DORPCast – Episode 40: Wie alles begann

Hallo zusammen!

In dieser Folge des DORPCasts wird's persönlich – Michael und Thomas blicken darauf zurück, wie sie an das Hobby gelangt sind und wie das eigentlich so war, als jugendlicher Rollenspieler in den 90ern. Keine Frage, dass dabei so mancher Nebenschauplatz gestreift wird, vom Videospiel-Journalismus bis hin zur Prä-Internet-Problematik, an Würfel zu kommen.


Und wie immer gibt es alle weiteren Informationen unten in den Shownotes.
Entschuldigen wollen wir uns derweil für die schlechte Tonqualität auf Michaels Seite. Der Grund ist ein technisches Problem, das bis zur Folge 41 behoben sein sollte.

Viele Grüße,
eure DORP

 Episode 40: Wie alles begann

0:00:29  Intro
0:01:17  Medienschau

0:23:08  Update: Die 1W6 Freunde
0:24:07  Die Dracon 8
0:24:54  Die deutsche Wired und andere Magazine

0:31:10  Wie fing es an? Eine Einführung
0:34:34  Erwerbsprobleme
0:37:55  Rundenfindung und der weitere Einstieg
0:40:42  Informationsquellen
0:44:35  Der Local Dealer
0:45:56  Die WunderWelten
0:48:17  Von Legendenbildung, Unschuld und Flames
0:52:17  Gereicht die Veränderung zu Nachteil?
0:55:01  Das Szenesterben
0:57:44  Ein Fazit

0:59:05  Der Sermon 2.0
0:59:51  Adieau

Aus der Medienschau

Droid World (Star Wars: the Further Adventures)
Gaiman, Neil: Sleeper and the Spindle, The
Mass Effect 3
Salvatore, R.A.: The Crystal Shard
Tatortreiniger, Staffel 1
Teenage Mutant Ninja Turtles (Trailer)

Außerdem erwähnt:

Die neue deutsche Wired

Iscitürk, Ahmet: Spielejournalisten – Der Abschaum des Universums

Pen&Paper-Kataloge

Galerie (Klick öffnete weitere Fotos):

Kommentare (27)

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Hallöle!

Ah, keine Zeit momentan... aber trotzdem aus Respekt ein kleines Dankeschön an meinen Lieblingspodcast für eine feine kleine Folge die mich in Erinnerungen hat schwelgen lassen!

Ich habe damals irgendwann zwischen DSA1 und DSA2 Freunde auf dem Schulhof über DSA reden gehört. Voller Neugier hab ich dann einfach mal gefragt worum es denn geht. Einige Tage später saßen wir dann zusammen am Tisch und seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen :)

Liebe Grüße,

Patrick

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Moin Patrick!

Danke für die Rückmeldung und für die Krönung zum "Lieblingspodcast" – das geht natürlich runter wie Öl :)

Viele Grüße,
Thomas

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Hi,

@Einstieg ins Rollenspiel
Ich fing mit etwas an, was mittlerweile völlig in Vergessenheit geraten ist: die DSA Junior Box. (Kennt die noch jemand ?) Irgendwann als ich sieben oder acht war spielte ich zusammen mit meinem Vater, meiner Tante, meiner Mutter (die hatten mit ein paar anderen selbst eine DSA1 Runde) und meiner Schwester mein erstes Rollenspiel. Das Abenteuer war in der Box beigefügt: "John Silbers dunkler Plan". Eine Art durcheinandergewürfelte Schatzinsel Adaption mit ein paar fiesen Schurken und DSA 1 light Regeln. Die Box (Der Geheimbund des schwarzen Auges) hatte leider keine lange Lebenszeit und nach glaublich 8 erschienen Abenteuern kam nix mehr.
Schade, dass es heute kaum etwas für wirklich junge Rollenspieler gibt. Die Idee Märchen zu klonen (a la FFG Grimm, Märchenkrieger los (Fate) richten sich ja eher an erwachsene Spieler. Ich finde es klasse, wenn Konrad Lischka im Spiegel über Familienrollenspiele schreibt, nur leider ist es wenig sinnvoll, wenn z.B. Age of the tempest nur in Finnland greifbar ist. Damit begeistert man die "neuen" Leser über Pen and Paper wahrscheinlich wenig.

Die "magische" Zeit im kleinen Spielwarenhandel habt Ihr so klasse beschreiben und mir ging es genauso. Hoch lebe die Starquest Box, die auch immer so geraschelt hat mit all den Miniaturen.

Danke für euren Podcast. Macht Spaß Euch zu hören.

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Die DSA Juniorbox habe ich als Sammlerstück mal auf einem Flohmarkt abgegriffen.

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@Biest

und mal angetestet ? Ich verbinde halt meine ersten Abenteuer damit und kann damit nur schwer aus heutiger Sicht ein objektives Urteil abgeben. Habe die alten Sachen letztesmal zur Hand genommen und denke, dass es heute immer noch funktionieren würde..

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Nee, ich bin nie dazu gekommen. Gelesen habe ich es und es war bestimmt ein spielbares Produkt.
Die Verknüpfung mit literarischen Werken kommt mir relativ schwierig vor wenn es darum geht eigene Abenteuer zu entwerfen, wenn sehr junge Spieler die Zielgruppe sind.

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Hi,

@Kataloge: Es kommt immernoch monatlich der Previews von Diamond raus.
Die sind ja faktisch der einzige große Comic Händler weltweit. Wer da nicht gelistet ist bruacht niemals glauben was "großes" rauszubringen.
Und es ist immernoch so, das im Prinzip wirklich nur soviel Gedurkc wird wie bestellt wird (+Fehlmarge).
Denn kaum ein Comichändler hat noch einzeltitel da. TPBs shcon eher, aber ansonsten gibts nur sachen die man bestellt hat.
Wenn ich einen Tag hinter der Deadline bin verlier ich shcon vergünstigungen auf den Abopries und es ist nur noch Glück ob man eins bekommt (von Variant Covern ganz abgesehen).
Ich empfehle da zu Recherchezwecken das BaengBaeng in Aachen (http://www.baengbaeng.de/shop/liste.php?neue=1&;start=1&grpmain=3).
Der Rainer ist nen netter =)
Der EMP hat ja auch so angefangen (wenn er auch inzwischen nen Klamottenladen ist, bleibt bei einem Katalog).

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Moin Eshmael,

ja, der/das Bäng Bäng ist mir bekannt ;)
Eine Freundin von mir hat da auch lange gearbeitet, alleine schon deshalb. Ich bin aber selbst halt ein solcher Gelegenheits-Comic-Leser, dass ich letztlich dann eh TPBs kaufe und die kriegst du im Zweifel ja überall problemlos per ISBN …

Richtet sich der "Previews" denn auch an Endkunden, oder ist der vor allem für Fachhändler interessant?


Viele Grüße,
Thomas

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Previews von Diamond: Ja, genau. Das war der Katalog, den ich gemeint habe. Danke. (Mir kam ums verrecken der Name nicht mehr in den Sinn.) Allerdings hat der kaum was mit "einen Namen haben" zu tun. (Letzten Endes ist Previews und damit Diamond wohl selbst nur ein Großhändler, der vermutlich auch noch Geld für die Werbung verlangt, die sein Katalog darstellt.)
Wichtig bei der Sache ist halt letzten Endes nur: Der Katalog ist für die Staaten so ziemlich der einzige Anhaltspunkt für Comicshops, um an Titel heranzukommen... und das muss dann drei Monate im vorraus geschehen. (Zumindest hat mir das damals mein Comichändler so erklärt, als ich eine Zeit lang wieder aktiver US-Comichefte gelesen habe.) Aber dein Punkt, dass die Vorbestellung über den Previews überhaupt erst die Druckauflage der einzelnen Hefte jeweils ausmacht, stimmt schon. Alles danach wird dann schwieriger. (Aber erfahrungsgemäß nicht unmöglich, was den Bezug von einzelnen Heften anbelangt.) Naja, seltsam war nur, dass anscheinend auch bei den einzelnen Kleinst-Verlagen drüben in den Staaten bestimmte kooperationen zu bestehen scheinen, was den eventuellen Vertrieb anbelangt. (Ich erinnere mich da an eine Geschichte, bei der es Hieß Dynamite Entertainment hätten den Vertrieb eines bestimmten Heftes für Devils Due Publishing nicht übernommen, weil es da problematische Markenrechte gegeben hätte.)

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Ja der Tatortreiniger ist Klasse...mit Bjarne Mädel (dürfte dank stromberg und Mord mit Aussicht ja mittlerweile auch dem ein oder anderen bekannt sein) aber auch ein klasse Schauspieler (Hab ihn damals bei meinem Praktikum in Köln bei dem Stück wo ich hospitiert habe mal kennengelernt). Aber leider erfuhr die Serie im duetschen Fernsehen auch mal wieder das Schicksal des abgeschoben werdens auf späte Sendeplätze bzw. Nischensender der Öffentlich Rechtlichen.

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Moin Markus!

Ach ja, das deutsche Fernsehen … hach ja … ich weiß, das Gras ist anderswo immer grüner und so, aber eine Prise BBC würde unserer ARD-Gemeinschaft glaube ich manches Mal echt nicht schaden …

Viele Grüße,
Thomas

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Puh.

Ich bin nah bei euch was die Reaktion auf das Fangeschrei angeht. Gerade das Beispiel Blade Runner ist ja mehr als passend.

Andererseits kann ich mich immer noch über manche Spiele ärgern, wo unfertige Kacke abgeliefert wurde (Command & Conquer - Tiberian Sun lässt mich immer noch toben). Das Kunstargument ist die eine Seite der Münze, die andere Seite ist der Kunde, der Geld bezahlt und dafür einen Gegenwert erwartet. Das ganze ist keine einfach zu trennende Geschichte in meinen Augen.

Zumindest bei Mass Effect, war es aber nach dem was ich aus meinem Freundeskreis gehört habe, tatsächlich eine Verbesserung was Stil und Umsetzung angeht. Im Gegenzug bin ich definitiv der Meinung “George R. Martin is not your bitch!”. Ich denke der Anlass und der Ton entscheiden über die Berechtigung der Kritik.

Das die Gamerszene irgendwie mehr und mehr runddreht und der Ton da unter aller Sau ist, war aber schon bei den Reaktionen auf Sarkeesian und die GamerGate Geschichte für mich ein Schock, da habe ich die Diskussion bewusster wahrgenommen als bei Mass Effect damals.


@Zeitschriften:
Ich finde es auch krass, dass da nichts mehr lebt. Der Markt Rollenspiele/Phantastik ist völlig tot, abgesehen von den Gratisheftchen aus dem Rollenspielladen, der Namen mir gerade fehlt.

Was den Tabletop-Insider angeht: Habe ich keine Lust mehr drauf, ewig lange Verzögerungen, dann umstellen auf halbjährlich, das dann aber auch nicht so recht, sondern immer so, daß sie gerade zur Spiel/RPC und zum Messeverkauf fertig ist.

Das da zusätzlich dann auch noch veralterte Nachrichten oder Conberichte drin sind, und man ein wenig merkt, dass da ein bestimmter Verlag hintersteht diskreditiert das für mich.

Vor allem wenn ich sehe, dass alleine im historischen Tabletop mehrere Zeitschriften in englischer Sprache in Europa existieren und die Nische kleiner sein dürfte, als die Nische Phantastik/Rollenspiel/Tabletop.


@Einstieg ins Rollenspiel:

HeroQuest/StarQuest alte DSA Boxen und Brettspiele im Spielwarenladen gesehen und ewig angeguckt (die Beschreibung von dir, war da ganz passend).

Irgendwann dann auf dem Trödel zum Entsetzen meiner Eltern von einer Bekannten gekauft bekommen (alle Erweiterungen und Grundspiel für 35 Mark, ein ungeheures Vermögen mit 12 Jahren).

Dann mal mit Freunden DSA gespielt - war aber furchtbar und hat mich absolut nicht gepackt.

Mein Cousin spielte regelmäßig ein Dragonballrollenspiel, wollte mich da aber nie mitspielen lassen.

Dann habe ich bei einem PC-Spieletest zu Mechwarrior2 oder Demonworld, einen kleinen Kasten zu Tabletop gelesen, wo drin stand, dass in diesem Erkrath wo ich nebenan wohne eine Firma namens Fanpro sitzt.

Also meinen Vater eines Samstags überredet mit mir da hinzufahren, zur Verwunderung der Redaktion geklingelt und einen Fanpro-Katalog erhalten. Das ganze war glaube ich 1998 oder 1999, Shadowrun 3war gerade neu draußen.

Durch die evangelische Jugend kam ich dann damals auch auf die Spielemesse und habe mir da das Shadowrun 3.01D gekauft (mein Sparbuch machte es möglich) und versucht meinen Freundeskreis zu motivieren - leider erfolglos.

Zum Glück war unser Jugendleiter brutaler Nerd und hatte neben seiner Stufe 19-24 AD&D Runde (richtig schlimmer Kram, Halbdunkelelf-Waldläufer, Drachenreitende Verwandlungsmagier etc.) noch eine Runde mit seinem jüngeren Brüdern und da stieg ich mit Lumpin Croop, Halblingschurke ein.

Ab da war ich verloren.

Ich habe dann selber mit Konfis AD&D gespielt (geliehene Bücher, Forgotten Realms mit sagen wir mal kreativen Zusätzen, wie Lichtschwertern, laufenden Kisten und fliegenden Schiffen die durch die Ebenen reisen) und dann nach einem Schulwechsel endlich Leute für Shadowrun gefunden (mit selbstverständlich VÖLLIG übertriebenen Charakteren behangen mit Foki, zwei Smartguns, Deltaware und Panthersturmkanonen) .

Der weitere Weg war dann Tabletop und LARP...

Mit einem Teil der Konfis spiele ich heute noch DSA und Dark Heresy, mit einer bin ich sogar verlobt. Meine Eltern wären vermutlich wahnsinnig geworden, wenn sie gewusst hätten WIEVIEL Geld diese “Spielbücher und die Püppchen” kosten.

Die Tatsache, dass ich und meine Verlobte seid mehr als einem Jahrzehnt mehr oder weniger wöchentlich spielen und wenigstens einmal im Monat auf ne LARP-Con fahren, sorgt übrigens bei ihren bis heute lebenden Eltern für reichlich Kopfschütteln.


Mein Geld verdiene ich aber nicht damit, dafür habe ich zu eine große Sorge, dass mir der Job das Hobby verdirbt.

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Moin Tim!

Der Ton unter aller Sau: Ja, definitiv richtig.
Das beobachte ich auch relativ rat- und fassungslos … keine Ahnung, was da gerade abgeht, aber wie man von "Hey, ein Hobby, an dem wir alle Spaß haben" hin zu Morddrohungen kommen kann, ist mir auch einfach vollkommen fremd.

Randnotiz: Ach, das alte PC-Demonworld … da hab ich auch viele, viele Stunden drin versenkt :)

Einstieg ins Rollenspiel: Ich danke für den Bericht =)
Und ja, das mit dem "Verderben" kann ich gut verstehen – die Gefahr ist definitiv da. Ich trenne auch für mich innerlich recht stark zwischen "Arbeit Rollenspiel", "Hobby Rollenspiel" und irgendwo dazwischen "Hobby DORP". Alle drei cool, aber es Bedarf dieser Trennung dennoch.
Genauso halt, wie es durchaus aktive Reflexion braucht, wie ich finde, dass die Arbeit im Bereich Belletristik einem nicht in das Hobby Lesen grätscht …


Viele Grüße,
Thomas

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Ich erinnere mich gut an die Diskussion über das Mass Effect 3-Ende. Im Prinzip gab es zwei unterschiedliche Kritikausrichtungen: Zum einen wurde beanstandet, dass die verschiedenen Varianten des Spielendes sich sehr ähneln und im Wesentlichen nur durch die Farbgebung der Zwischensequenzen unterscheiden. Dieses Video verdeutlicht das: https://www.youtube.com/watch?v=rPelM2hwhJA (2m19s) Zu dieser Kritikausrichtung gehörte auch, dass die getroffene Auswahl im Spiel und die unterschiedlichen Allianzen aus Sicht der Kritiker nicht in einem Ende münden, das diese vielen Entscheidungen wirklich reflektiert. Wobei man bei diesem Teilaspekt sicherlich darauf verweisen kann, dass Mass Effect 3 in der Gesamtheit als Abschluss einiges davon bietet. Gerade die finalen Pseudooptionen haben diesen Eindruck vom Spiel meiner Ansicht nach aber beschädigt.

Dann gab es eine Reihe sehr schöner tiefgehender Analysen wieso das Ende als Erzählung enttäuschend war (ab dem Punkt, wo Shepard auf das "Sternenkind" trifft), eher eine handwerkliche Kritik also. Eine besonders gute Analyse: "Mass Effect 3 Ending: Tasteful, Understated Nerdrage" (https://www.youtube.com/watch?v=7MlatxLP-xs) ist leider nicht mehr verfügbar, wäre mit 39 Minuten aber sowieso ein bisschen zu lang. Vielleicht kann sich aber dieses Folgevideo mal anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=jT_x64921ls (12m53s), um einen kurzen Eindruck der Kritik zu bekommen (zum Beispiel ab 4m44s). Die Ergänzungen habe das Ende etwas verständlicher gemacht, aber viele der Grundprobleme nicht gelöst. Insgesamt fand ich die Kritik an der Erzählung sehr nachvollziehbar.

Ob man deshalb das Ende umschreiben muss, ist natürlich eine andere Frage. Warum die Forderung bei Mass Effect 3 aufkam, lässt sich vielleicht noch besser verstehen, wenn man weiß, dass ursprüngliche Pläne für das Ende umgeworfen wurden: http://gamewatcher.com/news/2012-15-03-mass-effect-writer-drew-karpyshyn-reveals-original-mass-effect-3-endings und es wohl schon vorher entsprechende Gerüchte gab. Aus meiner Sicht kann man auf jeden Fall darauf bestehen, dass die Form eines Produkts dem authentischen Ausdruck einer künstlerischen Vision entspricht und man es deshalb nicht verändern wird. Machen wir uns nichts vor, objektiv ist das zwar oft nicht der Fall, aber auch wenn ein Studio aus prinzipieller Erwägung hier eine rote Linie zieht, finde ich das verständlich. Es ändert nur nichts daran, dass populäre Stoffe in einem Spannungsverhältnis zwischen privatem Monopol und öffentlicher Aneignung stehen (Star Wars, irgendwer?) und, wir hatten es letztens, dass die Art der Produkte, über die wir hier sprechen, sowie Sammelsurien aus allen möglichen Befindlichkeiten sind (so künstlerische Freiheit beschränkende Dinge wie focus group-Ergebnisse zum Beispiel).

Ich fand übrigens nicht, dass die Spielejournalisten in der Gesamtschau die Debatte damals wirklich gut abgebildet haben, was auch in dem oben verlinkten Video bemängelt wird. Das lag aber glaube ich an fehlenden akademischen Qualitäten.


Zur sonstigen Diskussion will ich nur zwei kurze Aspekte hinzufügen:

Ich habe vor einigen Jahren (könnte nach meiner Entdeckung von Stay Forever gewesen sein) mit Verwunderung festgestellt, dass diese "Heldenverehrung" von Spielejournalisten existierte. Ich habe in den Neunzigern auch Computerspielmagazine gelesen, mir sind die Redakteure von den Porträtfotos mal abgesehen, aber nie besonders aufgefallen.

"sense of wonder": Ich nehme an, ihr meint sowas wie den Verlust von Räumlichkeit. Heute ziehen wenige Geräte alle Informationen lokal zusammen, während man früher für bestimmte Informationen erst einen Weg zurücklegen musste, um an den Ort zu gelagen, wo diese vorhanden waren. Insgesamt also ein holistischeres Erlebnis sich Rollenspiel so zu nähern.

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Moin André!

Klar, es gibt in den letzten 20, 30 Jahren ja genug Beispiele für Filme und Spiele, die von irgendeiner Seite er umgebügelt wurden, und die daran nicht gerade … gewachsen sind. Blade Runner ist ja noch ein seichtes Beispiel, auch wenn ich das Ende der Kino-Fassung echt nicht leiden kann, aber z.B. Alien 3 ist auch eines. Den habe ich zwar anders als viele Leute schon immer gemocht, aber gerade der "Assembly Cut" lässt einen ja erahnen, was hätte werden können, wenn Fincher gedurft hätte …
Nichtsdestotrotz weiß ich nicht, ob das was ändert. Haben Fans ein Anrecht auf eine ihnen gefällige Fassung? Und – in der Folge nur angerissen – ist das dann wirklich "des Volkes Meinung", oder nur das Geschrei der laute Minorität?
Schwierig, wirklich schwierig …

Aber es ist auch letztlich der Grund, warum "DORP im Druck" existiert und warum die Neuauflage der 1W6 Freunde im Selbstverlag erscheint; Verlagsinteresse war da, genauso wie an [einem anderen Projekt für 2015], aber wir wollen unser Ding machen, und dafür braucht's volle Kontrolle :)

Heldenverehrung: "Stay Forever" ist eine gute Quelle in die Richtung, die "Spieleveteranen" sind es ja sogar noch viel mehr. Aber ja man kann der "Idealisierung" solcher Macher, gerade im Bereich Journalismus, natürlich auch leicht skeptisch begegnen, aber ich she halt auch bis heute einen anderen Aspekt – für mich waren es Vorbilder.
Zwar ist die Liebe zur Belletristik immer schon noch stärker gewesen (daher auch ein Literatur- und kein Journalismus-Studium für mich), aber das war schon lebenswegweisend :)

Sense of Wonder: Hm, nein, nicht mal so wirklich die Räumlichkeit.
Es geht auch um das Neue, das Unbekannte, was früher Rollenspiele und Rollenspielprodukte umgab. Es ist leichter, die Welt als grenzenlos und unermesslich zu empfinden, wenn du nur bis zu einem nahen Horizont blicken kannst …
Die Wunderwelten zu lesen, als Beispiel, bedeutete, jede Ausgabe auf Rollenspiele zu stoßen, von denen man seine Lebtag noch nicht gehört hatte, teilweise zusätzlich hinter dem undurchdringlichen Schleier der englischen Sprache verborgen.
Wenn du nicht mal eben irgendwo die komplette Produkt-Historie des schwarzen Auges nachschlagen kannst, dann ist jedes Abenteuer, dessen Titel du noch nie gehört hast, eine Entdeckung. Vielleicht gibt es, seit Jahre schon, das tolle Produkt x da draußen und du weißt es nur noch nicht. Ein Schatz, den es zu finden gilt.
Heute schaust du halt im Internet nach und weißt in der Regel nach wenigen Minuten alles, was du für einen soliden Ersteindruck brauchst.
Das ist objektiv gut und effektiv sinnvoll, aber es ist auch zugleich … weniger verzaubernd.
Sense of Wonder eben.


Viele Grüße,
Thomas

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Die Frage ist, was "gefällig" heißt. Damals bei Mass Effect 3 sind viele Spielejournalisten in der Berichterstattung schnell bei der Verkürzung gelandet, dass den Spielern das Ende nicht positiv genug war, was vielleicht auch eine geäußerte Meinung war, aber am Kern der fundierten Kritik vorbeiging. Man hat kein Anrecht darauf genau das zu bekommen, was man glaubt haben zu wollen, aber ein handwerklich gut gemachtes Produkt ist ein normaler Anspruch. Und ich denke der Unterschied ist auch klar zu erkennen, ob unzufriedene Kunden unglücklich mit dem Inhalt oder der Umsetzung sind oder ob sie den Eindruck haben, der Hersteller ist hinter einem realistischen Anspruch an das Produkt zurückgeblieben. Ob sie recht haben ist dann nochmal eine andere Frage. Wie gesagt, es gibt sicherlich gute Gründe eine klare Grenze zu ziehen und sich verordnete Korrekureingriffe am eigenen Werk zu verbitten. Und dementsprechend ist es möglicherweise sinnvoll als aufgeklärter Spieler (sind halt nur die wenigsten), Forderungen nach nachträglichen Veränderungen zu zügeln. Da es aber nicht um einen rechtlichen Zwang geht und Publikumserregung zweifellos durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist, reduziert es sich eigentlich auf die Frage, wie ein Hersteller sein erregtes Publikum managt. Und hier kann ich eine gewisse Häme dann doch nicht zurückhalten, weil das Problem mit dem nachträglichen "Korrigieren" durch DLC und Patches ja auch irgendwo hausgemacht ist.

Vorbilder: Gut. Das erklärt es vermutlich. Ich hatte irgendwie nie Vorbilder, jedenfalls keine, die ich bewusst als solche wahrgenommen hätte.

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Angefangen habe ich Ende der 90er (ich glaube 98, da war ich 16) in der Schule. Ein Mitschüler hat eine DSA2-(später DSA3) Runde geleitet, die wir in den Mittagspausen spielten.
Natürlich auch mit den üblichen Teenager-Startcharakteren (Mein erster war ein Waldelf mit Lebenskraft-raubendem Endurium-Katana,... *schauder*)
Es gab zwar zwei Hobby-Shops, die (neben Tabletop, Mangas und klassischem Spielzeug) auch Rollenspiele hatten (allerdings eher als Nischenprodukt), aber von einer richtigen Szene konnte man nicht sprechen.
Mit dem Ende der Schule brach die Runde außeinander, ich habe dann meine eigene DSA4 (damals brandneu)-Runde aufgemacht. Damit hatten wir zwar viel Spaß, aber Vernetzung mit Spielern außerhalb der eigenen Runde gabs eigentlich nicht.
Ein paar Jahre später hat dann der eine Hobbyladen zugemacht und der andere praktisch komplett auf klassisches Spielzeug umgestellt, es liegen maximal noch eine Handvoll DSA-Artikel auf.
Ich war dann bei der Gründung eines Hobbyvereins der "Überlebenden" (http://gilead-verein.at/) beteiligt (die Tabletop-Spieler und Manga-Fans hatten schon sowas wie eine Community und wollten es fortführen, ich habe dann Pen & Paper mit eingebracht) und habe seitdem sehr viel Zeit in die Verbreitung des Hobbies und den Aufbau einer örtlichen Rollenspielcommunity investiert. Durch den Verein hatten wir endlich einen Treffpunkt für Gleichgesinnte und einen Anlaufpunkt für Neulinge und so etwas wie eine Szene konnte entstehen. Etwa zu der Zeit kam dann auch mein Interesse an anderen Rollenspielsystemen hoch, zum Glück gabs inzwischen schon Internet-Shops und Foren.
Und damit stand dann endlich die Welt offen. Fazit: Wir hatten sicherlich auch in der Prä-Internet-Ära Spaß, aber der Horizont wurde durch die Vernetzung deutlich weiter und ich möchte es heute nicht mehr missen. Ohne das Internet wäre ich wahrscheinlich mangels Angebot kaum über DSA hinaus gekommen.

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Moin Aikar!

Was bleibt mir da groß zu sagen, außer: Danke fürs Erzählen :)
Ich finde es spannend, wie unterschiedlich diese Wege verlaufen können =)

Viele Grüße,
Thomas

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Der Tatortreiniger ist super gut!

Die Frage nach den 1w6 Freunden kam aus meiner Spielrunde, da ist eine Spielerin richtig hinterher.

Meine erste Rollenspielrunde war an der Feier zu meinem zehnten Geburtstag, also 1995 mit der DSA3 Grundbox. Aber den DSA1 Regeln die da beilagen, weil die hatte ich am Morgen des Tages durchbekommen.
Wir waren sicher so 12 Leute und ich habe gespielleitet oder wie man es so nennt. Eigentlich sind die Helden durch die Landschaft gereist, auf der großen Aventurienkarte, und haben angegriffen was sich so anzugreifen lohnte. Dabei wurde dann während der Nachtwache eine Sumpfranze mit einer Hartwurst erschlagen. Seit der unerwarteten Aktion bin ich Fan des Rollenspiels.
Die Runde hat sich dann in den nächsten Wochen in zwei aufgeteilt, was sinnvollere Spieleranzahlen ermöglicht hat. Ich spiel heute noch, über Skype, in einer Gruppe die bis auf einen aus Leuten besteht die an dem Tag anwesend waren.
Im Grunde habe ich eine Dorfjugend vernerdet.

Kram mit ISBN Nummern bestellen kenne ich auch noch, in der örtlichen Buchhandlung. Aber es gab auch im guten Laden "Spielhörnchen" in Buchholz ein gutes Rollenspielregal, sogar mit mehreren Systemen. In dem Laden bin ich auch auf DSA aufmerksam geworden. Aber aus dem Speckgürtel ist man auch schnell in Hamburg drinnen mit Fachgeschäften. Es gab in Harburg auf jeden Fall eins dessen Name mir nicht einfallen mag und auf jeden Fall das Drachenei in Hamburg, wo ich dann jahrelang Stammkunde war.

Wobei ich fürs Internet auch ein Frühadapter war. Mein Vater ist in die Richtung halt auch ein Nerd und hatte immer den coolen neuen Rechner mit dem schnellsten Anschluss den es südlich der Elbe halt gab.
Aber meine Eltern waren allgemein auch cool und haben mein Hobby unterstützt.

Mit der verstreichenden Zeit habe ich dann gesehen wie die Läden immer weniger geworden sind in denen es Rollenspiele gab. Dafür aber eben weit mehr Internet.

Star Wars d6 war für mich auch so ein Sehnsuchtsprodukt. Irgendwann habe ich es dann mal bekommen, ein paar Mal gespielt und dann aber wieder gelassen.

Einen Verlust von Sense of Wonder spüre ich aber auch. Gerade das erste Öffnen von DSA Boxen. Wobei die Dunkle Zeiten Box da auch irgendwo wieder große Nostalgiewerte hatte. Wobei es auch sehr schön ist wenn ein Kickstarter endlich ankommt, auf den man lange gewartet hat und man dann endlich sieht was daraus geworden ist.

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Moin Biest!

1W6 Freunde: Da ist ja gestern ein ganzes Blogpost hier zu erschienen – es geht voran :)
Habe eben noch am Abenteuer geschrieben, bevor der Arbeitstag de facto begann :)

Runden: Bei uns ist das halt teilweise ganz spannend. Matthias bzw. Scimi etwa war der SL der Magus-Runde, auf die ich gerne verweise, und hat auch noch mit uns gespielt, als er in Gummersbach studiert hat. Dann ist er nach Köln und Zeit wurde allgemein knapper, da gab es keine gemeinsame Runde mehr, aber vor einer Weile ist er zu uns nach Aachen gezogen und jetzt ist er etwa wieder Teil meiner DSA-5-Beta-Runde.
Alles in allem kannst du sagen: Eine ziemlich verschworene Gemeinschaft.
Zu meiner vorigen Runde ab ich hingegen nur noch wenig Kontakt; wobei ich da auch einen vor einer Weile auf Twitter wiederentdeckt habe ;)

Internet: Da sind wir leider von abgekommen, an einem Punkt wollte ich das auch näher besprechen, hörte dann aber selbst beim Schneiden, wie ich das aus den Augen verlor. Meinen ersten PC hatte ich 1996, bis dahin hab ich alles auf einem Amiga 500 geschrieben und über den 9-Nadel-Drucker gejagt ;)
Dann kam das Internet 1998 … und ISDN als Alternative zur Eifler Schnarch-Leitung dürfte 2001 gewesen sein. Early Adopter geht anders ;)

Star Wars d6: Ich hab die DarkStryder-Box nebst Folgebänden noch in der Eifel stehen; die ist so einer dieser heiligen Grale besagter Zeit für mich; vielleicht adaptiere ich die ja mal irgendwann …

Sense of Wonder: Zustimmung zu beidem.
Was für mich teils in die Richtung geht, sind … ich sag mal elektronische Nischenprodukte.
Meine Ouya hatte (und hat, teilweise) viel Sense of Wonder, bei allen Makeln der kleinen Konsole, und heute war das Wassergehäuse für meinen (noch nicht gelieferten … *grrr*) Polaroid Cube in der Post, der ist gerade ähnlich.

Im Rollenspiel-Bereich, da hast du aber Recht, waren die dunklen Zeiten auch mein letztes Aha-Erlebnis in die Richtung. Davor Numenéra. Davor lange nichts ;)


Viele Grüße,
Thomas

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In den 90ern wars also nicht wesentlich leichter als in den 80ern. Nur eure Konsolen waren besser.

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Moin Roland!

Kann man vermutlich so sagen …
… und manchmal glaube ich, besser als damals sind Konsolen auch nie wieder geworden ;)


Viele Grüße,
Thomas

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Hmm... eigentlich eine interessante Folge. Ich bemerke mal wieder, wie verwöhnt ich mit der ganzen vorhandenen Infrastruktur doch schon war.

Mass Effect 3: Hauptproblem ist nur, das a.) EA unmengen an Story-DLCs hier rausgehauen hat, die das Spiel tatsächlich bereichern, anstelle diese ins Spiel selbst zu integrieren und b.) das Ende erst durch die gepatchte Fassung ein Sinniges Ergebnis bekommen hat.
Ursprüngliches Ende: Im Grunde war das ursprüngliche Ende dadurch markiert, dass Joker die Nromandi auf dem Waldplaneten verlässt und anschließend der Sternenhimmel mit dem "Erzälst du mir noch eine Geschichte?" auftaucht.

Rollenspielkataloge: Das klingt fast nach dem Comci-Katalog, mit dem du US-Comics 3 Monate im vorraus bestellen musst, damit die Verlage entsprechend produzieren. (Ansonsten werden wohl keine größeren Auflagen gedruckt.)
Aber ich kann mich an einen Bremer versand Namens "Cinemabilia" erinnern, der so was vergleichbares produziert hat. (Das ist schon verdammt lange her.)

Anfangszeiten: Tja... ich bin da wohl erst sehr spät auf den Trichter gekommen. Den Anfang haben bei mir die "Magic the Gathering"-Karten gemacht. (Allerdings muss man noch hinzufügen: Der Laden in Moers, der solche Sachen führte war ein Comic- & Spiele-"Fachhandel", der erst vor ein paar Jahren dicht gemacht hat.) In Oberhausen gabs einen GW-Shop.
Und zum Rollenspiel selbst bin ich erst mit ca. 16 Jahren gekommen. Von daher: Bei mir war durch die Ruhrgebietswohnung bereits eine entsprechende Infrastruktur vorhanden, die ihr vermutlich nie so gekannt habt. (Ich kann jetzt ja nur aus den Ausführungen von Judith Vogts "Geister des Landes" auf die Situation Kindheit in der Efel schließen.)
Ich habe also eher meine Rollepsielsozialisation in der Zeit erlebt, als der "local dealer" im Niedergang war und dafür die Onlineshops aufstiegen. (Und naja: Ein paar meiner Ansichten zum Brachprimus habe ich hier ja schon dann und wann zum Besten gegeben.)

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Moin Orakel!

Trading Cards: Ich bin tatsächlich irgendwie gefühlt der eine Nerd dieser Welt, der niemals in seinem Leben Magic gespielt hat. Was ich tatsächlich gespielt habe, in Unkenntnis aller Alternativen, war Dark Force, das DSA-TCG ;)
Ist aber vielleicht weniger der Rede wert ;)

Jugend in der Eifel: Ich hab Judith zwar mehr durch Zufall vor einigen Jahren auf einer Feencon kennengelernt, aber grob kommen wir aus der gleichen Kante und … alles was sie schreibt ist wahr.
Gut, bis auf die Sache mit den Geistern vielleicht. Vielleicht. ;)
Aber im Ernst: Sie trifft das schon ziemlich gut :)

Viele Grüße,
Thomas

Kommentar zuletzt bearbeitet am vor 4 Jahren von Thomas Michalski Thomas Michalski
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Hi Thomas.

TCGs: Ich glaube mittlerweile ist gerade für die 90er weniger stilistisch, welches TCG gespielt wurde. Viel zentraler ist eher, dass beinahe jeder Nerd überhaupt irgendein TCG gespielt hat. Wir sind halt in etwa in der Zeit groß geworden, wo gerade Magic (als deutlich verbreiteter Faktor) und das DSA-Ding groß waren. (Auch wenn damals deutlich mehr Titel insgesamt existiert haben. War ja nicht umsonst die Hochzeit des TCGs.) Ein paar Jahre später waren dann Pokemon und Jugioh die großen Namen. (Man spielte da dann auch das, wofür man Leute fand. Entsprechend lief dann die sozialisation mit den Trading Card Games ab.)

Judith Vogt hat in der Leserunde auf Lovelybooks, an der ich Teil genommen hatte und sagte, dass die ausführungen in dem Bereich mit einem mal der Eifel einen sehr trostlosen Charme geben würden, halb bestätigt, dass der "Arsch der Welt" für Jugendliche zum Aufwachsen schlimm gewesen sein muss. (Ich erinnere mich an den Satz, dass der letzte Bus um 18 Uhr gefahren sein soll.) Ist doch sehr viel anders, als wenn jetzt z.B. ein zugezogener "Jaques Berndorf" in seinen Krimis über die Eifel schreibt. Hat wohl alles seine Vor- und Nachteile mit der jeweiligen Umgebung. (Egal ob jetzt Eifel oder Ballungsraum Ruhrpott.)

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Der letze Bus fährt übrigens immer noch um 18.00 Uhr.

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