DORPCast – Episode 18: Gescheitert und misslungen – Wenn die Kampagne mal hakt

Hallo zusammen!

Trotz Erkältungsgrippe und irgendeiner Con-Seuche schleppen sich Thomas und Michael diesmal an, und widmen sich einem etwas gewagten Thema – nachdem neulich eine Episode die besten Kampagnen der beiden beleuchtete, geht es heute um das Gegenteil: Es geht um jene, die auf die eine oder andere Weise, teils aber auch auf der ganzen Linie misslungen sind.

Inklusive beherzter Fehleranalyse und der Frage, ob man aus den Missetaten von einst nicht auch etwas lernen kann. Weiterführende Links und Timecodes gibt es wie immer jenseits des "Weiterlesen"-Buttons.

Viele Grüße,
eure DORP

Episode 18: Gescheitert und misslungen – Wenn die Kampagne mal hakt

0:00:29  Intro
0:01:15  Medienschau

0:19:22  Scorp war auf der Dreieich-Con
0:21:14  Exkurs: Wenn man sein Hobby zur Arbeit macht

0:23:27  Vampire: the Requiem – blutleere Charaktere und eigentlich alles saugt
0:28:28  Exkurs: Unknown Armies – das Spiel, das sich von selbst spielte
0:29:27  Freiheit ist absolut wichtig
0:31:06  Das Jahr des Feuers – wenn Wüstensöhne das Reich nicht retten
0:35:50  Arcane Codex – und richtig Bock hatte eigentlich keiner
0:38:02  Was tut man, wenn nicht alle wollen?
0:40:22  Earthdawn – worin das Spotlight nicht auf alle scheint
0:43:09  Egal was man spielt: Kommunikation ist das A und O
0:45:34  Savage Mutant Chronicles – wo mit der Welt auch die Spielfreude unterging

0:48:52  Con-Runden werden mal ein Thema für sich
0:49:50  Ein Fazit
0:50:20  Wir, im Netz, und dankbar

Erwähnte Medien

Daybreakers
Hell
Man of Steel
Nachtblende
Nausicäa aus dem Tal der Winde
Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt
Sleeping Dogs (X-Box 360)

Kommentare (12)

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Wieder mal eine sehr schöne und interessante Episode. Als Hörer und Teilnehmer muss ich mich doch mal zur DSA Kampange äußern.

Das Ende war in der Tat...unbefriedigend, so wie der Verlauf des gespielten Abenteuers. Ja der Einstieg war super (Turnier und alles drum herum). Aber, ich für meinen Teil, hatte nicht den Eindruck dass es darauf zurückzuführen war dass wir keine Bindung an das Mittelreich mehr hatten. Sicher, wir waren von Anfang an ja schon keinemittelreichischen Hurra-Patrioten die der Rückkehr des Kaisers entgegenfieberten (die Zitate laufen ja nicht umsonst unter dem Titel "Heimattreu Andergast") zudem waren wir als Gruppe zu dem Zeitpunkt soweit rumgekommen, dass für mich persönlich diese Kampagne nun einfach nur ein weiteres großes Abenteuer werden würde. Alleine deshalb habe ich mich mich da auch nicht als Wüstensohn gesehen, wenn dann eher als aenturischen Weltbürger. Zumal, und das sollte man vielleicht erwähnen, wir intime ja auch einen zeitlichen Bruch hatten.

Das Jahr des Feuers begann bei uns nicht direkt im Anschluß an das letzte Abenteuer, wir hatten uns ja entschieden dass etwas Zeit verstrichen und jeder der Helden seinen eigenen Weg gegangen war. Man sich nun zum Turnier nach ein paar Jahren wiedertraf für ein paar Tage voller Spaß und Spiel (wenn mich nicht alles täuscht hatten zwei Charaktere Baronien am Rande, aber immer noch zugehörig zum Mittelreich und eine andere war eine almadanische Adelige - also insgesamt alles eigentlich gute Voraussetzungen für das Jahr des Feuers und eine Rettung des Mittelreiches).

Trotzdem scheiterte es nach einem sehr gelungenen Auftakt für mich vor allem an der, auch damals diskutierten, Sache, dass uns das Abenteuer sehr railroadig vorkam und man nur von einem Punkt zum nächsten hetzte während Dinge um einen herum passierten auf die man eher weniger Einfluß hatte. Das war für mich persönlich eher der Punkt wo der Spielspaß auf der Strecke blieb und wir, neben zeitlichen und räumlichen Problemen (Beginn des Studiums in unterschiedlichen Städten) die Kampagne abbrachen.

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Hallo!
Bin vor kurzem über Zwarts YouTube-Kanal auf Euch gestoßen und muss sagen: Bin begeistert!
Habe mir jetzt (fast) alle Folgen angehört und freue mich immer auf die zweiten Sonntage :-)

Auch dieses Mal wieder eine Schöne Folge. Groß was zu sagen habe ich eigentlich nicht dazu; man kennt es ja selber zur Genüge.

Grundsätzlich finde ich immer wieder schöne Anregungen für meinen Hausgebrauch und das ein andere Aha-Erlebnis hatte ich beim zuhören auch schon. Ansonsten lausche ich eurer gemütlichen Plauderrunde einfach gerne und denke manchmal so, dass man gerne mitreden würde.

Als einer dieser typischen DSA-Fans (und nicht Rollensspiel-Fans) sind gerade die Einblicke in andere Systeme oft interessant und haben dazu geführt, dass ich jetzt demnächst mal was anderes ausprobieren werde - da hat Scorps Missionierungs-Arbeit also schon gewirkt ;-)

Zwei Kritikpunkte habe ich aber noch:
Warum nur jeden zweiten Sonntag? Ich würde gerne JEDEN Sonntag lauschen, aaargh...
Und warum die Beschränkung auf eine Stunde? Manchmal seit ihr so schön in Fahrt und bremst Euch dann selber aus. Thematisch ist das ja ok, zeitmäßig finde ich es als Zuhörer schade.

Ansonsten: WEITER SO, ganz große Klasse!

Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet, Patrick

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Moin Markus!

Danke für das Posting – alleine schon wegen des anderen Blickwinkels.
Wäre vielleicht auch bei den anderen genannten Kampagnen gar nicht mal anders; sieht halt doch jeder anders, was am Spieltisch passiert. Wobei ich die Kritikpunkte durchaus unterschreibe, die du hast und gerade die, ich sag mal inhaltsneutral, "Greifen-Episode", war füchterlichst.
Auch der Teil ganze mit unseren Knappen ist etwas, was mir nicht gerade positiv in Erinnerung geblieben ist; alleine, weil sich in den Situationen am Spieltisch leider mehr als einmal in den Reaktionen dieser NSCs zeigte, dass die eigenen Wahrnehmung des Charakters nicht mehr wirklich in Deckung war mit der, die vom Spielleiter ausging.
Ohne da jetzt der einen oder anderen Seite Schuld, Ursache oder was weiß ich zu geben; es zeigte sich halt.
Aber das Mittelreich-Assoziations-Problem war für mich halt der Dealbreaker. Alles davor begünstigte jede Form von Konflikt, aber auf der Charakterebene gab es halt auch einfach nichts, was eigentlich dagegen sprach, meinen Knappen zu verjagen, mich auf mein Pferd zu setzen und heim in den Heldentrutz zu reiten und die Leute dort mit meinen Geschichten über unsere Abenteuer unter Echsen und Novadis im Süden zu nerven


Viele Grüße,
Thomas

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Moin Patrick!

Dann willkommen an Bord – und danke für das liebe Lob!
Gerade wenn wir Anregungen liefern können, freut mich das sehr; Unterhaltung ist schon cool genug, aber Mehrwert, das geht dann runter wie Öl

Was die "Kritikpunkte" angeht, so lassen die sich auf einen Nenner bringen: Zeit.
Wir zeichnen halt einmal alle 14 Tage auf, wobei das bisher irgendwo zwischen sieben und zwei Tage vor Veröffentlichung lag. Das ist schon nicht ganz unproblematisch, weil wir halt auch beide zeitlich nicht ganz unproblematisch sind – wobei ich da denke ich der weitaus größere Übeltäter bin –, aber dennoch. Wir nehmen meist nach Feierabend auf, insofern "frisst" uns das den Abend auch so halbwegs auf, zumal wir ja meist noch ein variabel langes Vorgespräch haben, ebenso wie eine gewisse Nachbetrachtung nach Ende der Aufnahme … und manchmal auf noch private oder berufliche Gespräche, was halt alles in allem den Abend verschlingt.

Dann kommt aber Teil 2, der vor allem mich betrifft: Die Postproduktion.
Vielleicht sprechen wir das auch in einer Episode mal an oder so, einfach weil ich es selber auch spannend finde: Scorp und ich nehmen ja separat voneinander auf, damit unsere manchmal zickigen Internetverbindungen möglichst wenig Chance haben, querzufunken. Beide Spuren werden dann bei mir synchronisiert, eventuelle Ton-Doppler nehme ich raus, und dann mache ich einmal die komplette Tour mit, schreibe Timecodes auf, notiere mir die zu verlinkenden Sachen für den Kommentar darunter und schieße überzählige "Öhs", "Ähs" und dergleichen aus dem Text, wo ich denke, dass sie beim Hören stören. Dann wird noch das Intro eingesprochen (also die Brücke im "Titelied") und ebenfalls verankert.
Alles in allem kannst du per Faustregel sagen, dass ich an einer Minute Podcast drei Minuten sitze. Daraus ergibt sich dann ganz von alleine, warum wir nicht jede Woche dafür die Zeit finden – und warum wir letztlich auch versuchen, die Episodenlänge zu deckeln.

Ich kann sicher für mich, aber ich denke für uns beide sprechen wenn ich sage, dass uns der DORPCast immens viel Spaß macht, aber er ist halt schon ein ordentlicher Zeitfresser

Insofern wird es wohl auf absehbare Zeit bei einer Stunde je 14 Tage bleiben


Viele Grüße,
Thomas

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Was ich mich nach nochmaligem Hören gefragt habe: Hat Scorpio die Vampire: The Requiem-Kampagne jetzt eigentlich mitgespielt oder nicht? Nach eigener Aussage am Anfang ja nicht, aber dann redet er so darüber, als ob er dabei war.

Beste Grüße und macht weiter so!
Euer verwirrter Elwood.

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Hey Thomas!

Das mit der Zeit hab ich mir schon so gedacht.
Dennoch: Schade!
Und: Wirklich interessant welche Arbeit und beachtenswert welches Herzblut ihr (und in der Postproduktion Du) da reinsteckt! Hut ab dafür, man hat ja auch noch anderes zu tun im Leben...

Was ich noch vergessen hatte zu erwähnen ist, das mir auch der Anfangsteil mit der Medienschau immer gut gefällt. Was ich kenne kann ich hier gut mit meiner eigenen Meinung abgleichen und ansonsten ist halt auch mal was unbekanntes Gutes dabei oder ich brauche mir etwas Dummes erst gar nicht anzutun. Vieles zumindest meiner Interessen wird bedient. Sehr Schön!

Ansonsten noch 2 Wünsche für die Zukunft:

Spart auf keinen Fall auch mal mit deutlichen Worten. Im Guten wie im Schlechten.
Mein persönliches Highlight war in einer der letzten Folgen als Scorp irgendetwas von Chtulu erzählen wollte, über das Setting schwärmte, dann ins Stocken geriet, um dann einfach damit herauszuplatzen das die Regeln einfach Sch***e sind. Ganz großes Ohrenkino, mir aus der Seele gesprochen und einfach nur ehrlich. So muss es sein!

Die Idee einer Jahresend-Rückblick-Folge finde ich sehr charmant! Das solltet ihr auf jeden Fall machen.
Ich würde mir hier sowohl bei der Medienschau als auch Rollenspielerisch mal einige Top-Ten oder -Five Listen von Euch wünschen! Filme, Games, Bücher, Erlebnisse usw. Das wäre super.
Am besten noch gepaart mit Worst-Five Listen oder so, um auch die böse Seite der Nerd-Kultur zu bedienen. Dann könnten die Zuhörer mal Ihre Sachen in die Kommentare hämmern, da hättet Ihr dan evtl. auch was davon...

Ok, soweit von mir, freue mich auf die nächste Folge,

Patrick

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@Elwood Blues:
Heyho! So um Minute 24 herum? Da betone ich, dass ich bei Thomas alter Magus-Kamoagne nicht mitgespielt habe, die noch in der Eifel stattfand und für mich ohne Auto dereinst schlicht nicht zu erreichen war. Die Vampire-Kampagne kam erst, als der Herr Michalski sich dazu entschloss, in Aachen zu studieren und wir in unmittelbarer Nähe zueinander wohnten.

Was wir übrigens zu unserer beider Überraschung vergessen hatten, war die Exalted-2nd-Kampagne, die Thomas auch geleitet hat. Vieles was bei Vampire nicht geklappt hat, ist auch hier schiefgegangen. Dazu kam die wohl krasseste Charaktererschaffung EVER, über drei Tage mit der Rollenspielrunde im gemeinsamen Urlaub. Aber die größten Probleme waren, dass die Regeln totaler Murks sind und das wir ständig mit enorm mächtigen Figuren konfrontiert wurden, obwohl wir als Exalted eigentlich mal so richtig zeigen wollten, was wir draufhatten. Das klappt aber nicht, wenn man auch weiterhin klein gehalten wird, durch eben NOCH stärkere Kontrahenten.

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@Elwood Blues:
Heyho! So um Minute 24 herum? Da betone ich, dass ich bei Thomas alter Magus-Kamoagne nicht mitgespielt habe, die noch in der Eifel stattfand und für mich ohne Auto dereinst schlicht nicht zu erreichen war. Die Vampire-Kampagne kam erst, als der Herr Michalski sich dazu entschloss, in Aachen zu studieren und wir in unmittelbarer Nähe zueinander wohnten.


Ah, siegste, dieses kleine aber wichtige Detail muss mir beim Hören entgangen sein.

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Moin Patrick!

Danke noch einmal!
Und ja, der DORPCast – aber auch die ganze DORP – ist für uns jetzt seit vielen Jahren auch einfach Lebensinhalt. Wir sind noch nicht ganz da, aber es wird auch nicht mehr ewig dauern, dann ist der Punkt überschritten, an dem die Seite mich den größeren Teil meines Lebens begleitet haben wird
Aber natürlich freut es uns, dass wir mit dem Podcast etwas gefunden haben, um dem Projekt noch etwas neues Leben zu verleihen

Zum Thema deutliche Worte:
ich denke, wofür ich mich auf jeden Fall verbürgen kann, ist, dass wir hier ehrlich sind. Das merkt man denke ich auch. De Grad des "Vom-Leder-Ziehens" ist dann natürlich noch mal vom Sprecher abhängig und wie sehr ein Produkt die richtigen oder falschen Nerven getroffen hat. Ich persönlich bin halt – aber nicht nur hier im Podcast, sondern auch allgemein bzw. privat – immer sehr bemüht, erst einmal nach den positiven Seiten eines Produktes zu schauen. Warum, da spielen eine Menge Faktoren eine Rolle, aber grundsätzlich will ich einfach allem eine Chance geben und glaube halt auch, dass die meisten Dinge durchaus ihre Tugenden besitzen, wenngleich manchmal überschattet.
Was aber zum Beispiel nichts daran ändert, dass Scorps Cthulhu-Kritik völlig berechtigt ist.

Der andere Faktor, der aber natürlich da ist, ist unsere Tätigkeit für Verlage; in Scorps Falle festangestellt, in meinem Falle als Freelancer. Ich denke allerdings, wir haben auch in der Vergangenheit schon gezeigt, dass man uns da keine monströsen Maulkörbe angelegt hat
Im Gegenteil denke ich, dass der recht offene und ehrliche Umgang damit recht klar macht, dass wir hier als Privatpersonen podcasten; nur eben als Privatpersonen mit verbundenem Broterwerb … ich nehme an, du weißt, was ich meine.

Die Jahres-End-Folge haben wir noch nicht geplant – aber ja, wird so auf jeden Fall mit im Hinterkopf behalten


Viele Grüße,
Thomas

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@ Michael:
Ja, ich denke, insgesamt konnte man Vampire und Exalted dahingehend vergleichen. Wobei Exalted das Gruppen-Chemie-Problem nicht in der Form hatte, dafür aber eben die Regeln aus der Hölle (was, für Kenner der 2nd, sicher nicht besser dadurch wurde, dass wir Dragonblooded gespielt habe; und das Dragonblooded-Buch ist in meinen Augen regelrecht broken, was teilweise auch zu dem angesprochenen Power-Level-Problem geführt hat, sicher aber zu dem Ärger bei der Charaktererschaffung …)


Viele Grüße,
Thomas

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