DORPCast – Episode 9: Im Schatten des Steuerkreuzes

Hallo zusammen!

Heute werden wir mal digital – Michael und Thomas nehmen sich heute einer Nebenstelle unseres geliebten Hobbys an und sprechen über Video- und Computerrollenspiele. Was ist gut, was ist schlecht – und sind das eigentlich "richtige Rollenspiele"?

Zu allen weiteren Details führt wie immer der [Weiterlesen]-Schalter.

Viele Grüße,
eure DORP

Episode 9 – Im Schatten des Steuerkreuzes

0:00:29 Intro
0:01:00 Mediales
0:14:14 Wo lag unser Einstieg?
0:16:45 Secret of Mana!
0:17:55 Alte Anleitungen
0:19:88 Was macht ein Computerrollenspiel aus? Gedanken über Freiheit und das narrative Element.
0:21:51 Freiheit und Tücken in der Nordlandtrilogie
0:24:04 Sandbox vs. Railroading
0:26:52 Positive Erinnerungen an SNES-Titel, Fallout und Baldur's Gate
0:31:55 Folge auf Baldur's Gate eher mehr Story oder mehr Hack'n'Slash?
0:33:18 Von Action-Rollenspielen und RPG-Elementen
0:35:16 Über WoW und XP, LARP und P&P
0:38:47 Sind Computerspiele Rollenspiele?
0:41:41 Es ist keine Frage von Entweder/Oder
0:43:34 Die übliche Feedbackbitte
0:44:00 Der "D&D-Vorwurf"
0:45:34 Haben uns persönlich Videospiele nachhaltig beeinflusst?
0:47:25 Ein Fazit, Versuch I
0:48:33 Gibt es Pflichttitel?
0:50:21 Noch ein Wort zur Synchro von Baldur's Gate
0:50:53 Ein Fazit, Versuch II
0:51:14 Wir, im Netz, und sozial, und so – und ein Schlusswort

In diesem Medienblock erwähnt
Boss Monster
Contact: Schrecken aus der Tiefe
Der Hexer (DVD)
Prometheus Collector's Edition
Steam Noir: Revolution
Sternenkrieger
Super Street Fighter IV: Arcade Edition (X-Box 360)

Außerdem in dieser Folge erwähnt
Stay Forever, Folge 23: Fallout
Scorps altes Blog: Legi Intellexi Condemnavi – Was wir von World of Warcraft lernen können

HD-Remake: Baldur's Gate Enhanced Edition (inkl. rechtlicher Probleme, von denen wir beim Podcasten noch nichts wussten)
HD-Remake: Die Nordlandtrilogie direkt bei Amazon kaufen

Kommentare (9)

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Moin Xeledon!

Ah, vielleicht war's auch einfach schon entschieden zu spät gestern ;)
Aber na ja, ich hatte es von mehreren Seiten zu der obigen Quelle zurückverfolgt, aber da dann nicht mehr weiter gecheckt. Ich streich's mal durch, wenn unser Kommentarsystem mich lässt ;)

Aber ja, der Punkt bleibt bestehen.
Nehmen wir einfach was Gesichertes: Ich finde es beispielsweise auch relativ vielsagend, dass die (coolen) HD-Versionen der (ohnehin großartigen) ersten beiden Teile von "Baphomets Fluch" zwei Änderungen im Bezug auf die Schwierigkeit hatten: Einerseits gibt es eine Hilfe-Funktion, die dir stufenweise Tipps gibt bis dicht vor "Pass auf, folgende Schritte müssen nun ausgeführt werden …" … und andererseits, das Entfernen aller möglichen Stellen, an denen man sterben konnte.
Ich finde das nicht mal schlimm, aber es zeigt, dass sich da echt viel in der Haltung der Spieler von 1996 nach 2009 (Baphomets Fluch Director's Cut) bzw. 2010 (Baphomets Fluch 2 Remastered) geändert hat.

Genauso wie das dieser Tage erscheinende Remake von Ducktales nach einigen erschütternden Fokusgruppentests ja auch einen Easy Mode bekommen hat.


Viele Grüße,
Thomas

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Ich bin mir zwar nicht 100%-ig sicher, glaube aber, dass du bei der Super-Mario-Geschichte einem Fake aufgesessen bist. Das war meines Wissens nach ein satirischer Beitrag, den die von dir zitierte Quelle da eingebracht hat. Aber letztlich ist es ja nur die überspitzte Darstellung eines real existierenden Problems, insofern entkräftet das auch mitnichten deinen Punkt an sich, die Leidensfähigkeit von Spielern ist sicherlich nicht gewachsen und Spiele wie "Dark Souls" müssen sich geradezu als Gegenentwurf zu modernen "Spielbarkeits"-Konzepten inszenieren, um Schwierigkeitsgrad und Frustmomente der "guten alten Zeit (tm)" wiederaufleben lassen zu können.

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Hallo Philipp!

Mit "die freie Zeit billig" sagst du was; wenn ich bedenke, was ich als Jugendlicher an Lebenszeit verzockt habe … irre. Nicht missverstehen, ich bereue da nichts und wäre heute ja nicht der gleiche Geek Anfang 30, der ich (gerne) bin, wäre es anders gewesen, aber so dieses "Schule aus um spätestens 15 Uhr, noch was Essen und den Tag für mich" … ich bin manchmal was neidisch auf mich selbst ;)

Was "Schicksalsklinge" angeht, so muss man vielleicht der Fairness halber noch ergänzen, dass ich alle drei Teile gespielt habe, auch durchaus intensiv, aber nicht in der Reihenfolge.
Ich hatte zuerst "Sternenschweif" und hab es gerne gespielt, dann "Schicksalsklinge" und fand es da schon deutlich dem Nachfolger unterlegen, und dann "Schatten über Riva", das ich bis heute für einen echt steilen Zahn halte. Aber … das kam ja schon im Podcast.

Das mit einer gewissen Leidensfähigkeit stimmt aber sicher auch. Nintendo hatte neulich mal ein, zwei Meldungen in die Richtung über das Feedback junger Spieler zu alten Titeln … beispielsweise hat Satoru Iwata, der Nintendo-Chef, vor einer Weile erklärt, jüngste Studien hätten gezeigt, dass 90% der letzten Testgruppe am ersten Level des ersten Super Mario Bros. gescheitert wären. Das ist Welt 1-1, ich denke für sehr viele Menschen der erste Level, den sie je gespielt haben. So überhaupt.
Natürlich reden wir hier von grundverschiedenen Genres, aber ich glaube im Kern ist es schon übertragbar: Ich glaube vieles von dem, was wir früher gerne gezockt haben, würde heute bestenfalls zu Protesten führen, wie unspielbar das sei …


Thomas no can do research.
Hab aber weiter oben in Kommentar #9 alternative, sinnige Beispiele genannt …

Aber nun, so ist der Lauf der Dinge, schätze ich …

Viele Grüße,
Thomas

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Hallo Xeledon!

Ja, klare Zustimmung in Sachen "Schicksalsklinge" … ich hatte bis zu dem Podcast auch vor allem Zeichnungen und frühe Screenshots gesehen … jetzt, nachdem ich die ersten Video-Rezis geschaut habe, wird es aber auch definitiv dabei bleiben.
Das Spiel ein Debakel zu sein; an jeder einzelnen Front.

Ich meine, dass das kein Skyrim würde, das war ja klar, alleine schon aus Budgetgründen. Aber wie man ein vielleicht altes, aber gutes Spiel derart zugrunde richten kann, das erschließt sich mir nicht …


Viele Grüße,
Thomas

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Oh, die Folge hat nostalgische Gefühle geweckt... Zustimmung zu Fallout und Baldurs Gate als absolute Über-RPGs und Reanimatoren und Erneuerer des Genres nach einigen Jahren relativer Flaute. Von der aktuellen Entwicklung bekomme ich leider nicht viel mit, weil ich seit einigen Jahren aus Zeitmangel kaum noch videospiele. iOS Baldurs Gate Enhanced hab ich mir aber geholt und es ist gut spielbar, und insgesamt deutlich weniger verbugt als damals (leider sind ein paar neue Hämmer drin).

Ich möchte ansonsten bemerken, dass ich Schicksalsklinge gar nicht so unspielbar fand und es mir selbst als ca. 12 oder 13jährigem gelungen ist das durchzuspielen. Ich habe allerdings ungezählte Stunden und mehrere Anläufe gebraucht - damals war die Frustrationstoleranz offenbar hoch (bzw. die freie Zeit billig...).

Eure Herangehensweise (Handlungen im CRPG nach Rolle abwägen statt es möglichst optimal zu "schlagen") war übrigens auch immer die meine. Ich kenne/kannte aber auch viele die es absolut nicht so gemacht haben.

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Als Nachtrag zum "Schicksalsklinge"-Remake muss man wohl eine deutliche Warnung hinterherschicken, sich den Kauf GRÜNDLICH zu überlegen - grade wenn man die alte Version kennt und mag. Nachdem ich dieses Video gesehen hatte, habe ich selbst zumindest das Remake schnell wieder von meiner Wunschliste gestrichen und werde bei Gelegenheit lieber das Original noch einmal auspacken:
http://www.pcgames.de/Das-schwarze-Auge-Die-Schicksalsklinge-PC-249135/Videos/DSA-Schicksalsklinge-Die-katastrophale-Neuauflage-im-Video-1081132/

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Moin Xeledon!

Sorry, dass das diesmal was dauert mit den Antworten, aber Arbeit war arbeitsreich ;)

Baldurs Gate: Das scheint sich auf den ersten Blick ein wenig die Waage zu halten. Du hast auf jeden Fall Recht, dass BG kein früher CD-Titel war. BG ist von 1998 und ich sag mal die CD-ROM-Spiele hatten so 1993 ihren Durchbruch, als Titel wie Rebel Assault, Myst und The 7th Guest erschienen. Da hab ich aber auch gepennt, denn eines meiner liebsten Spiele ever, Wing Commander IV, war da auch schon zwei Jahre alt und seinerzeit auch 6 CDs schwer; wenn auch, das sagte ich ja auch in der Folge, Wing Commander natürlich zu den FMV-Titeln gehörte.

WoW etc.: Ich mag den Gedanken, dass, wenn erst einmal alle Wackelkandidaten weg sind, nur noch Synergieeffekte über bleiben. Ich bin insgesamt nicht ganz überzeugt (abgreifen potenzieller Spieler, bevor sie überhaupt das das größere Nischenhobby stoßen und so), aber … doch, ist eine schöne Theorie. Gefällt mir gut!

In Rolle / die beste Lösung: Was ich im Podcast nicht erwähnt habe, ist die dritte Alternative: Entweder man handelt in Rolle, oder man handelt "optimal" (wobei ich das persönlich nicht gerne mache) … oder man handelt "dramaturgisch". Also nicht im Sinne, was jetzt das Beste für den Charakter oder die logischste Konsequenz ist, sondern was wohl das insgesamt interessanteste wäre, was nun passieren könnte.
Ist aber in meinem Fall eher was, was ich bei einem zweiten oder dritten Durchspielen machen würde, denke ich.


Viele Grüße und wie immer Danke für den Kommentar,
Thomas

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N'Abend

Jetzt wollte ich auf die schnelle mal einen Kommentar zur aktuellen Episode schreiben, hab mich kurz gehalten und kam auf knapp 5.000 Zeichen...
Ich denke ich werde den Kommentar etwas ausführlicher schreiben und nen eigenen Artikel dazu machen.

Viele Grüße
Der Tom

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Wirklich tolle Folge, hat wieder großen Spaß gemacht, euch zuzuhören!

Zwei kleine Anmerkungen/Ergänzungen zum Gesagten hätte ich dann noch:
- Zum Erscheinen von "Baldur's Gate" waren CD-ROMs bereits etablierter Standard auf dem PC, wenn ich mich nicht irre, kamen zu jener Zeit sogar langsam die ersten DVDs auf. Ich bilde mir ein, dass "Baldur's Gate" wegen dem CD-Wechsler-Problem sogar zu den erste Spielen gehörte, zu denen es recht schnell eine DVD-Version gab.
- Das Remake der Nordlandtrilogie ist derzeit tatsächlich nur eine Remake des ersten Teils, also der "Schicksalsklinge". Soweit ich weiß, sind die anderen beiden Teile ebenfalls geplant, werden aber jeweils einzeln veröffentlicht.

Ansonsten haben es WoW und Konsorten ja Gottseidank nicht geschafft, das Pen&Paper-Rollenspiel kaputtzumachen. Ich glaube, inzwischen ist es sogar soweit, dass alle, die dem PC den Vorzug gegenüber dem Würfeltisch geben würden, längst abgewandert sind und nun nur noch Synergie-Effekte zu beobachten sind, dass eben Computer-Rollenspiele als Einstiegshilfe ins Pen&Paper-Hobby dienen. Die sicherlich vorhandene Abwanderung vom Pen&Paper- in den MMORPG-Bereich dürfte inzwischen bereits weitestgehend abgeschlossen sein.

Grundsätzlich finde ich (gut gemacht) Computerrollenspiele toll. Kein Ersatz fürs Pen&Paper, aber das will es ja auch nicht wirklich sein. Mit MMOs konnte ich hingegen noch nie viel anfangen. Ich habe auch das Glück, in meinen Spielrunden keine Leute um mich herum zu haben, die je ernsthaft einem Computerspiel den Vorzug gegenüber der Pen&Paper-Runde geben würden. Klar, die Terminfindung und alles machen das zusammenkommen manchmal schwierig, aber das echte Spieltisch-Feeling kann selbst der Multiplayer-Modus eines Computerspiels nie vermitteln und das wissen die meisten Spieler auch zu schätzen, denke ich.

Tatsächlich versuche ich bei Computerrollenspielen auch immer - wie von euch beschrieben - mich in die Rolle des Charakters hineinzuversetzen und mich dieser entsprechend zu verhalten. Allerdings erwische ich mich dann doch immer wieder, dass ich nach der "besten" Lösung suche und quasi selbst "zum Powergamer mutiere", wobei dann das "rollengerechte Spielen" oftmals auf der Strecke bleibt. Natürlich ärgere ich mich dann immer wieder über mich selber und habe ein schlechtes Gewissen, aber es fällt mir doch erschreckend schwer, mich davon frei zu machen.

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