DORPCast – Episode 21: Ist der Weg das Ziel? Vom Reisen im Rollenspiel

Hallo zusammen!

Reisen sind seit im wörtlichen Sinne antiker Zeit ein untrennbares Element der phantastischen Erzählkunst, doch fristen sie im Pen&Paper-Bereich bis heute vermehrt ein Schattendasein. Michael und Thomas aber schicken sich an, Licht darauf zu werfen und befassen sich in der ersten Episode des neuen Jahres mit der Frage, warum das Ziel eigentlich gar nicht das Ziel ist.

Weiterführende Informationen wie immer nach dem [Weiterlesen]-Link.

Viele Grüße,
eure DORP

Episode 21: Ist der Weg das Ziel? Vom Reisen im Rollenspiel

0:00:29  Intro
0:01:17  Die Medienschau

0:24:09  Zum Thema
0:25:35  Tolkiens Reisen und die Frage, was Reisen überhaupt sind
0:28:08  Der Weg ist das Ziel?
0:29:40  Wie macht man Reisen relevant?
0:30:34  Elemente einer plausiblen Welt
0:33:45  Von Zufallsbegegnungen
0:35:36  Beispiel: Der Eine Ring
0:37:31  Exkurs: Das Modell der Heldenreise
0:40:50  Über Wildnisabenteuer
0:41:29  Roadmovies und der Weltraum
0:41:58  Den Zweck der Reise bedenken
0:43:51  Scorps fünf Modelle; Teil 1: Die narrative Lösung
0:44:56  Teil 2: Zufallstabellen
0:47:13  Die Kartenlösung
0:49:00  Hexfelder
0:50:22  Points of Light
0:53:29  Macht das Fremde fremd!

0:55:11  Epilog
0:55:28  Das Gewinnspiel
0:58:46  Wo man uns findet
0:59:57  Verabschiedung

Aus der Medienschau

Achtung Cthulhu
Adams, Douglas: The Hitchhiker's Guide to the Galaxy
Amadeus
Das letzte Einhorn
Django Unchained
Mutant Chronicles (nahender Kickstarter)
Pacific Rim
Planet Hulk
York, J Steven: Battletech Dark Ages – Chaostest
Warzone Ressurection

Kommentare (15)

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N'Abend

Die ganze Zeit denke ich: Du musst dem Scorp unbedingt sagen, dass bei ihm extrem viel Hall zu hören ist.
Da erwähnt er erst 33 Sekunden vor Schluss, dass es an seiner noch frisch umgezogenen leeren Wohnung liegt...

Ein Vorteil von faul im Hotelzimmer zu liegen ist Zeit zu haben, weswegen ich jetzt auch nochmal etwas zur heutigen Episode schreibe.

Django: Großartiger Film

Planet Hulk: Werde ich mir dann vielleicht doch mal anschauen. Bisher klang es für mich immer nur nach Hulk macht Sachen auf einem anderen Planeten kaputt... Da haben mich andere Marvel Animation Filme mehr gereizt.

Das letzte Einhorn: Immer noch ein toller Film. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich den das erste Mal gesehen habe. Ich glaub ich war 6, oder so.

Pacific Rim: Ich mag große Roboter die gegen große Monster kämpfen. Ich finde den Film im großen auch sehr unterhaltsam, wenn er nicht so ein paar riesige Logik-Fehler hätte.
Wenn nach einem EMP-Angriff nur noch ein Jäger (Roboter) funktioniert, weil er nicht digital ist, sondern mit Nuklearenergie läuft und daher analog ist... dann stirbt jedes mal der Techniker in mir...

So, Reisen.
Ich denke auch, dass die Art, wie man mit Reisen umgeht, sehr stark von der Gruppe abhängt und welche Motivation die Charaktere haben und wohin die Reise gehen soll.

Wenn sich die Gruppe zusammen gefunden hat um das große Böse an Punkt C zu bekämpfen, dann will man vielleicht auch gar nicht wissen wie lange die Reise von A über B dauert. Zumindest wenn es sich um eine akute Gefahr an Punkt C handelt, wo die Gruppe unbedingt hin will. Wenn der Weg B dann auch "nur" der Reichsweg von Gareth nach Wehrheim ist, was soll man sich da groß an Reise aufhalten.
Oder die Ereignisse bei B behindern tatsächlich die Reise. Das wäre ja aber wahrscheinlich etwas, was ich den Spielern dann entgegen werfe. Quasi ein Zwischenboss vor dem Endboss.

Wenn es sich aber um eine einfach klingende Aufgabe handelt (bring den Ring von A nach B) ist die Reise ja das eigentliche Abenteuer. Nur wie motiviert man die Gruppe dazu? Es kann ja nicht immer um das Ende der Welt gehen. Und die persönlichen Motive des einen müssen ja nicht zwangsläufig die des anderen sein.
Oder das Ziel müsste unklarer definiert sein. Das Ziel wurde zuletzt dort gesehen, ist jetzt aber bestimmt schon woanders.

Und jetzt überlege ich mir, wohin heute Abend meine Reise gehen wird um was zu Essen.

Viele Grüße
Der Tom

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Django Unchained: Ist da eigentlich bislang geklärt worden in welchem der beiden Tarantino-Universen sich der Film absielt?

Planet Hulk: Hmm... klingt so als hätte diese spezielle Miniserie der Hulk-Comcis für etwas größeren Wirbel damals gesorgt.

Das letzte Einhorn-Twitter: Schuldig im Sinne der Anklage. ^^

Del Torro: Da scheint es eine Regisseure zu geben, bei dem man herrlich über die Filme streiten kann. (Gerade Pans Labyrinth hat bei mri sehr gemischte Gefühle hinterlassen. Wunderbare Bilder mit zum Teil herrlich Skurillen Figuren. Aber die Erzählweise des Ganzen fand ich damals, als ich den Film gesehen habe extrem schwach.)

Amadeus: Wann hat Salieri Mozart in dem Film verehrt? Ich hatte irgendwie das Geüfhl, dass er dem jungen Amadeus von Anfang an sehr Skeptisch gegenüberstand. (Wenn nicht sogar ablehnend.)

Warzone Resurrection: Irgendwie kommt mir der Name Warzone im Zusammenhang mit dem Wort Tabletop gerade ziemlich vertraut vor.

Reise-Historie: Ich kann mich daran erinnern, das im Tanelorn mal im Zusammenhang mit dem Thema Wildnisabenteuer über eine These rumgetrollt wurde, dass es ja durchaus die Möglichkeit als spannenden Ansatz gäbe spontane verknappung der Ressourcen zum Thema des Weges zu machen. Scheinbar scheinen dort bestimtme Spieler durchaus mit der Erwartung an die Sache zu gehen, dass "Reiseereignisse" jenseits des "ihr kommt an" nach Möglichkeit so abgelant werden können, das man sie gar nicht erst auftreten lässt.

Andererseits, wo ihr das Thema Weltraum erwähnt: Ich kann mich an eine Mephisto erinnern, wo ein Abenteuer für Traveller drin vorkam, in dem dann tatsächlich eine Art "Maderbefall" das Schiff während des Fluges zu gefährden drohte.

Es gibt zwar vereinzelt immer diese Möglichkeiten, aber das Wie ist irgendwie schwierig einzuschätzen und umzusetzen.

Hmm... auf jeden Fall mal eine Episode, die mich gerade ziemlich zum Nachdenken gebracht hat, wie ich manche Sachen bislang angegangen bin/betrachtet habe. So eine wirklich genaue Vorstellung für solche Sachen habe ich gerade nämlich gar nicht.

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@Warzone Resurrection: Ist die vierte Auflage des Warzone-Tabletops, das in den 90ern echt groß und verbreitet war. Spielt im Mutant Chronicles Universum und diesen Monat startet auch der Kickstarter für das Rollenspiel bei Modipheus (die Achtung!Cthulhu-Leute), wobei Warzone Ressurection bereits erfolgreich durch Kickstarter realisiert wurde.

Und das mit dem Nachdenken zum Thema freut mich ausserordentlich.

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Ich wurde ja gerne mal eine Zufallstabelle für Gegenwartssettings sehen. Begegnung im Flugzeug, Terroralarm am Bahnhof, Auffahrunfall usw.

@Orakel: Im Film gibt es eine Szene, wo Salieri Mozarts Kompositionen in die Hand bekommt und die Noten liest. Dabei wird ihm klar, dass der junge Mann ein Genie ist und sein eigenes Werk weit überflügelt. Wenn ich mich recht entsinne, hatte er vorher schon ein Konzert gehört, hielt die Vorstellung aber für einen Zufallserfolg. Sein Neid auf Mozart treibt die Geschichte an.
Die beste Szene des Films finde ich übrigens, als Salieri mit dem fiebrigen Mozart das Requiem beendet. Da wird die Komposition für den Zuschauer auseinandergenommen. Ein kleiner Einblick in diese komplexe Welt.

Also an Gewinnaktionen will ich nicht teilnehmen, aber den Hinweis, dass d-or-p natürlich die Abkürzung für den wenig bekannten, weil vielleicht auch leicht übermotivierten Halloweenspruch "die or pie" ist (vgl. "trick or treat"), kann ich mir dann doch nicht verkneifen.

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Es gibt einen ganz einfachen Grund, warum man so wenig zu Reisen findet: Man braucht es nicht. Eine Reise dient dazu von A nach B zu kommen. Es gibt kein C. Fertig. Wenn man unbedingt zu B will, weil es dort einen Plot gibt oder man gerade mitten in einem solchen drin steckt, warum soll man die Spieler mit irgendwas von dem abhalten, was die eigentlich gerade interessiert? Die einzige Ausnahme dafür sehe ich un einem Reiseabenteuer und da hat man ganz andere Voraussetzungen.

P.S.: Irgendwie konnte ich heute früh nicht per Handy kommentieren. Immer, wenn ich auf "Senden" geklickt habe, kam ich wieder auf die Kommentarform und die Felder Name, Mail und Homepage waren leer, was er zurecht angemeckert hat. Aber zuvor hatte ich sie natürlich eingetragen. Das Captcha hatte ich auch ausgefüllt und das schien kein Problem zu sein (das war vor ein paar Monaten ja mal kaputt).

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Was ihr glaub ich meint, dass einige kürzlich drüber quatschten, dann wahr wohl der RPG-Blog-Karneval rund ums Reisen (in der Wildnis) gemeint?
-> http://www.teilzeithelden.de/2013/12/03/ueber-stock-und-ueber-stein-die-zusammenfassung/

@Planet Hulk: Ohh, in meiner offiziellen Marvel-Sammlung kam gerade Planet hulk, na mal sehen, ob es da such so abgeht ...

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Moin all ihr!
Ich hoffe, ich komme morgen Abend mal zu ordentlichen Antworten an alle. Und nur weil es gerade so flott geht:

Moin Greifenklaue!
Zumindest in meinem Falle – ich sage so etwas in der Art ja in der Einleitung – war nichts aus der Blogosphäre gemeint, sondern vor allem der Reisen-Quellenband für Cthulhu, der unlängst erschienen ist und der eine relativ blutige und erbitterte Schlacht im offiziell Forum über Sinn und Unsinn der Umsetzung des Bandes ausgelöst hat.
Der führt auch dazu, dass ich einen thematisch entsprechenden Artikel für eine kommende Ausgabe von Cthulhus Ruf geschrieben habe, von dem ich hoffe, dass er dieses Wochenende endgültig an die Redaktion gehen wird.

Aber ich gehöre ins Bett; weitere Antworten auf Kommentare folgen dann morgen.


Viele Grüße,
Thomas

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Moin Chef! (Tom ;))

Die A-B-C-Sache pack ich gleich in die Antwort an Jan, aber zum Thema Ziele und Motivationen – das setze ich mal auf unsere Themenliste


Viele Grüße,
Thomas

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Moin Orakel!

Django Unchained: Interessant – ich kenne eigentlich nur die Unified Tarantino Universe Theory, die alle in ein 'verse packt. Du differenzierst da?
Und soweit ich weiß ist nur klar, dass Django eine rudimentäre Verbindung zu Pulp Fiction aufweist; aber wirklich marginal, denn in dem Western gibt es einen Steckbrief von einem Crazy Craig Koons, der eben zu Captain Koons in Pulp Fiction führt.
Nun ja.

Amadeus: Was André sagt.
Außerdem äußert er im Eröffnungspart, also sozusagen in dem Monolog über seine Kindheit (der, in dem er auch den Tod seines Vaters als "Wunder" positiv zeichnet, obschon er ja eher weniger ruhmreich geschieht), meine ich durchaus noch starke Worte für den Jungen, der bereits für Herrscher spielt.
Gleichermaßen seine Faszination, mit der er den Empfang absucht nach jemandem, der ein Zeichen des Genius besitzt, den Mozart doch haben muss und im Zuge dessen er dann das erste Mal persönlich auf den Musiker trifft.
Sicher, das ist sozusagen Verehrung gegenüber Unbekannt, aber dennoch. Stärker aber wird es wirklich in der von André genannten Szene; ein guter Teil der Szene zwischen Constanze und Saliere ist allerdings auch nur im Director's Cut drin, soweit ich weiß.


Was das anhaltende Nachdenken über das Thema angeht, stimme ich Michael zu – finde ichcool! Dann haben wir unsere Sache vermutlich gut gemacht


Viele Grüße,
Thomas

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Moin André,

Zufallstabelle für Gegenwart gefällt mir!
Hm … ich denk mal drüber nach. Das würde mir auch für die 1W6 Freunde außerordentlich gut gefallen


Und bei Amadeus hast du Recht, die Szene ist toll.
Ich mag allerdings auch sehr einfach die unterschiedliche Wirkung, die Mozart und Saliere als Dirigent auf den Zuschauer ausüben, Mozart ganz verspielt und Saliere fast schon beschwörend
Außerdem jubiliert der Tänzer in mir natürlich bei der Szene, in der es um die Musikbegleitung der Ballettpassage geht


Viele Grüße,
Thomas

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