DORPCast – Episode 24: Spaß in Serienform

Hallo zusammen!

In der 24. Episode des DORPCast sprechen Michael und Thomas über Fernsehserien. Jene die sie prägten, was sie aus ihnen mitgenommen haben, welchen Bezug es zum Rollenspiel gibt und ob es Fälle gibt, in denen Nerds im Fernsehen tatsächlich gut wegkommen.


Alles weitere, was man wissen müssen könnte, verraten einem wie immer unsere Shownotes jenseits des Links.

Viele Grüße,
eure DORP

Episode 24: Spaß in Serienform

0:00:29  Einleitung
0:01:22  Die Medienschau
0:10:35  Die Katzen-Unterbrechung
0:11:00  Weiter mit der Medienschau
0:19:43  Michael hat noch News

0:20:31  Einführung ins Thema; Zeichentrickserien der 80er Jahre
0:24:08  Kinderserien heute?
0:25:37  Weitere prägende Serien unserer Kindheit
0:26:49  Fernsehserien sind heute irgendwie anders, und Exkurs
0:27:48  Der Wendepunkt – Akte X?
0:29:59  Akte X als Modell einer Erzählform
0:31:13  Picket Fences: Tatort Gartenzaun und Kontinuität allgemein
0:33:16  Millennium
0:34:03  Nicht jeder mag durchgehende Erzählungen
0:34:49  Babylon 5
0:36:17  Deep Space 9
0:36:56  Eine erste Zusammenfassung
0:38:55  Thomas' Hunter-Runde nach Serienvorbild
0:40:40  Wohin geht der Trend?
0:43:47  Streaming als Pen&Paper-Geschäftsmodell
0:47:01  Nerds in Serien
0:50:53  Fazit?
0:53:57  Thomas findet unseren Mangel an Whedon beklagenswert

0:54:58  Die DORP im Netz
0:56:20  Nachgereicht: Heroes Reborn
0:56:48  Zur Kritik zur Ausgabe 23
0:57:03  Die Verabschiedung

Aus der Medienschau

Akte X – Staffel 7
Blade Runner
Kampfansage – Der letzte Schüler
King, Stephen: UR
Lasko – Die Faust Gottes: Staffel 1 | Staffel 2
Metroid Zero Mission
Supernatural – Staffel 7

Weitere Links

How Legos Licensed the Universe, and Ended Up Ruling Us All (Wired.com)
Nerdist Writers Panel (Podcast)
Stupid German Tricks, Wearing Thin on TV (New York Times)

Kommentare (20)

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lange ist es her...

Interessante Folge.
Zur Big Bang Theorie muss ich eines sagen: ja, es ging ein wenig berg ab in den letzen Staffeln. Ich mag die Serie, den sie zeichnet das "klassischere" Bild eines Nerds in der mathematisch-naturwissenschaftlichen Richtung, insbesondere der erweiterten Tehcnik und Computer-affinität.
Aber als Naturwissenschaftler(Physiker) muss ich mich recht häufig Fragen: wie können Nicht-Physiker die Serie wirklich witzig finden? Ich weis dass meine Frau (Anglistin) die Hälfte der Witze nicht versteht, aber trotzdem über vieles Lacht. Auch weil sie mich kennt.
In Soweit können viele meiner Kollegen bestätigen: Ja, diese Archetypen gibt es, und sehr viele von uns kennen einen "Sheldon-Typus"
Es ist nicht immer lieb, und manchmal lache ich auch über und nicht mit den Charakteren - aber dafür sind sie überzeichnete Figuren, die auf wahren Archetypen.

..und frage bitte nicht wie es dem einzigen Ingeneur in unserer 4er-BBT-Fangruppe auf ARbeit(drei weiter Physiker, aber keiner Promoviert) ergeht

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Wo Beast gerade das mit dem Story Arc sagt:
Beim SciFi Rollenspiel Ashen Stars (Ja ich weiß Scorp: wieder so ein so ein Spiel das keiner spielt. Spiel doch Splittermond!) gibt man seinen Charakteren "Personal Arcs". Das sind auf den Charakter bezogene Mini-Sideplots für ein persönliches Ziel. Der SL soll diese dann in das eigentliche Abenteuer einflechten.
Beispiel:
Ziel: Data will ein Mensch werden
Arc 1: Data findet heraus woher er stammt.
Arc 2: Data begegnet einen "Familienmitglied"
Arc 3: Data findet seinen Erschaffer

Leider hab ich das noch nicht ausprobieren können. Ich finde die Idee aber ganz cool.

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Der Fokus war schon sehr auf der Zeit vor dem "goldenen Zeitalter". Viel Nostalgie, die ich als nur ein paar wenige Jahre später geborener und dannn nicht so ein Fernsehkind gewesener nicht direkt teilen kann.
Aber unterhaltsam zu hören trotzdem. Aus der Struktur von Serien habe ich auch viel mitgenommen für mein persönliches Rollenspiel. Gedanken wie ich mir einen Storyarc für meinen Charakter anlege, nachdem ich den SC dann auch meist zur Ruhe setze. Übergreifende Themen, eine Aufteilung in Staffeln. Hat mein Spiel bereichert.
Auch wenn es nicht in allen Gruppen funktioniert. In einer meiner DSA Runden gibt es Leute die lieber wollen, das es immer weiter geht von Abenteuer zu Abenteuer, da ist es dann schwerer soetwas umzusetzen und auch Charakterruhestände will man ihnen ja nicht aufzwingen, auch wenn am Grunde die meisten am Tisch merken, dass der Charakter eigentlich auserzählt ist.

Es gab ja auch ein paar publizierte Rollenspiele die direkt die Erzählstrukturen einer Serie zum Vorbild haben. Primetime Adventures sei mal genannt aber auch das neuere Dramasystem.

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Hallo!

Der Jazz war ne schöne Idee, noch besser war aber eure "diebische" Freude über den gelungenen Coup. Gut das ihr das draufgelassen habt! daumen hoch!

Millenium ist bis Staffel 2 nun auf meiner "To-Look-List".

Zu Akte X und Fringe:
Beide sind schon sehr vergleichbar. Die Aliens bei Akte X sehe ich so wie Du, Fringe hat tatsächlich einen anderen, aber auch interessanten Fokus.
Für mich war es bei Akte X auch das erste mal, das ich neben DSA einen Metaplot zu Gesicht bekommen habe. Das hat mich damals schon sehr geflasht. Leider ist das Ganze dann immer stärker verwässert und hinterher undurchschaubar geworden.
Fringe ist hier viel strukturierter, weil es wohl von Anfang an durchdacht wurde und auf 5 Staffeln ausgelegt war.
Mulder und Scully waren für sich natürlich genial, da kommt Fringe auch nicht ran, obwohl der Cast auch echt gut ist (und besser als die letzten Staffeln von Akte X).
Die "Monster-of-the-Week" Episoden bei Akte X fand ich auch immer besonders stark (Flukeman!!!), während sie bei Fringe zwar nicht schlecht sind, man aber eigentlich händeringend auf die nächste Metaplot-Episode wartet, weil die echt richtig rocken und die Sache voran bringen (und das war bei Akte X ja doch etwas anders...).

Ok, liebe Grüße an den besten Podcast im Netz, freue mich schon auf die nächste Folge!

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@Thomas: Ich benutze mal die englischen Begriffe, die sind mir noch präsenter. Mehrteilige Folgen waren bei Gummi Bears eine seltene Ausnahme, die hatten ja sogar noch ein Miniepisodenformat, wo zwei kurze anstatt einer Episode voller Länge gesendet wurden. Tatsächlich meinte ich mehr das, was Thomas Bender beschreibt, insofern sollte ich episodenübergreifende Handlungsbögen wohl relativieren.

In unserem heutigen Verständnis gab es auch Handlungsbögen, aber ich denke als ziemliche Ausnahme. Aber ich würde sagen, bei Gummi Bears findet sich ein Vorläufer des heute typischen (?) Modells, wo die meisten Episoden in sich geschlossen sind und man gelegentlich eine Metaplotepisode hat. Hier ging es dann entweder darum, die Great Gummis zu finden oder zurückzuholen oder eine direkte, größere Bedrohung der Existenz von Gummi Glen, also dem geheimen Wohnort, und seinen Bewohnern oder des Königsreiches abzuwenden. Wie Thomas Bender auch schon sagte, wurden gelegentlich einige Elemente behalten und wiederbesucht. Das geschah dann meistens in diesen "Metaplotepisoden". Die Wandlung von Setting, Charakterbeziehungen oder Plot, die wir heute gewohnt sind, wird dort also im Ansatz erzählt, aber im Vergleich doch sehr zurückgenommen, meistens wurde bis auf die paar neuen Elemente alles auf Status Quo zurückgesetzt. Es gab wohl auch keine Staffelhandlungsbögen, so wir wie sie heute kennen. Der größere Handlungsbogen ist also nur diese klassische Struktur eines Auf und Ab, das sich mit thematischer Verwandschaft zyklisch wiederholt und dabei die Grundprämissen nur im geringen Maße verändert. Aber zum Beispiel bei Akte X war das in meiner Erinnerung zumindestens in den ersten Staffeln ja eigentlich auch so.

Und ich glaube im Zeichentrickbereich hat sich Gummi Bears damit durchaus von anderen US-amerikanischen Zeichtrickserien abgehoben. Dazu kommt ein weiterer Aspekt, dass Gummi Glen und das gesamte angeschlossene System unterirdischer Infrastruktur quasi ein eigener Charakter war, der ja auch ständig selbst Probleme hatte. Dadurch wurde dort viel stärker über eine Welt erzählt, als bei anderen Serien.

Um Wirkung und Typ der Serie wirklich einordnen zu können, müsste ich mich natürlich mit der Geschichte von Animationsserien in den USA auskennen. Falls jemand eine kulturwissenschaftliche Arbeit kennt, die dazu einen Überblick bietet, wäre ich durchaus interessiert.

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Moin Patrick!

Der Jazz-Gedanke kam ja eher im Nachhinein bzw. mittendrin hinzu – und erwuchs u.a. daraus, dass ich am Tag zuvor sehr lange in der Warteschleife vom Justizzentrum Aachen auf der Jagd nach einem Vereinsregistereintrag hing; die haben da auch echt mal was jazziges laufen, in seiner endlosen 50-Sekunden-Schleife ^^

Millennium hat wie gesagt meinen klaren Segen. Es ist Kind seiner Zeit, klar, und die Nummer mit der Jahrtausendwende ist durch, aber ich finde, es tut der Serie keinen Abbruch.
Ich persönlich rate dennoch dazu, das Ende der zweiten Staffel vielleicht seelisch als Ende zu nehmen und in der dritten Staffel mehr einen Nachgedanken zu sehen … aber gut, persönlicher Geschmack ^^


Fringe habe ich noch nicht gesehen. Vielleicht hole ich das via Amazon Prime jetzt mal nach, wenn's denn schon eh da ist. Ich habe sehr, sehr unterschiedliche Meinungen gehört – grob in den Lagern "total gut", "total schrecklich", "anfangs doof, dann super" und "grauenhafte letzte Staffel" –, das muss ich mal für mich selbst überprüfen.
Bisher war's mir aber immer noch zu teuer …
Allerdings muss man denke ich Akte X seine Aliens aus heutiger Sicht als Alleinstellungsmerkmal zugestehen. Damals war's ja mehr 'ne Welle, aber als im Rahmen der "Sarah Connor Chronicles" eine Folge im Umfeld UFO-Gläubiger spielte, wurde mir noch mal klar, dass mir das ja schon was fehlt, so als Thema ;)
Und Fringe hat da doch, soweit ich weiß, einen anderen Fokus, oder?


Viele Grüße,
Thomas

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Moin Xeledon!

Zeichentrickserien/Moderne Serien: Hm, ja, jein. Das mit den Zeichentrickserien hatte ich so auch gar nicht auf dem Radar, das hatte Scorp im Vorgespräch eingebracht und ja, dann gewann das in der Episode letztlich Eigendynamik. Ich denke und hoffe, dass ein Teil des Reizes am DORPCast auch daraus entspringt, dass wir halt nicht skripten; wir stecken zwar vorher ab, was wir drin haben wollen und was wichtig ist, aber wir lassen das Gespräch dann halt laufen und vertrauen dreist darauf, dass das schon irgendwie was wird ;)

Die Kritik, konkreter zu werden, ist angekommen und wird gemerkt ^^
Was neue Serien betrifft, ja, ich glaube, das hätte den Umfang auch locker verdoppelt. Ich denke, das wird mal ein eigenes Thema sein können, da gibt es nämlich auch echt genug Serien, auf die ich da gerne dezidiert eingehen würde. Einfach auch, weil in den letzten Jahren so unglaublich viel wirklich cooles Zeug zu bekommen war.
Ich denke, das folgt mal noch zu gegebener Zeit :)


Viele Grüße,
Thomas

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Hi Thomas

Ich meine bei der Gummibärenbande waren es eher mehrere elaborierte Mehrteiler.
Was dann allerdings einmal geschehen oder eingeführt wurde, das wurde dann auch beibehalten.
Also irgendwelche alten Erfindungen, sofern sie nicht gleich zerstört wurden, oder Charaktere.

Viele Grüße
Tom

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Moin purpletentacle!

Kritik vernommen, und ich stimme zu.
Den Namedropping-Eindruck hatte ich beim Schneiden auch schon, aber ja, na gut …
Ich denke, das ist ein Thema, zu dem man mal zurückkehren kann, dann mit konkreten Ansatzpunkten oder so :)

Die Idee mit den Spezialepisoden rockt derweil derbe!
Da muss ich definitiv mal näher drüber nachdenken! :)


Viele Grüße,
Thomas

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Moin Orakel!

Absurdes UR: Ja, definitiv. Wobei mir das oft in modernen "Mainstream"-Publikationen auch was fehlt … das klang in der Ep ja auch im Bezug auf den Sense of Wonder bei He-Man und co. an … ich finde, es dürfte ruhig mal wieder mehr Dinge geben, die einfach Kram machen. wirre Ideen umsetzen.
Aber nun gut, ich schweife ab ^^

Charakterdarsteller: Macht wir es mal "by the book": Der Duden definiert einen Charakterdarsteller als jemanden, der Charakterollen spielt[1] und Charakterrollen in Folge als "komplexen und widersprüchlichen Charakter"[2] – denke, dem würde ich mich so anschließen :)

Lego-Sets: Und durch die personalisierte Steine und durchaus auch durch die individuelleren Figuren wird es halt fast unmöglich, aus den heutigen Sets noch sinnvoll was eigenes zu bauen. Ja, wurmt mich persönlich auch …
*wirft dennoch drei Euro in den "Früher war alles besser"-Topf* ;)

Akte X: Der Scully-Plot ja. Die Nummer mit Mulders Schwester etwa ist aber ja durchaus vom Pilotfilm aus angelegt. Hast aber Recht, ich glaube ohne Andersons Schwangerschaft hätten wir alle eine sehr andere Serie geschaut :)

Babylon 5: Der klappt aber erstaunlich gut, wenn man sich die Folgen heute auf DVD noch mal komprimiert anschaut. Klar mit den üblichen Paradoxon-Risiken die bei so etwas immer auftauchen, aber es klappt dafür echt, echt gut.

Deutsches Fernsehen: Es gibt ein paar Formate, die mich immer mal hoffen lassen – ich fand etwa die Testepisode sowie die erste Folge von "Schulz in the Box" erstaunlich sehenswert, obwohl ich es nicht erwartet hatte –, aber ja, gerade im narrativen Feld ist das deutsche Fernsehen furchtbar.
Belanglose Familienfilme können wir übrigens auch noch echt gut ;)

Grinden: Was das purpurne Tentakel sagt; allerdings nicht nur auf MMOs bezogen, sondern allgemein bei Computer-Rollenspielen anzutreffen. Zumindest im englischen Jargon; ich muss zugeben, dass ich deutsche Videospiel-Quellen abseits vom Stay-Forever-Podcast und der retroGamer kaum konsumiere.


Viele Grüße,
Thomas

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