 - waren auch Polizisten - aber von der Dienstaufsicht da Gruppe 1 & 2 verschwunden waren.

Abenteuer 2!
Gruppe 1 - Die Gruppe 1 halfen einem Mitglied der Gruppe beim Umzug - danach Gruppe 1 Tot
Gruppe 2 - Die Gruppe 2 wollten Gruppe 1 beim Umzug unterstützen (Wände ausmalen, Tapzieren ...) - danach Gruppe 2 Tot
Gruppe 3 - ein Mitglied der Gruppe 3 ist ein Familienmitglied von einem Mitglied von Gruppe 2 - danach Gruppe 3 Tot

Ich muss allerdings anmerken das in den jeweiligen Gruppen 2 & 3 Hinweise von den vorherigen Gruppen gestreut wurden ("Huch - da liegt ja eine Polizei Taschenlampe im Gebüsch ...") - und somit waren die beiden erstmals immer auf der Suche nach den anderen Gruppen bzw. und hatten progressiv immer mehr Hinweise auf unnatürliches Wirken ;)

Diese Runden werde ich nie vergessen.

Letzten hatte ich eine Runde wo 2 Spieler eine Verfolgungsjagd mit einem VW T5 hinlegten ... und der Fahrer verkackte so gut wie jede probe ...
Als sie dann kurz vor der Opferung waren, schaffte es der "Nahkämpfer" mit einer 100 sich "fast kampflos" zu ergeben - und jeder am Tisch viel Spass dabei ;)

Wegen dem "wieder verwerten oder im selben Aventurien (oder dergleichen)" - das mache ich regelmässig - auch Gruppenübergreifend - auch mit OT Hinweisen wenn es sein muss das sich der Spieler/in nicht mehr daran erinnern sollte - das kommt immer gut an! Auch bei epischen Scheitern (denke da mal an die Nase der Sphinx und Obelix) - das sind Momente wo stellenweise mehr Emotionen behaftet sind ... (erinnere mich als ein Spieler (Traveller) mit dem Raumschiff nur landen wollte ... wie es so ist ... Traveller und Zeit - hast keine wird es schwieriger ... er würfelte einen epic Fail ... - und keiner war sauer denn es passte auch wunderbar zur Geschichte

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Moin Michael!

Danke für die zahlreichen Anekdoten und Beispiele :)
Freut mich, dass dir die Folge gefallen hat!

Viele Grüße,
Thomas

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