DORPCast – Episode 13: Preiskrieg im Bücherland

Hallo zusammen!

Die heutige Episode ist ein bisschen was Besonderes – ursprünglich sollte es heute um unsere bisher besten, selbst gespielten Kampagnen gehen. Allerdings verzettelten sich Michael und Thomas bei einem anderen, eigentlich nur als Randthema angedachten Bereich dermaßen, dass entschieden wurde, die Episode zu splitten. Somit greift die Folge heute das Nebenthema in ordentlicher Länge auf – es geht um den Kampfpreis der fünften Edition von Shadowrun genauso wie um Amazon Matchbooks, die hauseigene Buch-Antwort auf Autorip –, während die Kampagnen dann als Folge 14 (mit neuem Medientipps-Teil versteht sich) in 14 Tagen erscheinen wird.

Alle weiteren Infos folgen wie immer nach dem Umbruch.

Viele Grüße,
eure DORP

Episode 13 – Preiskrieg im Bücherland


0:01:17   Intro
0:01:50   Medienschau

0:12:41   Shadowrun 5 für'n Zwanni?
0:13:23   Die Sicht des Handels?
0:14:01   Gewinn durch höhere Verkaufszahlen?
0:15:02   Generieren mehr verkaufte Grundregelwerke mehr Kunden?
0:18:13   Die Sache mit der fatalen Preisgewöhnung
0:20:14   Recht analog: Die Schnellstarter auf der RPC
0:20:40   Könnten andere nachziehen?
0:21:25   Ist Shadowrun als Einsteigersystem geeignet?
0:24:26   Die limitierte Ausgabe
0:24:48   Die "Konsolentaktik"

0:26:34   Amazon Matchbook
0:27:32   Vergleich zu Autorip
0:28:41   Angriff auf den Buchmarkt
0:29:33   Auch hier: Die Sache mit der Preisgewöhnung
0:30:58   Marktanteil des Kindle
0:33:09   Ein Monopol ist nie gut für den Endkunden
0:33:32   Über die Preisbindung
0:34:09   Ein paar Sätze zu Skoobe und zur VG Wort
0:36:01   Fazit: Hauptsache, der Kunde reflektiert
0:39:02   Eine Danksagung
0:39:55   Ein Cliffhanger

In diesem Medienblock erwähnt
Cabin in the Woods
Cloverfield
DSA: Das Jahr des Greifen (Kampagnenbuch-Neuauflage)
Lena Falkenhagen – Die Boroninsel (Die Rabenchronik, Teil 1)
Numenéra

Ebenfalls in dieser Folge erwähnt
Amazon Kindle Matchbook
Amazon Whispersync for Voice
e-book-news.de: VG-Wort Tantieme nur für DRM-freie E-Books im PDF-Format?
heise.de: Amazons "Kindle Matchbook": E-Book-Rabatt bei Printkauf
Pegasus Press zu Shadowrun 5: Alles hat seinen Preis
Skoobe.de

Kommentare (20)

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Huh. Ähm... ja. Irgendwie habe ich kaum was zum kommentieren gefunden.

Jahr des Greifen: Eine Freundin von mir hatte mir vor Korzum gegenüber verwundert festgestellt, dass Hennen gar nicht mehr im neuen Band erwähnt wird. Fast so als währe das Ding noch nicht mal Nominell in irgendeiner Weise "von ihm". (Okay, wir haben dann im Anschluss noch ein wenig über die jeweiligen Rechte an der Arbeit gesprochen, wobei sie erstmal von einer grundsätzlichen Rechtsähnlichkeit wie in der bildenden Kunst ausging - wo ich ja meinen Abschluss gemacht habe.)

Numenera: "Spieler würfeln alle Proben". Das klingt für mich jetzt gerade ein wenig nach einem ähnlichen Prinzip, wie es im cinematic Unisystem (also Buffy, Angel und Co.) zur Anwendung gekommen ist?

ebook-Reader-Konkurrenz: Hier in Deutschland versuchen thalia in Kooperation mit... ich glaube Hugendeubel und Weltbild ... den Tholino Shine als Gegengewicht zum Kindle aufzustellen. (Wobei ich nicht weiß wie gut oder schlecht das Teil dann jetzt letzten Enden im Vergleich ist.) Der Vorteil vom Kindle ist halt immer noch, das die Einstiegshürde auf den ebook-Markt durch dieses Teil extrem niedrig geworden ist. (Ich glaube derzeit läuft sogar noch eine neue Kampagne, mit dem der günstigste Kindle aktuell bei 49€ zu bekommen ist.)

ebook-Scanner-Ansatz: Nur damit ich mir jetzt etwas darunter vorstellen kann: Was genau macht diesen gewalltigen "mehraufwand" jetzt bei ebooks aus? Die ursprünglichen Textdokumente sind doch in der Regel digital. (Und um es jetzt ganz doof zu formulieren: Wenn ich eine .doc-Datei habe brauch ich doch einfach nur einmal auf Calibre den Befehl "mach" anklicken und bekomme gegen Ende ein entsprechendes epub oder mobi. Was genau ist in dem Bereich dieser Mehrauwand den Scorpio da beschreibt? (Um jetzt die entsprechende Plakation daran umzuformulieren: Was ist so schlimm daran, wenn ich für den ebook-Reader mich im Netz umsehe und nach DRM-Freien Dateien suche, die Bücher digitalisiert haben, die ich schon zum Teil seid Jahren besitze? Einfach weil es Unterwegs so ungeheuer unpraktisch ist zwei Bücher im Rucksack zu haben?)
Ich stelle diese Fragen jetzt gerade so Kontrovers, weil das Ganze bei Scorpio nach "das ist so ein riesen Aufwand" klingt und ich halt ein paar Probehalber-Tests mit einschlägiger OpenSource-Sofware mal versucht habe.

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Zur Frage warum SR5 so preiswert und nicht die Einsteigerbox - gerüchteweise war die Einsteigerbox als Marktpenetrator angedacht, die wäre erst im nächsten Jahr fertig geworden, daher fiel die Entscheidung fürs SR5 GRW.

Übrigens - for the record, weil der Scorp uns immer reicher macht, als wir sind ;-), wir armen Händler haben bei deutschen Rollenspielen eine Marge von ca. 40% Prozent. An Verlag oder Großhändler zahlen wir 55% des Verkaufspreises (manchmal auch 57,5% oder mehr) auf den Verkaufspreis, dann gehen noch 7% Steuern an Vater Staat.

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@Roland: Ich sage meist die Hälfte der Händlerpauschale, weil es einfacher zu rechnen ist, nicht weil ich den Händlern nichts gönne. ;-) Aber ich habe jetzt schon oft mitbekommen, dass vielen Leuten gar nicht bewusst ist, wie viel Geld wirklich an den Verlag geht.

@Orakel: Zum Ebook-Aufwand: Zunächst einmal nutze ich die Chance und weise auf mein zwischenzeitlich erschienenes Video vom Ebook-Workshop auf der Ratcon dieses Jahr hin http://youtu.be/4WCii7owOMo. Tatsächlich ist der Aufwand zum Erstellen eines epubs dank CS6 stark gesunken, wenn man a) bereits eine vernünftig erstelle Layoutdatei hat und b) sich das KnowHow bereits angeeignet hat. Die Zeit, die man aufwenden musste, um damit entsprechend arbeiten zu können, muss man auch irgendwie umlegen. Man bezahlt also wie bei jedem Job nicht nur die Zeit, die tatsächlich zur Erstellung aufgewendet wurde, sondern auch die, damit die Leute das überhaupt erledigen können.
Das Umwandeln mit Calibre "funktioniert", in dem Sinne, dass man eine Datei in einem anderen Format erhält. Unsere Tests damit lieferten aber aber nicht die Ergebnisse, die man getrost verkaufen könnte. Da gingen z.B. Formatierungen und Absätze verloren, was ziemliche Auswirkungen auf die Wirkung eines Textes haben kann. Die kürzlich erschienene Relasefassung 1.0 habe ich aber noch nicht getestet. Das andere große Problem sind die Texte, die nicht mehr als Datei vorliegen. Ulisses ist z.B. der dritte (vierte, wenn man Jahr des Greifen dazu zählen möchte) Verlag, bei dem DSA-Romane erscheinen, über eine Dauer von knapp 30 Jahren. Für einen Großteil davon liegen schlicht keine Dateien mehr vor, so dass die Romane eingescannt und dann sehr intensiv nachbearbeitet werden müssen.

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Moin Orakel!

Jahr des Greifen:
Meinst du den Roman oder die Kampagne?
Beim Roman hab ich die alten drei Bastei-Bände, aber eine Amazonsuche zeigte mir auch darüber hinaus "nur" die mir vom Sehen bekannte Sammelausgabe von 2001 sowie die komischen, bei Nikol erschienenen Hardcover von 2007. Da steht Hennen auf beiden drauf.
Sollte es euch um die Kampagneneuauflage gehen: Auf S. 3 im Impressum heißt es "basierend auf Texten von Bernhard Hennen", ebenso wie er im Vorwort genannt wird. Also zumindest soweit ich das sehen kann, sind da alle Nennungen vorhanden

Numenéra/Cinematic Unisystem:
Ach Gott, Cinemantic Unisystem ist bei mir auch irgendwie fast 'n Jahrzehnt her. Um mal zu dem was zu sagen, was frisch ist in der Erinnerung:
Bei Numenéra lässt sich das recht gut auf einen Satz herunterbrechen, der dann analog auch für andere Felder gilt – wenn du jemanden attackierst, würfelst du einen Angriff, wenn dich jemand attackiert, würfeslt du Verteidigung. Also sozusagen aktiv oder passiv je nach Stoßrichtung auf den Charakter.

eBook-Reader-Konkurrenz: Hm, okay, da muss ich mir dann auch mal irgendwo Zahlen besorgen. Aber stimmt, ja … wobei Thalia ja nun selber nicht wirklich gut in der Kreide steht derzeit. Aber … anderes Thema.

Und zu der plakativen Frage am Schluss:
Der in meinen Augen größte Unterschied ist letztlich der, dass die Beteiligten an der Datei, die du aus dem Netz schüttelst, schlicht nichts verdienen.
Einfache Rechnung: Der Autor kriegt id 10% des Buchpreises (eigentlich Netto-VK, aber ich mach's mal einfach und gehe davon aus, du kaufst direkt beim Verlag): Also etwa 1€ bei 10€ Buch.
Beim eBook liegt der Schnitt eher so bei 20%, also etwa bei dem eBook-Preis von dann 9€ noch mal 1,80€.
Das ist, Vorschuss beiseite, das, was der Autor mit diesem Buch an dir verdient. Und das ist, je nachdem, 1€ oder 2,80€.
Es ist eine Wertschätzungsfrage gegenüber dem digitalen Produkt, aber eben auch gegenüber dieser so schwer zu fassenden, abstrakten Leistung, die der Autor (so wie andere Beteiligte, Illustratoren, Lektoren etc.) halt diesem Buch beigebracht haben und die dann in vielen Iterationen Buchverkauf für Buchverkauf letztlich vergolten und/oder amortisiert werden muss.

Ich weiß, dass das eine schwierige Grauzone ist; darf ich mir Filme als MP4 aus dem Netz ziehen, um sie aufs Handy zu laden, wenn ich doch die DVD besitze?
Aber rein faktisch, im Sinne von "Damit verdienen Menschen Geld", ist das auf jeden Fall ein nennenswerter Unterschied.

Zur eBook-Herstellung sei auf Scorps Antwort und den Workshop verwiesen; einfach, weil ich selber keine eBooks mache.
(Mehr oder weniger; führt aber zu weit; generell: nicht.)


So, hoffe das tut's als Antwort erst mal, muss jetzt gleich los, haben heute noch LARP-Orga-Ortsbesichtigung …


Viele Güße,
Thomas

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@Thomas:
Jahr des Greifen: Ja, es ging in dem Augenblick um diese neue Sammelausgabe. Gut, dann sie vermutlich zu dem Zeitpunkt noch nicht diese entsprechenden Nennungen gesehen gehabt. (Für sie hätte der Name noch irgendwo auf dem Coverbild vermutlich gehört, oder wo sowas bei den DSA-Bänden dann auftaucht. DSA ist ihr Baby und ich beteilige mich hin und wieder auf ihrem Blog mit anderen Sachen.)

Numenera/cinematic Unisystem: Ganz Ehrlich. Ich muss selbst auch nochmal meine Ausgabe von Angel rauskramen, wie die das im Detail bei Eden Studios gelöst haben. Ich kann mich allerdings noch relativ gut erinnern, dass bei dem Spiel der SL aufs erzählen reduziert wurde, und die Spieler an sich die einzigen am Tisch waren, die würfel brauchten.

ebook-Reader-Kokurrenz: Das den großen Ketten das Wasser bis zum Hals steht ist ja schon seid längerem Bekannt. Genau darum haben die sich wohl ausgerechnet bei diesem einem Gerät auch einmal zusammengerauft und sind ansonsten weiterhin Spinne-Feind. (Wobei das größte Problem immer noch bestehen bleibt: Der Formatkrieg mobi/epub. (Und die Tatsache, das hier aus "Besitz" einer Datei letzten Endes in den meisten Fällen nur eine Linzensierung geworden ist.) Wobei mich das "Ollygopol" der großen auch nicht sonderlich anmacht. Ich meine: Wenn ich in einen Laden gehe finde ich in den für mich spannenden Abteilungen (naja...) die übliche Breitenauswahl "Übernatürliches fickt Irgendwas"-Klonauswahl und mit etwas Glück eventuell noch Stephen King und ein paar von den Buchrücken her eher maue SciFi-Romane. Ich muss "meine" Bücher tatsächlich ohne ausnahme immer bestellen. (Der Fluch, dass man als "Digitalnative" in solchen Fragen immer zu gut informiert ist, was das angebot anbelangt.)

@Scorpio: Das Argument mit den älteren Romanen schenke ich dir. Allerding sieht halt dieser Satz "Die wissen gar nicht was das für ein Aufwand ist." allein irgendwie immer Erklärungswürdig. Gerade weil man (ich) dann durchaus Beispiele bringen können, dass die ganze Angelegenheit aus der Uneingeweiten-Sicht mit "unseren" Spielzeugen ein wenig anders belegt ist.
Daher danke zumindest, dass du dich dazu ein wenig mehr ausgelassen hast.

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Das Video vom eBook-Workshop auf der RatCon fand ich auch ziemlich gut, zusammen mit eurer DORPCast-Folge zu dem Thema gibt einem das schon einen recht guten Einblick in den Themenkomplex. Lob an Scorp dafür. Ich denke man muss halt schon immer zwischen dem eBook Einzelprodukt und dem eBook als Ergänzung zur Print-Ausgabe unterscheiden. Für letzteres bin ich einfach nicht bereit nochmal 50% Aufschlag auf den Print-Preis zu berappen, während ich für ein reines eBook durchaus 70-80% des Print-Preises für fair halte. Und ich glaube, dass man hier auch allgemein eine langsame Veränderung im Bewusstsein der meisten Kunden bezüglich ihres Verhältnisses zum Wert "digitaler Produkte" beobachten kann. Da liegt noch viel im Argen, aber letztlich ist doch eine Entwicklung in die richtige Richtung erkennbar, man muss dem Ganzen also einfach noch etwas Zeit geben und nicht müde werden, aufzuklären und den Leuten die Situation zu erklären. Danke, dass gerade ihr das immer wieder so schön tut und dabei den moralischen Zeigefinger auch nie so weit erhebt, wie es die Musikindustrie im aussichtslosen Kampf gegen die bösen Raubkopierer (sind ja schließlich alles Verbrecher!) zum Glück auch immer seltener tut, nachdem sich das eigentliche Problem hier auch langsam aber sicher von selbst zu beseitigen scheint. Ich hoffe, dass man eine ähnliche Entwicklung im Buch-Sektor beobachten können wird.

An "Shadowrun 5" hatte ich selbst eigentlich nie Interesse (die Welt ist ziemlich cool, aber neben dem chronischen Zeitmangel hat mich auch das, was in meinem Bekanntenkreis bei "Shadowrun" als Spielstil gepflegt wird, immer eher abgeschreckt als mir Lust drauf zu machen), aber ein knapp 500-seitiges Vollfarb-Hardcover für 'nen Zwanni - da werd wohl auch ich mal zuschlagen. Ich halte das aus Verlagssicht auch für ziemlich clever, der Werbeeffekt ist schon enorm, das dürfte ausgleichen, dass sich das Produkt an sich zu diesem Preis finanziell niemals wirklich lohnen kann. Und letzteres müsste eigentlich jedem vernunftbegabten potentiellen Käufer auch klar sein, selbst wenn ich das Geschrei, warum andere nicht auch solche Preise machen können, jetzt schon hören kann. Sehr spannend finde ich die Frage, ob Ulisses das bei DSA5 möglicherweise nachahmen wird, wenn Pegasus damit Erfolg hat. Für keinen anderen Verlag und kein Spielsystem dürfte das Sinn machen, bei DSA könnte ich mir aber vorstellen, dass sich das möglicherweise auch lohnen würde...

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Der SR5-Preis hatte übrigens schon inspirierende Wirkung, Christian von Prometheus hat überlegt, auch ein günstiges SW-Hardcover anzubieten.

Finde im Moment aber leider den Post nicht.

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N'Abend zusammen.

Ich muss ja sagen, dass Amazons Kindle Matchbook ja genau das wäre, was ich von Anfang gerne gehabt hätte und weswegen ich mir immer noch keinen E-Book Reader zugelegt habe.
Und da das in Deutschland ja voraussichtlich nicht umsetzbar sein wird, wird das wohl auch 'ne ganze Weile so bleiben.
Wenn dann will ich ja auch die Bücher elektronisch haben, die ich bereits im Regal stehen habe und wenn ich mir neue Bücher kaufe, will ich die auch ins Regal stellen.

Viele Grüße
Der Tom

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Roland,

Enstprechende Threads gab es sowohl im Tanelorn als auch bei aktion-abenteuer. Es war die Rede von einer Neuauflage der GERTA für 9,95 (auch so ein Kampfpreis) oder einer GER für 19,95 statt 34,95.

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@Thomas Bender:
Interessanterweise hat sich meine persönliche Haltung zu digitalen Büchern in den letzten Monaten radikal geändert. Ich besitze seit Weihnachten letzten Jahres einen eBook-Reader (KoboGlo - ja, ich kann ihn guten Gewissens weiterempfehlen) und hatte ihn zu Beginn noch selbst als nette Spielerei und Ergänzung zum gebundenen Buch angesehen. Inzwischen ist es so, dass ich mir insbesondere Romane, die ich tendenziell nur einmal lese, nicht mehr unbedingt als Deko-Objekt im Schrank stehen haben will. Das hat mich irgendwo schon selbst überrascht, weil ich ja dem Totholz-Buch auch irgendwie noch sentimentale Gefühle entgegenbringe.
Meine Rollenspiel-Bücher beispielsweise könnte ich mir als reine PDFs nicht vorstellen, weil das für mich dann schon weit mehr "Artbook-Charakter" hat als der durchschnittliche Roman, so dass hier Layout und Illustrationen eine ungleich größere Bedeutung haben. Das möchte ich dann auch schon gedruckt sehen.

Was mich momentan ziemlich ankotzt, ist, wie schwierig es ist, eBooks (also normale Roman) ohne lästige DRM-Verseuchung zu bekommen. Für deutsche Bücher findet man ja noch Shops, wenn man sich ein bisserl Mühe bei der Suche gibt, aber englische Bücher sind offensichtlich hierzulande nicht ohne diesen Adobe-Quatsch und/oder Konsorten zu bekommen. Schade, eigentlich hätte ich mir längst gerne die "Game Of Thrones"-Bücher zugelegt und würde mich da tatsächlich mit der eBook-Variante begnügen, aber offensichtlich ist das in Deutschland nicht möglich, wenn man sich so bescheuerten DRM-Gängelungen konsequent verweigern will.

Grade die Kunden-Gängelung in Form der Bindung an Amazon lässt mich dann auch den Kindle entschieden ablehnen, da bleib ich lieber bei meinem Kobo. Denn grade vor der Monopolisierung, die auch im DORPCast angesprochen wurde, graut es mir total.

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