DORPCast 68: Von Umfragen, Sternenkriegen und Begeisterung

Hallo zusammen!

Die Winterpause hat ein Ende und der DORPCast ist nach Wochen wieder hier. Michael und Thomas haben daher diesmal auch eine Reihe unerledigter Geschäfte mitgebracht: Sie sprechen über die Ergebnisse der großen DORPCast-Umfrage 2015, über den neuen Star-Wars-Film (relativ spoilerfrei, behaupte ich) und kommen vor dort aus zum Kern der Episode: Warum begeistern uns Geschichten, wie wichtig sind Plot (und Plotlöcher) und wie stehen die zwei eigentlich zum Thema Kritik?

Darüber hinaus gibt es wie immer die Medienschau und einen nicht ganz ausgereiften, zumindest aber schon mal ohrenschonenderen neuen Intro-Text. Oh, und natürliche alle weiterführenden Infos unten in den Shownotes.

Viele Grüße,
Thomas

Episode 68: Von Umfragen, Sternenkriegen und Begeisterung

0:00:29  Intro
0:01:19  Medienschau

0:21:30  Die Umfrageauswertung
0:24:50  Gewünschte Gäste
0:27:20  Patreon
0:28:39  Verbesserungsvorschläge
0:31:08  Ausgewählte Themenvorschläge
0:32:25  Was ihr uns schon immer fragen wolltet, euch aber nie getraut habt
0:38:26  Abschließende Gedanken dazu

0:39:49  The Force Awakens – Das Erwachen der Macht
0:41:26  Die Plothole-Debatte
0:46:09  Ist Episode 7 ein Remake von Episode 4?
0:49:25  Innovation ist überbewertet!
0:51:51  Everybody's a critic now
0:55:31  Innovation als Hindernis?
0:57:43  Der Versuch eines Fazits

0:59:59  Sermon 2.0
1:00:25  Adieu

Aus der Medienschau

Banner Saga
Green, Johnson, Myracle: Tage wie diese
John Wick
He-Man and the Masters of the Universe Mini-Comic Collection
Her Story
Mr. Robot

Zum Thema

Huff Post: 40 Unforgivable Plot Holes in 'Star Wars: The Force Awakens'
Exemplarischer Gegenartikel: The Force Awakens & The Rise of Idiot Journalism
Star Wars Ring Theory

Kommentare (35)

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Ich bin der festen Überzeugung, das in der Umfrage ganz viel FATE gefordert wird. Ihr seid unfair und voreingenommen, das ihr das nicht erwähnt und aktiv boykottiert Los! Kümmert euch um FATE!

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Moin TecnoSmurf, die Zweite!

Du überschätzt die vokale Kraft der FATE-Gemeinde ;)
Aber hey, Michael ist dieses Wochenende auf der HeinzCon und spielt mit dem Gedanken, mal FATE zu spielen.
Wir werden sehen =)

Viele Grüße,
Thomas

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Mist, ich dachte da sind mehr Leute :D

Aber hey, dann wünsch ich mir, das er spielt und trotz seiner Gamistischen Natur Spass hat

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Danke für Mr. Robot. Wir haben das WE Conbastel-WE gehabt (ich mache mit Freunden ab und an LARP-Cons) und gestern und Freitag lief die erste Staffel nebenbei und hat den Bastelfortschritt ERNSTHAFT behindert. "Ich fahre jetzt nicht in den Baumarkt, erst wenn die Folge zu Ende ist!" - "Ich kann nicht nähen und das gucken, da verpasse ich zuviel!".

Super Serie und ich glaube ich habe Christian Slater seit Ewigkeiten nicht mehr in was gutem gesehen.

Nachtrag: Die Kommentarfunktionsfrage "Ich bin kein Roboter" erheitert mich gerade mehr als sie sollte.

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Star Wars VII muss wohl mein bisher postmodernstes Kinoerlebnis sein. Das liegt daran, dass ich den Film wie einige hier noch nicht gesehen habe. Ich hatte keine Lust in ein übervolles Kino zu gehen, wollte aber auch nicht warten und habe deshalb Spoiler-Reviews gesehen, eine detaillierte inhaltliche Zusammenfassung und Wookieepedia gelesen. Was nur der Auftakt für die wirklich unterhaltsame Auseinandersetzung mit den widerstreitenden Ansichten zum Film war.

Natürlich wollte ich auch wissen, wie der Film umgesetzt ist, aber meine Leitfrage beim Nachlesen war, wie scheitert Star Wars VII dabei der ursprünglichen Star Wars-Trilogie etwas hinzuzufügen, was das Gesamtwerk größer macht. Das war auch etwa der Anspruch für die Prequel-Trilogie bevor "The Phantom Menace" herauskam und die Erwartungen deutlich heruntergeschraubt wurden. Daran, dass er scheitern würde, hatte ich wenig Zweifel. Das heißt nicht Star Wars VII funktioniert als Film nicht oder ist schlecht. Aber der Ruhm der ursprünglichen Trilogie ist ja nicht darin begründet, dass sie sehr gute Filme sind. Sie haben im Gegenteil viele Schwächen. Die Leistung liegt vielmehr in der Schaffung eines erstaunlich wirksamen visuellen und akustischen "Vokabulars" sowie erzählerisch einer effizienten, reduzierten Science Fantasy-Mythik.

Das gesuchte Scheitern war leicht zu finden, da "The Force Awakens" in seiner Plotstruktur und den verwendeten Elementen unvernünftig ähnlich zu den Vorgängern ist. Fast so als hätten sie es gar nicht erst versucht. Keine Ahnung, ob die Drehbuchschreiber zuviel von diesem "it rhymes"-Kool-Aid von George Lucas getrunken haben oder Disney ganz sicher gehen wollte. Ich vermute viele Kritiker sind mit einem ähnlichen oder ähnlich gelagerten vielleicht nebulöseren Anspruch in den Film gegangen und gründen darauf ihre Kritik. Freilich muss man das als etwas erkennen, was man selbst mitbringt.

Zur angesprochenen Lust am Niedermachen des Films gibt es verschiedenste Deutungen. Ich persönlich verstehe zwar nicht, wie man eine Frau und einen Afroamerikaner in zentralen Heldenrollen immer noch als Politikum ansehen kann, aber offenbar hatten viele die Hoffnung ihr Lieblingsfranchise bliebe "verschont". Eine andere interessante Hypothese ist, dass eine Generation von Kindern, die die Prequel-Filme gut fanden und denen man dann erklärt hat, wie schlecht sie sind, durch Ablehnung des neuen Films ihr Trauma abarbeiten oder vielleicht späte Rache üben. Was mir auffiel, die schlecht gemachte Kritik und die anschließende Verteidigung des Films dagegen, hat legitime Kritik untergehen lassen. Ein Beispiel, die oft aggressiv vorgebrachte Mary Sue-Kritik gegen den Charakter Rey versus der Kritik, dass er durch zu viele oft zu explizite Demonstrationen als starke Frauenfigur eher über- als gezeichnet ist. Für die Kommerzkritik wäre ich sicherlich auch empfänglich gewesen, aber ich wurde persönlich nur mit Rewe-Sammelkarten belästigt. Das konnte ich noch verschmerzen.

Was ich gelesen und an Meinungen gehört habe, deutet darauf hin, dass der Film der alten Trilogie handwerklich sogar überlegen ist. Und meinen vielleicht sowieso fragwürdigen Anspruch mal beiseite, bin ich mir sicher, dass es ein guter und gut gemachter Film ist. Nur muss man sich auch klar machen, die Schwächen der alten Filme sind charmante Erstlingsfehler eines enorm ambitionierten Projekts, das das Filmestablishment herausgefordert hat. Die von Star Wars VII gehören zu einem hochproduzierten Franchisefilm aus der Mitte des Hollywoodsystems. Imitation, so gut sie hier offenbar funktioniert, wirkt unnötig mutlos. Von Innovation würde ich da gar nicht sprechen. Und sieht die Endkonstellation nicht verdächtig nach der Ausgangsposition von "The Empire Strikes Back" aus?

Nebenbei J.J. Abrams (oder wer auch immer verantwortlich ist) hat es doch tatsächlich geschafft für mich den Rahmen von Science Fantasy -- muss nicht erklärt werden -- zu sprengen. Und prompt gibt es für das Physikbiegen eine technobabblige Erklärung. Keine Ahnung, ob die Erklärung im Film ist. An der Stelle kann ich aber mal von der bereits verfügbaren Hintergrundgeschichte zur Zeit zwischen VI und VII abraten, die liest sich ziemlich nach halbherzigem Füllmaterial.

Schätze es ist an der Zeit den Film auch wirklich mal zu sehen.

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Moin André zum Zweiten!

Knifflig, da viel zu zu sagen, wenn nur einer von zweien den Film gesehen hat ;)

Darum nur zwei kurze Facetten:
- Postmodernes Kinoerlebnis: Ich denke meine schrägsten Erfahrungen betreffen Episode I und Alien 4. Beides habe ich, weil Eifelkind, da noch ohne Führerschein und somit ohne Kino auf'm Dorf, erst sehen können, als die VHS in der Videothek ankamen. Bei beiden habe ich aber zum Kinostart je die Roman-Adaption gelesen.
Kann ich als Feldversuch auch mal echt nur empfehlen … die Filme, die in meinem Kopfkino liefen, waren weitaus befriedigender als das, was nachher auf den VHS-Bändern war.
Dennoch … nichts, was ich als Standard-Prozedur raten würde. Ich versuche mittlerweile wieder viel mehr als früher, Meinungen zu Sachen, die ich eh konsumieren mag, zu vermeiden. Oder halt aus Quellen zu beziehen, bei denen ich sie einschätzen kann.
Aber eine eigene Meinung bilden können … das ist schon nicht uncool ;)

- Space Fantasy / Science Fantasy: Ich denke der Zug ist bei Star Wars aber schon 1999 abgefahren. In dem Moment, in dem Qui-Gon die Blutprobe des kleinen Anakin in sein Funk-Scanner-Turbo-Gerät steckt und einen Midichlorianerwert erhält, der auch noch in einer Skala liegt, sodass man etwa Jedi-Power-Quartett spielen könnte … schon in dem Moment hat Star Wars einen harten Schritt Richtung Science gemacht.
Andererseits hat TFA ein paar echt coole Momente, die 100% ins mystische Spektrum gehören.

Viele Grüße,
Thomas

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Ich wollte auch nur eine Perspektive auf die Kritik geben, aber diese nicht ausdiskutieren. Du schreibst dich ja schon im Januar mit Antworten tot!

Mittlerweile habe ich den Film gesehen. Meine Einschätzung hat sich nicht geändert. Das liegt aber auch an Star Wars selbst. Die Filmreihe ist so ein beliebtes Analysebeispiel, dass sie für mich nur noch in völliger Dekonstruktion existiert. Emotionale Bindung habe ich eigentlich nur an Fragmente. Auch in "The Force Awakens" sehe ich vorallem die Struktur, die gelösten Drehbuchprobleme, Charakterzeichnung usw. Entwarnung: Hat meiner Unterhaltung nicht geschadet.

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Oh je. Das Star Wars-Thema. Da muss ich mir einen Moment für Zeit nehmen. Aber ich empfehle schonmal dieses amüsante Youtube-"Review": THE FORCE AWAKENS SUCKS!!!!!! Nimmt übrigens Bezug auf diese ganze Mary Sue-Debatte, die ihr nicht als Kritik erwähnt habt. Ist die an euch vorbeigegangen? (Google it.)

Kurz die anderen Punkte abhaken:

Der beiläufige Kommentar zur Google Plus-Community [0h28m] hat mich neugierig gemacht, was hat es damit auf sich?

Ah, ihr habt das böse Wort ("Heldenreise") in den Mund genommen!

Zur Frage am Ende, angesichts des enormen kulturellen Outputs (oder vielleicht nur von dessen Sichtbarkeit): Schonmal an Begeisterungsermüdung gedacht?

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Na gut. Wenn die sich als nichtkommerzielles Forum verstehen und das so kommunizieren, hätte ich dafür Verständnis. ... Um der Wahrheit die Ehre zu geben, ich reduziere Links im Allgemeinen auch immer auf die kürzeste funktionierende Variante, bevor ich sie weiterverteile. :D

Hm, wie wäre es wenn ihr als Gast mal so einen Hardcore-Kommerzkritiker einladet? Vielleicht klappt es dann auch mit dem Zoff im Podcast. Und ihr könntet ihm oder ihr in euren Shownotes die Affiliate Links wegkürzen.

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Moin André!

Mary-Sue-Debatte: Nun ist es schwierig, wenn du den Film nicht gesehen hast, aber Erik Kain hat einen Forbes-Artikel dazu geschrieben, der es finde ich schön auf einen Punkt brachte: Wenn man gewillt wäre, Rey eine Mary Sue zu nennen (würde ich nicht, aber egal), dann gilt das ebenso für Anakin und Luke.
Star Wars war schon immer ein Setting von normalen Leuten, die im Augenblick der Notwendigkeit plötzlich in der Lage waren, 'ne Menge krasses Zeug zu machen, für das andere lange üben müssen. Ist aber auch müßig, darüber zu diskutieren …
Und jepp, sind wir nicht in der Folge drauf eingegangen. Auch auf einige andere Aspekte nicht, ich fand's in dem Kontext aber auch nicht so relevant. Das wäre dann wenn eher eine allgemeine Debatte über starke Frauenfiguren in Filmen, Büchern und Spielen geworden … und nun ja, Feminismus, Teil 2, wird dieses Jahr definitiv hier Thema sein.

Google-Plus-Community: Muss dir Michael erklären. Ist sein beiläufiger Kommentar.
Wie ich in der Folge schon sagte: Ich nutze g+ im Prinzip nicht. Allerdings ist mir auf anderen Kanälen schon mehrfach ein Bild gemalt worden von einer sehr geschlossenen, unzugänglichen und im Ton scharfen Community, die es da gäbe.
Ob's stimmt? Kommt vermutlich vor allem auf die eigenen Filter Bubble an …

Heldenreise: Und ich würde es wieder tun!!! *manisches Lachen*

Begeisterungsermüdung: Ja, daran habe ich gedacht … aber offen gestanden halte ich es für Unfug. Das ist ein nettes Modell um sich die eigene Griesgrämigkeit schönzureden, aber es gilt in meinen Augen, was ich u.a. in der Folge und hier schon in Kommentaren gesagt habe: Der Prozess des Nicht-Mehr-Begeistern-Könnens beginnt beim Rezipienten, nicht in der kulturellen Szene und nicht beim Medium.
Klar wird es immer Dinge geben, die einem nicht gefallen. Und vermutlich wird es auch immer Dinge geben, die man selber früher besser fand und heutige Vertreter eher doof (bei mir wären das z.B. Sitcoms); aber wenn man die Wahl hat, sich etwas zu suchen, was einem gefällt und das zu genießen oder alternativ etwas zu haben, was man nicht mag und sich gewissermaßen darin zu ergehen, wie sehr man's nicht oder nicht mehr mag … dann würde ich doch immer die erste Variante nehmen.
Und dass für jeden da draußen was zu finden ist, was ihm Spaß bereitet, das wiederum glaube ich felsenfest.

Viele Grüße,
Thomas

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Wenn man gewillt wäre, Rey eine Mary Sue zu nennen (würde ich nicht, aber egal), dann gilt das ebenso für Anakin und Luke.


Würde ich auch nicht. Ich glaube der Begriff analysiert falsch, warum die Figur so ist. Den Rückverweis finde ich aber zu einfach. Luke war ein guter Pilot, das ist es aber auch schon. Er wird dann unter Anleitung über drei Filme zum Jedi. Für Anakin als Kind ist der Vergleich schon treffender. Was aber die Beherrschung der Macht angeht, unterzieht sich diese Figur einem jahrelangen Training und ist am Ende zwar mächtig, wird dennoch besiegt und kann nur mit künstlicher Lebenserhaltung weiterexistieren. Rey hat in allen im Film relevanten Bereichen (Mechatronik, Sprache, Kampf, Fahrzeugsteuerung) Fähigkeiten, die den anderen Protagonisten ebenbürtig oder überlegen sind. Und sie erlernt den Umgang mit der Macht allein, eine Erweiterung ihrer allgemeinen Gabe, sich was sie zum Überleben benötigt ohne große Instruktion oder Hilfe anzueignen. Schließlich ist auch ihre Psyche relativ ausgeglichen, wobei sich einzig hier Angriffspunkte zeigen. Natürlich ist das erst der Anfang von Reys Geschichte aber in diesem _einen_ Film bringt sie nicht nur viel mit, sondern ist gegenüber den Vergleichsfiguren auch sehr weit gekommen. Ich verstehe also durchaus, woher der Vorwurf kommt.

"Setting von normalen Leuten" kann ich nicht nachvollziehen, das sind alles entweder Veteranen oder Personen mit magischen Fähigkeiten, jedenfalls nicht "normal".

Ohje, noch ein Campbell-Höriger. :D

Begeisterung: Vielleicht ist das auch hier wieder eine Frage der Verwendung von Sprache. Wenn mir etwas gefällt oder ich es gut finde, ist das für mich ein ganz anderes emotionales Niveau als Begeisterung. Mich erinnert das an die Hype-Diskussion. Hype beginnt für mich da, wo Begeisterung übertrieben wird. Also irgendwie ist das alles sprachlich verschoben (vermutlich vielen Dank ans Marketing). Wenn ich eure Medienschau höre, bekomme ich selten den Eindruck, dass ihr begeistert seid, die emotionale Intensität liegt meistens auf dem Niveau von "gut gefallen", "unterhalten", "amüsiert" etc. Dieses Niveau wird selten überschritten und so sollte es meines Erachtens auch sein. Ich würde mir Begeisterungsermüdung eher so vorstellen: Wenn es zu viele gute Sachen gibt, hebt man eben die Ansprüche an und findet entsprechend mehr Haare in der Mediensuppe, so dass das eigene -- sicherlich individuell unterschiedliche -- Begeisterungspotential nicht ständig ausgeschöpft wird.

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Ich habe Star Wars auch ziemlich gefeiert und habe da jetzt auch drei Vorführungen mit durch - für mehr reicht die Zeit leider nicht.
Ich muss gestehen ohne den Ausgang am Ende IM Generator, hätte ich den Film nicht so gut gefunden. Ich war nicht sicher ob sie sich sowas trauen, fand es aber gut, da es eine neue Geschichte ermöglicht und es nicht nur reiner Fanservice ist. In dem Zug gibt es noch eine Kritik die ich ziemlich gut fand: Das Lob an George Lucas mit Episode 1-3 sich zu trauen eine neue Geschichte an neuen Orten, Zeiten und mit neuen Figuren (wenn auch nicht ausschließlich mit neuen) zu erzählen. Ich habe jetzt ne halbe Stunde gesucht finde die aber ums verrecken gerade nicht wieder.

Ansonsten: Macht doch mal eine Star Wars Folge. Da gibt es doch eine riesige Menge an Romanen, Rollenspielen, Comics, PC-Spielen, Tabletops etc.

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Moin Tim!

Das im Generator: Jepp, das war fand ich ein mal sehr gelungener "Shit just got real"-Moment, und etwas, was dringend notwendig war, um auch zu zeigen, dass man sich traut, harte Einschnitte zu machen.

Lucas' neue Ideen: Ich habe auch bei weitem nicht so ein Beef mit den Prequels wie viele. Wie sagte ich letzten Sommer nach meinem jährlichen Star-Wars-Marathon noch zu einigen Freunden? Irgendwie finde ich nicht mal mehr wirklich Hass auf Jar Jar in mir ;)
Aber im Ernst: Ich finde, die Filme haben alle ihre Qualitäten und zumindest Episode 3 mag ich sogar richtig gerne. Der hat auch seine piefigen Momente, aber dafür auch ein paar richtig gute.
Ich meine es war Marcus Johanus, der vor einigen Wochen auf Twitter oder Facebook noch mal schrieb, dass man auch sehen müsse, dass es mutig war, wie sehr die Prequels teils das ganze Genre wechseln. Den Noir-Detektiv-Einschlag der ersten Hälfte von Episode 2 z.B. mag ich auch sehr gerne. Die Liebesgeschichte auf Naboo … not that much ;)

Star-Wars-Folge: Kommt auf die Liste, Sir :D

Viele Grüße,
Thomas

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Ich fand Ep 7 eigentlich klasse und ohne den besagten Zeitungsartikel wären mir die Story Löcher auch überhaupt nicht aufgefallen, zum teil finde ich diese auch sehr konstruiert.

Ich fand nur diese Schlacht am Ende etwas komisch.
Vielleicht habe ich zu viel X-Wing etc gespielt um das einfach akzeptieren zu können, aber die fliegen da mit 10-20 X-Wings in eine Schlacht, deren Ausgang überlebenswichtig ist.
Dann stellt sich mir die Frage:

Warum nicht 50 X-Wings mit 20 A-Wings als Eskorte und ein paar B-Wings zwecks mehr Feuerkraft und ein paar Fregatten die unterstützen?

Aber das ist wahrscheinlich genauso wie im cast angesprochen, diese Frage interessiert einen Zuschauer wahrscheinlich überhaupt nicht, ausser die paar die sich intensiver damit beschäftigen

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Moin Darth Mueller!

Über das Schiff-Streamlining haben wir uns nach dem Kino auch noch lang und breit unterhalten. Die reine Anzahl, das kann ich mir mit der Notsituation erklären; die Reaktionszeit ist ähnlich wie in Ep4 ja eher kurz und die Initiative liegt klar beim First Order; anders als etwa in Ep6, wo ja die Rebellen in der Offensive sind (bzw. das glauben). Darum wohl auch keine Capital Ships. Ein ordentliches Großschiff-Bombardement hätte die olle Anlage ja vielleicht auch knacken können.
Aber ja, der Film kommuniziert das ja eher so … nicht ;)

Auf der anderen Seite gibt es das Streamlining ja auf beiden Seiten; der First Order hat ja auch nur die regulären TIEs mit einzelner Kabine und geraden "Tragflächen". Allerdings sind beide Schiffe, X-Flügler wie TIE, nicht die gleichen Modelle wie 30 Jahre vorher. Siehe Doppelkabine beim TIE und anderes Tragflächen-Design beim X-Wing.
Denkbar wäre für mich, dass diese neuen Schiffe die alten Modelle insgesamt abgelöst haben, einfach, weil die Entwicklung mittlerweile dazu führt, dass z.B. der (neue) X-Wing einfach das überlegene Gerät ist.
Ich vermute weder Faulheit der Macher (siehe im Vergleich die diversen Sturmtruppen-Typen nebst Rüstung) und zumindest bei Poes Kommentaren an Bord des TIEs hatte ich auch das Gefühl, dass der Autor mit dem "Ruf" der TIE-Fighter unter den Fans (schnell, wendig, "sehr direkt") vertraut ist … aber ja. Wer weiß das schon.
Das Budget hat zum Artbook noch nicht gereicht und bei den neuen Romane stehe ich erst am Anfang … vielleicht findet es sich ja sogar irgendwo erklärt ;)

Viele Grüße,
Thomas

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Hm, mich hat die Diskussion über Kritik eher dazu gebracht abzuschalten. Ich habe gar nicht mehr zugehört. interessanterweise erst wieder als die aufforderung zum kommentieren kam. Ich finde solche Kririken unspannend und genauso die Diskussion darüber. Geht wieder in dieselbe Ecke, warum ich nicht mehr in Foren unterwegs bin: Fruchtlose diksussionen, die sich um sich selbst drehen.

Ich hab den neuen Star Wars übrigens auch noch nicht gesehen. Und je mehr ich höre umso mehr bestärkt es mich darin einfach zu warten, bis er irgendwo im TV oder so kommt für kleines Geld bis umsonst. Scheint nicht die Art von Film zu sein, die mag. Aber ich bin auch nicht mit den alten Star Wars "aufgewachsen", die kamen irgendwann später bei mir. Von daher störten mich die Spoiler auch nicht.

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Moin Jan!

Kritik an der Kritik: Es ist immer ein sehr schwieriges Thema … aber nun ja, da es uns am Herzen liegt und Sich-nicht-damit-befassen es schon mal nicht besser gemacht hat … irgendwas müssen wir ja tun ;)
Aber ich erspare dir nun Details und Herleitungen, wenn's dich nicht interessiert, muss das auch nicht. Desinteresse darf auch mal ;)

Viele Grüße,
Thomas

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Ich fände es schwer großartig, wenn ihr "1W6 Fäuste für ein Hallelujah" umsetztet, sonst hätte ich es ja nicht vorgeschlagen. :)

Die Idee kam übrigens bei einer Sammlung möglicher Aprilscherze bei der Anduin. Da war Scorp gerade bei Ulisses angestellt worden, und wir überlegten die Ente: "1W6-System wird zum neuen Ulisses-Haussystem" mit den wichtigen Umsetzungen "1W6 Fäuste für ein Hallelujah", "Jim Knopf und die Wilde 1W6", "1W6 Musketiere", "The Chosen 1d6" usw.

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Moin Lichtbringer!

Wir haben tatsächlich auch schon diverse Ableger immer mal angedacht, so etwas wie "1W6 Ritter" als kinderfreundliches Fantasy-Konzept etwa, oder "1W6 glorreiche Halunken" … aber das blieb immer bei Ideen. Die Fäuste dagegen sind echt 'ne griffige Idee.
ich erzählte gestern Matthias beiläufig davon und fünf Minuten später diskutierten wir Regeloptionen und Charakterklassen … ;)

Ich sag mal: Nicht 2016, höchstens zum Ende hin … vielleicht … aber es ist definitiv hängen geblieben.

Viele Grüße,
Thomas

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Wo ist der Kickstarter, wo ich mein Geld draufwerfen muss, damit das klappt? ;)
Aber im Ernst, "1W6 Fäuste für ein Hallelujah" ist als Idee mehr als nur großartig, das will ich umgesetzt sehen!

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… siehe oben, es ist auf jeden Fall auf unsere Liste gewandert ;)

Aber erst mal ein paar bestehende Baustellen zu einem Ende bringen ;)
Mehr 1W6 Freunde, Schrecken aus der Tiefe … ja, und noch ein Projekt, was gerade doch langsam wieder Fahrt aufzunehmen scheint :)

Viele Grüße,
Thomas

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Ich muss mich wohl outen, dass ich den neuen Star-Wars-Film tatsächlich noch nicht gesehen habe. Und ich kann noch nicht mal einen guten Grund dafür benennen. Hat sich zeitlich irgendwie nicht ergeben, als ich dann mal Zeit hatte, hab ich niemanden mehr in meinem Freundeskreis gefunden, der den nicht schon gesehen und/oder mit mir da reingehen wollen hätte - irgendwie hat es der Film also tatsächlich geschafft, auf eine komische Art an mir vorbeizulaufen. Naja, vielleicht ergibt sich ja noch eine Gelegenheit.

Ansonsten: Willkommen im neuen Jahr und danke wieder mal für die gute Unterhaltung!

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Filme verpassen: Ich hatte das … 2014 meine ich. Da war ich in einem einzigen Film (Hobbit 2), bei allem anderen in dem Jahr war es so, dass irgendwie alle unabhängig voneinander aber auf das Wochenende genau gleichzeitig reingingen und mich danach dann fragen, ob ich den Film auch schon gesehen hätte ;)
… ist aber besser geworden :D


Viele Grüße,
Thomas

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Star Wars (Achtung Spoiler): Den Eindruck dass die Kritiker sich entweder aus Kommerzkritikern oder Erbsenzählern à la Cinemasins zusammenstellen habe ich so nicht bekommen. Das was ich am häufigsten gelesen habe lässt sich so zusammenfassen. Tolle neue Charaktere, super gefilmt, aber die Story zu sehr ein Remix aus Episode IV und VI. Und so einem Fazit würde ich mich durchaus anschließen. Wobei ich kein Problem damit habe dass sich die Archetypen und Thema der OT wiederholt (Rey als neuer Luke, der Fall Kylo Ren zur dunklen Seite). Es ist Star Wars ich hab jetzt kein Drama über das schwere Leben der Minenarbeiter auf Bespin erwartet. Aber das man sich in der Ausführung so sehr wiederholt hat mich vor allem in der zweiten Hälfte des Films sehr gestört. Der Höhepunkt war übrigens die genannte Besprechung über den Angriff auf die Starkiller-Basis. Das war mir einfach zuviel augenzwinkerndes "Hey we are all in on the joke". Trotz allem ist der Film sehr unterhaltsam.

Begeisterungsfähigkeit: Klar kann man auch nicht perfekt Filme oder Serien gut finden, aber deswegen muss man doch nicht die Augen vor den Schwächen verschließen. Ich fand zum Beispiel die Serie Scream sehr unterhaltsam trotzdem ist Mr. Robot eindeutig die bessere Serie.

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Moin Matz!

Augen verschließen: War auch glaube ich nicht Absicht der Aussage.
ich hab's auf Twitter die Tage versucht grob so zu formulieren:
Man kann Medien konsumieren mit der Absicht, daran Spaß zu haben.
Oder man konsumiert sie mit der Absicht, dazu eine Kritik zu verfassen.
Ich kann die erstere Gedankenhaltung nur empfehlen.
Das ist ein wenig, wie ich bei mir selbst in der Zeit, als ich mehr lektoriert habe, feststellen musste, dass ich besser darin wurde, unbewusst Fehler zu registrieren. Cooler Softskill für den Job, schrecklicher Softskill für den Rest des Lebens.

Kritik ist gut und hat ihren Platz.
Spaß haben aber auch.
Wie immer gilt: Der Mittelweg ist vermutlich kein schlechter Anfang.

Viele Grüße,
Thomas

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Wobei es imho grade auch vielen (semi-)professionellen Rezensenten nicht schaden würde, an ein Produkt mit mehr "warum ist das cool" ranzugehen, statt ganz automatisch in den "ich muss auf jeden Fall ganz gewaltig rumnörgeln, weil ich dadurch an Glaubwürdigkeit gewinne"-Modus zu schalten. Das merke ich teilweise selbst bei meiner Arbeit für ein Online-Musik-Magazin - am besten hört man sich jede Scheibe einfach ganz normal als Musikfan an und versucht sich ihr auf einer "was wollen mir die Künstler damit nun sagen"-Ebene anzunähern, bevor man anfängt, sich die Haare aus der Suppe herauszupicken. Wenn irgendwas Mist ist, merkt man das ohnehin schnell genug, aber selbst wenn ich letztlich ein eher mittelmäßiges Produkt vor mir habe, sollte ein Rezensionstext idealerweise erkennen lassen, warum der ein oder andere das womöglich doch gut finden könnte, anstatt implizit jeden, der damit Spaß hat, für seinen minderwertigen Geschmack zu belächeln. Interessanterweise gelingt das in meinen Augen der PC-Spiele-Fachpresse oft besser als beispielsweise den Musik-Journalisten.

Kurz gesagt: Auch wenn die eigentliche Intention ist, eine Rezension über ein Medienprodukt schreiben zu wollen/müssen, sollte man zunächst immer selbst versuchen, ob man damit nicht auch einfach Spaß haben kann, bevor man in die sachliche Analyse einsteigt, warauf sich dieser Spaß (oder die Abwesenheit davon) dann eigentlich begründet.

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Moin Xeledon,

dem kann ich mich nur in vollem Umfang anschließen; sowohl als (Ex-, dafür aber damals eifriger) Rezensent wie auch als Rezensions-Konsument. Ich finde, es macht auch einfach die Rezensionen angenehmer; nicht nur innerer Seelenfrieden also, sondern auch noch ein besseres eigenes Produkt ;)

Es ist glaube ich immer die Geißel, wenn man einen in irgendeiner Form spezialisierten Medienblick entwickelt. Ich hatte das nach dem Studium massiv mit analytischer Buch- und Filmbetrachtung, habe es noch immer mal mit Lektorats-Details und umso massiver mittlerweile mit Layout-Fehlern; nicht, dass ich selber nicht auch welche machen würde, aber da ist man ja immer betriebsblind.
Das ist für die Arbeit ein nützlicher Softskill, fürs Leben weniger. Wenn man aber zu sehr beginnt, Medien direkt mit einem Fehler-Such-Blick zu sondieren mit der Intention, sie zu besprechen … dann ist das plötzlich auch die Perspektive, aus der man Filme heraus sieht – als Fehler-Träger, sozusagen.

Insofern, wie gesagt, du sprichst mir aus der Seele =)

Viele Grüße,
Thomas

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