DORPCast – Episode 7: Im Bann der digitalen Bücherwelt

Hallo zusammen!

Michael und Thomas haben sich für die siebte Episode des DORPCast ein seit längerem ungebremst polarisierendes Thema ausgeguckt: Rollenspiele – und Bücher allgemein – in ihrer digitalen Form. Braucht ein Buch Leim und Papier, oder ist auch eine PDF letztlich ein Buch. Vor allem aber geht es auch darum, warum eBooks eigentlich kosten, was sie kosten und warum die Preise zum Teil vielleicht fairer sein mögen, als man auf den ersten Blick glaubt.

Alle weiterführenden Informationen gibt es wie immer nach dem [Weiterlesen].

Viele Grüße,
Thomas

Episode 7 – Im Bann der digitalen Bücherwelt

0:00:24 Intro
0:01:00 Mediales
0:13:44 Amazon Autorip
0:14:54 Gibt es eine Analogie zwischen MP3s und eBooks?
0:16:08 Gibt es noch Argumente pro CD?
0:17:13 Wie alltäglich sind eBooks?
0:17:30 Arkanil diskutiert Rollenspiel-PDFs
0:17:59 Unsere privaten Meinungen zu digitalen Büchern
0:19:22 Was digitale Bücher besonders kennzeichnet
0:20:37 PDF vs. ePub vs. Mobi
0:21:53 Was ist eine PDF wert?
0:26:31 Die Mär der Preisbindung
0:27:49 Über DRM
0:30:40 DRM in der Rollenspiel-Szene
0:31:12 Gibt es eine gewandelte Wertschätzung bei PDFs?
0:33:37 Die Preise digitaler Bücher bei Publikumsverlagen
0:35:36 Das Kosten-Nutzen-Dilemma
0:37:20 Eine mögliche Zukunftsvision?
0:39:14 Über Bundles
0:43:57 Verlagseigene PDF-Shops?
0:45:41 Über Elektronik am Spieltisch
0:49:17 Wie immer: Die Bitte um Feedback
0:49:37 Neues auf der DORP: Mehr Social Media
0:50:00 Jetzt auch bei Twitter
0:50:38 Neues auf der DORP II
0:51:29 Die Technik beim DORP-Cast
0:52:45 Epilog

Erwähnte Medien (alphabetisch)

D&D: Chronicles of Mystara (X-Box 360, aber auch auf PS3, Wii U und Windows)
Dust: An Elysian Tail (X-Box 360, aber auch bei Steam)
Evoland (Windows und OS X via Steam)
Fable 3 (X-Box 360)
Gaiman, Neil: Make Good Art
Green, John: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Herr der Ringe: Krieg im Norden (X-Box 360, aber auch auf PS3 und Windows)
Rosenfield, Kat: Amelia Anne is Dead and Gone

Zur Technik des Podcasts
Samson Go Mic Clip-On USB Mikrofon, mit dem wir unseren Podcast aufnehmen
Audacity - Kostenloses Audiaufnahmeprogramm

Videos rund um Make Good Art
Die eigentliche Rede von Neil Gaiman gibt es auf Vimeo.
Außerdem, um eine Idee von dem Mann zu kriegen: Chip Kidd im Rahmen der TED Talks.
Neil Gaimann zu Copyright und Piraterie

Zum eigentlichen Thema der Episode
Amazon AutoRip – offizielle Webseite
Arkanils jüngster Beitrag zum Thema PDF
Preisgestaltung von Printprodukten und Ebooks beim Berlin Story Verlag

Und:
System Matters hat auch gerade was zum Thema PDFs gemacht; ist erst nach unserer Aufzeichnung erschienen, sei aber dennoch erwähnt. Hier geht's zum Beitrag.

Kommentare (24)

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Hallo tannjew!

Freut mich, dass dir der Podcast soweit gefällt!
Das mit Windows Phone ist ein guter Hinweis, hab's gerade bei mir mal probiert und du hast Recht, mein Lumia findet da auch nichts. Ich geb mich mal die Tage dran herauszufinden, ob sich das ändern lässt ;)

Die ergänzenden Hinweise sind auch alle gut und richtig :)
Auf die ganze Digi-Buch-zu-Papier-Edition-Sache sind wir jüngst in Episode 13 noch mal aus eher kritischem Blickwinkel gestoßen, aber ja, explizit Bits and Mortar ist schon 'ne coole Sache :)

Dann mal weiterhin viel Spaß beim Hören :)
Episode 14 erscheint übrigens morgen :)


Viele Grüße,
Thomas

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Ich hatte euren Podcast schon etwas länger auf dem Radar, habe aber jetzt erst angefangen ihn zu abonnieren (meine Windows Phone App hat ihn per Suche nicht gefunden, da musste ich den RSS Feed manuell abonnieren).

Kurzer Einschub zum Thema dieser Folge: es gibt tatsächlich auch RPG eBooks im .mobi oder .epub Format, und zwar als kostenlose Dreingabe bei einigen ausgewählten eBooks von Pelgrane Press. Spontan fallen mir da die Grundregelwerke zu Ashen Stars, Esoterrorists 2nd Edition und Night's Black Agentes ein.

Die bieten im Übrigen zu allen von ihnen verkauften "richtigen" Büchern noch zumindest das PDF als eBook an (und wie gesagt bei ausgewählten Werken noch die .mobi/.epub Variante).
Ach, das Konzept "Bits & Mortar" (http://www.bits-and-mortar) hättet ihr ja auch noch aufnehmen können. *g*

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Moin anandandram,

ich muss zugeben, dass ich auch nicht 100% auf dem Schirm habe, was wir hier wörtlich gesagt haben – du hast natürlich Recht, dass Amazon mit keinem Angebot wirklich einziger Anbieter ist; sieht man vielleicht mal von der Marktdurchdringung mit dem Kindle ab; da kommt ja an keine verlässlichen Zahlen, aber wenn etwa 2010 IDC dem Kindle einen Anteil von 48% bei den verkauften eBook-Readern zuspricht, ist das ja schon krass.

Aber das Thema 'Marktmacht Amazon' werden wir vermutlich eh noch mal in der nächsten Folge aus kritischem Blickwinkel anschneiden.


Viele Grüße,
Thomas

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Moin!

Ich höre mich gerade durch eure kürzlich entdeckte (sehr vergnügliche) Cast-Historie, und muss grad leicht vom Glauben abfallen.
Keiner muss sich MP3s bei Amazon wegen DRM-Freiheit kaufen. Es gibt mWn mittlerweile keinen Anbieter mehr, der verDRMte MP3s verkauft. Das ist absolut kein Alleinstellungsmerkmal von Amazon. Und ich würde sogar soweit gehen, dass es das nie war. Als MP3s DRM-frei wurden wurden sie es sofort in jedem Shop.
Und weiter geht es mit eBooks. Es gibt einige Shops, die DRM-freie Epubs verkaufen, die man bei Amazon höchstens DRM-verseucht bekommt. Nicht viele "ernsthafte" Ebooks betrifft das, aber bei Amazon gibt es gar keine DRM-freien eBooks.
Amazon ist ja vielleicht viel, und sie haben Möglichkeiten gerade auch alte Sachen gebraucht zu kriegen, und diese CD/MP3-Kombinierung ist schon schick, aber trotzdem sind sie gerade was eBooks und DRM angeht für mich Pest und Cholera in einem.
Und jetzt höre ich die Nummer 7 mal weiter. (:

Viele Grüße!

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@Marcus: Kino 13 Euro ... Ich war ja neulich im Cinemaxx. Grund, ich hatte Karten gewonnen. Da gehg ich lieber wieder ins heimische Kino, wir haben zwei. Eintritt 6 Euro. 8 Euro 3D. Eis, 2 Cola light und ne mittlere Popcorn dazu und immer noch unter 15. Geil. Und: Jedfes zehnte Mal gratis. Und wenn Du Stempel schnorrst auch öfter! Da geh ich selbt in Chronicles of Harry: Das Leben unter der Treppe XI Final Cut!

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Das DVD-Beispiel ging ein wenig nach hinten los, ich hatte das anders gemeint, ist aber auch nicht so wichtig.

Ich denke, die ganze Angelegenheit ist so eine Typfrage. Ist mir das Produkt als physischer Gegenstand wichtiger oder das Erlebnis, das ich mit dem Produkt verbinde.

Ich beispielsweise zahle ja auch ohne mit der Wimper zu zucken um die 13,- Euro für eine Kinokarte, um das Filmerlebnis zu genießen, obwohl es rationaler wäre, auf die DVD zu warten, die nach ein paar Monaten billiger ist und die ich mir so oft angucken kann wie ich will etc. Und ich kenne auch genug Leute, die genau mit diesem Argument nicht ins Kino gehen. Mir ist aber halt das Erlebnis wichtiger und damit auch mehr Geld wert.

Bei einem Text ist für mich das Lesen das Wichtigste. Diese Ins-Regal-Stellen-Geschichte ist mir suspekt. Da mülle ich mir auf Dauer meine Wohnung zu und ersticke im Staub. Hatte ich alles schon, brauche ich nie wieder :-)

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Sobald man Rollenspiel-pdfs ins Regal stellen kann, setzen sie sich durch ... Ich erinnere mich, dass ich und ich meine auch Scorp mal Accounts hatten, welche DVDs man besitzt. Sowas halt ...

Mein derzeitiges Verhalten bei DVDs: Günstig kaufen, gucken, vertauschen / verkaufen. Das fehlt mir bei digitalen Medien, wurde ja schon angesprochen.

Hier übrigens ein Unterschied zwischen Literatur und Rollenspiel: Während (Massen-)Romane (zu 90%) sehr sehr günstig im Gebrauchtmarkt werden und nsach nem Jahr für nen Appel und nen Ei zu bekommen sind, haben Rollenspielbücher doch eine gewisse Wertigkeit und Preise mit 50% Neupreis lassen sich oft gut realisieren. (Gut, ich vermute, dass trifft auch auf andere Nischenliteratur zu, aber gerade der Wiederverkauf ist nicht uninteressant: Ein Werk wie Cthulhu Traumlande limitiert kauf ich doch sofort, weil ich da gar keinen Verlust machen kann ...)

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Autsch, das ist natürlich (mal wieder) eine eklatante Ungerechtigkeit im deutschen Steuersystem, die schlichtweg beseitigt gehört. Sämtliche Argumente, die für einen geringeren Steuersatz bei gedruckten Büchern sprechen, müssten sich doch auch auf ihre digitale Entsprechung anwenden lassen, oder? Aber für eine entsprechende Klage dürfte das als Basis mal wieder nicht reichen.
Wirklich wundern tut einen das in einer Gesellschaft, die das Internet von höchster Stelle sanktioniert in achselzuckend-resignierender Weise als #Neuland bezeichnen darf, hingegen nicht. *seufz*

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Heyho Xeledon! Was wir im Podcast gar nicht angesprochen haben, wenn ich mich korrekt erinnere, sind die Steuern. Ein gedrucktes Buch unterliegt nur der geringeren Mehrwertsteuer von 7%, ein elektronisches Produkt schlägt allerdings mit 19% zu Buche. Das ist natürlich ein signifikanter Unterschied, da beim Zwischenhändler und beim Verlag wesentlich weniger ankommt. Bei einem Ebook-Preis von 7.99 € im Vergleich zu den 9,99 € eines gedruckten Romans kann es durchaus sein, dass trotz der wegfallenden Print-/Lager-/Versandkosten immer noch weniger Umsatz pro verkauften digitalen Exemplar anfallen, als beim gedruckten.

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Es kommt bei der Preisgeschichte aber auch noch hinzu, dass ja zumindest die Produktion des physischen Produktes im rein digitalen Fall aus der Kalkulation rausfällt. Zumindest dies ist ein völlig rationaler Punkt, der das eBook billiger als die Totholz-Variante, das MP3-File billiger als die CD und den gestreamten Film billiger als die DVD machen sollte.

Natürlich braucht man für den digitalen Vertrieb auch ein entsprechendes Online-Shop-System, das kann man aber imho (ohne hier jetzt konkrete Zahlen zu kennen oder wirklich exakt gegenrechnen zu wollen) mit den Margen für den Zwischen- und Einzelhändler bei den physischen Produkten vergleichen. Auch die reine Logistik (Versandkosten, Lieferung an den Einzelhandel) kann den Preis physischer Produkte im Vergleich zur E-Variante erhöhen, dem kann man aber, wenn man so möchte - insbesondere angesichts des jüngsten Telekom-Hirnschisses - die Kosten für die Netz-Infrastruktur entgegenstellen.

Wie gesagt, mir fehlen hier konkrete Zahlen und ich finde eine kleinkarierte Gegenrechnung auch nicht zweckdienlich. Trotzdem scheint es mir absolut logisch, dass das physische Produkt für den Endkunden teurer sein muss und ich unterstelle einem Anbieter, der für ein eBook, ein MP3-File oder einen Film-Stream genauso viel Kohle sehen will wie für das entsprechende physische Gegenstück, dass er seine Kunden gewissermaßen über Gebühr abzockt.

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