DORPCast – Episode 4: Jene Spiele, die uns prägten

Hallo zusammen!

Die Episode 4 des DORPCasts ist da – und dieses Mal in Überlänge. Zwar haben wir uns bei dem Kernthema wieder ganz manierlich an unsere allgemeine Umfangsangabe gehalten, allerdings gibt es dieses Mal quasi zwei Themen in einem. Unser Hauptthema sind die Spiele, die Michael und Thomas in ihrem Werdegang als Rollenspieler nachhaltig beeinflusst haben; das große Nebenthema ist derweil der völlig atemberaubende, überwältigende, aber auch offenbar polarisierende Kickstarter zu Exalted 3. Insgesamt gut eine Stunde DORP auf die Ohren also.

Wegmarken und dergleichen gibt es wie immer unterhalb des eigentlichen Artikels.

Viele Grüße,
eure DORP

Episode 4: Jene Spiele, die uns prägten

0:00:29 Begrüßung
0:01:37 Der Exalted-3-Kickstarter
0:05:18 Über Reihen und Einzelprodukte bei White Wolf
0:07:12 Zurück zu Exalted 3
0:10:21 Was passiert, wenn mal eins scheitert?
0:13:33 Wäre so ein Kickstarter in Deutschland denkbar?
0:14:23 Gibt es eine Kickstarter-Blase?

0:20:54 Der Medienrundblick

0:26:23 Am Anfang steht DSA
0:28:30 Jugendsünden und Gonzo-Rollenspiel
0:29:57 Earthdawn und Shadowrun
0:32:32 Exalted
0:34:21 Magus: die Erleuchtung
0:37:39 D&D3
0:39:47 nWoD
0:42:57 Savage Worlds
0:45:56 Ist die nWoD Thomas' jüngster Meilenstein?
0:46:39 Rollenspiel – Spaß trotz großer Differenzen?
0:48:58 Über Nostalgie und 'Revival-Runden'
0:50:03 Fazit und Feedback-Aufruf
0:50:58 Neues bei der DORP

Medientipps

Frühstücksfernsehen, die neue Satire von Olli Dittrich im offiziellen ARD-Youtube-Kanal

Mage: the Ascension: Convention Book – N.W.O. und Convention Book – Progenitors

Myranor: Myranische Monstren (hier die Beschreibung aus der Wiki Aventurica)

Neverwinter (das D&D-Free-to-Play-MMO)

… sowie ein Foto von Michaels zerbrochenem Buchregal.

Außerdem in der Folge angesprochen

Exalted 3 – Der Kickstarter

Kommentare (13)

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Hmm... da ist gerade einiges zusammengekritzelt worden von mir. Also *T-Shirtärmel hochschieb*

Die V20 ist als GRW nicht über Kickstarter herausgekommen. Damals hatte WW noch eine versandabteilung, die sie aber Zeitgleich mit der V20 abgebaut und geschlossen hatten. Der erste WoD-Kickstarter war der V20-Companion. (Und der war ja durchaus auch eine ziemlich fragwürdige Geschichte gewesen.)

Scorpio: Ich glaube beim Exalted-Kickstarter haben wir beide ganz schön den Kopf geschüttelt. (Ich bin aber seit dem Companion nur noch entsetzt, für was die Leute da Geld raushauen.)

Zu Scorpios Einwand mit dem Vampire-Update: Soweit ich weiß sind/werden noch ein aar weitere Vampire-Bücher herausgebracht. Das ist zwar kein "aufleben lassen" der Reihe im eigentlichen Sinn, aber es kommen noch ein paar Bücher scheinbar tröpfchenweise nach. (Wenn halt auch so föllig durchgeknallt kickstarterisch.)

Ich habe übrigens in der Sueddeutschen Zeitung vor Kurzem Folgendes gelsen: Überall dort wo ein Markt ins Spiel kommt, stirbt die Moral. (Respektive: Der Markt ist für die Moral tödlich.)
Das hat anscheinend ein eher philosophisch orientierter Wirtschaftswissenschaftler mit einem entsprechendem Experiment mit weißen Mäusen, die zur Vergasung freigegeben worden waren, herausgefunden.)

Feedback: Freut euch. Ich hab während dieser Sendung mit einem Klemmbrett auf dem Schoß zugehört. Das hat bis jetzt nur "Ausgespielt" hinbekommen.

Buchregal-Unfall: Ich empfehle da übrigens das IKEA-System "Ivar". (Egal was manche Leute davon optisch halten.) Das Ding hält einfach von der stabilität her unglaublich viel aus.

erste Rollenspielkontakte: Wenn man euch so zuhört merke ich mal wieder, wie unüblich anscheinend ins Hobby gerutscht bin.

Frauenquote: Hmm. Wirklich etwas dazu sagen kann ich nicht. Die ersten Spielerinnen sind mir erst mit dem Studium in Münster in Verbindung mit Hackmaster über den Weg gelaufen.

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nWoD vs. oWoD: Ich kann da nicht wirklich etwas in Richtung "Das ist besser" sagen. Beide Setting-Ansammlungen & Systeme haben ihre Stärken und Schwächen. Und irgendwie muss ich sagen, helfen mir meine Gedanken bei Lesen in beiden Fällen sehr stark mit dem jeweils anderem System etwas anzustellen. (Wobei ich aber gerade für "Lynch"-Angehauchte Sachen eher UA aus dem Regal nehmen würde.)

Spiel-Vorlieben-Differenzen: Ihr seid einfach genug um nicht ständig am Blick eines "Dritten" zu brechen. (Frei nach Sartre.)

Nebenbei: Ihr beide habt eine sehr interessante Aussprache, was die "sch"-Laute angeht. (Besonders stark hört man das bei Thomas heraus.) Aus welcher Ecke der Republik stammt ihr nochmal genau?

Und weil ich gerade vorhin mit dem Kommentarfeld zu kämpfen hatte: Nach dem Zeichzähler hätte ich eigentlich vorhin noch 54 Zeichen zur verfügung gehabt. Nur meinte eure Website dann doch, dass der Kommentar zu lang wäre. Könnt ihr das eventuell nochmal gegenprüfen?


Und das Rollenspiel-Selbstportrait (wo ich noch über 1000 Zeichen habe. ^^):
Einstieg bei mir war ein Homebrew von einem Bekannten. (Der nannte es damals "Hell on Earth 2014, oder so ähnlich. Keine Ahnung, zu lange her.) Jedoch war ich halt damals schon durch Magic und Warhammer 40k ein wenig auf die phantastischen Medien aufmerksam geworden. (Wobei ich bis Heute keinen wirklichen "halt" in der Fantasy gefunden habe.)

Hackmaster (und wenig später D&D 3.5) waren dann aber trotzdem (nach längerer reiner Forenrollenspiel-Zeit) meine Fantasy-Sozialisierungssysteme.

Aber wirklich den totalen "Gedankenblitz" hat dann auch die nWoD (ich bin irgendwann in der Zwischenblase von oWoD und nWoD 2004 auf Vampire aufmerksam geworden) bei mir gebracht.

Mein "So ticke ich"-Erlebnis war aber eher Unknown Armies (ich bemerke auch und gerade, wenn ich über o/nWoD-Plots und Settingschnipsel grübele, dass ich immer wieder in den Beweggründen des okkulten Untergrundes gelange.)

Und naja: Derzeit scheint vom rein theoretischen Standpunkt aus betrachtet auch noch Fate gerade eine besondere Bedeutung zu erlangen. Auch wenn das bis jetzt noch rein akademischer Natur ist. (Aber das auch ich einige andere Systeme mehr gespielt habe ist wohl mehr oder weniger un/klar. ^^)

Ich bin jetzt mal gespannt darauf, ob die "neuen" Informationen in Zukunft irgendwas an der Art euch zu beurteilen ändern werden, beim hören.

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Ihr werdet wirklich besser (und das ohne am Anfang schlecht gewesen zu sein).
Wg Feedback (Jetzt habt ihr so ein tolles Inhaltsverzeichnis und dann steht der Punkt nicht drin )
Also mir gefällt wenn ihr Themen wieder aufgreift und auf Feedback eingeht. Würde ich aber nicht pauschal machen.

Von wegen Spielvorlieben ungleich gespieltem Spiel: Ich hab ~2 Jahre lang D&D4 gespielt, obwohl mir die Regeln echt nicht zusagen. Aber die Runde war halt cool und darum geht es schließlich.

Meine RPG Historie erspar ich euch mal. Was ich aber noch zum Thema passt: Mir öffnet Gumshoe gerade ein wenig die Augen. Erstmal war es für mich ein völlig neuer Ansatz Hinweise ohne Probe zu "verschenken". Und das ohne ein straffes Railroading oder einen "AutoWin" zu verfallen. Denn man kann auch locker scheitern (und das kann unsere Gruppe ) Der andere Punkt, das Regelwerk zwingt die Abenteuerautoren bestimmte Punkte zu berücksichtigen und eine Struktur einzuhalten.
Also selbst so alten Leuten wie uns kann man noch überraschen

Dann mal bis zur RPC!

P.S.
@Orakel
Die Jungs sind aus dem Öcher Land Also Aachen-/Eifelraum. Als Zugezogener höre ich das selbst gar nicht mehr, darum danke für die Erinnerung

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Moin Orakel,

ich muss mich gerade zeitlich auf einige Schlaglichter beschränken, was die Antwort angeht; aber danke auch für die Antwortteile, zu denen ich jetzt nichts schreibe!

V20: Danke für die Korrektur! Ich hatte noch im Kopf, dass da irgendwie zumindest gecrowdfunded wurde, aber ja, wo du es sagst, kommt die Erinnerung wieder

Buchregal: Ich bin da ja klassisch und schwöre auf Billy – aber ja, ich meine Matthias von uns schwört auch auf Ivars …
… ist auch eine Art Nerd-Gesprächsthema, schätze ich ^^

Aussprache: Wie purpletentacle schon schreibt – im allerweitesten Sinne ist's Rheinland. Wobei Scorp eher aus dem Aachener Raum stammt, ich hingegen aus der Eifel komme, was schon einen Unterschied macht – aber ja, ist beides ripuarisches Dialektgebiet

Lange Kommentare: Denke, da wird's mit Episode 5 zusammen eine Lösung geben


Viele Grüße,
Thomas

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Purpletentacle – danke dir!
Und nee, pauschal würde ich das Aufgreifen von Themen auch nicht machen, da hast du Recht

Viele Grüße,
Thomas

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Ich finde den Exalted Kickstarter klasse: Da bekommen Leute 440k für die Produktion des Buches - wirklich für die Produktion der Inhalte und nicht als Vorkasse für irgendwas physisches, bei dem am Ende 80% des Geldes in der Produktion hängenbleibt, so dass nur ein Bruchteil des Geldes wirklich die Autoren finanziert.

Und das als Deluxe zu machen ist vermutlich einfach gute Kenntnis der Fans: Für Deluxe zahlen Leute gerne mehr. Zumindest diejenigen, die sich Kickstarter-Unterstützung leisten können. Und durch das spätere PDF kommemn auch die weniger Vermögenden Leute die Werke.

In „Der will ja nur Geld machen“¹ habe ich noch geschrieben „wenn jemand es schafft, mit Rollenspielen Millionen zu scheffeln: Sehr cool!“. Und jetzt schaffen das Leute.

440k sind genug, um 8 Leute ein Jahr lang Vollzeit zu finanzieren (55k pro Person, abzüglich aller Steuern). Rechnen wir mal 3 Zeichnende, 3 Schreibende, eine Person im Design and und eine in der Buchhaltung.

Und damit haben sie schon nur ein Jahr lang Puffer. Da muss nur ein Kickstarter schief gehen und schon sind die Arbeitslos - und bei US-Amerikanern heißt das verschuldet oder hungernd. Klar können sie dann vermarkten, was sie geschaffen haben. Aber wenn ich mir den Rollenspielmarkt anschaue, sehe ich da keine so riesigen Potenziale.

Das Risiko der Blase sehe ich auch, aber gleichzeitig bietet sie eine große Chance für große Verlage: Wer konsistent gute Qualität liefern kann, der kann seine Fans halten: Er kriegt wieder einen neuen Kickstarter finanziert. Und ein Verlag kann eine Qualitätssicherung bieten, durch die Leute wissen, dass ein neues Crowdfunding-Projekt mit dieser Marke auch liefern kann.

¹: http://1w6.org/deutsch/anhang/gedanken/der-will-ja-nur-geld-machen

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Bei Zeichentrickserien bin ich nicht sicher. Bei Hörspielen habt ihr teilweise recht: Die drei Fragezeichen kann ich nicht mehr hören. Aber Scotland Yard ist noch heute cool! Weswegen ich nicht verstehe, warum Die ??? noch heute im Spieleladen sind, Scotland Yard aber nicht…

Medien, die Kinder toll finden und die ihnen als Erwachsene immernoch gefallen: Erstklassig! Aber offensichtlich verdammt schwer zu produzieren.

PS: Ich bekomme immernoch all meine wichtigen Updates über E-Mail. Leute, es ist 2013, der neuste coole Trend ist schon wieder veraltet und E-Mail funktioniert immernoch

PPS: Zur RPC bin ich leider schon in Spanien…

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Und was mich geprägt hat: DSA (so funktioniert Rollenspiel), Shadowrun (…in cool-düsterem Cyberpunk), Gurps(…und alles andere), Fudge - wenn auch Fudge nie gespielt. Dazu Mechanical Dreams (undglaubliche Welt, aber viel Vorbereitungszeit) und Werwolf (tolle Gruppendynamik). Jetzt seit 10 Jahren 1w6 (sauberes Testen und die Suche nach wirklich passenden Lösungen brauchen echt Zeit, und es zählt, was beim Leser ankommt, nicht was ich reinstecke - auch wenn ich da immernoch viel zu lernen habe).

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Sehr interessant. DSA - Shadowrun - WoD ist wohl ein sehr klassische Ludographie für in den frühen 80ern geborene. War bei mir auch so (und beim Rest meiner alten Gruppe). Auch das Einstiegsalter (Unterstufe).

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Mich hat übrigens tatsächlich PP&P Mitgeprägt: Zum einen war es mein zweites System nach DSA, was schonmal gviel Wert ist, zum andren schrieb ich eine frage an den Verlag, der sie an den Autor weiterleitete, der mir wiederum eine lange Antwort schickte. Da war ich sofort fanifiziert und engagierte mich gerne im Fandom.

Ganz spannend fand ich, wie scorp den Aspekt der Fairness bei DnD 3 umschreibt, da ist echt was dran.

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