DORPCast – Episode 38: Die Gender-Debatte

DORP-CastHallo zusammen!

Geplant war es anders. Eigentlich wollten Michael und Thomas zwischen Medienschau und Hauptthema kurz ihre Meinungen zu Anita Sarkeesian und ihrer Videoreihe "Feminist Frequency" darlegen, aber dann lag offenbar beiden genug auf der Seele, um die Redezeit damit vollständig zu füllen. Das ursprünglich geplante Thema – Exotik im Rollenspiel – wird damit also ein klarer Fall für Folge 39, diese Folge hier widmet sich nicht alleine der besagten Youtube-Reihe, sondern insgesamt dem Themenfeld Feminismus, Gender-Debatte und dergleichen mehr. Dass das nichts mit Rollenspiel zu tun hat, das wissen wir ja auch, aber man kann wohl festhalten: Es musste offensichtlich raus.

Wir hoffen, ihr habt dennoch viel Spaß beim Hören und sind gespannt, was ihr davon haltet – dem Exkurs, aber auch dem Thema an sich.

Viele Grüße,
eure DORP

 Episode 38: Die Gender-Debatte

0:00:00  Ein Disclaimer
0:01:27  Die Einleitung
0:02:24  Die Medienschau
0:28:46  Der GonzoCast

0:29:56  Über Feminist Frequency
0:30:53  Michaels Kritik
0:34:10  Ein anderes Beispiel?
0:35:18  Liegt es allein am Beispiel
0:36:16  Thomas' Kritik
0:40:37  Die wissenschaftliche Form
0:41:58  Der Wunsch nach Miteinander vs. Schuldfragen
0:42:54  Mehr Beispiele
0:43:57  Dialog ist doch wichtig, oder?
0:48:06  Historizität als Erklärung?
0:50:18  Worum genau geht es?
0:52:56  Das Problem der Dekontextualisierung
0:55:11  Starke Frauenfiguren
0:58:11  Wünsche
1:00:34  Epilog

1:02:02  Der Sermon + Neues auf der DORP
1:03:27  Adieu!

Aus der Medienschau

Another World
Degenesis Rebirth
Don't look back online spielen oder herunterladen
Guardians of the Galaxy
Lacey, Catherine: Nobody is ever missing
Puschel, das Eichhorn
Underworld: Aufstand der Lykaner
Warzone Ressurection

Der GonzoCast im Netz

Ergänzend zum Thema

Feminist Frequency auf Youtube
Die "HeForShe"-Rede von Emma Watson
Die Rede von Joss Whedon, die Michael paraphrasiert
Und Thomas blogt hier auch noch mal privat zum Thema

Nachtrag:
Craulabesh hat einen langen und lesenswerten Blogartikel in Reaktion auf unseren Podcast verfasst.

Kommentare (28)

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Thomas: Gut, dass du dich schon bei "sowas ähnlichem" bereits ans Mikrofon setzt. ^^

Groot: Was wurde denn da an Behauptungen aufgebracht bezüglich des eventuellem CGI-Einsatzes?

Hauptcharakter/80er: Pog? Diese "Fun Caps"-Spiel (wie es Disney nannte), von dem am Ende dann sogar entsprechende Papp-Plättchen bei Lollies beilagen?

Guardians of the Galaxy: Mir Persönlich waren die Guardians of the Galaxy als Marvel-Titel bekannt, aber auch nur, weil es da vor ca. 2 Jahren eine entsprechende Miniserie mit einem neuen Team gab. (Die ursprünglichen Comcis kenne ich aber auch nicht.) Von daher dürfte gerade diese spezielle Runde ziemlich unbekannt sein, selbst was Comic-Fans anbelangt.

Marvel-Filme: Ich hoffe ja immer noch inständig, dass aus den Gerüchten rund um eine "Cloak & Dagger"-Verfilmung doch noch was wird. (Ich mochte die "Licht und Schatten"-Comics damals sehr und versuche derzeit so nach und nach die mir felenden Alben noch nachzukaufen.)

Underworld: Und hier bei mir liegt immer noch unbesehen die DVD rum. Leider haben sie den großen Fehler gemacht einen vierten Teil rauszubringen, der wieder so ein Cliffhanger-Ende hatte. (Und jetzt sitzt man da und will eigentlich wissen, wie die Familie eventuell dann doch noch zusammengeführt wird.)

Stripperinnen in Hitman: Ich glaube ihr Punkt bei der Sache ist weniger, dass die entsprechende Szene in irgendeinem Kontext eine Art Spielbelohnung aufbringt, sondern nur, dass diese Option überhaupt existiert. (Und dazu dann noch im weiteren Verlauf die Stripperinnen in ein Nachbargebäude verschleppt werden, wo sie halt dann tatsächlich in der Opferrolle eines Psychopathen sich befinden.) Aber den selben Punkt bringt sie auch bei der GTA-Reihe an. (Kann auch sein, dass wir beide da gerade über unterschiedliche Videos aus der Reihe sprechen, Michael.) Sarkeesien verteufelt die pure Existenz solcher Taktiken an sich.

Emma Watson-Drohungen: Und hier ist das Problem, dass die Nackt-Bild-Drohungen Emma Watson gegenüber sich mittlerweile als Werbe-Hoax herausgestellt haben. (Es ging um eine Agentur, die entsprechende Rechte gerade von Frauen verteidigen will und gegen die Veröffentlicher der iCloud-Hack-Bilder anscheinend etwas zu unternehmen gedenkt... vorrausgesetzt es findet sich entsprechende Kundschaft dabei.)

Schuldzuweisung: Ja, dieses reine Schuldzuweisungsphänomen zieht sich im Grunde durch die kompletten Videos von Feminist Frequenzy. (In sofern hat Thomas schon recht, dass hier einfach der Dialog fehlt, der Notwendig ist, um da vernünftig ansetzen zu können. Denn nur über die Kulturschaffenden alleine im Hintergrund wird sich da vermutlich wenig tun, solange das Bewusstsein fehlt. Ich meine: Ich selbst konsumiere ja durchaus auch entsprechend angegriffene Medien wie GTA oder auch die von Sarkeesien angegegriffene "Dragon Age"-Reihe, gerade weil dort solche - von ihr als negativ bezeichneten - "sexistischen" Inhalte vorkommen. Trotzdem käme ich nicht im Traum auf die Idee so etwas in der Realität umsetzen zu wollen.)
Ich frage mich jetzt, wo ich das hier runtertippe gerade, aber auch, wo Sarkeesien ihre Geschlachtsgenossinnen einordnen würde, welche auch positive Qualitäten an solchen Inhalten finden. (Mir fällt zwar gerade nur der von einer bekannten mal als "gelungen" Bezeichnete Weiberabend ein, wo bei entsprechendem Alkohol-Konsum sich über einen Porno lustig gemacht wird - der gerade aktiv gesehen wird - aber sowas fällt ja irgendwo dann doch in eine ähnliche Ecke.

"Starke Frauen": Hmm, schwierig. Gerade wo wir in einer männliche dominierten Kultur leben und hier eine Frau "die ihren Mann steht" gerade deswegen als stark wahrgenommen wird. Vor allen Dingen Ripley habe ich dann eher doch so wahrgenommen. (Und irgendwo existiert bei Nietzsche ja auch ein entsprechendes Zitat, in der es um die Frau geht, welche alles Schwache aus sich austreibt.)

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Hallo Orakel!

Groot: Der Bursche ist komplett CGI. Kannst du hier zum Beispiel schön sehen. James Gunn hat dann in Interviews erklärt, dass das notwendig gewesen sein, weil das, was Groot im Film mache und vor allem auch seine nur bedingt humanoide Anatomie habe den Einsatz von FX-Make-Up und 'prosthetics' ausgeschlossen.
Und wann immer sowas passiert, weckt das den Ehrgeiz der RPF-Community, den der Kostümbauer im Allgemeinen etc.

Underworld: Da kommt ja jetzt … ein Reboot … der aber in der selben Kontinuität spielt … zumindest wenn man alle Pressemeldungen für gleich wahr hält. Erweckt jedenfalls nicht den Eindruck, als wisse da gerade irgendwer, was genau mit der Reihe los ist …

Watson-Hoax: Jepp, ist korrekt, aber die Meldung kam halt erst nach der Aufzeichnung raus. Und mein Disclaimer am Anfang war so schon lang genug

Starke Frauen: Das spreng Umfang einer Kommentarantwort wie auch mein Zeitkontingent gleichermaßen, aber ja, ich möchte da noch mal auf den Vergleich zwischen Ripley und Vasquez verweisen. ich denke der zeigt halbwegs, was ich meine. Natürlich geht auch Ripley in Richtung der Frau, die ihren Mann steht, und insgesamt sind alle Alien-Filme stets auf ihre Weise auch sexuell aufgeladene Werke, aber ja, alleine der ganze Newt-Plotbogen hätte mit Vasquez in dieser Form denke ich einfach nicht funktioniert. Ripley dagegen hat – wie im Podcast gesagt, gerade in der Langfassung, in der ja auch Ripleys Tochter Amanda thematisiert wird – einen direkten Bezug zu dem Thema.
Aber wie gesagt, das sprengt hier massiv den Rahmen und würde vermutlich am Ende wirklich eine saubere Analyse der Filme erfordern, um wirklich zu belegen (oder eben gerade nicht), was ich meine …


Viele Grüße,
Thomas

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Toll, dass ihr dem Thema seinen Raum gegeben habt und danke für diese Folge! Es ist auch schön zu hören, dass es eben doch vernünftige Menschen gibt, die dieses ganze verminte Gender-Themenfeld ziemlich gleich sehen wie man selbst und sich da auch klar zu äußern. Irgendwie verfolgt mich der gesamte Themenkomplex in letzter Zeit auch so, dass ich mich frage, ob er in letzter Zeit wirklich nur soviel mehr Aufmerksamkeit in den entsprechenden Medien bekommen hat (klar, die ganze "Gamersgate"-Debatte und ihre Betrachtung durch die Computerspiel-Fachpresse spielen da mit rein) oder ob ich nicht auch selbst da inzwischen ein gutes Stück stärker sensibilisiert bin.

Was die Sarkesian-Videos angeht, habt ihr ganz gut zusammengefasst, was ich da auch sehr kritisch sehe. Dass sie Beispiele aufzeigt fand ich da durchaus interessant und wichtig, aber einen möglichen Diskurs blockt sie tatsächlich von vorne herein komplett ab. Genau deswegen hat es mich auch irgendwo geärgert, dass sie in mehereren ihrer Videos sinngemäß sagt: "Dass es hier auch Beispiele gibt, wo negative Männerrollen präsentiert oder Männer auf genauso abartige Weise behandelt werden wie bei den von mir gezeigten Beispielen, ist egal und keine Entschuldigung, weil schließlich sind die Männer ja nicht die Unterdrückten, sondern wir Frauen." Nein, eine Entschuldigung kann das wirklich nicht sein, die Beschäftigung mit solchen Darstellungen (die einen im Zweifelsfall zu dem Schluss kommen lassen würden, dss Videospiel-Designer oftmals einfach generell fragwürdige Geschichten in ihren Produkten zeigen - was auch keineswegs immer und in jeder Ausprägung als verwerflich angesehen muss) aber auf diese Weise komplett als unzulässig abzuwürgen, verhindert jede sachliche Diskussion und unterstreicht nur den das Gesamtklima vergiftenden Charakter der Schuldzuweisung.

Alles in allem: Good Job, Thomas und Michael, traut euch ruhig, sowas auch zukünftig wieder zu machen, wenn sich ein Podcast in so eine gesellschaftspolitische Richtung und weg vom eigentlichen Thema entwickelt! Eine Diskussion zum Thema Gender-Fragen im Rollenspielbereich hat mir tatsächlich jetzt noch irgendwie gefehlt, wäre aber sicher mal ein echt spannendes Thema für eine eigene Folge.

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Moin Xeledon,

danke für das positive Feedback
Es freut mich (bzw. uns), dass viele sehr offen und wohlwollend auf diesen kleines Exkurs ins "off-topic" reagiert haben – und ja, wenn uns noch einmal etwas so auf der Seele brennt, dann werden wir das wohl denke ich auch wieder tun

Und ja, völlig richtig, das alles im Bezug auf unsere kleine Szene wäre sogar hochgradig spannend, aber ich denke wir tun insgesamt gut daran, das dann wirklich als eigenes, separates Thema zu machen.
Auch einfach, damit genug Zeit da ist und es nicht gar grässlich oberflächlich endet

Viele Grüße,
Thomas

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Moin ihr beiden!

Spannend, ich habe es genau bei einem kommentierungswürdigen Beitrag geschafft, aufzuholen...

Ich habe ein oder zwei Punkte:
Ihr sagt an einer Stelle, dass ein weiblicher Held "mehr" machen muss als nur Feinde umzulegen. Warum? Warum wird Ripley erst durch die Mutterrolle cool? Dieses Verhaften auf weiblichen Rollen finde ich zu kurz gedacht. Ich fände einen weiblichen Duke Nukem sehr genial. So wie ich ein grosser Freund von Ritterinnen im LARP bin, ohne dass die auch Dame sein müssen, muss auch in anderen Medien die Frau nicht erst ihre Mutterqualitäten beweisen, bevor ich sie als Heldin akzeptiere.

Das führt mich zum zweiten Punkt: Gender im Rollenspiel. Abgesehen von der löblichen (?) Initiative von Paizo habe ich jetzt nicht ganz das Gefühl, dass Rollenspiele da weit gekommen sind. Vielleicht liege ich da auch falsch, was meint ihr?
Und im Fantasygenre allgemein wirds ganz düster. Man schaue sich nur die gerade sehr gehypte GoT-Fernsehserie an, wo Rollenbilder ebenfalls aufs Minimum runtergekocht werden: Mann ist Jäger und stark, Frau ist Mutter (meinethalben Drachenmutter) und schwach.
Vielleicht wäre das für eine zukünftige Folge ein Thema.

Eine letzte Anmerkung/Frage noch: Gibt es in der Belletristik und im RPG-Sektor eigentlich einen Unterschied zwischen angelsächsischen und europäischen Produkten?

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Moin Jeremias,

danke für dein Feedback

Ich wusste, dass mich das Mutter-Beispiel noch beißt.
Ich versuche es mal anders: Es gibt jetzt verschiedene Arten, "weibliche Pendants" zu kreieren, aber meine Sorge bei einem runtergebrochenen Konzept marke "weiblicher Duke Nukem" wäre etwas, was in der englischen Literatur manchmal als "vagina-ed version" bezeichnet wird. Also so etwas wie Minnie Maus, die essentiell nichts anderes ist als Mickey mit weiblichen Accessoires, oder noch schlimmer Mrs. Pacman etc.
In der westlichen Welt ist "männlicher Weißer" zu so einer Art Charakter-Default geworden und oftmals scheint es, dass jede Abweichung dazu in einer Art Rechtfertigungserwartung steht, zu erklären, warum jetzt gerade in diesem oder jenen Aspekt abgewichen wird.
Aber ich denke, diese Frage ist auch berechtigt; ist müsste beim Default nur auch gestellt werden. Ripley muss ihre Mütterlichkeit nicht beweisen, aber dieser Faktor bereichert die Geschichte. So wie ihre Setzung als starke Hauptfigur im ersten Teil, die aber zugleich auf mehreren Ebenen eine Minderheiten-Rolle darstellt, die Handlung bereichert. Der dritte Teil greift den Gedanken durch die "eine Frau unter Sexualstraftätern"-Konzept dann ebenso auf wie der von mir nicht so gelittene vierte Teil, in dem sie alleine durch ihre Klon-Rolle schon Außenseiter ist. Und letztlich ist es ja das, wofür Figuren in narrativen Medien da sind – sie sollen die Handlung tragen, aber auch interessant machen, durch das, was sie sind.

Wird klar, worauf ich hinaus möchte?

GoT jetzt daraufhin betrachtet zu analysieren sprengt meinen Rahmen hier, aber ich würde einfach nur mal Arya als ein Beispiel dafür einbringen, dass ich nicht glaube, dass es hier so einfach ist, zwischen Spreu und Weizen zu trennen.
Aber wie gesagt, das soll ein anderes Mal irgendwo breitgetreten werden …

Die "regionale Frage" traue ich mich nicht fundiert zu beantworten. Also, ja, ich denke den dürfte es geben, alleine aufgrund genereller kultureller Unterschiede. Aber wie gesagt, da fehlt mir der ehrliche, sinnvolle und zeitlich geordnete Überblick.


Viele Grüße,
Thomas

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Morgen.

Nur ganz kurz zwei Ergänzungen:

Emma Watson Nacktbilder
Orakel hat es schon erwähnt, das ganze war ein Hoax der Webseite Rantig.com, die aber anscheinend auch keine offizielle PR-Agentur ist.
Wenn ich jetzt auf ww.rantic.com gehe, wird eine Aktion namens "Feed the Homeless October" beworben.
Wenn ich ins Webarchiv vom 24.09.2014 schaue, finde ich den Bezug zu den Emma Watson Bildern.

Red Dead Redemption und Dastardly
Man sollte vielleicht erwähnen, dass es sich hierbei auch noch um eine geheime Trophäe handelt. Gut, seitdem es durch die Medien ging, ist es keinesfalls mehr geheim.
Ich finde, es macht schon einen Unterschied, ob ich in der Liste der Trophäen nachlesen kann, was ich noch wofür machen muss, oder ob ich von alleine darauf stoße. Es müssen ja Leute gemacht haben, die nichts von der Trophäe wussten und vermutlich in Folge des verwendeten Western-Tropes.
(Es sei denn, das wurde mittlerweile geändert und die Trophäe ist nicht mehr geheim.)

Man kann jetzt natürlich darüber diskutieren, ob man dafür eine Trophäe (bzw. Gamescore-Punkte bei Microsoft) vergeben muss.
Auf der einen Seite muss ich es machen, wenn ich alle Trophäen haben will und dadurch dann erst die (bei der Playstation) Platin-Trophäe bekomme. Es ist meines Wissens noch nicht möglich, dass man Trophäen erhalten kann, die nicht zum erreichen von Platinum benötigt werden. Höchstens bei neuen Trophäen durch DLCs.
Korrigiert mich bitte, wenn ich mich irre.
Auf der anderen Seite können andere Spieler ja sehen, welche Trophäen man erhalten hat, was dann wiederum peinlich werden könnte. Siehe auch 8 Embarrassing Achievements You Don't Want on Your Gamercard.

Aber ich schweife ab.
Für alles andere müsste ich weiter ausholen, aber das werde ich dann wohl nicht hier verarbeiten.

Viele Grüße
Der Tom

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Sehr geile Folge!

Die Diskussion über die Gender Rolle wurde von euch auf einem wahnsinnig hohen Level geführt und war ein durchaus Wissenschaftlicher Diskurs da bestimmte Themen die mitreinspielen würden ausgeklammert wurden um sich auf das Kernthema zu konzentrieren.

Man hat sich gefühlt als ob man bei einer Sezierung des Problems dabei ist, und jedesmal wenn da zuviel Nebenrauschen war wurde es beiseite geschoben wenn der Blickwinkel auf das Kernproblem eingerenzt wurde.

Klasse gemacht!

Allerdings musste ich bei der hälfte der folge aussmachen da meine Mitfahrerin Scorpios Art die Diskussion auf die Gestesswissenschafter zu beschränken nicht teilen wollte, da Sie als einzelperson Teil der Konsumentenmasse ist und deshalb auch Teil der Diskussion sein sollte.
Also weiter so und gerne eine Folge die sich auf Genderausprägung in Rollenspielen beschränkt. Regeltechnisch gibt es mir bekannt in keinem Rollenspielen unterschiedliche Werte für Männer und Frauen. Die Visuelle Darstellung hingegen ist stark abweichend je System.

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Moin Glorian Underhill,

danke für das liebe Lob
Es freut mich sehr, wenn die Folge gefallen hat. Die Diskussion mit deiner Mitfahrerin klingt auch spannend und ja, das wäre ein Themenbereich gewesen, den ich – wenn wir mehr Zeit gehabt hätten – auch gerne weiter ausdiskutiert hätte.
Na ja, wir streifen das eines Tages bestimmt noch mal


Viele Grüße,
Thomas

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Ich bin tierisch gespannt auf den Beitrag, liegt schon auf dem Tablet und wird heute auf der Heimfahrt gehört. Nach dem Krankheitsfall habe ich schon befürchtet, dass nach Magabotato, ihr jetzt auch den Deckel zumacht.

Ich teile viele von Sarkeesians Thesen und bin - da ich selber LARP-Cons organisiere - im Bereich Gametheory und Game-Design immer sehr neugierig gewesen. Und offen gesagt, kriege ich bei der Debatte immer Hasskrawatten, wenn die Stückpforten auf gehen und stumpfe Parolen und Klischeebreitseiten losgelassen werden. Und egal ob man jetzt was von Equality oder Feminismus hält, wer Nacktbilddrohungen an Emma Watson oder Todesdrohen an Sarkeesian gut heißt, ist für mich nicht mehr tragbar.


Ich sehe dem Beitrag wirklich hoffnungsvoll entgegen, danke für die gute Arbeit in den letzten Monaten für eure unglaublich gute Arbeit mit dem DorpCast.
Was Thomas in seinem Blog schreibt, gefällt mir übrigens richtig gut, das wandert auch mal in meine Blogroll.

Gruß
Tobias

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Moin Tobias,

danke für das Lob
Doppelt danke sogar – freut mich sehr, wenn mein Blog dir ebenfalls gefällt =)

Wenn du magst, ruf doch noch einmal, wenn du sie gehört hast


Viele Grüße,
Thomas

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Ist eines der Themen die mir sehr wichtig sind.
Will ich jetzt aber auch gerade nicht super tief drauf eingehen.
Aber die Diskussion ist wichtig, auch auf unser Hobby bezogen, wobei ich mich eurem Wunsch nach einer weniger destruktiven und erbosten Diskussion auf jeden Fall anschließen kann.

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Hallo Biest,

lieben Dank für den Kommentar

Viele Grüße,
Thomas

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Gender Gespräch ohne das andere Gender? Man spricht nicht über andere in ihrer Abwesenheit!
Holt euch doch bitte für das nächste Kamingespräch bzgl. Gender das andere Gender auch ins Boot! In der deutschen RPG/Gamer Szene gibt es doch genügend Damen die gerne berichten könnten, wie sehr sie leiden unter der 'patriarchy', dem 'sexism' und der fehlenden 'gender equality'.

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Danke dir

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Hallo Helfdane,

ich will's in drei Punkten beantworten:
1. Dieser Podcast besteht aus Gesprächen von Michael und mir. Und wenn wir über etwas sprechen, wovon wir keine Ahnung haben, das aber unbedingt thematisieren wollen, ja, dann gerne mit Gastredner. Aber ich behaupte, Sachkompetenz ist gegeben.
2. Es war ja als Exkurs gedacht und ist, wie Xeledon schon einwarf, vielmehr eine Folge "geworden". Wir müssten nicht mal wild fremd durch die Szene wildern, denke ich, wenn wir eine Gastsprecherin wollten. Würde aber Intention im Vorfeld erfordern.
Am Wichtigsten aber:
3. Es ist ein Thema, das jeden Betrifft, egal ob Mann oder Frau. Ich bestehe nicht darauf, dass die Sarkeesian sich einen Mann mit vor die Kamera holt, damit es ausgewogen ist, aber genauso wenig "brauchen" wir eine Frau, um unsere eigenen Gedanken zu dem Thema zu formulieren.

Cool fände ich wahlweise eine Blogartikel-Reihe reihum, oder eine Podiumsdiskussion zu dem Thema, wo dann wirklich mal viele Stimmen gehört werden können. Aber das hier ist unser Podcast, egal was kommt, hier wird man wohl immer zuvorderst uns hören.

Nichtsdestotrotz: Danke für das Feedback.


Viele Grüße,
Thomas

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Ich habe den Eindruck, dass die Gender-Debatte etwa so "sachlich und nüchtern" angegangen wird, wie die Palästina-Debatte oder die Klima-Debatte.
Ich vermisse bei diesen Themen klare Definitionen der Begriffe und harte Fakten, die auf wasserdichten, wissenschaftlichen Untersuchungen beruhen ("Wissenschaftliche Methode"). Schliesslich soll am Ende der Debatten die Gesellschaft nicht zum _Negativen_ hin geändert werden. Stattdessen gibts nur Behauptungen, hin und wieder liest ein Hollywood-Angestellter mit bibbernder Stimme einen Text vor Publikum ab, und das Ganze mündet dann im hysterischen Aktionismus.

Zu Sarkeesian und Watson hätte ich mir von medienkompetenten Wisschenschaftlern vielleicht eine kurze, formelle Analyse ihrer Ansprachen gewünscht ("Aber ich behaupte, Sachkompetenz ist gegeben."). z.B. was sind die Argumente? Welche Zielgruppe haben die Ansprachen? usw..

Selbstverstädlich könnt ihr schlecht dieses spaltende Thema in einen 1h-Podcast packen bzw. sehr zeitaufwändig recherchieren. Was man aber hätte machen können wäre das andere Gender als mündig voraussetzen und nicht über die Betroffenen zu reden, sondern mit ihnen. Dazu muss man nix recherchieren sondern ihnen nur ein Mikrofon vorsetzen
Aber wie du bereits unter 3. schreibst, braucht ihr das nicht "um eure Gedanken zum Thema zu formulieren".

@3
D.h. keiner will der anderen Partei zuhören? Also schreien alle in ihr Megaphone - wozu?

@2
Der nächste Katalysator kommt bestimmt.

> Aber das hier ist unser Podcast, egal was kommt, hier wird man wohl immer zuvorderst uns hören.
Das ist ok. Es war als Vorschlag zur Ausnahme von der Regel gemeint - nach knapp 40 Folgen. Ich schätze jeden eurer Beiträge

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Hallo Thomas und Michael!

Ganz tolle Folge diesmal die ich auch mal mit meiner Frau hören konnte, die ansonsten wenig mit Rollenspiel am Hut hat!
Als treuer Hörer sehe ich das mit dem Rollenspiel-Podcast nicht so eng: Wenn es so interessant und qualitativ hochwertig bleibt wie in dieser Folge (bzw. wie eigentlich immer), könntet ihr - was mich betrifft - auch über die unterschiedlichen Kantenglättungen bei Würfeln reden, ich würd's vermutlich mit meinen Ohren trotzdem goutieren
Mir ist es lieber ihr redet über Sachen die Euch aktuell unter den Nägeln brennen, als das Euch die ständige Suche nach "neuen" Rollenspiel-relevanten Themen nervt und ihr den Podcast irgendwann fallen lasst (wobei das ja zumindest momentan nicht zu befürchten ist, wenn ich so im Kopf durchgehe, was ihr bisher so an zukünftigen Folgen angedacht habt [Wo bleibt die LARP Folge?!]).

Liebe Grüße,

Patrick (der jetzt unbedingt langsam mal die Guardians schauen muss...)

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Hallo Patrick,

vielen Dank für das Lob =)
Ich sehe es (wenig verwunderlich) auch wie du – ich muss den Podcast hier ja auch nicht machen, um Folgen nach ewig gleichem Muster zu liefern. Ich möchte den Podcast machen, um über Dinge zu reden, die mich begeistern (oder zumindest Michael sonst halt ;)).
Aber wie du schon sagst: Ich sehe keinen Mangel kommen.

Die LARP-Folge? Bald?
Ich hab im kommenden Monat, von heute aus gerechnet, zwei Cons vor mir – vielleicht kann ich danach ja mal, frisch vollgepumpt mit frischen Impressionen, versuchen, das Thema auf den Tisch zu bringen


Viele Grüße,
Thomas

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Sehr coole Episode! Genau das habe ich von Euch erwartet: Eine sachliche und objektive Aufbereitung des Themas. Es ist auch schön mit Michael mal jemanden aus der (im weitestens Sinne, kA wo da die Grenze ist) geisteswissenschaftlichen Ecke zu haben, der ne klare Kante fährt (keine Kritik an Dir, Thomas). Meist wird so etwas in der Ecke ja doch sehr weichspülermäßig diskutiert und das finde ich persönlich sehr anstrengend. Inhaltlich kann ich ansonsten echt nichts mehr hinzufügen.

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Moin Jan,

dann füge ich auch nicht mehr viel hinzu und sagen einfach "Danke!"


Viele Grüße,
Thomas

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