DORPCast 46: Bilder, Illus und Gekritzel

Hallo zusammen!

In der 46. Episode des DORPCasts haben sich Michael und Thomas für ein Thema entschieden, das auf den ersten Blick gar nicht so gut für ein rein akustisches Medium geeignet schein: Sie sprechen über Illustrationen. Ob Cover, ob Innenteil, Bild oder Foto – sagen sie wirklich mehr als 1.000 Worte?

Sie sprechen über positive und negative Beispiele, wirtschaftliche Aspekte und persönliche Favoriten – und natürlich über Medien, neues bei der DORP und die Ergebnisse eines Pathfinder-Wettbewerbs.
Alle weiteren Infos gibt es jenseits des Links in den Shownotes!

Viele Grüße,
eure DORP

 Episode 46: Bilder, Illus und Gekritzel

0:00:29  Intro
0:01:16  Medienschau
0:24:55  Pathfinder: Wettbewerb der magischen Meisterschmiede
0:26:50  Die DORP wird 16 – und Schrecken aus der Tiefe kommt im Druck

0:29:43  Zum Thema
0:31:57  Rollenspiele sind besondere Bücher
0:34:08  Beispiel aus unserer Praxis: Earthdawn 4
0:39:23  Zweites Beispiel: Die 1W6 Freunde – Geister, Gauner und Halunken
0:41:08  Es gibt hier mehr als nur Cover
0:42:42  Illustrationen bei Cthulhu
0:43:53  Fotografien als Illustrationen
0:46:31  Pathfinder
0:47:35  Ikonische Charaktere
0:49:33  Die World of Darkness (und Shadowrun)
0:51:05  DSA
0:52:44  Brom
0:53:38  Paul Bonner
0:54:51  Tobias Mannewitz (und Klaus Scherwinski und Marko Djurdjevic)
0:57:24  Weitere prägende Künstler: Laubenstein, MacDougal, Aulisio
0:58:12  Ein Lob auf unseren Markus und ein Appell an die Zahlungsmoral
1:00:02  Ausklang

1:01:31  Sermon 2.0
1:02:17  Adieu!

Aus der Medienschau

Assassin's Creed – Rogue
Eden Log (Box Set)
Elderkin, Berthoud, Bünger: Die Romantherapie
Tatortreiniger – Staffel 1 und Staffel 2
Thief
Wochenendkrieger

Weitere Links

Aera – Das dunkle ZeitalterAera – Das dunkle Zeitalter zum kostenlosen Download
Wettbewerb der magischen Meisterschmiede – Die Gewinner / Der Download samt Illus

Kommentare (26)

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Ich fand diese Folge das Thema leider nicht sehr gut behandelt. Den Großteil der Zeit habt ihr meinem Empfinden nach nur Illustratoren aufgezählt und welche ihr mochtet und welche nicht, bei wem ihr Wiedererkennungswert habt und solche Dinge. Das ist jetzt nicht gleich schlecht, spiegelt aber auch meiner Meinung nach wieder, dass ihr beide nun mal keine Illustratoren seid und zu dem Prozess nicht so viel sagen könnt, wie ihr zum Beispiel in der Folge "Das geb ich zum Verlag" übers Texten zum Besten geben konntet.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr bei solchen Themen nochmal wie bei der Folge "Frauen im Rollenspiel" eure Kontakte nutzen und die ein oder andere Person mit Erfahrung in diesem Gebiet bei Skype dazuschalten würdet. Dieser Folge hätte meiner Meinung nach ein Interview mit z.B. Nadine Schäkel oder Anna Steinbauer sicherlich gut getan. Vielleicht könnt ihr das Thema ja noch einmal mit ein paar Gästen erneut und mit anderen Schwerpunkten angehen ;)

Zum Abschluss möchte ich mich nochmal für die ansonsten super Folge bedanken, die mich wie immer gut über die Autobahn gebracht hat!

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Lest ihr eigentlich auch Hörbücher vor? Als ihr über die Romantherapie gesprochen habt, bin ich total weggeknackt

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Moin Koboldkoenig!

Pfff … du, als Geisteswissenschaftler … ich glaube in diese Richtung gibt es keinen Spott, den man mir nicht schon vorgeworfen hat :D
Wird mich nicht aufhalten, fürchte ich ;)

Viele Grüße,
Thomas

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Der Ansatz mit Earthdawn klingt super intressant für mich, wenn ich nur etwas mit der Welt und gedruckten Büchern am Hut hätte. Für mich wäre es als PDF deutlich intressanter. Illus in der Menge, wie sie in den meisten Rollenspielbüchern sind, brauche ich nicht. Es ist zwar nett anzusehen, aber liebe habe ich ein günstigeres Buch. Ein paar Illus um die Stimmung des Settings zu transportieren sollten schon drin sein, aber mehr braucht es nicht. Ich finde es eh schon länger merkwürdig, dass Rollenspieler über die Preise jammern, Verleger über die Marge, aber ein knallbuntes Regelwerk in Hochglanz nach dem anderen erscheint.

Wie viel billiger wird den das einfachere Earthdawn-Buch? Es sollte halt schon mehr Unterschied machen als nur wenige Euro, also 10-15% und mehr. Dann bin ich voll dafür.

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Die Sparausgabe kostet mit 19,95 € nur die Hälfte des regulären Hardcover-Grundregelwerks. http://www.ulisses-spiele.de/produkte/1117/earthdawn-spielerhandbuch-sparausgabe/

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“Sparausgabe“ ist aber ne echt besch...eidende Bezeichnung für das Ding. Das wird den Absatz nicht gerade fördern, befürchte ich.

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Oh, wow. Das liegt natürlich voll im Rahmen. Bin ich absolut dafür. Vielleicht kaufe ich es doch, nur die Aktion zu unterstützen

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Aporpos Immortal. (Gut dass ich den Kommentar gerade nochmal gesehen habe): Es handelt sich dabei übrigens um eine Comic-Verfilmung, die hierzulande in den Heften des "Schwermetall"-Magazins veröffentlicht wurde. (Ist vielleicht auch noch ganz interessant als ergänzung zu wissen.)

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Moin Orakel!

Danke dir =)

Viele Grüße,
Thomas

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Ich mag auch Paul Bonner, seine Arbeiten für Warzone und Shadowrun (das Cover der 3. Edition und die irre coolen Cyberpiraten - die Illustration steht bis heute bei mir signiert (!) auf dem Schreibtisch im Rahmen, er war damals für dieses gefloppte VOR-The Maelstrom Tabletop in Essen und hat signiert) sind bis heute etwas was ich mir gerne ansehe.
http://www.gamersbin.com/attachments/f137/9955d1312508149-cyber-pirates-shadowrun-wallpaper-cyber-pirates-wallpaper-cyber-pirates.jpg
Leider war Confrontation zu schnell tot, aber da gab es auch wirklich, wirklich gute Illustrationen.
Ich meine auch das Cover von Freebooters Fate ist von ihm, was ich ebenfalls sehr gerne mag.

Im gleichen Atemzug: Adrian Smith.
Hat ganz viel für Chronopia gezeichnet, fürs alte Warhammer - das Chaoskriegerbuch der 6. Edition finde ich bis heute wahnsinnig schick - und ich mochte bis heute fast alles, ich wäre beinahe noch beim Conan Kickstarter eingestiegen, weil er dafür zeichnet.
http://www.adriansmith.co.uk/

Ansonsten Caryad, Caryad, Caryad. Ich habe DSA erst in der vierten Edition angefangen und dort sozialisiert worden. Ich bin immer wieder begeistert von ihr.
Mia Steingräber finde ich auch sehr beeindruckend, sowohl technisch als auch von den Motiven, ihren Wudu aus den Dunklen Zeiten finde ich unfassbar gut.
http://zeichenblog.mia-steingraeber.de/wp-content/uploads/2013/10/dsa2.jpg

Wie genau hieß die Zeichnerin für die ikonischen Charaktere der 3. DSA Edition? Die als Poster den Boxen beilagen, die hängen bei uns in der Wohnung rum, einfach weil sie so schön sind.

Was ansonsten coole Illustrationen in Büchern angeht:
Mortheim von Games Workshop. Eine durch einen Meteoriten für seine Sündhaftigkeit zerstörte Stadt, die seitdem eine von Kulten und Schatzsuchern durchstreift wird. Die Ilustrationen waren WIRKLICH bizarr für mein junges Ich damals, aber sie geben den Geist der Stadt und des Spiels wirklich super wieder. Ich suche das Buch seit Jahren, nur fürs Regal.
Hier das Boxcover:
http://cloud-4.steampowered.com/ugc/535129935199435064/02E95518AE6B4C4404715C2CBA348CEE963D334C/
Und in dem Stil waren die meisten Seiten im Buch:
i.somethingawful.com/u/elpintogrande/wfrp_images/wfrp06.jpg" target="_blank" rel="nofollow">http://i.somethingawful.com/u/elpintogrande/wfrp_images/wfrp06.jpg
http://image.slidesharecdn.com/mordheim-regrascompleta-120418191053-phpapp01/95/mordheim-regras-completa-31-728.jpg?cb=1334802349

Ansonsten hatte Raumflotte Gothic mit seinem Querformat eine coole Idee - damit man mehr große Raumschiffe in das Buch bekommen kann.

Und zuletzt - obwohl mit Knubbelnasen - John Howe und Alan Lee. Die Design für die Peter Jackson Verfilmungen und die Zeichnungen für das alte HDR Rollenspiel haben mich immer sehr stark in ihren Bann gezogen und drücken soviel Mystik und... Weite? aus, dass ich selbst nach fast 20 Jahren immer noch ein wenig verträumt auf das Cover gucke, wo Gandalf dem Hexenkönig im geborstenen Tor von Gondor gegenübertritt oder das Bild wo die Ringgemeinschaft zum fernen Schicksalberg schaut. Klar ist das Old-School, aber für mich ist der HDR sehr oldschool.

@Thomas: Durchhalten! Immortal habe ich damals im Kino geguckt, weil der so wie Blade Runner sein sollte. Und.... ja optisch schön ist er. Aber inhaltlich war das völlig wirr.

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Danke für die Links.

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Moin Tim!

Paul Bonner: Oh, das Cyberpiraten war auch von dem?
Ja, das rockt derbe :)

Caryad: Ich muss zugeben, ich finde ihre Bilder … okay, aber war nie so sehr davon gerockt wie offenbar viele andere. Ich gönne es jedem und es gibt auch klar Sachen, die ich mag … aber … nicht ohne Ausnahme.
Mia dagegen … oh ja. Hatte durchaus seinen Grund, dass ich sie damals auch um Illus für das "Dorpendium" gefragt hatte – und ja durchaus mit Erfolg :D

Ikonische Charaktere bei DSA 3: Das war Ina Kramer :)

Howe/Lee: Auf jeden! :)

Durchhalten: Ich? Inwiefern ich? ;)
Michael kämpft sich ja durch die BluRay-Box =)
Wobei ich auch französische Filme mag und zwischen Die purpurnen Flüsse, Amelie, Stadt der verlorenen Kinder etc. durchaus auf genug kommt, die ich sehr mag. Ich habe auch die Tage mit einem Kumpel noch Michaels Kommentar der "schönen Frauen und hässlichen Männer" zwischen gehabt und wir fanden auch da flott genug Gegenbeispiel ;)
Und dass Michael Kram doof findet, den ich mag … ach, das ist eine Grundkonstituente unserer Freundschaft ;)
(Gilt ja umgekehrt genauso ;))
Wobei ich auch sagen muss, wie gesagt, weder Immortal noch Eden Log bisher zu kennen.
Den, über den er nächste Folge sprechen dürfte, den kenne ich :D


Viele Grüße,
Thomas

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Kinder, Earthdawn ist doch nicht von '98! FASA hat doch schon '99 die Schotten dicht gemacht! 1993 ist das korrekte Erscheinungsjahr der 1st Edition, auf deutsch 1994.

Ansonsten: Weiter so, toll das ihr den PodCast durchzieht und regelmäßig liefert. Danke! Bitte auch ruhig weiterhin ca. 50/50 Medienschau und Thema, habe schon die eine oder andere Perle durch euch entdeckt.

Grüße
Philipp

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Moin Philipp!

Danke für das Lob und für den Hinweis =)
Ich bin auch doof … die DORP als (eigentlich ja mal) Earthdawn-Fan-Seite ist von '99, das Spiel musste älter sein.
Na ja, Fehler sind es, die unseren Charme ausmachen ;)


Viele Grüße,
Thomas

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Damit über 20 Jahre? Ohje, da habe ich mich mal wieder jünger gemacht als ich bin dank selektiver Erinnerung. Danke für den Hinweis.

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@Wochenendkrieger: Er zeichnet ein positives Bild von LARP und LARPern, das ist gut. Er erklärt allerdings nicht LARP und vor allem ist er keine Doku, sondern viele gestellte, gefakte Szenen, um seine "Geschichte" zu erzählen. Trotzdem Daumen hoch - und Thomas: Nachholen! (Mediathek? Vermutlich zu spät.)

@Tatortreiniger: Wirklich grandios. Die Nazifolge ist ein Highlight, aber ebenso das Staffelfinale mit Axel, dem Schamanen.

@Ungewöhnliche Illus: Flying Frog Productions, bekannt für hochwertige Brettspiele, z.B. Shadow of Brimstone haben ja Schauspieler für ihre Figuren und machen verfremdete Fotos. Und es gibt immer Querverweise in den Spielen, z.B. auch gleich Prothagonisten und ähnliches.

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Moin Greifenklaue!

Wochenendkrieger: Ja, bestimmt, wenn ich mal die Chance habe.
Mein Ehrgeiz, den aktiv zu jagen oder Geld drauf zu werfen, ist aber zugegebenermaßen zurückhaltend. Wie gesagt, wenn ich die Chance habe sehr gerne, aber erwarte keine baldige Vollzugsmeldung ;)

Tatortreiniger: Ich mochte die letzte Folge der ersten Staffel auch sehr; vor allem wegen dem, na ja, etwas ambivalenten Ende. Aber ja, insgesamt gut zu schauen :)

Schauspieler-/Foto-Illus: Was mir während der Folge partout nicht mit Namen einfiel und daher unerwähnt blieb: Das Videospiel "This War of Mine" verwendet Fotos der Entwickler als Illustration aller Hauptfiguren, soweit ich weiß. Fand ich als Ansatz auch spannend, ja :)
Wie gesagt, es gibt da ein mögliches DORP-Projekt … wir werden sehen ^^

Viele Grüße,
Thomas

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Wochenendkrieger: Okay, das klingt zumidnest so, als würde der Film sich eventuell doch lohnen. (War seitdem ich zum ersten mal etwas davon gehört habe immer ein wenig unsicher.)

Die Romantherapie: Oje. Das klingt fast so, als wären diese Therapieansätze ein klein wenig überrannt.

öffentlich-rechtliches Fernsehen: Ich glaube nicht wirklich, das man das "ausländische" Fernsehen jetzt über den grünen Klee loben sollte. (Immerhin kriegen wir hierzulande dann ja auch nur den Vorabfilter ab.) Aber gefühlt ist hierzulande der durchschnitt wirklich schon unterirdisch. (Einer der gründe, warum ich keinen Fernseher mehr anschalte.)

Assasins Creed: Scorpio ist technokrat? Gruselig! (Von wegen das "Obay"-Dogma der Templer sei ihm zuträglich.)

Next-Generation-Konsolenfassungen: Wie heißt es doch so schön: Die Grundlage jeglichen Konsums ist alles zerfressende Unzufriedenheit. (Von daher shciele ich gar nciht erst auf irgendwelche Abbildungen und ähnliches. Ich spiele DA:I derzeit auf der xbox 360, die ich mir erst Anfang letzten Jahres zugelegt habe, und sehe ansonsten auf dem second Hand markt zu, dass ich die interessanten Titel für die "alte" Konsolengeneration bekomme. Viel Zeit habe ich derzeit eh nicht zum spielen.)

Fluch der Earth Dawn-Lizenz?

Fotos in entsprechenden Kostümen: Das kann - je nach Bildausschnitt und/oder Kulissenwahl - wirklich eine gute Alternative sein. Aber es muss halt passen. (Sprich: Cyberpunk Szenarien würden am ehesten mit dem duisburger Landschaftspark Nord im Hintergrund überzeugen können, oder vergleichbares.)

Pathfinder Layout: Die Illustrationen selbst schwanken imho dann doch sehr stark in der Qualität, die den entsprechenden stilistischen Anspruch betrifft. (Ich habe ja mittlerweile dann doch einen kleinen Überblick mittlerweile gewinnen können.) Aber im großen und ganzen "verbricht" Paizo dann doch ein gewisses "Schema F", dass die Pathfinderbücher meistens nach Pathfinder im inneren aussehen. (Wenn auch da ein paar sachen mal besser aussehen als andere. Nur die "Winterkönigin" brach ja jetzt mal vollständig aus dem Ganzen aus. Bei Zorn der Gerechten muss ich mir das Loyout nochmal in RUhe ansehen.)

"Illustratoren-Vorbilder": Na. Ich glaube da wäre es ein wenig unpassend, wenn ausgerechnet ich mich dazu äußere. Ich komme ja aus einer ganz anderen Ecke erstmal, was meinen Blick anbelangt und da gibt es nur sehr wenige überschneidungen, was meinen Geschmack anbelangt. (H.R. Giger kennt man ja mehr oder weniger allgemein. Aber wenn ich dann gerade die ganzen richtig abgedrehten bildenden Künstler Namentlich auspacke würde hier vermutlich nur noch verzweifelte Blicke richtung Wikipedia gehen. Ja, ich habe ein Kunststudium hinter mir. XD )

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Moin Orakel!

Romantherapie: Findest du?
Keine Ahnung, ich denke solange es für Leute funktioniert – und das tut es wohl, soweit ich das nach Recherche sagen kann –, solange sehe ich da kein Problem.
Aber wie in der Folge schon (über-)betont … ich hab da wenig Plan von ;)

Öffentlich-rechtlich: Meine klassische Erwiderung zum "Perlen herauspicken"-Argument internationaler Produktionen ist halt immer, dass ich bei uns eigentlich nicht mal die Perlen sehe. Zumindest – und was anderes sage ich ja gar nicht – aus meiner Warte heraus.
Fakt ist halt: Die BBC produziert eine Menge Zeug, das ich gerne konsumiere (Doctor Who, Sherlock, Orphan Black, Musketeers ist noch auf meiner Liste; das großartige Neverwhere-Hörspiel oder das ganz "okaye" Good-Omens-Hörspiele etc.) und das sehe ich persönlich bei den deutschen ÖR halt … kaum.
Es gibt Lichtblicke, Tatortreiniger halt oder "Das Haus" bei den Hörspielen … aber ja. Nein.

Das Problem, dann höre ich hier aber auch auf, geht aber im Grunde auf den ganzen deutschen Film weiter. Das traurige Fehlen von Genre-Produktionen und das völlige Desinteresse für Produktionen, die vielleicht mal etwas anders sind (So hab ich "Kreutzer kommt" sehr gemocht (Teil 2 aber verpasst), aber das ist mal wieder nicht zuletzt dank fehlleitendem Marketing ja auch nie groß gewachsen) … nein, ich finde mich im deutschen Fernsehen und meist auch im deutschen Kino einfach nicht.
Ist nicht mal wirklich ein Vorwurf, eher Bedauern …

Konsolengenerationen: Eines der besten Spiele für mich im vorigen Jahr war auf dem Game Boy Advanced, eines auf der Ouya … ich denke ich halte mich ganz gut im wenig technisierten Feld ;)
Ansonsten hab ich alleine dank Steam Sales und Games with Gold / Deal of the Week-Kram auf der X-Box eine Backlist … die reicht für Jahre, so an sich ;)

Earthdawn-Fluch: Das sprengt hier jetzt etwas den Rahmen, das ganz auszubreiten aber …
Earthdawn ist beliebt. Irre beliebt sogar. FASA macht es platt, geht dann selber pleite. Fanpro stellt es ein, Lizenz geht an Games-In. Deren schalten und Walten erfreut nicht alle Fans, um es vorsichtig zu sagen. Englische Lizenz an Living Room Games, die Ergebnisse sind durchwachsen, auch LRG geht schleichend dahin. Eine zweite englische Lizenz geht an Red Brick … der Übergang von der dritten zur vierten Edition ist ja auch eher turbulent.
Games-In veröffentlichen derweil eine der Englischen nicht entsprechende zweite Edition, dann eine zweite, der vorigen nicht entsprechende zweite zweite Edition. Auch das … eher suboptimal. Auch hier dann der Wechsel zur Vierten mit dem Wechsel zu Ulisses.

Sagen wir mal einfach … viele Rollenspiele, die ich kenne, sind schon an deutlich weniger Turbulenzen gestorben. Die Scherzfrage ist halt nur … überdauert ED so viele Turbulenzen, oder ist es mehr so etwas wie die verfluchte Puppe, die Schatten auf jedes Haus wirft, in das sie kommt :D
Daher "Der Fluch von Earthdawn" ;)

Fotos als Illus: Ich glaube, in erneuter Reflexion … mir ist wichtig, bei so etwas, dass Fotos "Sinn ergeben" in dem Kontext. Cyberpunk, auch 1890er, alles, wo es Fotos gab funktioniert für mich. Fantasy täte es glaube ich nicht …

Pathfinder: Hier will ich nicht zu tief gehen, weil's den Berufsbereich tangiert und da hab nicht ich die Plauder-Hoheit ;)
Aber ich denke, die Bandbreite ist so alleine zwischen etwa den Ausbauregeln als "Basis" und dann eben, genau, der Winterkönigin, aber auch dem Smaragdspitze-Band (den ich definitiv auch ganz privat herausragend schön finde) oder den Büchern der Verdammten … ich denke, da ist schon Bandbreite gegeben.

Vorbilder: Finde ich aber nicht schlimm … und wenn ich dann die Wiki aufrufe, so what?
Ich muss das glaube ich mal deutlicher formulieren, ähnlich wie Leute, die bei der Frage, was für Podcasts sie noch hören in der DORPCast-Umfrage, dann einige nannten und mit "und andere, aber die sind off topic" …
Sowas reizt mich doch gerade =)

Also wenn du willst: Hau rein :)


Viele Grüße,
Thomas

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Alles Assassinen-Propaganda! Wie auch schon im Podcast gesagt, hatten beide Gruppierungen ja mal die gleichen Ziele, nur die Mittel unterscheiden sich. Oder in verkopft gesagt, würde ich mal annehmen, dass die Assassinen eher in die Richtung Rousseaus gehen und die absolute Freiheit als Zustand der Harmonie ansehen, die Templer aber eher in Richtung Hobbes gehen, wonach die Freiheit ein Zustand des brutalen Chaos ist. Ich bin da eher bei Hobbes, nach wir Rechte an eine übergeordnete Instanz abtreten, um in einer friedlichen Welt individuelle Entfaltung erleben können. Bei den Assassinen gilt ja "Alles ist erlaubt" und demnach kann man sich in so einer Welt vermutlich nie sicher fühlen.

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Tja Scorp. Da stehen wir ziemlich eindeutig auf unterschiedlichen Seiten.
(Gerade wo du die entsprechenden Beispiele bringst. Bei mir ist ziemlich eindeutig Rosseau mit seinem Ansatz der verfochtene Vertreter. Maximal lasse ich mich noch auf Locke ein, aber selbst den beäuge ich schon sehr skeptisch. ^^ )

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Aber ja zum Tatortreiniger! Gibt doch auch immer wieder Perlen im deutschen Fernsehen.

Für mich was Earthdawn auch immer eher ein hoffnungsvolles Setting, bei dem es zwar die Schrecken der Vergangenheit und die Auswirkungen der Plage noch gibt, diese aber überwunden werden können. Also schon postapokalyptisch aber nicht richtig endzeitlich. Ich würde mich jetzt auch nicht Fan nennen, aber war durchaus eine Zeit Spieler. Das Cover der deutschen Edition war für mich aber durchaus prägend für das Gefühl des Spiels. Fliegendes Schiff und lichtdurchflutete Ruinen.
Auch die Farbtafeln in den Völkerbüchern mochte ich sehr gerne, mit den kulturellen Artefakten und vielen Eindrücken der unterschiedlichen Volksgruppen. Auch habe ich mir Windlinge, da sie so oft als fliegende illustriert waren immer gerne als dauerhafte Flieger vorgestellt. Nach Regeltext war es ja doch sehr mühselig in der Luft zu bleiben.

Für die Optik der World of Darkness finde ich die minimalistischen Elemente viel prägender und zeitloser als die Illustrationen. Gerade die Cover im aktuellen Bundle of Holding sind ja geradezu herzzerreißend 90er.
Wobei die Bradstreetcover der alten Clanbücher auf jeden Fall auch ziemlich gut waren.
Aber die jeweiligen Cover der Grundbücher mit dem Hintergrund und einem weiteren Element wie einer Rose oder Klauenspuren oder als neueres Beispiel das durchgehende Schlüsselthema von Geist, das sind Ideen die sich halten. Die meisten Grundbuchcover sind ja noch immer ikonisch und haben einen hohen Wiedererkennungswert.
Was auch sehr wichtig war sind die Splatlogos. Wie etwa die Symbole der einzelnen Vampirclans, die haben zusammen mit der Schriftart jeden von ihnen zu einem eigenen kleinen Brand gemacht. Noch heute sind die Clans aus Maskerade noch sofort präsent wenn man als irgendwie zeitweise damit Spielender darüber nachdenkt. Ich glaube da hat die Optik viel beigetragen. Auch das Ankh als Symbol war eine gute Designidee.
Christopher Shy schätze ich ebenfalls sehr, gerade wenn er irgendwelchen jenseitigen Geschöpfe illustriert. Orpheus und das Bool of Spirits haben da schöne Beispiele.

Wo ich von Orpheus spreche und ihr raue Oberflächen im Gegensatz zu Hochglanz erwähnt. Das Buch war mit seinen schwarzen Seiten derartig Hochglanz, dass man es nicht um den Tisch geben konnte ohne 1000 Fingerabdrücke darauf zu haben.
Ich war schon froh über die Farbseiten im DSA5 Betaregelwerk, die ja rau wie übliches Papier waren. Für mich ein angenehmeres Leseerlebnis. Auch wenn die meisten Bücher nicht so anfällig sind wie Orpheus.

Einfache Coverdesigns mag ich übrigens auch außerhalb der WoD. Die englische Version von In Nomine mit der brenneden Feder kann ich jetzt nennen oder Dread mit dem blutigen Handabdruck. Diese vermitteln vielleicht nicht unbedingt ein Spielgefühl sind aber cool genug um neugierig zu machen.
Auch Fiasco finde ich mit den sehr reduzierten Figuren, die aber schon an Filmvorspänne erinnern gut umgesetzt. Cover wie Innenillustration.

Die zweite Shadowrunedition habe ich damals auch wegen dem Cover gekauft, das für mich als Teenager einfach super cool war. Elfen und Schießereien und Punkfrisuren. Dazu der Schriftzug mit dem Drachen-S und dem Schädel. Hat für mich funktioniert wie vielleicht bei keinem anderen Buch.

Mein liebstes DSA Cover ist noch immer Der Wolf von Winhall. Wie er da durchs Fenster bricht und durchaus erschreckend aussieht. Für mich glaube ich im Hinterkopf auch der Archetyp für einen Werwolf, also was ich mir zuerst vorstelle.

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Moin Biest!

Earthdawn/Hoffnung: Ja, ich glaube eine immense Gabe dieses Settings ist es auch, beides zu vereinen. Weil ich natürlich Recht habt – es gibt die Neuerkundung, die Urbarmachung der einst verlorenen Welt, die Luftschiffe, all das. Es ist in diesem Sinne durchaus eine Art Postpostapokalypse.
Zugleich aber hast du eben die Dämonen, die gefallenen Kaers, die Blutelfen mit ihrem unermesslichen Frevel, wilde Magie, eben all der Stoff, aus dem du dunkle Stimmungen weben kannst.
(Übrigens finde ich es auch noch immer bemerkenswert und heute leider oft so nicht mehr zu finden, dass das Cover der englischen ersten Edition zwar düsterer, aber nicht grau-braun und trist war: http://rpg.drivethrustuff.com/images/4704/85659.jpg :))
Ich denke, beide Standpunkt sind auf ihre Weise legitim. Darum, wie auch in der Folge gesagt, ist es vor allem eine Entscheidung des Verantwortlichen, hier den dominanten Ton zu setzen.

(Nebenbei, mein Earthdawn wäre in diesen Nuancen anders als Earthdawn. Ich will aber zugleich ganz klar sagen, dass ich mich nicht zwingend für den Richtige(re)n für den Job hielte. Ich weiß, dass ich da in meiner Meinung auch speziell bin ;))

WoD-Cover: Gott hast du Recht!
Wie konnte ich das nicht erwähnen?
Die Tarot-Karte der Magus-Bücher ist für mich das ikonische Element überhaupt und definiert für sich alleine schon unfassbar viel Zeitgeist und ist ein immenser emotionaler Anker für mich. Keine Frage.
(Meine mehrfach erwähnte Hunter-Runde folgt im Design auch durchaus diesem Gedanken und es war eine durchaus "Symbol"-getriebene Entscheidung, den Haupthandlungsort "The Candle" zu nennen. Würde ich ein Grund- bzw. Kampagnenbuch machen, es wäre eine Kerze vorne drauf.)

Was die Splat-Logos angeht … gibt einen Grund, dass ich dem DORP-Rollenspiel auch welche gemacht hatte ;)

Einfache Designs/Spielgefühl: Wobei ich sogar argumentieren würde, dass jetzt beispielsweise die angebrannte Tarot-Karte der dritten Magus-Ed viel mehr Spielgefühl transportiert hat als es ein Bild getan hätte, wo vorne ein Hermetiker einen Technokraten grillt, während im Hintergrund ein Akashi ein HIT-Modell zerlegt ;)

Shadowrun 2: Die Pegasus-Ausgabe der vierten Edition hatte mich gewonnen, als ich das Hardcover aufschlug und sah, dass der Schmutztitel im Inneren das alte Cover wieder zeigte ;)

DSA-Cover: Oh ja, das ist toll.
Mein Favorit – in der Folge vergessen und im Nachgespräch mit Michael sogar noch erwähnt – ist "Der Zorn des Bären". Das ist sooooo toll =)


Viele Grüße,
Thomas

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Auf jeden Fall gibt es da zwei Seiten des Settings. Ich hatte in meiner Barsaivezeit auch durchaus beide genutzt, aber die Grundstimmung ist eine hoffnungsvolle geblieben. Es gab immer den Eindruck etwas ändern zu können und dass die Welt wieder besser wird. Die Dämonen auf dem Rückgang sind und wenn die Helden einen Schrecken besiegen er nicht gleich wieder ersetzt wird. Wobei die Theraner eben das Gegenmodell anderer Hoffnungen für die Zukunft waren, sie wollten ein neues Imperium und die Barsaivianer (wie nennt man einen Bewohner von dem Landstrich?) wollten eher ihr eigenes freies Ding machen.
Der Fokus lässt sich aber auf jeden Fall auch leicht wieder verschieben. Sind die Regeln der vierten Edition eigentlich sehr anders? Ich mochte das Würfelsystem immer nicht so richtig, aber wo ich mich so zurück erinner hat das Setting doch durchaus noch coole Seiten.

Ja, die WoD Cover vermittelln auch oft Spielgefühl. Brennende Tarotkarten können ja durchaus auch symbolisch dafür verstanden werden das Schicksal neu zu schreiben. Die Rose von Vampire gibt zumindest den Eindruck von Romantik was zumindest ein Spielstil ist. Der aufgespießte Schmetterling von Changeling: The Lost trifft es auch sehr, sehr gut.
Ich habe auch hauptsächlich von In Nomine und Dread gesprochen in dem Punkt. In Nomine hält das epische versprechen des Covers nicht wirklich und Dread ist halt schon irgendwo Horror aber so direkt sagen sie weniger aus. Wobei die Hand für Dread auch wieder gut ist für das haptische Spielgefühl, immerhin ist die Kernmechanik ein Jengaturm.

Der Zorn des Bären ist auch richtig gut, meine vollste Zustimmung. Es gibt bei DSA auch noch einiges was ich mag. Der Bär und der Wolf sind jetzt beide auch noch vergleichsweise gute Abenteuer, vielleicht verstärkt sowas auch den positiven Eindruck nochmal und hält das Bild in Erinnerung.

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So, natürlich gibt es auch Folgen bei dennen ich weiterhöre als bis zur Medienschau und daher erst einmal vielen Dank für das Lob Wie könnt ich bei so einer Folge auch nach den erstn Minuten aufhören, ist ja genau mein Metier und ich muss sagen das mir die Folge auch sehr gut gefallen hat. Die meisten meiner liebsten Illustratoren (im Rollenspielbereich) wurden ja eh schon genannt. Würde aber noch Felix Mertikat einwerfen, dessen Stil mir auch sehr gut gefällt. Oh und was die Sache Miniaturen zu Illustrationszwecken abbilden angeht...DSA hat das bei Efferds Wogen auf Seite 181 bei den Gal'kzuulim auch gemacht.

Was Cover angeht, da verfahren Rollenspiele ja mittlerweile durchaus wie die meisten Comics, will heißen es gibt einen Coverillustrator und andere für den Innenteil.Interessanterweise habe ja auch einige Comickünstler da auchs chon mal Arbeiten für abgelierfert.

Interessant hätte ich noch gefunden inwieweit auch das Layout illustratorischen Einfluß auf ein System haben kann. Ansonsten finde ich ja das ein gewisser Stil auch immer zu einem System passen muss um ein Feeling zu transportieren.

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Moin Markus!

Felix Mertikat: Ja, wurde ich per Twitter auch drauf hingewiesen und, ja, definitiv wahr und richtig, der kann auch 'ne Menge. Allerdings kenne ich den auch nur bedingt aus direktem Kontakt mit seinen Illus, da ich etwa Opus Anima immer cool fand, aber nie erworben habe …

Was das Layout angeht … wäre vielleicht auch mal ein Thema für eine Folge. Allerdings vermutlich nicht zu bald; würde in der Tendenz vielleicht auch zu technisch …
Aber wer weiß vielleicht reizt das Leute ja auch ;)


Viele Grüße,
Thomas

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